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Samstag, 12.06.2021: Jetzt aber!

Donnerstag, Juni 24, 2021

Weil wir ja trotz bester Absichten nicht oben gewesen waren und weil das (bis auf den langen Schlag!) eine nette Radlstecke und überhaupt eine schöne Tour ist, schlug der beste Allgäuer nochmal den Litnis vor. Gern, ich mag den :-)

Das Wetter bei der Auffahrt zum war besser als bei ersten Versuch, aber nicht ganz so heiß wie beim Zweiten ;-) Das Sitzfleisch hatte sich auch einigermaßen erholt und so kamen wir fast erholt wieder beim Joch zur Gräner Ödenalpe an. Diesmal gingen wir aber weiter.

Ich hatte mit mehr Schnee gerechnet, aber es war eigentlich nur das lange Schneefeld direkt unter dem Gipfelaufbau zu quern, der Rest war frei und trocken. Voll war es auch nicht. Drei Leute stiegen gerade ab, als wir zum Gipfelaufbau starteten und 2 sassen am Gipfelkreuz zum Brotzeiten. Da war es aber windig, deswegen stiegen wir wieder zur Grasmulde unter dem Aufbau ab und machten da Pause.

Während wir da in der Sonne herum lagen, kamen die beiden vom Gipfel und die Dame meinte, da im Abstieg sei ein großer Stein locker (der Litnis ist ein Schutthaufen, vor allem die untere Rinne), und ob sie das irgendwo melden solle. Ich fand das echt niedlich :-) Wir versicherten, dass sich an einem Berg immer wieder Steine lockern und dass man das nicht melden müsse.

Nach einer Weile stiegen wir weiter ab und weil gerade nach der Latschen-Querung wieder die Sonne rauskam und weil es da so nette Wiese hat, machten wir nochmal Pause. Es war warm und bequem und wir sind da beide augenblicklich eingeschlafen. Als wir total groggy erwachten, war es eine Stunde später, die Sonne war weg und ich hatte einen Mords-Sonnenbrand auf dem Bauch (T-Shirt hochgekrempelt, um da auch etwas Farbe zu bekommen - da war dann echt viel Farbe). Uuiuiui, schlecht gemacht!

Bis wir bei den Rädern unten waren, waren wir immerhin wach genug, um problemlos bis zur Nesselwängler Edenalpe abfahren zu können. Dort gab es guten Kaffee und okayen Kuchen, dann fuhren wir zum Auto ab. Wie üblich gab es Regen auf der Heimfahrt.


Neuerlicher Start ;-)


Viele Löwenzähne in der Auffahrt


Fast am Joch


Erste Schneeflecken


Schneefeldquerung


Gipfelaufbaukraxelei


Oben :-)


Abstieg


Abfahrt


Der wunderbare Blick zu den Tannheimern

Von engel am 24.06.2021 19:18 • outdoorbergmtb

Donnerstag, 10.06.2021: Mordsschreck

Sonntag, Juni 20, 2021

Der Donnerstag sollte zwar gewittrig werden, aber wenigstens der Vormittag und der frühe Nachmittag sollten schön werden. Wir wollten wieder ins Ausland, aber da hatte das Wetter nichts von der Vorhersage mitbekommen. Es wurde mit jedem Kilometer düsterer und bewölkter.

Diesmal wollte der Soldat an der Grenze tatsächlich was sehen und zwar den positiven PCR-Test vom Januar. Die Pre-Travel-Clearance interessierte ihn dagegen nicht (weil, wie ich später feststellte, die seit genau diesem Donnerstag für Einreisen aus D nicht mehr nötig war). Wir tankten erst mal und stellten den Kangoo dann an der Krinnenbahn ab. Über der Krinnenspize war der Himmel nahezu nachtschwarz.

Kaum waren wir losgeradelt, begann es zu regnen. Erst eher Sprühregen, dann aber schon ganz ordentliche Tropfen, die immer dichter wurden. Wir packten die Rucksäcke ein, uns aber nicht, denn beim Bergaufradeln ist es ziemlich egal, ob man von außen oder unter der Jacke nass wird und Regen kühlt wenigstens.

