Hatte ich ja völlig vergessen - in den USA gibt es ja sowas wie Homeland Security und so Zeugs.
In der Praxis heisst das, wenn man per Vertrag die Überlassung eines Stücks Software (also den Source Code derselben) aushandelt (was an sich ja schon mühsam ist, weil da neben dem technischen Aspekt auch die Legal Departments der beteiligten Firmen involviert sind und schwerverdauliche Textpassagen produzieren), dann bekommt man das Stück Software keineswegs überlassen, sobald die wichtigen Unterschriften geleistet sind, sondern muss weitere 30-45 Tage (vermutlich Arbeitstage) warten, denn:
... to complete an encryption survey on the code ...
... to submit to the Department of Commerce, Bureau of Industry and Security in order to comply with US law for products shipped outside of the US ...
Nice. Das Warten geht also weiter :-(
Ich habe eben meinen Deployment Server umgebracht. Womit dann ein Grossteil der Arbeit des heutigen Tages für die Katz war, denn ich kam kaum dazu, das zu testen, was ich eigentlich testen wollte.
Ein guter Zeitpunkt zum Heimgehen. Schlimmer kann es jetzt nicht mehr werden und man soll den Tag ja mit was Positivem beenden.
*grmpf*
Heute morgen gut gelaunt bei schönstem Wetter mit Story im Ohr und Sportzeug im Rucksack ins Büro geradelt. Hach, was für ein netter sonniger Tag, Montag oder nicht Montag.
Bereits auf dem Gelände, fast vor unserem Gebäude, eine kurze Unterbrechung der guten Sommerlaune. Irgendwie—- irgendwie ist der Rucksack verdammt leicht!
Auf dem Absatz kehrt gemacht und nochmal heimgeradelt. 20 Minuten später dann am selben Ort mit 3 Kilo mehr im Rucksack in den Aufzug gestiegen. Ohne Notebook arbeitet es sich schlecht ...
*Blubb!* Eben versehentlich den Schlüssel zum Schreibtisch in die Kaffeetasse geworfen.
Und jetzt? Abwarten bis der Kaffee leer ist? Fischen? Wegkippen?
Warum ist der letzte Schliff eigentlich immer am aufwendigsten? Seit gestern basteln wir an einer Übergabe, die *fast* fertig ist und die dann bei den ‘letzten’ Tests eben doch noch (oder wieder, das variiert), ein Problem hat.
So langsam entwickle ich ungute Gefühle gegenüber einem ganz bestimmten Tool, das uns eigentlich die Arbeit erleichtern sollte, das aber mit aufwändigeren Aufgaben offensichtlich stark überfordert ist. Es kommt noch so weit, dass ich eine Woche Entwickler-Test nur deswegen ansetze (mit allem Drum und Dran, Code-Freeze und was dazu gehört) statt einem Tag.
Um 19:45h will ich im Kino sein, das bedeutet, dass ich hier zwischen 18:45h und 19:00h los muss. Bis dahin sollte eine Übergabe möglich sein ... Hoffe ich. Der Sport reduziert sich dann auf einmal quer durch die Stadt radeln, aber das macht nix, ich hab eh momentan Unlust, da muss ich mir noch was einfallen lassen.
*seufz*
Naja, Kino wird eh überbewertet. Und der Herr Smith, der beglückt die Münchner Kinos bestimmt noch eine ganze Weile ...
Dreieinhalb Stunden (einschliesslich einiger nicht allzu langer Pausen) waren wir von Starnberg nach Andechs unterwegs. Das sind überschlagsmässig um die 16 Kilometer mit ein paar wenigen Höhenmetern gut verteilt zwischendrin. Der Weg ist erst sehr hübsch in der ‘Schlucht’ (die eher ein flaches Tälchen ist), führt dann am Maisinger See entlang und in der prallen Sonne über weite offene Felder nach Aschering. Danach geht es bisserl hoch und endlich wieder durch Wald, bevor man nach weiteren sehr sonnigen Metern schliesslich in Andechs landet.

