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Sonntag, 24.09.2023: Dem Himmel entgegen

Samstag, Oktober 14, 2023

Schwesterle hatte abends zum Essen geladen, um ihre und des Schwagers Abreise in die USA und der Eltern Rückkehr aus (uns) unbekannten Ecken Österreichs und Bayerns zu feiern, deswegen war für eine Tour nur begrenzt Zeit. Wir suchten uns eine Tour in der Nähe aus und fuhren nach Oberstdorf.

Wir parkten an unserem üblichen Parkplatz vor dem Ort und radelten los. Es hatte 5 Grad und war ganz entschieden frisch. Der Weg durch den Ort klappt nie so, wie ich meine, aber wir kamen natürlich trotzdem am anderen Ende raus und radelten am Renksteg vorbei zum Golfplatz hinauf. Dort parkten wir die Räder uns zogen uns in der Sonne zum Wandern um.

Der Weg führt ein Stück auf einer Forststraße entlang und biegt dann vor einem Zaun links ab. Es hat einen schmalen Pfad (eher Trittspuren) und gelegentliche Markierungen, aber wir brauchten das Navi im unteren Bereich trotzdem, weil sich die Trittspuren im unteren Wald gelegentlich verlaufen. Oben ist der Weg dann eindeutig.

Wir kamen bald aus dem Wald raus und stiegen über steile Wiesen und immer wieder flachere Querungen erst gerade empor, dann immer rechts des Rückens weiter auf. Es war durchgehend steil aber gut zu gehen, auch wenn der Regen der letzten Tage an manchen Stellen (eine kurze ausgesetzte Kraxelpassage) nicht hilfreich war. War aber alles gut machbar.

Der Weg zum Gipfel zog sich ganz schön hin (was im Nachhinein beim Betrachten des Tracks kein Wunder war, die Strecke ist doch ziemlich weit). Oben ging es gegen Ende an Lawinenverbauungen vorbei, dann waren wir auf dem Grat zum Gipfelkreuz, das wir dann bald erreichten. Am Gipfelkreuz saßen die beiden Leute mit Hund, die uns irgendwo unten mal überholt hatten. Der Vorsprung mit dem Kreuz ist nicht sehr groß, deswegen war es da schon voll ;-)

Aber das Kreuz steht eh an einem Vorgipfel. Wir gingen weiter zum eigentlichen Gipfel des Himmelhorns, was anscheinend nicht sehr viele Leute machen, denn da war der Pfad deutlich schmaler und man musste sich gelegentlich durch Latschen wurschteln. Der ‘richtige’ Gipfel hat zwar kein Kreuz, hat dafür aber mehr Platz und man kann sich bequem hinlegen.

Das war auch gut so, denn inzwischen war die Sonne verschwunden und der Wind war reichlich kühl - was die verschneiten Gipfel um uns herum auch gut verdeutlichten.

Beim Betrachten des Weiterwegs über den langen Grat zu Wildengundkopf und Trettachspitze fiel uns ein schmaler Pfad durch die Latschen auf (nicht auf der Karte vorhanden), der hinter unserem Gipfel zum Abstiegsweg führte. Das sah sehr vielversprechend aus, denn eigentlich hätten wir ein ganzes Stück auf dem Grat zurückgehen müssen, um auf den langen Querweg zu kommen. Die beiden jungen Leute vom Gipfelkreuz kamen dann an uns vorbei und zeigten uns, dass das tatsächlich ein Abstieg war :-)

Wir stiegen also auch durch die Latschen und dann durch die steilen Wiesen ab. Es hatte Trittspuren und war völlig problemlos machbar.

Der weitere Abstieg führte erst mal nahezu ohne Höhenverlust weiter ins Trettachtal hinein. Erst als wir fast schon auf Höhe von Spielmannsau waren, ging es endlich bergab. Der Steig ist gut und führt sehr nett und schlau durch die steile und felsdurchsetzte Wand des Zuges. Wegen der vielen Kehren kommt man etwas langsam bergab, aber der Abstieg ist schön.

Unten kommt man durch ein krautisches Feld auf den Talweg und da wird es dann etwas nervig: 3 Kilometer Straße bis zum Golfplatz. Kurz vorm Golfplatz liegt die Alpe Haseltopf und da gab es ausgezeichneten K&B&K zur Belohnung :-)

Danach waren wir schnell bei den Rädern und fast schnell zurück beim Auto. Das ist eine schöne Runde, der Rückweg ist allerdings ein dicker Minuspunkt!


Hinter Oberstdorf auf dem Weg zu den Bergen, das Ziel ist links schon in Sicht.


Am Radl-Parkplatz


Waldanstieg


Zwischendurch ist es recht steil


Blick ins Hochtal von Gerstruben


Vorbei an Lawinenverbauungen


Trettachspitze und Kratzer mit Schnee


Im Anstieg zum Gipfelkreuz mit Blick nach Oberstdorf


Am Gipfel


Start zum Abstieg


Steiles Gras im Abstieg zum Querweg


Auf dem Querweg: Rückblick zum Gipfel


Auf der langen Querung


Rückweg von Spielmannsau auf der Straße.


An der Alpe Haseltopf :-)


Rückweg nach Oberstdorf

Von engel am 14.10.2023 16:51 • outdoorbergmtb

Die Nacht nach dem Unfall war besser als befürchtet. Abgesehen davon, dass es irgendwann sehr warm im kleinen Zimmer wurde, schlief ich ganz gut. Nach dem Aufstehen machte ich noch mal Inventur und beschloss dann, dass das mit der Bergtour schon hinhauen würde. Der beste Allgäuer hatte nicht so sehr gut geschlafen, der kann in Hütten einfach nicht gut schlafen, Ohrenstöpsel hin oder her.

Das Frühstück war einfach und zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass alles (Brot, Käse, Wurst) sehr, sehr dünn geschnitten war. Aber es gab reichlich und so war das nicht wild. Ich hätte mir nur für den Kaffee etwas größere Tassen gewünscht ;-)

Wir trafen die 3 anderen Übernachter kurz am Frühstückstisch. Die hatten aber alle andere Ziele oder wollten allein gehen (‘Ihr seid so viel schneller!’), deswegen machten wir uns allein auf den Weg. Die Temperaturen hatten wir sehr unterschätzt, deswegen mussten wir schon kurz nach der Hütte eine Schicht ablegen.