Der Schauer hielt nicht lang an und wir trockneten schnell wieder ab. Über die Köllenspitze drüber rückte blauer Himmel an und wir hatten bald Sonne. Na also!

Wir machten Pause am Lift (da ist das erste Steilstück geschafft und man muss ‘nur noch’ weit außen rum - und 300 Höhenmeter - fahren) und radelten dann den langen Weg über die Nesselwängler Edenalpe zur Gräner Ödenalpe. Dort stellten wir die Räder ab.

Beim Rauskramen der Schlüssel fiel mir auf, dass mein rotes Täschchen, das mit dem Geldbeutel, den Ausweisen, den Führerscheinen und den beiden Handys, nicht im Rucksackdeckel war. Das hatte ich wohl im Auto vergessen. Naja, dann würde es halt keinen Kaffee und Kuchen irgendwo geben.

Wir gingen und los und mein Kopf spielte ohne mein Zutun allerlei Szenarien ab, wo das rote Täschchen eine Rolle spielte: Wie ich es in den Rucksackdeckel packte. Wie ich die Sonnenbrille aus dem vollgepackten (und der ist nur voll, weil da eben das Täschchen drin ist) Rucksackdeckel hole. Was mein Kopf mir nicht vorspielte: Wie ich das rote Täschchen wieder in den Deckel packe.

Nach 5 Minuten war ich fast überzeugt, das rote Täschchen am Liftmast liegen gelassen zu haben, und mir war schlecht. Mit all dem wichtigen Zeug da drin! Ich musste zurück und nachschauen. Ich bot dem besten Allgäuer an, dass ich das allein erledigen würde, er könne unterdessen gern zum Gipfel weiter gehen (er hat kostbaren Urlaub, ich hatte ewig lang frei), aber davon wollte er nichts hören. Wir fuhren beide zurück.

Am Liftmast lag nichts herum, auf der Bike-Plattform im Kangoo auch nicht, aber in der Fahrertür leuchtete es rot. Ufff! Meinem Magen ging es schlagartig besser :-)

Zur ‘Strafe’, meinte der beste Allgäuer, müssen wir jetzt nochmal hochradeln. Ich schlug vor, bis zur Krinnenalpe zu radeln und dort einzukehren, das wäre dann wenigstens eine Art Ziel. Und so machten wir das, aber zum zweiten Mal dieselbe Strecke zu radeln, wenn der Hintern schon ein wenig Bike-gestresst ist und es noch dazu erbärmlich schwül ist, das war schon hart!

Oben fanden wir ein nettes windgeschütztes Plätzchen und bestellten dann Kaffee und einen Kaiserschmarrn zu zweit (Kuchen gab es nicht). Das war eine irre Menge, aber leider war der Schmarrn nicht gut gebraten. Schade drum! Zwar schmeckte er am Anfang recht gut, aber dann lag er uns wie ein Stein im Magen. Wir schafften grad mal die Hälfte.

Unsere Pläne, uns auf der Abfahrt nochmal irgendwo in die Sonne zu legen, mussten wir leider begraben, denn es zogen schon wieder dunkle Wolken auf. Wir kamen aber trocken zum Auto, der Regen begann erst auf dem Rückweg :-)


Dicke Wolken über den Tannheimern


War fast zu erwarten: Regenradeln


Kurz drauf: Sonnenradeln


Das Ziel im Blick


Die letzten Meter mit dem Bike


Start zu Fuß


Abfahrt :-(


Auffahrt zum Zweiten ...


... es ist brutal schwül


Belohnung an der Krinnenalpe (leider nicht gut)

Von engel am 20.06.2021 16:19 • outdoormtb

Sonntag, 09.05.2021: Sommer!

Freitag, Mai 21, 2021

Es sollte warm werden. Sommerlich warm! Zeit, die Bikesaison zu eröffnen :-)

Wir radelten den üblichen Weg zum Hutbaum hinauf, ließen dann aber wegen vermutlich schrecklichem Matsch die Bike-Abfahrt nach Ermengerst lieber weg. Das war nicht nur wegen des Matsches (der auch auf dem ‘Normalweg’ ordentlich war) eine gute Idee, sondern auch, weil die Abfahrt aktuell komplett gesperrt ist, weil da anscheinend der Forstweg neu gemacht wird, wie wir von unten sahen. Ich fürchte, die Trial-Strecke fällt dem auch zum Opfer. Schade.

