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Sonntag, 13.09.2020: Lieber doch nicht!

Donnerstag, September 17, 2020

Für den Sonntag hatten wir uns einen markanten Zacken im Ostrachtal ausgesucht, denn wir oft betrachten, auf dem wir aber noch nie gewesen waren. Ich hatte ihn mir genauer angeschaut, weil der Hike-Anteil für den Spitz vergleichsweise gering ist (der baldige Urlaub sollte nicht gefährdet werden) und wir fanden das beide gut. Der alte und der neue Führer schrieben ‘weglos’ und ‘unschwierig (I+)’ (der alte Führer sprach auch von ‘Steilgrasspezialisten’). In der OSM ist ein ‘T5’-Pfad eingezeichnet.

Wir waren nicht wirklich spät dran (aber auch nicht früh), deswegen waren wir total baff, dass der Parkplatz am Jägersteig schon total voll war (Naja, es hätte schon noch Platz gegegeben, aber am Parkautomaten stand um die 30 Leute Schlange, wer braucht denn sowas?). Wir fuhren ein Stück zurück und parkten halt dort. 6 Kilometer mehr Radeln ist bei der Gesamtlänge der Touren in der Gegend vernachlässigbar.

Anfangs hatte es noch viele Leute und nervige E-Biker, ab dem E-Werk war es dann aber einigermaßen ruhig. Naja, abgesehen von den Wechs-Bussen, der derzeit total rücksichtslos rumfahren. Wir radelten bis zur Pointhütte und stellten dort die Räder ab.

Von da geht es erst mal auf einem Quad-Track (ich sollte präzisieren: Kettenfahrzeug-Track) bis auf eine Art Hochschräge (-Ebene wäre übertrieben, es ist aber deutlich flacher als drunter und drüber). Der ‘Fahrweg’ ist mit Abstand der steilste, der uns je untergekommen ist. Meistens ist es festgefahrener Dreck/Kies, manchmal aber auch Beton mit metallenen Querblechen für Halt. Wir schnauften wie kleine Dampfmaschinen da hinauf.

Oben machten wir erst mal Pause zum Erholen und Umschauen. Tolle Gegend und vor der Seite hatten wir sie noch nie gesehen. Das Ziel konnten wir auch sehen. Sah ordentlich steil aus!

Wir querten zum letzten Hüttchen rüber und schauten uns den Zacken genauer an. Eigentlich hatten wir Pfadspuren erwartet, aber da war nix, nur steiles Gras, und teilweise - wo sich kein Gras halten konnte - steiler Schotter. Wo es entlang gehen müsste war aber klar. Wir nahmen Stöcke und stiegen los.

Das Gelände wurde schnell steil und dann noch steiler und es gab Flecken mit Schotter statt Gras, wo man quasi gar einen Halt mehr hatte (das wir überhaupt in den Schotter gekommen waren, war natürlich blöd, da hätte man direkt drum herum steuern sollen). Raufgehen ist ja das Eine, aber mir wurde beim Gedanken an den Abstieg immer unwohler.

Das Knie ist inzwischen wirklich schön stabil, aber gerade beim Runtergehen ist es einfach (noch, hoffe ich) nicht sehr belastbar. Und oben würde es noch steiler werden, von Trittspuren, wie gehofft, war weit und breit nichts zu sehen. Das war alles irgendwie nix, ich wollte da nicht hoch, auch wenn der Giebel meine Idee gewesen war.

Der beste Allgäuer stimmte zu. Alles zu unsicher, vor allem beim Abstieg. Wir gingen also wieder runter (was an der Stelle noch relativ einfach war) und müssen halt mal wieder kommen. Dann vielleicht mit der Überschreitung bis zum nächsten Gipfel, von dem man - nach dem vermutlich bröseligen Felsgrat - dann ganz einfach über weite Matten absteigen kann.

Nach einer langen Sonnenpause gingen wir den supersteilen Fahrweg wieder runter. Vor dem hatte ich ja etwas Bammel gehabt, aber ohne Stufen kann man die Füsse setzen wie man will und ich kam mit Trippelschrittchen (also gefühlt zumindest) da völlig problemlos wieder runter. Das Knie war auch an der Pointhütte noch total gut drauf :-)

Am Giebelhaus war es dann leider noch sehr voll, deswegen fuhren wir dran vorbei und hofften auf die Konstanzer Jäger, aber die haben dieses Jahr gar nicht auf. So musste K&K ausfallen, aber wir waren ja am Vortag 2 Mal eingekehrt, das reicht dann ja auch für 2 Tage ;-)

Der Radweg geht am Rückweg dann nochmal kurz total steil hinauf und das wo man doch eigentlich mit Anstrengung schon abgeschlossen hat! War trotzdem besser als auf der verkehrreichen Straße.

Insgesamt war das eine prima Tour, auch mit dem Abbruch (und Wiederkommen geht ja immer) und ich bin mit dem Knie sehr zufrieden :-)


Das Ziel im Blick


Auf dem Weg zur Pointhütte


Der ‘Fahrweg’ ...


... ist viel steiler als es aussieht!


Tiefblick


Weitblick


Das Ziel ist links vor dem oberen Felsaufschwung


Anstieg


Tja.


Abstieg


Murmelfamilie


Abfahrt

Von engel am 17.09.2020 16:49 • outdoorbergmtb
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