Heute ist das Büro Ferien- und Wetter-bedingt eh schon dünn besetzt und eben hat mich der einzig anwesende Kollege auch noch wegen eines Termins verlassen. Ich bin komplett allein im Büro. Bis der Kollege wieder kommt, zumindest.
Als ich heute morgen Kaffee gemacht habe, war mir völlig entfallen, dass alle weg sind, deswegen habe ich den Zwei-Liter-Pott Kaffee heute ganz für mich allein. Schöne Aufgabe ;-) Doch, ich glaube, der bin ich gewachsen ;-))
Meinereine hat ja einen so wunderbaren Job, dass sich der Kontakt mit Kunden auf nahezu Null beschränkt. Hin und wieder aber erwischt es mich dann aber doch und jede solche Erfahrung ruiniert meinen Glauben an die Menschen (oder um das sogar noch zu relativieren: an die Männer) ein Stückchen weiter.
Nicht falsch verstehen, ich hab nix gegen Männer, aber mir ist noch nie eine Frau untergekommen, die so felsenfest davon überzeugt ist, alles zu wissen und richtig gemacht zu haben, die dabei aber noch nicht mal die Dokumentation gelesen hat.
Kollegen würde ich in so einem Fall knapp mit RTFM antworten, bei Kunden trau ich mich das nicht und so hab ich erst seinen Fehler gründlich gegengetestet und dann eine ausführliche Antwort geschrieben. Und ich hab mir alles bis auf einen dezenten Hinweis auf die Doku verkniffen. Hach, was bin ich heldenhaft.
(Ich will nienienie im Support arbeiten.)
Jetzt bin gespannt, ob ich das nun mit weiteren ‘Problemen’ büssen muss ...
Hier und heute, als endlich meine neue Maus eintraf. Ihr erinnert Euch, die komplizierte schnurlose ergonomische Laser-Maus mit den vielen programmierbaren Tasten, für die ich beinahe eine eidesstattliche Versicherung abgeben musste, dass ich damit nicht überfordert bin.
Nach über 2 Monaten seit der Bestellung, was ganz praktisch ist, denn die Aussetzer bei der alten Maus wurden häufiger. Wahrscheinlich bin ich selber schuld an der langen Lieferzeit, denn ich sagte, es sei nicht besonders dringend, so dass die Maus mit einem Haufen anderen Bürokram bestellt werden konnte.War ja auch nicht dringend, mit 2 Monaten Lieferzeit hätte ich dann aber doch nicht gerechnet ;-)
Wie auch immer, die Maus ist angekommen, zusammen mit einer ganzen Kiste anderem Zeug, das ich umgehend beim zentralen Besteller abliefern wollte. Doch der hatte offensichtlich auf die Kiste gelauert, denn plötzlich stand er im Büro und wollte sie sehen, die komplizierte programmierbare seltsame Wundermaus.
Und dann standen 5 Männer um mich rum und beguckten meine neue Maus ;-) Einer staunend, die anderen reichlich amüsiert. Ich bin jedenfalls zufrieden und - man glaubt es kaum - kann sie tatsächlich auch bedienen. Das einzige, was der Maus noch fehlt ist eine Heizungs, damit ich morgens vor dem offenen Fenster nicht gar so kalte Mausfinger bekomme ...
Nachdem uns vor einem Jahr neue Arbeitsbedingungen verpasst worden sind, hab ich jetzt die Notbremse gezogen und bin auf 40 Stunden runter gegangen.
44 Stunden sind zuviel für mich, wenn ich die konsequent arbeite (was 10 Stunden täglich reine Arbeitszeit bedeutet, damit ich am Freitag früher heim kann), bin ich nach der Arbeit so platt, dass ich sonst nichts mehr auf die Reihe kriege. Kein Sport, nicht mal Kino und auch sonst nix. Gleitzeit für freie Tage zwischendurch bekomme ich mit den 44 Stunden auch nicht hin, was angesichts der fehlenden 3 Urlaubstage gar nicht gut ist.
Also wieder 40 Stunden und entsprechend weniger Geld. Aber mehr Freizeit und Lebensqualität :-) Sehr schön, ich freu mich grad ungemein darüber, weniger zu verdienen.
Beim folgenden Post handelt es sich um einen ständig wiederholten Eintrag, langjährige Leser dürfen also gerne drüber weg lesen ;-) Aus gegebenem Anlass muss ich aber mal wieder.