Danach ging es über die vordere steile Straße zum Fernsehturm hinauf. Ich kam ohne Absteigen (allerdings sehr schnaufend) oben an, damit hatte ich nach der Bike-Pause seit November oder so wirklich nicht gerechnet. Nach einer kurzen Pause in gebührender Entfernung zum bevölkerten Gipfelkreuz radelten wir weiter zum Weiher. Da fing dann so langsam das geschundene Sitzfleisch an, über die ungewohnte Belastung zu jammern.

Am See stellte ich kurz meine Füße ins Wasser (Brrrr!) und legte ich mich dann nur in die Sonne, der beste Allgäuer ging aber eine Runde schwimmen. Wenn schon, denn schon! Es gab auch viele Kinder, schätzungsweise 3 bis 9 oder so, die mit viel Freude, Geplansche und Geschrei ins Wasser und wieder raus sausten, die meisten Erwachsenen gingen aber doch nur bis zum Knie rein. Kinder sind härter im Nehmen scheint mir ;-)

Der Heimweg war dann hart fürs Sitzfleisch. Das jammerte ab der ersten Sekunde, aber der beste Allgäuer bestand trotzdem darauf, dass der Rückweg unbedingt noch mal über den Mariaberg (2 heftige Steigungen) und dann auch über Elmatried (die allerletzte und allerschlimmste Steigung) führen musste. Wir waren danach aber beide froh, als wir daheim waren.

Irgendwo vor dem Blender wurde das Display meiner Kamera locker und nach dem Weiher konnte ich die Kamera nicht mehr benutzen, weil das Display abzufallen drohte. Es waren zwei super-winzige Schräublein rausgefallen, von denen im Fundus des besten Allgäuers einfach keine Exemplare zu finden war. Schließlich demontierten wir eine alte Kamera, die wir eh nicht mehr nutzen, um meinen Quickie-Foto zu reparieren. Jetzt ist alles wieder gut :-)


Bike-Start :-)


Löwenzahnwiesen vorm Grünten


Steile Straße fast geschafft!


Pause am Blender


Weiherbild

Von engel am 21.05.2021 17:44 • outdoormtb

Radeln: Meh.

Dienstag, November 24, 2020

In der Früh holte ich erst mal die Bearbeitung der vielen Mails vom Wochenende und von Montag nach und machte mich dann an den Update der SAN-Site, der schon seit einer Woche vorbereitet auf meinem Rechner liegt. Weil an der SAN-Site mehr dran hängt als bei meiner eigenen Site, ist das immer ein bisserl stressig. Schief gegangen ist der Update eigentlich nur einmal und der Grund dafür war ich selbst gewesen, aber der Stress von damals hängt mir immer noch nach. Alles klappte prima und nun ist die Site, man darf das eigentlich gar nicht laut sagen, das erste Mal seit ein paar Jahren tatsächlich auf dem aktuellsten Stand. Und zwar sowohl PHP als auch CMS. Yay! (Nicht, dass man das wirklich irgendwo sehen oder merken würde.)

Dann bereitete ich mich aufs Radeln vor. Nach den Wochenendtouren, die Lange vom Samstag sogar ohne meine medizinischen Einlegesohlen (genau genommen sogar ganz ohne Innensohlen, weil ich die vergessen hatte), sassen mir noch ziemlich in den Füßen und ich wollte denen noch ein bisserl Pause lassen. Ich hatte mir am Vorabend eine Runde mit Fernsehturmhügel und ein paar neuen Wegen ausgesucht.