Wir gingen von der Hütte erst mal direkt nach Osten zur Aussichtskanzel am Gatterl (Blick auf Innsbruck) und bogen dann auf den Höttinger Schützen-Steig ein. Der fängt gleich so an, wie er dann weiter geht: schmal, geröllig, teils etwas ausgesetzt. Also genau so, wie wir das gern haben. Zwischendrin hat es auch mal ein Drahtseil, aber sonst ist das ein ziemlich naturbelassener Steig durch eine sehr steile Karstwand mit viel Aussicht.

G trafen wir am Anfang und sahen sie immer wieder irgendwo hinter uns. Wir machen aber viele Pausen für Fotos, Trinken und Sonstiges, deswegen war sie dann nie so weit hinten, wie man hätte annehmen können.

Am kleinen Sattel nach der Steilwand sahen wir unser Ziel, den Kleinen Solstein, zum ersten Mal (wirklich zum ersten Mal, beim letzten Mal hier war Nebel und nahezu null Sicht). Wir stiegen auf der anderen Seite über Grasmatten mit fast schon verblühten Edelweiß zur letzten Querung auf und waren dann an der Wegekreuzung, an der wir beim letzten Mal komplett im Nebel gestanden hatten. Diesmal gingen wir nach rechts.

Der Anstieg zum Kleinen Solstein fängt mit der Querung einer gigantischen Rinne an, in der man gelegentlich etwas hinlangen muss (meistens mit Drahtseilen gesichert) und geht dann auf der anderen Seite ziemlich direkt über stufige Schrofen zum Vorgipfel hinauf. Zum Hauptgipfel mit Kreuz geht es dann noch mal etwas kraxelig über den Grat rüber. Das ist insgesamt alles wirklich sehr nett, auch wenn ich gelegentlich kleine Probleme hatte, weil ich meine linke Hand wegen des Unfalls kaum benutzen konnte (Aufstützen ging nicht, festhalten ging nicht, biegen und beugen ging nicht, usw.).

Oben waren 3 lautstarke Tiroler, die sich anschickten, die Gratüberquerung bis zur Hohen Warte zu machen (war nicht zu überhören), dem Anschein nach ein ausgesetzter Bröselgrat sondersgleichen, den ich mit mindestens III eingeschätzt hätte. Die drei Tiroler sprachen von VI und schienen dann doch nicht ganz überzeugt, dass das eine gute Idee sei. Der Erste war schon über die erste ausgesetzte Stelle drüber und redete den anderen gut zu, aber der Zweite gab nach wenigen Metern auf und der Dritte machte überhaupt keine Anstalten loszugehen. Der Erste kam dann auch wieder zurück und alle drei stiegen wieder über den Normalweg vom Kleinen Solstein ab, nach wie vor laut diskutierend. Ich war ernsthaft erstaunt, dass sich eine reine Männergruppe auf Umdrehen hatte einigen können und beglückwünschte (innerlich) alle zu dieser guten Entscheidung. Wenn man so was so halblebig angeht, dann geht es bestimmt schief.

Die Tiroler hatten die Gipfelbank (Teil des alten Kreuzes) frei gemacht und wir machten dort ausgiebig Pause. Dann stiegen wir auch ab. G trafen wir im oberen Drittel des kleinen Solsteins. Das Schrofenzeug und die Kraxelrinne stieg ich ohne Stöcke ab, danach nahm ich welche. Die linke Hand kam gut mit den Stöcken zurecht, weil ich die Hände ja eh immer nur in die Schlaufen hänge und nicht wirklich zugreife.

Der kurze Aufstieg zum Großen Solstein war dann noch mal richtig anstrengend. Oben hatte es leider kaum Sonne, aber etwas Wind, sodass es nicht sehr gemütlich war. Wir blieben nicht lang.

Der Abstieg durchs Wörgltal war dann eher nicht toll (viel loses Geröll, abfallende Platten und lustige Mischungen aus beidem), ging aber doch recht schnell, weil es ziemlich steil ist. Unten steigt man dann lang auf einem steilen Weg durch Latschen ab und dann steil durch Wald und da war dann irgendwo auf einen Schlag alle meine Energie weg und der Abstieg wurde unglaublich anstrengend. Wir schafften es aber zurück zur Hütte ;-)

Dort gab es erst mal Kaiserschmarrn – versehentlich die große Portion – und Bier, dann holten wir unser Hüttenzeug aus dem Jägerzimmer und fuhren zum Auto ab. Das war anstrengend für die linke Hand und ich fuhr langsamer und noch vorsichtiger als sonst, ging aber sonst einigermaßen problemlos. Am Heimweg gab es Stau am Fernpass, wir brauchten aber trotzdem wieder nur knapp über 2 Stunden.

Den Unfall hätte es nicht gebraucht, aber das war ein schönes Wochenende :-)


Start an der Hütte, die Wand mit dem Steig direkt voraus


Einstieg in den Höttinger Schützensteig


Anstieg mit Blick aufs Kirchbergköpfl


Auf dem Höttinger Schützensteig


Ungerührter Steinbock beim Grasen


Edelweiß


Vor dem Kleinen Solstein


In der Querung der großen Rinne


Anstieg mit Blick auf Innsbruck


Im oberen Bereich des kleinen Solstein


Grat zum Hauptgipfel


Am Gipfel mit Aussicht


Auf dem Gipfelbänkle


Abstieg


Im Gebrösel der großen Rinne


Auf dem Weg zum Großen Solstein


Großer Solstein


Abstieg durchs Wörgltal


Plattenquerung


Waldabstieg


Kaiserschmarrn


Abfahrt

Von engel am 30.09.2023 18:32 • outdoorbergmtb

Samstag, 26.09.2023: Zur VR-Sitzung

Dienstag, September 26, 2023

Für die SAN-VR-Sitzung war mal wieder ‘Hütte’ dran und deswegen natürlich die Neue Magdeburger Hütte, schließlich ist das die Hütte unserer Partner-Sektion. Wir hatten schon am Freitag die Räder ins Auto geladen und die Rucksäcke mit dem Hüttenzeug beladen (500gr etwa, Hüttenschlafsack, Ohrstöpsel (der Allgäuer), Zahnbürste ;-)) und konnten so recht früh ins Inntal starten. Das ging dann recht gut in etwas über 2 Stunden, obwohl auf dem Fernpass einiges los war und wir oben tankten.