Wenn ich eine ergonomisch geformte kabellose Lasermaus bestelle und die nicht lieferbar ist, was bewiegt dann den bestellenden Einkaufsmenschen, aus dieser Bestellung die Bestellung einer einfachen Notebookmaus zu machen? Ist das sein Geld (wobei der Preisunterschied bei den bestellbaren Mäusen eh fast vernachlässigbar ist)?
Die Argumentation beim leicht genervten Rückruf war in etwa: die alternative kabelose ergonomische Lasermaus hätte 10 programierbare Tasten (Quark, 4 feste, 6 programmierbare) und sei recht kompliziert, im Office-Gebrauch völlig überdimensioniert und viele Leute hätten Probleme mit der. Hallo?!?
Ich hab erst mal Luft geholt und dann dem Menschen dann freundlich und geduldig erklärt, dass ich mit den 10 Tasten keineswegs Probleme haben würde und dass ich auch im normalen Bürogebrauch (gerade da!) auf einer ergonomischen Maus bestehen müsse.
Und dann ging es doch.
... auf der Mittagessenfront. Heute wurden wir in die Kantine des Weltbild-Verlages ‘ausgeführt’, die hier ganz in der Nähe liegt.
Grosse Verbesserung :-) Die haben nämlich auch eine Theke mit warmen Vorspeisen, wo so Schätzchen wie Tortellini-Auflauf und Frühlingsrollen und gebratene Knödel mit Pilzen zu finden waren. Yummie, sag ich da nur :-)
Und damit kein Missverständnis auftaucht: Von der Essensproblematik abgesehen ist das Seminar sehr gut.
Zum Mittagessen im TechCenter hier gab es Pizza. Pizza von einem Pizza-Dienst, die sicherlich nicht wirklich schlecht war (sah zumindest ganz OK aus), die aber leider kalt war, als sie bei mir ankam. Dazu ein Salat, der in Dressing ertränkt war. Ich trauere gerade der wunderbaren Kantine in München hinterher.
Der Rest der Verpflegung ist Klasse: Super-Kaffee in den notwendigen Mengen, genügend Saft und Wasser dazu, eine feine Keks-Auswahl, frisches Obst das ständig nachgefüllt wird. Wenn die Verpflegung mit Pizza hier Standard wird, steig ich auf Obst um, glaube ich.
Nachdem die Lokführer freundlicherweise für mich (sag ich jetzt einfach mal) den angekündigten Streik verschoben haben, bin ich nach über 2 1/2 Stunden öffentlich Herumfahren schliesslich tatsächlich in Augsburg, wie gesagt JWD, gelandet.
Autofahren ginge vermutlich ein wenig schneller, wäre aber um einiges unentspannter, fürchte ich. Abgesehen davon - mit dem Auto fahren krieg ich nicht bezahlt ;-)
Sonst lässt sich der Kurs erst mal recht entspannt an, 12 Männer und ich an 12 Arbeitsplätzen. Da ist wohl irgendwas bei der Buchung schief gegangen und jetzt müssen sich 2 Kollegen einen Platz teilen. Ich bin sehr froh, dass ich als Vor-Vor-Letzte da war und deswegen noch eine ganz eigenen Platz bekommen habe :-)
Interessant ist, dass ich diverese Kollegen, die ich bisher nur von Mail und Telefon kenne, endlich mal getroffen habe. Und wie immer - meine Vorstellung der Leute, die ich vom Telefon her kenne, passt überhaupt nicht zu den Leuten, die ich nun gesehen habe.
Nächste Woche darf ich jeden Tag nach Augsburg fahren, um zur Abwechslung mal was zu lernen bevor ich’s brauche. Naja, mehr oder weniger bevor ich es brauche, herumgespielt hab ich schon mit dem Zeug, trial-and-error-mässig, aber so ganz das was ich wollte, habe ich nicht hinbekommen.
Ärgerlich finde ich, das der Kurs nicht im Werk stattfindet (wo ich Zugang zur Infrastruktur - soll heissen zum Mail-Server - und zu den Kollegen hätte) sondern irgendwo JWD. Die Anweisung für die öffentlichen Verkehrsmittel lautet: Tram - Tram - Bus. Gna.
Im Moment überlege ich ernsthaft, mein Bike mit in den Zug zu nehmen und durch Augsburg zu radeln. Vielleicht nicht grad am ersten Tag, weil ich noch nicht so recht weiss, wie das mit Fahrrädern im Zug ist, ich fahre ja doch eher selten Zug. ‘Fahrradmitnahme bedingt möglich’ steht bei den ganzen Regionalzügen dabei. Na, das wird sich zeigen, immerhin käme ich so zu etwas Bewegung ;-)