Aber das machte insgesamt wenig Spaß. Obwohl mir am Opiolkaberg innen ordentlich warm wurde, bekam ich kalte Füße und natürlich auch einen kalten Po. Am Mariaberg gab es dann abwechselnd Matsch oder gefrorenen Boden oder beides und ich bekam fast schon ein schlechtes Gewissen auf dem Wiesenweg, wo die Stollen im Matsch auf dem Eis drunter das Gras wegrutschten. Auf der Bank beim Kutscher-Denkmal machte ich Pause, schaute mir den Fernsehturmhügel an und beschloss abzubrechen.

Der Entschluss wurde gleich drauf noch bestätigt, denn runter zum Herrenwieser Weiher war es a…kalt und ich begann beinahe zu frieren. Ich radelte über Elmatried zurück und zog auf der letzten Abfahrt alles an, was der Rucksack hergab, auch die Daunenhose. Daheim war mir trotzdem kalt. Im Winter ins Büro radeln ist übrigens was total anderes, weil es nicht so lang dauert und weil der Zweck halt auch nicht Spaß an der Freude ist.

Daheim genoss ich gerade langsame Aufwärmung unter der Decke auf dem Sofa mit Sonne im Gesicht, als einer der Ex-Kollegen anrief. Das war nett und vielleicht können wir uns beim nächsten München-Besuch ja mal auf einen ToGo-Kaffee im Freien treffen. Schaumermal, was das Wetter dazu meint.

Von engel am 24.11.2020 23:00 • outdoormtb

Samstag, 14.11.2020: Grandiose Fehlplanung

Freitag, November 20, 2020

Ein schöner Samstag, da war wie in letzter Zeit üblich viel Betrieb zu erwarten. Wir hatten eine nette Idee im Tannheimer Tal, aber da ist leider ab November, egal wie das Wetter und die Schneelage sind, Radeln auch auf den frei gegebenen MTB-Strecken verboten (ich hatte extra bei der Touri-Auskunft nachgefragt) und derzeit ist es vermutlich keine allzu gute Idee, sich über egal welche Verbote hinweg zu setzen. *seufz* Dann halt nicht.

Wir suchten uns halt was anderes aus und hofften darauf, nur oben viele Leute zu treffen. In der Früh war es natürlich reichlich frisch, aber ins Retterschwanger Tal geht es gleich bergauf und man kommt - Tadaaa! - auch ziemlich bald in die Sonne. Wir überlegten schon, die Jacken und Handschuhe abzulegen, da war sie schon wieder weg, die Sonne. Und sie blieb weg, weil das Tal so tief und eng ist, dass um diese Jahreszeit ganz einfach überhaupt keine Sonne rein kommt.

HHoch geht es nach der anfänglichen Steigung auch nicht mehr und deswegen wurde uns kalt und kälter. Und der Verdacht drängte sich auf, dass es hinten im Tal auch keine Sonne haben würde. Rechts neben uns beschien die Sonne warm leuchtende Almwiesen, alle in unerreichbarer Nähe. Ich bekam schlechte Laune, denn an einem sonnigen Herbsttag in einem tiefen Tal zu frieren, ist die totale Verschwendung. Als dann vor der letzten Steigung ein uns bisher unbekannter Weg abzweigte, der direkt in die Sonne zu führen schien, hatte ich die Nase voll und schlug vor, ganz einfach dort hinauf zu gehen. Dem besten Allgäuer von Allen war alles egal, also änderten wir das Ziel.

Der Weg verlief sich erst mal unauffindbar in der Kuhwiese (und ist nicht auf der GPS-Karte eingezeichnet), aber weil ziemlich klar war, wo er in den Wald führen musste, fanden wir ihn dort wieder. Und dann kamen wir tatsächlich in die Sonne! Halbsonne zwar, weil wir im lichten Wald unterwegs waren, aber es wurde sofort wärmer, sah ungleich schöner aus und die Laune hob sich ungemein :-)

Und dann war alles wieder vorbei, denn der Weg begab sich in den tiefen, dunklen, kalten Schatten des Entschenkopfs. Hätte man sich denken können, denn da ist eine steile Felswand und den oberen Teil des Weges kennen wir. Nunja, wenn man läuft, ist es nicht so kalt, der Weg war neu und deswegen interessant und es war - Warum nur? - total einsam.