Am Parkplatz zwischen Zirl und Hochzirl stellen wir den Kangoo ab und fuhren los. Die Strecke führt vom Parkplatz knapp 100 Meter relativ steil auf der Teerstraße bergab und führt dann links in den Bergwald hinein. Der beste Allgäuer radelte schon mal los, während ich noch den Autoschlüssel verräumte, dann folgte ich ihm. In Vorbereitung auf das gleich folgende Bergaufradeln wollte ich gleich mal die Gabel feststellen und tauchte schon mal die Vordergabel ein, während ich bremste, um auf der steilen Straße nicht zu schnell zu werden. Das war sehr dumm. Die Physik tat, was Physik halt so tut und ich überschlug mich mitsamt dem Bike. Aua.

Als ich mich sortiert hatte und wieder halbwegs beisammen war, radelte ich sehr langsam dem besten Allgäuer nach, der nach der ersten Biegung auf mich wartete und schon kurz davor war, nachzuschauen, wo ich geblieben war. Ich erzählte vom Unfall und wurde ein wenig geschimpft (zurecht), dann überlegten wir, ob wir nun umdrehen müssten. Also ich überlegte. Im Endeffekt entschied dann, dass der Weg hierher ganz schön lang gewesen war und dass mir von den geprellten Oberschenkeln abgesehen eigentlich (zunächst) nichts wirklich weh tat. Gebrochen hatte ich wohl nichts. Und für die Blutverteilung der blauen Flecken war Bewegung sicherlich nicht schlecht. Wir radelten also weiter.

Anfangs taten meine Beine ziemlich weh, aber das ließ nach einer Weile einigermaßen nach. Dafür kam dann raus, dass mein linkes Handgelenk auch was abbekommen hatte (Daumen nach hinten gebogen) und dass auf der linken Seite Griff, Bremse und Schaltung etwas verdreht worden waren. Der beste Allgäuer drehte alles wieder korrekt hin und damit tat auch die Hand nicht mehr so weh. Am schwierigsten war danach dann immer das Anfahren, weil man da anscheinend ein bisserl am Lenker zieht und das konnte die Hand gar nicht ab. Aber das ließ sich mithilfe der Böschung umgehen. Wir kamen etwas langsamer als sonst vielleicht (nicht viel vermutlich, denn an steilen Stellen kann man auch mit kaputten Beinen nicht langsamer radeln), aber sonst problemlos an der Hütte an.

Dort saßen schon 2 VR-Mitglieder in der Sonne und wir setzten uns dazu. Zur Belohnung für die lange Auffahrt gab es ausgezeichneten Kaiserschmarrn und Kaffee für mich, Bier für den besten Allgäuer. Als die anderen beiden VR-Mitglieder gekommen waren, verzogen wir uns nach drin, um dem Wind zu entgehen und begannen mit der Sitzung. Der beste Allgäuer ging unterdessen eine sehr schöne Runde übers Kirchbergköpfl mit viel Aussicht und steilem Abstieg.

Abends saßen war gar nicht mal so sehr lang zusammen, denn da war ich schon ganz schön kaputt.


Start bei Zirl


Ich komme langsam und lädiert von der Straße


Auf dem Weg ins Ehnbachtal


Kurz vor der Pause im Talschluß


Einsames Gipfelkreuz


Blick auf Innsbruck


Idyll an der Neuen Magdeburger Hütte

Von engel am 26.09.2023 20:13 • outdoormtb

Sonntag, 10.09.2023: Erholungsradeln

Sonntag, September 17, 2023

Die Samstagstour war nicht ganz so anstrengend gewesen wie erwartet, aber anstrengend genug, dass wir nicht nochmal eine größere Tour machen wollten. Und als kleiner Tour bietet sich halt meistens nur der Hausberg an, auf den wir beide aber keine so richtige Lust hatten. Wir setzten auf den Eschacher Weiher und Baden. Und weil wir schon so schön Erholen planten, dann auch richtig: auf dem Bahndamm hin und zurück und Einkehr im Brotzeitstüble.

Es war noch schwüler als am Tag der coolen Tour und wir waren schon nass, bevor wir zum Mariaberg hinauf radelten. Oben wars dann natürlich noch schlimmer. Als wir auf dem Bahndamm waren, zogen Wolken rein und das war dann ganz angenehm nahezu flach im Schatten zu radeln. Der Fahrtwind kühlte mehr, als wir wegen der Schwüle und der Anstrengung schwitzten ;-)

Am Brotzeitstüble gab es Eiskaffee für mich, ein kühles Bier für den besten Allgäuer und Zwetschendatschi für uns beide. Dann radelten wir zum Weiher und legten uns in die Sonne. Der Weiher ist schon wieder relativ kühl, deswgen kühlte Schwimmen (OK, in meinem Fall: Baden) sehr schön ab. Es war ziemlich voll am Weiher.

Der Heimweg war wie immer bis Ermengerst wunderbar (quasi kein Mal treten) und zurück zum Mariaberg nervig. Oben machten wir nochmal Pause und sausten dann über Elmatried heim. Am ‘Alten Wirt’ schauten wir uns die Speisekarte an, befanden sie für gut und gingen dann Abends hin. Könnte sein, dass wir ein neues Stammrestaurant gefunden haben, das was ausgezeichnet :-)

Von engel am 17.09.2023 20:00 • outdoormtb

Samstag. 09.09.2023: Ausgesetzt

Donnerstag, September 14, 2023

Wir hatten uns die lange Tour vorgenommen, die wir am vorigen Wochenende dann doch verschoben hatten. Die Tour begann dann damit, dass ich den Wecker verschlief (WTF?! Das passiert echt selten!) und wir deswegen eine halbe Stunde später loskamen als geplant.