Es soll der heisseste Tag der Woche werden, da finde ich es durchaus passend, draussen herum zu laufen statt im Büro zu sitzen. Da hatte es gestern Nachmittag 44 Grad vor dem Fenster und weit über 30 Grad drin. Viel heisser kann es draussen eigentlich nicht werden.
Sieht so aus, als hätten unsere Chefs beim Festlegen des Wandertags ein glücklichen Händchen gehabt :-) Ja, genau, Wandertag. Wir werden irgendwann heute Nachmittag mit der S-Bahn nach Starnberg fahren, wo dann auch die Augsburger Kollegen auflaufen werden. Dann werden wir 3 Stunden oder so durch die Landschaft stapfen, auf einem Wanderweg, den eine Kollegin als sehr schön bezeichnet hat und der weil er ‘Schlucht’ heisst (Maisinger Schlucht?) sicherlich weitgehend schattig ist.
Ziel ist Andechs, da war ich eh noch nie und da würde ich bestimmt ohne diese Wanderung auch nicht hinkommen. Das berühmte Bier gibt es ja nur noch unter der Woche hab ich mir sagen lassen, daher trifft es sich gut, dass wir unter der Woche da auflaufen, das wollte ich doch mal probieren ;-)
Von Andechs aus laufen wir dann nach Herrsching und fahren mit der S-Bahn zurück. Ich glaub das wird ein ganz netter Tag :-)
Wie woanders sicherlich auch, sind bei uns in der Firma jährliche Sicherheitsbelehrungen vorgeschrieben. Die allgemeine, wo Notrufnummern, Ersthelfer und sowas bekannt gegeben werden und wo man lernt, dass man sich nicht auf Drehstühle stellen soll und wie der Arbeitsplatz aussehen soll und sowas.
Für Leute wie uns, die wir auch Operationen am offenen Server vornehmen (bei uns steht die Hardware meist ohne Gehäuse rum, damit man leichter in den Innereien rumfuhrwerken kann) gibt es zusätzlich auch jeweils eine Sicherheitsbelehrung über den Umgang mit elektrischen Geräten. Da lernt man, dass man nicht mit den Fingern in Steckdosen langen soll und sowas.
Naja, ein bisserl mehr schon, aber halt nichts wirklich Weltbewegendes, zumal sich die Spannungen in einem Rechner ja sowieso in Bereichen bewegen, die einem Menschen nichts mehr anhaben können. Wir haben eher das Problem, dass wir mit statischen Entladungen unsere Hardware beschädigen können. Und die Netzteile schrauben wir ja nicht auf.
Eine jährliche lästige Pflicht also. Nun hat ein Kollege rausgefunden, dass ‘Fachpersonal’ diese Schulung nicht mitmachen muss. Fachpersonal sind beispielweise Elektriker und Elektro-Installateure und solche Leute. Aber eben auch Elektrotechnik-Ingenieure :-)
Beim nächsten Mal wird hier die halbe Belegschaft (einschliesslich meinereiner) nicht mehr teilnehmen müssen :-))
Heute morgen sah noch alles ganz schön düster aus für mein dringlichstes Projekt, weil mir mehr oder weniger alles, was daran wichtig ist, um die Ohren geflogen ist. Inzwischen - Yay! - hab ich für alles schöne und auch weniger schöne Workarounds gefunden. Uff!
Die schönen dürfen auf jeden Fall bleiben, bei den Q&Ds muss ich mir vielleicht noch was einfallen lassen, aber immerhin, es humpelt schon. Ich geh dann mal, man soll den Tag mit was Positivem ausklingen lassen :-)
Im Büro. Im Mai. Bei heruntergelassenen Rolläden (draussen könnte es also auch Nacht sein, soviel seh ich von dem schönen Wetter) und auf mich gerichtetem Ventilator (hab jetzt schon trockene Augen). Mir ist heiss!
Dabei ist noch nicht mal Sommer. Wie soll das erst werden, wenn es draussen richtig heiss wird?
Mann, Schweissausbrüche beim Denken. Oder beim Tippen. Und die Unterarme bleiben auf dem Tisch kleben. Wen wundert’s, dass ich Winter mag ...
Update:
31 Grad und steigend. *seufz*