Leute trafen wir erst, als wir oben am Sattel vor dem Entschenkopf auf den Normalweg trafen. Da war dann ordentlich was los und am Schnippenkopf, dem eigentlichen Ausweichziel sah es so aus, als stapelten sich da die Leute. Wir setzten uns erst mal abseits des Weges auf einen sonnigen windgeschützten Buckel und wärmten uns auf. Und da blieben wir dann. Anderthalb Stunden, in der Sonne, in der Wärme, ganz allein, und schauten den vielen Menschen zu, die auf den Entschenkopf gingen.

Irgendwann war es dann auch genug mit der Sonne und wir stiegen auf unserem einsamen Weglein im Schatten zurück zu den Rädern. Unten in der Kuhwiese verloren wir sogar im Abstieg den Weg, kein Wunder, dass wir ihn im Aufstieg nicht gefunden hatten. Die Abfahrt war wie erwartet ziemlich kühl.

Das war planungstechnisch der totale Reinfall, aber dank des einsamen Weges und der langen schönen Sonnenpause aber insgesamt doch irgendwie OK. Vielleicht ist inzwischen die Radlzeit ja auch vorbei ...


Radeln in Halb-Sonne ...


... und dann im tiefen Schatten.


Weglos zur Sonne


Wieder Halb-Sonne ....


... und dann tiefer Schatten. Aber einsam ;-)


Endlich warm!


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 20.11.2020 16:36 • outdoorbergmtb

Sonntag, 08.11.2020: Unerwartet windig

Sonntag, November 15, 2020

Nach dem frostigen Samstagsradeln starteten wir am Sonntag mit mehr Warmzeug im Rucksack. Der Parkplatz an der Säge war schon relativ voll, als wir ankamen, aber auf dem Weg zur Scheidwang waren wir nahezu allein (ein paar vereinzelte Wanderer waren unterwegs).

Auf etwa halbem Weg zur Scheidwang kamen wir in die Sonne. Theoretisch zumindest, praktisch ist da Wald und die Sonne erreichte uns arg gefiltert. An der Scheidwang bogen wir auf die Fahrstraße zur Oberen Gelchenwang ab und machten dort auf einem netten Bänkle in der Sonne erst mal Pause.

Ab hier hatte ich eigentlich zu Fuß gehen wollen, aber der Forstweg sah sehr radelbar aus und probierten wir halt mal wie weit wir kommen würden. Mit gelegentlichem Schieben in ein paar Steilstücken kamen wir tatsächlich bis zum Abzweig des Fußwegs zur Oberen Gelchenwang. Prima!

Der Weg über die Obere Gelchenwang ist ein Umweg, aber den kannte ich noch nicht und deswegen wollte ich ihn mal gehen. Er ist schmal und gewunden und durchaus nett, aber um diese Jahreszeit leider total schattig. Wir kamen erst an der Oberen Gelchenwang in die Sonne und da kam dann auch das erste Mal deutlich spürbar Wind auf.

Auf der Querung in die Senke wurde der Wind stärker und als wir auf den langen Rücken kamen, war Sturm. Der Weg zum Rindalphorn ist lang und kommt einem dank Abwechslungslosigkeit noch länger vor. Es hatte zwar Leute, aber die Menge war überschaubar (am Hochgrat war viel mehr los). Am Gipfel war es leer, weil alle nur kurz anschlugen und sich dann woanders ein windgeschütztes Plätzchen suchten. Wir nahmen eine kleine Wiese kurz vor dem nordseitigen Steilabruch und das war ganz unerwartet super-angenehm. Windstill, warm und bequem :-)

Leider nicht lang, denn die angekündigten Wolken rückten an und verschleierten die Sonne. Damit war die Wärme futsch und wir machten uns an den Abstieg. Wir hatten uns vorher schon angeschaut, wo man direkt zu der Forststraße zu den Rädern absteigen konnte und gingen über mittelsteile Kuhwiesen und zwei Rinnen zur Straße runter. Der kleine Forstweg durch die Steilwand ist eigentlich nett, uneigentlich ist Forstweggehen aber halt langweilig. Es dauerte nicht lang bis zu den Rädern.