Vielleicht wäre es diese halbe Stunde früher beim Radeln von Elbigenalp zum Kasermandl noch kühler gewesen (vielleicht aber auch nicht). So war es jedenfalls wirklich superanstrengend in der Schwüle, da die Straße (bald Piste) direkt steil anfängt und dann lang sehr steil bleibt. Noch dazu lag sehr viel loser Schotter auf der Piste, das machte das Radeln auch nicht einfacher. Gleich am Anfang kamen uns zwei Traktoren mit vollgeladenen Holzanhängern entgegen und das war vielleicht auch der Grund für den vielen losen Schotter. Ich musste teilweise schieben, der beste Allgäuer musste schimpfen.

Nach der ersten Viehabsperrung wurde es etwas flacher und entsprechend einfacher zu radeln. Fürchterlich schwül blieb es aber. Bei der Kasermandl Alm öffnete sich der Blick ins Bernhardstal mit der Rammstallspitze hinten dran. Hach!

Vom Kasermandl bis zur Materialseilbahn ging es mehr oder weniger nur geradeaus und die 3 letzten Kehren bis zum Start des Wanderwegs waren dann auch gut zu radeln. Am Ende der Piste (nach vielen Abzweigungen, da ist alles voll mit Pisten) war eine Art Parkplatz und da standen erstaunlich viele lokale Autos. Wir stellten die Räder zu 3 anderen Rädern in den Wald und gingen los.

Der Wanderweg ist recht breit und führt zunächst waagerecht in ein tief eingeschnittenes Tal mit supersteilen grasigen Wänden (Allgäuer Alpen halt) und nahezu senkrechten Felswänden hinein. Eine Felswand muss man queren und da wurde ein bequemer, breiter Gang rausgehauen. Danach ist man im Talschluss.

Als wir den Bach querten, wuschen wir uns erst mal das Salz vom Hochradeln aus dem Gesicht (das war ausgesprochen angenehm, hielt aber nicht lang). Der Weiterweg führt dann erst mal quer aus dem Taleinschnitt raus und schraubt sich dann in mehreren Kehren und vielen kleinen Kurven einen Latschen- und Schrofen-Hang hinauf. Es war schwül-heiß und anstrengend.

Wir trafen ein paar Leute, unter anderem zwei sehr rotgesichtige Herren (Belgier, wie sich herausstellte), die alle paar Schritte zum Verschnaufen stehen blieben. Als der beste Allgäuer vorbeiging, zeigte der eine ganz erfreut auf seinen Oberarm und sagte ‘Viking’: Der beste Allgäuer verstand ‘Hiking’ und nickte. Aber dann klärte sich, dass der Herr den ‘Viking’ auf dem Oberarm des besten Allgäuers meinte, weil er da auch einen hatte.

Mit zwei Trinkpausen schafften wir es dann doch zur Hermann-von-Barth Hütte (zwischendrin hatte ich Zweifel ;-)). Die Hütte ist kleiner, als wir erwartet hatten und liegt wunderschön vor lauter beeindruckenden Wänden. Wenn man sie sieht, ist man fast schon da.

Wir kehrten erst mal ein, um mit Bier (der Allgäuer) und alkoholfreiem Weizen (ich) die verschwitzte Flüssigkeit und die Mineralstoffe zu ersetzen. Der Kaiserschmarrn am Nebentisch sah super aus, aber den wollten wir uns für später aufheben. Erst mal sollte es zum Gipfel gehen.

Der Anstieg in die Scharte zum Wolfebnerkopf ist nicht schwer, aber sehr steil und entsprechend anstrengend. Dem besten Allgäuer hatte sein Bier (trotz des Alkohols) neue Energie gegeben, mir leider nicht :-( In der Scharte legten wir die Helme an und dann ging es los.

Der Weg ist nach der Scharte erst mal einfach und gut zu erkennen (wenige rote Markierungen) und führt geradewegs zur ersten Schwierigkeit: eine kleine Rinne mit aufgestellter Platte. Der beste Allgäuer zerrte sich auf Reibung hinauf, aber ich traute meinen Stiefeln nicht so richtig. Ich nahm den Rand der Platte, wo es ein paar Tritte hatte und landete dann sitzend auf dem Rand der Platte. Das war dann schwierig, denn das rechte Bein konnte ich (wegen Knie) nicht weit genug biegen, um auf den sich anbietenden Tritt zu kommen und links war einfach nichts. Der beste Allgäuer zog dann an meinem Rucksack und ich bekam das rechte Bein auf den Tritt und dann war die Platte geschafft. Um das Runterkommen würden wir uns dann am Rückweg kümmern.

Nach einem Stück Weg über glatte Platten mit Kies drauf entlang eines Überhangs kam die nächste Schwierigkeit: die Platten wurden abfallender (seitlich ein 200 Meter Abbruch) und der Überhang senkte sich und wurde abdrängend. Griffe gab es keine. Wir manövrierten uns mit aller gebührenden Vorsicht durch die Stelle und gingen weiter.

Kurt drauf kam eine noch abdrängendere Stelle unter dem Überhang mit einem richtigen Bauch, um den man herum musste und unten drunter war eine Rinne, die direkt ins Nichts führte. Ich war kurz davor, zu erklären, dass hier für mich Schluss sei, da entdeckte ich den Ring, der netterweise genau da platziert war, wo man dringend einen Griff brauchte :-) Wir kamen problemlos (immer noch natürlich mit aller gebührenden Vorsicht) am Bauch vorbei und stiegen weiter.

Die spärlichen Punkte leiteten uns nach links und über eine geröllige Rinne zur Scharte direkt unter dem Gipfel. Von hier führt ein Kamin mit lauter nach unten geschichteten Platten und nahezu grifflos zum Gipfelkreuz. Wir stiegen hinauf. Yay! Geschafft!

