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Fronleichnamswochenendtouren

Donnerstag, Juni 02, 2016

Donnerstag, 05.05.2016: Gaichtspitze
Wir waren nicht sicher, wieviel Schnee es noch haben würde und nahmen daher erst mal einen unserer bevorzugten Frühjahr/Herbst-Gipfel unter die Stiefel. Ich steckte auch die A****-Rodel in den Rucksack, denn mit genügend Schnee müsste man damit ja ein paar Höhenmeter Abstieg vergnüglich hinter sich bringen können ...
Wie befürchtet/erwartet hatte es da oben - selbst auf der südseitigen Gaichtspitze - noch ordentlich Schnee. Was es auch hatte, war 10 Zentimeter frischer Schnee, der sich noch nicht vernünftig mit der Unterlage verbunden hatte, deswegen waren unsere Versuche, den oberen Teil runter zu rodeln leider zum Scheitern verurteilt. Der erste Rodler schob einen dicken Berg Schnee vor sich zusammen, in dem er bald stecken blieb. Der zweite Rodler konnte in der Spur mit ordentlich Geschwindigkeit bis zu diesem Berg und dann drüber sausen und schob dann einen eigenen Berg Schnee zusammen, in dem er stecken blieb.
Naja, einen Versuch war’s wert und lustig war es auch ;-) Komplett nass und mit haufenweise Schnee in allen Ritzen und Falten von Kleidung und Rucksack, machten wir am Ende des Gipfelschneefelds Pause in der Sonne und genossen die Wärme. Oben am Gipfel war es nämlich unangenehm windig und entsprechend kühl gewesen.


Blick übers Lechtal vom Gaichtpassparkplatz


Kurz vorm Gipfelhang fängt der Schnee an


Ernsthafte Bergsteiger, ganz klar!


Das mit dem Rodeln klappt allerdings nur sehr bedingt ...


Danach dann Sonnen :-)

Freitag, 06.05.2016: Iseler
Mit dem Wissen um den noch recht reichlich vorhandenen Schnee und nachdem wir die ebenfalls noch reichlich vorhandenen Pistenreste am Oberjoch begutachtet hatten, nahmen wir uns die Kühgrund-Überschreitung mit Abfahrt vom Iseler mit den Minis vor. Seitdem die wieder die originale Schnapp-Bindung haben, wiegen sie kaum noch etwas und man kann sie (etwas mühsam allerdings) mit Bergstiefeln fahren.
Auch wenn wir mit Schnee gerechnet hatten (und den Schnee ja auch gesehen hatten), die Menge auf der Nordseite war dann doch ein wenig erstaunlich. Entsprechend lang brauchten wir, bis wir uns zum Kühgrundgrat hinüber gekämpft hatten. Der Grat selber war dann wieder leichter zu gehen (und es hatte eine einzelne Spur bis zum Kühgrundkopf), weil der Schnee nicht ganz so tief war, dafür mussten wir schneebedingt an verschiedenen Stellen vom eigentlichen Weg abweichen und kamen so in den Genuss einiger abenteuerlicher Kletterstellen, die man üblicherweise nicht nimmt.
Vom Kühgrundkopf zum Iseler waren wir die ersten seit mindestens dem letzten Schneefall, was zwischen den Latschen (Löcher) und gelegentlich am Grat neben den Wechten (kein Platz) auch mal interessant wurde. Den Aufstieg zum Iseler betrachten wir lang ein wenig besorgt, denn der sah wirklich arg steil (und komplett zugeschneit) aus. Als wir dann davor standen, war das Schneefeld nicht ganz so steil wie befürchtet und auch stabiler als befürchtet :-) Dennoch hatte der Aufstieg was von Nordwand-Feeling, wenn auch mit wirklich gutem Trittschnee.
Nach einer ausgiebigen Pause am Gipfel in der Sonne machten wir uns an den Abstieg. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass wir die Minis erst auf der Piste benutzen würden, aber schon an der Wegekreuzung am Grat hatte es genügend Schnee für Ski und Skispuren. Wir rüsteten auf (lange Pullis und Hosen und Handschuhe vor allem, damit uns im Fall eines gar nicht so unwahrscheinlichen Sturzes noch etwas Haut bliebe) und rutschten mit den Minis vorsichtig auf den Skispuren den Sommerweg ab.
An der ersten Kehre des Weges öffnete sich (für mich unvermutet, ich hatte mit weiterem Wegabrutschen bis zur Liftstation gerechnet) ein freier steiler Hang. Mit Tiefschnee - also weicher Matschschnee von den kalten Tagen auf festerem Altschnee. Der beste Allgäuer von Allen fuhr hinein und machte ein paar gar nicht mal so schlechte Bögen, obwohl das mit den Bergstiefeln in den Minis in dem Schneematsch nicht einfach war. Ich hatte Bammel. Vor dem Hang (steil), dem Schnee (weich, tief, vermutlich nicht gut verbunden) und ums Knie (seitliche Belastung, ohweh). Aber wenn der Mann da rein fuhr, konnte ich ja wohl nicht kneifen!
Am Ende war es dann nicht ganz so schlimm wie befürchtet und als der Hang flacher wurde und wir schließlich auf den Pistenresten landeten, auf denen wir bis fast ganz runter fahren konnten, war die Welt wieder in Ordnung. Ein Sturz nur ;-) Und überhaupt: ‘besser schlecht gefahren als gut gelaufen’!


Die Reste vom Winter am Oberjoch


So richtig hat die Saison noch nicht begonnen - es hat noch kleinere Hindernisse ...


... Lawinen und Schneerinnen beispielsweise


Aufstieg am Grat (hinten in der Mitte das erste Ziel, der Kühgrundkopf)


Kurz vorm ersten Ziel


Danach dann einsames Spuren mit großartiger Aussicht


Wie erwartet hat es zwischen den Latschen Löcher


Nordwandfeeling beim Zustieg zum Iseler


Steil aber gut zu steigen


die wohlverdiente einsame (!) Pause am Iseler


Abfahren mit den Minis ...


... die im weichen Schnee auch mal von den Bergstiefeln fallen.

Samstag, 07.05.2016: MTB Tannheimer Tal
Nach der Kühgrundrunde wollten wir etwas Erholung beim Biken. Wir starten an der Straße und radelten nach Jungholz, fuhren zur Vils runter, radelten gemütlich nach Schattwald und nicht ganz so gemütlich hinauf Richtung Einstein und sausten dann runter nach Tannheim. Kaffee und Kuchen gab es in der Post in Schattwald. Leider hatte es da dann schon ziemlich zugezogen und es war kühl. Alles in allem eine schöne Runde mit großartigen Ausblicken und Bergmolchen in einem Wiesentümpel :-)


Bergblickradeln bei Jungholz


Bergmolche in einem Wiesentümpel


Auf dem Weg nach Schattwald


Kurz vorm Einstein


Ganz oben dann sogar noch Schnee

Sonntag, 08.05.2016: Zinken
Am letzten schönen Tag wollten wir noch ausgiebig Sonne genießen. Der Kurzabstecher auf den Zinken mit vielen einladenden wiesigen Ecken passt da gut rein. K&K gab es an der Roßalpe in Jungholz und dann nochmal daheim auf der Terrasse. Wer kann, der kann :-)


Die Fallanlage bei Unterjoch


Bergfrühling


Aurikel am Zinken


Blick zum Sorgschrofen


Gams

Von engel am 02.06.2016 20:32 • outdoorbergskimtb
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