Wir radelten erst zum Bänkle oberhalb der Scheidwang zurück und packten uns dann - schlauer als am Samstag - warm für die Abfahrt ein. Das war sehr erfolgreich, wir kamen warm und überhaupt nicht fröstelig bei den Rädern an :-)


Schon wieder Frost auf den Wiesen


Die letzten Meter vor der Scheidwang


Päuschen in der Sonne


Wir radeln neue Wege


Idyllischer Pfad zur Oberen Gelchenwang


Der Weg zum Ziel ist elendslang!


Im Sturm am Gipfel


Direkter Abstieg ...


... bis zum Fahrweg


Abfahrt (warm eingepackt!)

Von engel am 15.11.2020 17:39 • outdoorbergmtb

Samstag, 07.11.2020: Eiskalt und (fast) heiß

Mittwoch, November 11, 2020

Da wir ja seit dem letzten Wochenende wussten, dass sich der Schnee aus den Bergen weitgehend wieder zurückgezogen hatte, hatten wir uns die verschobene Tour vom letzten Wochenende erneut vorgenommen und stellten den Kangoo relativ früh am E-Werk von Hinterstein ab, um die Räder auszuladen. Es hatte schon einige Autos am Parkplatz, aber wirklich voll war es nicht.

Dafür war es kalt. Knappe Minusgrade mit eis auf den Pfützen, durch die man wunderbar knirschend durch fahren konnte. Es war ziemlich frisch an den Händen und arg kalt an den Füßen, denn bei der Kleidungswahl hatten wir vor allem an den schönen warmen Tag oben in der Sonne gedacht und nicht ans eisige Radeln in der Früh. Der beste Allgäuer von Allen klagte bald, dass er seine Zehen nicht mehr spüre. Meine Schuhe waren dichter, da zog es nicht so durch.

Wir kamen erst deutlich nach dem Giebelhaus in die Sonne. Wir machten eine Pause an der Abzweigung zur Schwarzenberghütte, damit der beste Allgäuer seine Zehen durch Herumlaufen ein wenig re-aktiven konnte. Auf der steilen Auffahrt in der Sonne zur Hütte wurde uns dann schnell warm und an der Kurve vorm steilsten Stück konnten wir auf T-Shirt und kurze Hosen umstellen :-)

Bis zur Käseralpe waren wir allein unterwegs gewesen, beim Anstieg zum Engeratsgundsee trafen dann doch ein paar Leute. Viel war aber nicht los. Wir hatten beide lahme Beine (der Allgäuer vom Joggen, ich vom Test der Online-Trainings-Plattform) und nahmen am See dann doch Stöcke. Das war gut so, denn der steile Anstieg zur Hengst-Scharte war auch so recht anstrengend. Von ‘drüben’ allerlei Menschen hochgestiegen, darunter auch welche, die wir unten schon mal gesehen hatten, mit irgendwas Figl-Artigem am Rucksack (die hatten die Schneelage klar überschätzt ;-)).

Der Anstieg zum Kleinen Daumen war dann noch mal anstrengend. Wir suchten uns oben einen flachen Fleck in der Sonne und genossen den schönen Herbsttag. Für mich war es das erste Mal hier oben seit der OP, es fühlte sich ein klitzekleines bisserl an wie ein Meilenstein :-) Zum Großen Daumen war es mir aber doch zu weit. Im Frühjahr dann!

Im Abstieg machten wir noch mal windgeschützt Pause am See in der letzten Sonne und stiegen dann weiter zu den Rädern. Da hatte es bald Schatten und es wurde kühl. Die Räder konnten wir noch mit Sonne entsperren, dann war sie auch hier weg. Wir rüsteten wieder auf lange Hosen und Pulli mit Jacke und Handschuhe um.

Aber die Handschuhe waren zu dünn und die Jacke war zu wind-durchlässig. Am Giebelhaus zog ich noch die Simony-Jacke drüber, dann war mein Rucksack leer. Leider reichte auch das nicht aus und ich kam tatsächlich zitternd und bibbernd am Auto an. Das war eine totale Fehleinschätzung der Temperaturen! Aber sonst war es ein total netter Tag :-)


Start mit Frost auf den Wiesen


Am Giebel ist es noch immer kalt ohne Sonne


Sonne!