Wir blieben – trotz großartiger Aussicht – nicht lang oben. So ein fordernder Abstieg ist einer gemütlichen Pause nicht zuträglich. Der Abstieg durch den nach unten geschichteten Kamin war insgesamt am unangenehmsten. Wenn man sich nicht sicher sein kann, ob die Tritte halten und sich noch dazu nicht wirklich festhalten kann, ist das nicht direkt vertrauenserweckend, zumal die wichtigen Tritte auch schon gut abgescheuert waren. Der abdrängende Bauch über der Rinne war mit dem Ring (und wo wir nun ja wussten, wo die wenigen Griffe waren) kein Problem, dass die abwärtsgeschichteten Platten hielten, wussten wir jetzt auch schon (und auch da kannten wir nun die wenigen Griffe) und die untere Platte war runterwärts auch kein Problem. Nicht mal für mich ;-)

In der Scharte machten wir dann erst mal Pause. Gemütlich war es nicht direkt, aber irgendwo muss man den Gipfelschnaps ja nehmen :-)

Dann stiegen wir zur Hütte ab. Kaiserschmarrn gab es da schon nicht mehr, aber es gab Kuchen. Schokokuchen für den besten Allgäuer und Donauwelle für mich. Der Abstieg zu den Rädern war danach eine kleine Tortur. Ich hatte die Stiefel genommen, von den ich wusste, dass die Sohle guten Grip hat, aber die hatte ich nun schon so lang nicht mehr angehabt, dass sie meine Füße fürchterlich stressten. Am Ende schmerzte jeder einzelne Schritt und ich humpelte mehr, als dass ich ging. Bei den Rädern kamen wir natürlich trotzdem an.

Und dann: wunderbare Abfahrt! Entlastung für die armen Füße und natürlich auch die Knie :-)

In der Abfahrt war der lose Schotter nicht halb so schlimm wie beim Hochradeln. Es war aber so steil, dass beim Rad vom besten Allgäuer am Ende die Bremsen anfingen zu riechen (das ist passiert, kurz bevor sie dann nicht mehr gut bremsen). Mein Rad hat größere Bremsscheiben und extra Kühlrippen für die Beläge, da passierte das nicht. Wir kamen aber problemlos unten an.

Der Plan, im Lechtal zum Abendessen zu gehen, fiel allerdings ins Wasser. Die angepeilte Pizzeria war proppenvoll, wir fuhren doch lieber heim und aßen den schon vorbereiteten Wurstsalat.


Kurz über Elbigenalp


Beim Kasermandl mit Aussucht übers Bernardstal


Kurz vor dem Radlparkplatz mit dem Ziel in Sicht


Felsendurchgang


Anstieg durch Latschen und Schrofen, hinten die Rote Wand


Die Hermann-von-Barth-Hütte vor toller Kulisse


Anstieg zur Scharte ...


... mit Tiefblick zur Hütte


Die erste Rinne mit Platte


Anstieg aussen rum


Begutachtung des Weiterwegs


Die abdrängende Stelle über der Rinne


In der Gipfelrinne


Geschafft!


Gipfelbild


Abstieg


Am Ring


Über die glatte Stelle


An der Einstiegsplatte


Zurück an der Hütte ...


... mit dem netten Hüttengnom ...


... und gutem KKB


Abstieg


Im Felsdurchgang


Abfahrt

Von engel am 14.09.2023 18:34 • outdoorbergmtb

Sonntag, 03.09.2023: Wespenkuchen

Donnerstag, September 07, 2023

Nach der langen Tour schliefen wir erst mal aus und radelten dann über den Blender zum Brotzeitstüble. Zumindest war das der Plan gewesen, doch am Weiher stand ein Schild, dass das wegen Urlaub geschlossen sei.

Ich ließ mich deswegen breitschlagen, zur Wenger Egg Alpe zu radeln (den Weg mag ich nicht sehr, da geht es dauernd rauf und runter und mir kommt es langweilig vor). Es war dann aber doch gut.

Auf dem Weg trafen wir die besten Eltern beim Lauftraining, die von gutem Kuchen und vielen Wespen berichteten. Den guten Kuchen nahmen wir dann auch und mit den Wespen arrangierten wir uns. Es waren immer so 5 bis 10 Wespen auf und um den Kuchen. Die musste man halt wegschieben, dann konnte man ein Stück vom Kuchen essen ;-)

Der Heimweg ging dann wie immer schnell, da geht es ja vor allem bergab :-)


Auf dem Weg zum Mariaberg


Eichelhäher


Auf dem Weg zum Blender


Hochlandrinder (Teddys mit Hufen :-))


Auf dem Weg zur Wenger Egg Alpe


Rückweg von der Alpe


Am Weiher

Von engel am 07.09.2023 18:47 • outdoormtb

Samstag, 02.09.2023: Anstrengend!

Donnerstag, September 07, 2023

Nach einer ausgesprochen verregneten Woche (für mich egal, weil ich erst krank war und dann erst mal mit dem Auto fuhr), sollte das Wochenende sehr schön (und netterweise nicht mehr ganz so heiß) werden. Wir überlegten erst eine neue und sehr lange Tour im Lechtal, entschieden uns dann aber doch für eine bekannte und nur ziemlich lange Tour in der Nähe.

Wir parkten am E-Werk, wo es schon ganz schön voll war und sehr viele Leute Räder aus Autos luden. Auf dem Weg ins Ostrachtal waren wir dann aber – vom Anfang abgesehen – doch meistens allein. Ich hatte damit gerechnet, dass es da unten im Schatten am Bach fürchterlich kühl werden würde, aber es war völlig OK und ich zog die lange Hose bald aus. Den Pulli allerdings nicht.

Irgendwo in der Mitte kamen uns Rinder entgegen und wir vermuteten schon, es sei möglicherweise Viehscheid, aber von den wenigen Rindern abgesehen kamen sonst keine mehr und hinten graste haufenweise Vieh in aller Seelenruhe auf verschiedenen Weiden. Oder stand auf der Straße herum und ließ sich auch von der Hupe des besten Allgäuers nicht beeindrucken. Er fuhr halt außen herum. Ich folgte einem Auto, das eben vorbei kam und schaute zu, wie das die Rinder tatsächlich anstupsen musste, bis die von der Straße gingen.

Wir radelten am Giebelhaus vorbei, nahmen noch den ersten steileren Aufschwung mit und bogen dann links auf eine schmale Piste ab, wo wir nach 2 Kehren die Räder unter einem Baum parkten. Der Weg ist schmal und führt ganz kurz steil (und matschig) direkt nach oben. Nach der ersten Wiese kommt man in den Wald und steigt dann einen sehr steilen, mit Felswänden durchsetzten Hang in relativ gemütlichen Kehren hinauf. Davon hat es dafür sehr viele.