T-Shirt und kurze Hose :-)


Auf dem Weg zum Engeratsgundsee


Im Schneefeld unter dem Gipfel


Die letzten Meter


Abstieg zum See


In der letzten Sonne


Abfahrt

Von engel am 11.11.2020 10:55 • outdoorbergmtb

Bikerunde

Montag, November 02, 2020

Ich verbrachte den Vormittag mit allerlei Daten-Umherschaufelei. Beim Abziehen der Super-Duper-Musik-Sammlung vom Tablet des besten Allgäuers hätte ich mal besser auf seinen Rat gehört (Nimm die SD-Karte raus und steck sie in den Adapter.), denn die angeblichen 1 1/2 Stunden fürs Abziehen beliefen sich dann auf locker 4 Stunden. Für knapp 100GB. Beim Einspielen auf mein Handy befolgte ich den Rat dann :/

Zwischendurch musste ich auch noch mal bei Vodafone anrufen, weil Freitag Nachmittag eine Mail gekommen war, dass unsere Störung behoben sei. Was natürlich nicht der Fall war, übers Wochenende brach nachmittags das Netz ein, abends war es quasi nicht vorhanden, alles wie gehabt. Diesmal hatte ich eine Dame an der Leitung, die eigentlich zu nichts etwas sagen konnte. Naja doch, irgendein Kabel am Knoten für Kempten oder vielleicht auch ‘nur’ für unseren Teil von Kempten sei defekt und man suche, welches das sei, deswegen könne sie auch nicht sagen, wann die Störung behoben sein wird. *seufz*

Mit dem Scannen und Checken der diversen Job-Emails, dem Telefonat und dem Datenrumschaufeln (auch Rechner-intern auf beiden Systemen, der besseren Übersichtlichkeit halber) war dann in Nullkommanix der Vormittag rum und es war Zeit für die Therapie beim S. zu packen. Weil das Wetter so schön war, hatte ich gleich eine kleine Bike-Runde für danach geplant. Es war so warm, dass ich direkt mit T-Shirt und kurzer Hose losfuhr :-)

Da mein Knie vom Wochenende doch gestresst war, schaute der S. erst mal, ob meine Beine noch immer frei und gerade sind (Ja.) und befasste sich dann mit meinem Fuß, der - Aua! - total verspannt war. Als neue Übung bekam ich die Aufgabe, mit den Zehen ein Theraband zu greifen und den Fuß dann mit dem Band erst auf und ab und dann kreisend zu bewegen. Das dürfe ruhig wackelig sein ... ist es, sehr.

Nach der Therapie radelte ich noch eine Runde am Stadtweiher vorbei auf den Mariaberg und von da nach Hause. Der neue Weg war ein Reinfall, er ist viel zu steil zum Radeln. Oben ließen Kinder wunderbar bunte Drachen steigen :-) Ich machte am Ende eine Pause in der Sonne am letzten Bänkle und sah den Schafen zu, das war ausgesprochen nett.

Von engel am 02.11.2020 23:00 • outdoormtb

Solo Bike&Hike

Donnerstag, Oktober 22, 2020

In der Früh war unser Anschluss natürlich wieder OK. Die volle Download- und Uploadgeschwindigkeit. Da braucht man sich ja auch nicht mehr beschweren, was sollten die tun?

Nach dem üblichen Nachrichten-Update in der Früh steckte ich mein Ghost in den Kangoo und fuhr nach Gunzesried. Beim Bedienen der Parkster-App, die in Gunzesried (derzeit?) die einzige Möglichkeit ist, den Parkschein zu bezahlen, stellte ich mich, ich muss das zugeben, erst mal total bescheuert an. Irgendwann hatte ich dann aber den Parkschein. Aber nur App, kein Automat, das finde ich überhaupt nicht gut.