Am oberen Ende des Steilhangs geht es nach links raus auf weites, sanftes Alpgelände. Der Weg bleibt gemütlich und macht noch immer sehr viele Kehren, deswegen kommt man nur langsam nach oben. Wir machten an der ersten Kehre erst mal Pause in der Sonne. Danach folgten wir dem Weg so lang, bis wir die Sattelhütte sahen und stiegen dann direkt dort hinauf. Ich hatte mich anfangs total gut gefühlt (bisserl erstaunlich, weil ich ganz schön krank gewesen war), merkte aber so etwa ab dem Almgelände die Höhe deutlich, weil ich Kopfweh bekam (vermutlich waren die Nebenhöhlen noch zu oder so was).

An der Sattelhütte hätte ich eigentlich auf den besten Allgäuer warten wollen, aber er hatte Recht, das war noch zu viel Aufstieg, um da allein hochzugehen. Ich ging also mit.

Wir querten auf einem Weg ins Kar und stiegen dann erst mal weglos durch lichte Latschen bis zum Anfang des Geröllhangs auf. Da hatte es dann Trittspuren, die sich langsam zu einem Weg verdichteten. An der tiefsten Stelle der Felsbarriere hatten wir den Weg dann wiedergefunden. Der Weg über die Geröllfelder zwischen den unteren und oberen Felswänden war dann gut ausgetreten, aber auch gut steil. Vorm Sattelköpfle mussten wir noch mal kurz durch Felsen, dann ging es steil, aber problemlos zum Sattel hoch. Danach war es nicht mehr weit zum Gipfel.

Ich fand alles mit zunehmender Höhe immer anstrengender und das Kopfweh nahm zu. Ganz oben war ich echt alle und war sehr, sehr froh, als wir endlich den Gipfel erreicht hatten. Zur Pause verzogen wir uns zwischen die Latschen und als ich mich da ‘kurz’ zurück legte, schlief ich umgehend ein. Danach war mein Kopf besser.

Im Abstieg nahm der beste Allgäuer noch das Sattelköpfle mit, aber darauf verzichtete ich. Zwar ging es mir viel besser als im Aufstieg, aber man muss ja nichts herausfordern. Nach dem kurzen Abstecher stiegen wir zur Sattelhütte ab und machten dort noch mal eine kurze Pause. Leider nicht mehr mit allzu viel Sonne, deswegen war die Pause auch kurz.

Im Abstieg kürzten wir die vielen Kehren des Almgeländes auf direktem Weg ab und stiegen dann auf den vielen Kehren im Wald zu den Rädern ab. Da ist es so steil, dass der direkte Weg keine Option ist. Es hatte schon am Gipfel ein wenig zugezogen und die Wolken waren im Abstieg mehr geworden. An den Rädern nieselte es dann ganz leicht.

Wir sausten im leichten (und zwischendurch nicht ganz so leichten) Nieselregen das Ostrachtal runter, brauchten aber zu keinem Zeitpunkt mehr als einen Pulli. Am Auto war alles nass, da hatte es wohl mehr geregnet.

Auf dem Heimweg kehrten wir beim Haxenwirt ein, aber das war einigermaßen enttäuschend. Die tolle Karte ist um 4/5 geschrumpft und das Essen ist ganz schön teuer geworden. Letzteres ist durchaus verständlich, aber dass es kaum mehr Auswahl gibt, das ist enttäuschend. Immerhin waren die ‘Spareribs satt’ besser, als wir da schon hatten, allerdings hätte es dann doch nicht ganz so viel Nachschlag gebraucht.


Start am E-Werk


Das Viele Wasser sorgt beim kleinen Brunneb für ordentlich Druck


Rinder


Tiefblick in der Klamm der Ostrach


Renitente Rinder


Auf den letzten Radl-Metern


Bike-Parkplatz


Anstieg im Steilwald


Riesige Bäume liegen wie Mikado herum


Ausstieg ins Almgelände


An der Sattelhütte (vor Sattelkopf und Sattelköpfle)


Weglos durch Latschen


Steiler Anstieg zum Sattelköpfle


Die letzten Meter vor dem Sattel


Am Sattelkopf


Der beste Allgäuer steigt aufs Sattelköpfle


Sattelköpflebezwinger


Abstieg zur Sattelhütte


Ein letzter Blick zum Sattelkopf


Abfahrt

Von engel am 07.09.2023 18:37 • outdoorbergmtb

Dienstag, 15.08.2023: Gipfelgewitter

Montag, August 28, 2023

Nach einem Tag Haushalt (Wetter eher solala, in den Bergen deutlich schlechter) nahmen wir uns für den letzten Urlaubstag einen anderen ‘neuen’ Gipfel im Lechtal vor, bei dem der Abstieg mit dem Rad verkürzt werden konnte. Wir parkten in Stanzach.

Nachdem wir aus Stanzach rausgefunden hatten (vom Parkplatz aus geradeaus auf den Berg zu ;-)) bogen wir auf eine Forststraße ab, an der unser Ziel bereits angeschrieben war. Die Straße führt in 3 flachen langen Kehren bis zu einer Kehre mit Bank, wo auch der Fußweg von unten ankommt. Die Straße ging dann noch ein gutes Stück weiter den Berg hinauf, aber ich hatte keine Verbindung mehr gefunden. Wir stellten deswegen die Bikes ab und gingen zu Fuß weiter.

Das schmale Steiglein führt in moderater Steigung mit einigen Kehren die Steilwand entlang auf den Rücken oberhalb des Straßenendes. Netterweise war alles im Schatten und entsprechend kühl. Man konnte die Straße nicht sehen, aber von rechts kam in der richtigen Gegend ein noch schmalerer Pfad rein, der mit sehr großer Wahrscheinlichkeit von der Piste kam. Sollten wir noch mal kommen, werden wir das anschauen.

Das Weglein war von einem Witzbold erstellt oder wird wenigstens von einem erhalten. Gleich nach dem Bikeparkplatz kam ein kleiner Brunnen, das ‘Prostata-Bründl’ und ein roter Wegweiser vor einer Schuttreiße verkündete: ‘Ohne Fleiß, keine Pleis!’ :-)

Auf dem Rücken wurde die Gegend geradezu lieblich. Das Steiglein führte in weiterhin moderater Steigung durch lichten Wald, der Wald war grasig und die Sonne schien durch die Bäume. Es gab aber noch genügend Schatten, dass es nicht allzu heiß wurde.

Das änderte sich, als wir eine kleine Jagdhütte passierten. Kurz drauf kamen wir ins Latschengelände und es wurde steiler. Und wärmer. Es war unglaublich schwül, was auch kein Wunder war, denn im hinteren Lechtal baute sich bereits ein Gewitter auf. Wir konnten sehen, dass es da bereits regnete. In der anderen Richtung sah alles noch nach einem netten Sommertag mit Schäfchenwolken aus.

Wir erreichten den Gipfel trocken und hatten eine tolle Aussicht – sowohl auf die Gegend als auch auf das Gewitter, das sich zielstrebig auf uns zu bewegte. Wir konnten noch ausgiebig Fotos machen, aber für die Gipfelpause reichte es dann doch nicht mehr. Kaum hatten wir uns hingesetzt, fing es an zu sprühregnen. Und dann regnete es ‘richtig’.

Wir warfen die Capes über und stiegen ab. Es grummelte beständig irgendwo und es hatte auch gelegentlich Donner, aber das Gewitter war nicht wirklich über uns. Bei der Jagdhütte überlegten wir kurz, uns dort unters Dach zu setzen, aber das war dann doch nicht bequem und wir gingen weiter.

Als wir vom Rücken in die Steilwand abbogen, ließ der Regen nach und konnten bald die Capes wegpacken. Das war auch gut so, denn nun war es noch schwüler geworden. Wir nutzten die Gelegenheit für eine kurze Pause und stiegen dann zu den Rädern ab.

Bei der Abfahrt konnten wir schon sehen, dass aus dem hinteren Lechtal das nächste Gewitter anrückte, aber wir schafften es fast trocken bis zum Auto und konnten die Räder mit noch wenig Regen einladen. Dann aber legte es wieder ordentlich los!

Das war eine sehr nette Tour und ich will unbedingt mal die Forststraße und den weiteren Gipfelgrat erkunden.


Start in Stanzach


Hochradeln mit Blick auf die Klimmspitze


Hochradeln mit Blick auf die Leilachspitze


Radlparkplatz


Zu Fuß im Steilwald


Motivationsschild


Querung einer Schuttrinne


Anstieg im lichten Wald


Auf dem lieblichen Rücken


Im Latschenwald mit Ausblick


Anstieg zwischen Latschen


Auf den letzten Metern, Sommer vor mir ...


Auf den letzten Metern, Gewitter im HIntergrund


Gipfelbild


Gipfelbild mit Gewitter und Regen im Lechtal


Das Gewitter ist da.


Wir steigen schnell ab


Zurück im Steilwald ...


... wieder ohne Regen


Abfahrt


Abfahrt

Von engel am 28.08.2023 18:27 • outdoorbergmtb

Sonntag, 13.08.2023: Allein und heiß

Sonntag, August 27, 2023

Für den Sonntag, an dem den Bergen Gewitter vorhergesagt waren, hatten wir uns eine ‘Kurztour’ ausgesucht, an der üblicherweise nicht viel los ist. So richtig kurz ist sie mit Bike-Zufahrt natürlich nicht, einsam aber schon.

Wir parkten an der Brücke vor Oberstdorf und luden die Räder aus. Obwohl es früh war und einigermaßen kühl an der Breitach, war es schon fürchterlich schwül. Wir schwitzten beim Ausladen der Räder. Als wir danach auf dem Radweg an der Straße zur Breitachklamm entlang radelten, war es dann so kühl, dass es fast schon kalt war. Wetter halt ;-)

Ich hatte uns einen neuen Weg ausgesucht. Statt wie bisher nach Tiefenbach zu radeln und vor dort nach Rohrmoos, fuhren wir ein Stück weiter und bogen auf die kleine Straße zur Sesselalpe ab. Unten war es schön kühl und schattig im Wald, aber dann ging es steil bergauf und es wurde immer sonniger und heißer. Vor dem eigentlichen Abzweig zur Sesselalpe stand eine kleine Bank, an der wir Pause machten. Für so eine kleine Anlieger-Straße fuhren ganz schön viele Autos an uns vorbei. Und E-Biker natürlich.

Wir radelten den steilen Berg zur Sesselalpe hinauf und dann weiter ins Rohrmoostal. Bis ins Rohrmoos ist auch diese Straße vollständig geteert, was ein bisserl schade ist, denn die Strecke ist eigentlich sehr nett. An einer kleinen Bank in der Nähe des höchsten Punktes machten wir Pause. Da kamen dann aus dem Rohrmoostal andauernd Läufer vorbei, die teilweise schon sehr kaputt aussahen. Auf einer Streckenmarkierung entdeckten wir dann, dass das der Allgäu-Ultratrail war (70km, >3000Hm, mindestens 7h). Die, die bei uns vorbei kamen, waren bereits seit 6:00h unterwegs (es war etwa 11:00h). Meine Güte, da wäre ich auch kaputt!

Nach der Bank ging es in leichten Auf und Ab nach Rohrmoos und am Ende ganz schön weit runter. Der beste Allgäuer beschwerte sich über den Höhenmeterverlust, aber ich fand die Strecke eigentlich insgesamt ganz hübsch. Es war halt nur sehr heiß und schwül. Bis zum Abzweig der Piste ging es noch ein ganzes Stück weiter ins Tal hinein und dann auf der Piste unerwartet lang noch (Erinnerung ist eine Bitch) bis zum Abzweig des Pfads.

Wir stellten die Räder in den Wald und stiegen den schmalen Pfad hinauf. Der war unten wie erwartet sehr zugewachsen und so steil wie eh und je. Am ‘Querbaum’ tranken wir etwas und stiegen dann zum Sattel hinauf und querten auf Trittspuren rüber zum Einstieg.

Die kleine Kletterei ist nicht wirklich schwer, aber steil und grasig, da hat man nicht immer das Gefühl, sicher zu stehen :/ Oben waren es dann nur noch wenige Meter bis zum Kreuz, wo es leider nur wenig kühlenden Wind hatte, aber ganz und gar keine Leute :-)

Wir legten uns eine Weile ins Gras, aber es war zu warm ohne Wind, deswegen brachen wir die Pause bald ab. Die kleine Kletterei ist im Abstieg mit dem vielen Gras noch ein bisserl unangenehmer, aber nicht schwieriger. Wir stiegen schwitzend zu den Rädern ab und fuhren dann nach Rohrmoos. Endlich Wind und Kühlung!

Statt in Rohrmoos einzukehren (was die Beinahe-Schwägerin gefreut hätte), gingen wir wieder zur kleinen Alpe Schattwald, wo es Okayen Kaffee für mich, ein Bier für den besten Allgäuer und Kuchen für uns beide gab. Das war sehr nett. Am Ende kauften wir auch noch ein Stück des preisgekrönten Bergkäses der Alpe (schmeckt super!).

Der Rückweg zum Auto war dann sehr angenehm – ohne Treten bis nach Tiefenbach und dann gemütlich an der Breitach zurück zur Brücke. Wir kamen angenehm temperiert beim Auto an. Bis wir dann aber in der Sonne die Räder verladen hatten, war die ganz schöne Abkühlung schon wieder weg ...


Radeln entlang der Breitach


Im Wald hinauf zur Sesselalpe


Pause vor der Sesselalpe


Auf dem Weg ins Rohrmoostal


Aufstieg im Kraut


Oben hat es wüste Felsen


Das Ziel im Blick :-)


Gipfelkraxelei


Der beste Allgäuer im Anstieg


Gipfelbild


Weitblick mit den Unteren Gottesackerwänden


Abstieg


Abstieg


Abstieg


Auf den letzten Metern


Rollen lassen!


Schmandkuchen an der Alpe Schattwald


Immer noch rollen lassen :-)

Von engel am 27.08.2023 11:44 • outdoorbergmtb

Freitag, 11.08.2023: Kraxelberg

Mittwoch, August 23, 2023

Der Freitag sollte einzige Resturlaubstag ohne Gewitter werden, das war die Gelegenheit für etwas ‘Kraxliges’.

Wir stellten den Kangoo am Parkplatz der Musauer Alm ab und luden die Räder aus. Es war noch nicht viel los und das Ausladen ist nicht sehr laut. Vielleicht deswegen übersahen uns 2 Rehe, die Vollgas aus dem Wald gesaust kamen und vermutlich den Parkplatz queren wollten. Dann sahen sie uns, schlugen einen Haken und sausen zurück in den Wald. Das Ganze dauerte vielleicht 2 Sekunden, war aber sehr beeindruckend.

Wir radelten die Forststraße hinauf bis zum Wasserfall (es war wenig los, nur ein paar Wanderer, keine E-Biker), aber da war die Aussichtsbank besetzt, deswegen radelten wir über die Brücke und setzten uns an der sonnigen Kurve ins Gras. Der Weg zur Musauer Alm war danach genauso überraschend lang wie immer und eröffnete dann den so großartigen Blick auf die beeindruckenden Nordwände der Tannheimer Berge :-) Wir radelten zum Bach und stellten die Räder am Wasserhäuschen ab.

Der beste Allgäuer zog die Schuhe aus (mal wieder eine Barfußtour), dann stiegen wir auf dem netten kleinen Weg ins Hochtal der Sabahütte auf. Im Wald war es angenehm kühl, der beste Allgäuer jammerte allerdings ein bisserl, wie kalt der Boden sei. Als wir in der Ebene in die Sonne kamen, zeigte er sich sehr erleichtert ;-)

Der Aufstieg zum Gehrenjoch war dann (wie üblich) recht anstrengend und zog sich (auch wie üblich). Wir machten am Joch eine kurze Pause und stiegen dann weiter zur Gehrenspitze auf. Am Joch nahm auch der beste Allgäuer Schuhe.

Als wir an die Rinne kamen, stiegen gerade ein paar Leute ab. Wir warteten, bis alle die Rinne verlassen hatten und stiegen dann schön allein auf. Ich bin ja nie schnell, aber dass uns am oberen Ende Rinne eine sehr schnelle Dame einholte, die ich unten noch überhaupt nicht gesehen, überraschte mich dann doch. Wie ließen sie vorbei und stiegen in unserem Tempo zum Gipfel auf. Im Schatten war der Fels feucht und stellenweise etwas rutschig und die beiden Schlüsselstellen sind inzwischen natürlich glatt poliert, aber sonst war das wunderbares Kraxeln :-)

Die einzelne Dame stieg direkt wieder ab, zwei Leute kurz drauf und danach hatten wir den Gipfel komplett für uns allein. Erst als wir gehen wollten, tauchte ein einzelner Mann auf. Wir begannen den Abstieg und ließen den Mann dann ziemlich bald an uns vorbei. Ich stieg wie üblich sehr bedacht (also langsam) ab, weil ich dem Knie auf keinen Fall einen Ausrutscher zumuten will. Wir kamen ohne Probleme am Ausstieg der Rinne an und stiegen zum Gehrenjoch ab. Auf dem Weg kam uns noch ein junges Pärchen entgegen, die angesichts der vielen Felsen sehr aufgeregt schienen.

Am Gehrenjoch machten wir noch mal Pause. Es war schon relativ spät (halb vier etwa), deswegen waren wir schön allein da oben. Dann stiegen wir ins Hochtal und weiter zu den Rädern ab. Nahezu den gesamten Abstieg über kreiste ein Hubschrauber über und um die Gehrenspitze, das war bestimmt kein gutes Zeichen (nachträglich ließ sich dazu nichts finden).

Wir kehrten auf der Musauer Alm ein und tranken ein wunderbares kaltes Bier. Der Käsekuchen war auch prima, allerdings ist die Alm ganz schön teuer. Die Abfahrt zum Auto danach war super – 2 kurze Anstiege, sonst konnten wir es einfach nur rollen lassen (mit ordentlich Bremsen dazwischen natürlich).


Start zur Musauer Alm


Pause


Auf dem Weg ins Reintal


Unter der Köllenspitze


Wir stellen die Räder ab


Anstieg im Wald


Anstieg zum Gehrenjoch


Das Ziel im Blick


In der Rinne


In der Gipfelkletterei


Aufstieg zum Gipfel


Am Nebengipfel


Am Hauptgipfel


Abklettern


Abklettern


Rückblickk


Misstrauische Gemse


Wegversperrende Kühe (wir gingen außen herum)


Kurz vor den Rädern


B&K der Musauer Alm


Abfahrt

Von engel am 23.08.2023 18:24 • outdoorbergmtb
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