Weil ich ja allein unterwegs war und der beste Allgäuer nicht monieren konnte, dass so kurz radeln sich ja überhaupt nicht lohnt, hatte ich das Bike dabei. Ich radelte bis zum Kapellchen und stellte dort das Ghost an den Zaun. Dann stieg ich über den steilen Waldweg zum Steineberg auf. Das war sehr schön und sehr einsam, ich traf selbst im oberen Bereich, wo der Weg markiert und ‘offiziell’ ist, nur einen einzigen Menschen.

Oben war natürlich einiges los, ich nehme an, die Mittagbahn lief. Die Leiter war für viele eine echte Herausforderung. Eine Frau schüttelte sich oben und sagte, da würde sie nicht absteigen, eine andere stieg hoch konzentriert, den Blick starr auf die Leiter gerichtet, gaaaanz langsam, Stufe für Stufe hinauf. Von oben ermunterte sie ihr Mann: “Du hast die Hälfte geschafft! Zwei Drittel! Noch 2 Meter!” Das war bestimmt das totale Abenteuer :-)

Am Gipfel schien fast die Sonne, es war aber auch windig, deswegen blieb ich nicht lang. Nachdem ich die Leiter abgestiegen war, versuchte ich mich an einem neuen Abstieg, weglos über die Wiese zwischen Grat und Felswand zum Üben. Die ist doch einigermaßen steil und das ging ausgesprochen gut, obwohl ich nur die schaftlosen Trekkingschuhe anhatte. Weglos wird langsam wieder, hoffe ich.

Der restliche Abstieg war dann aber schon ein wenig anstrengend. Auf der Straße noch mehr als auf der Wiese, deswegen nahm ich dann doch meistens die Wiese. Dem Knie ging es aber unten auf der Querung zum Rad echt gut.

Daheim ging ich noch kurz Einkaufen und die Gartenabfälle wegbringen, dann brach ich erst mal auf dem Sofa zusammen. Abends gab es dann noch eine weitere Kata und ich musste mich doch an Vodafone wenden. 2MBit, das ist doch kein Zustand! Das Problem bei uns in der Gegend sei bekannt, man arbeite dran, hieß es. Na toll! Immerhin haben wir jetzt ein Ticket und werden informiert. Bald, hoffe ich!


Start in Gunzesried


Mein Rad vor dem Kapellchen


Finde ich noch immer total entzückend


Der Ausstieg vom Waldweg


Blick zum Gipfel


Rückblick von meinem Abstiegsweg


Übersichtsbild


Herbstbild :-)

Von engel am 22.10.2020 07:52 • outdoorbergmtb

Dienstag, 22.09.2020: Erholungstag

Samstag, September 26, 2020

Ich hatte am Vortag schon gemerkt, dass ich so langsam eine Pause brauchte. Nicht unbedingt wegen der Kondition, sondern wegen Knie und Füßen und dem Abstiegsmuskelkater im rechten Bein. Also mehr Radeln und weniger Laufen. Wir nahmen uns mal wieder den zackeligen Gipfel im Tannheimer Tal vor.

Nach einem gemütlichen Frühstück stellten wir den Kangoo an der Bahn ab und radelten los. Die Forststraße ist unten etwas steiler, aber nach den Anstiegen zur Tuftlalm und zur Speicherhütte war das geradezu gemütlich, auch ohne Teer ;-)

Auf dem langen Weg hintenrum sprangen uns die vielen Pilze im Wald an. Vom Rad aus war nichts Verwertbares dabei, aber es hatte endlich mal überhaupt Pilze :-) Das eröffnete doch gleich Möglichkeiten für die nächsten Tage, für die geradezu grusliges Wetter angesagt war.

Im Joch stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Da war die morgendliche Sonne dann schon weg und dicke Wolken waren aufgezogen. Eine kurze Pause gab es trotzdem.

Danach nahm ich Stöcke, denn meine Beine waren deutlich gestresst. Verglichen mit den letzten Malen hier ging das Laufen aber ausgezeichnet :-)

Am Gipfel waren wir allein, wir blieben aber trotzdem nicht allzu lang, denn es war windig und kühl. Wir wollten dann eigentlich zur Abwechslung mal bei der Gräner Ödenalpe einkehren, aber dort schickte man uns weg, weil alle Kräfte beim Viehtrieb benötigt wurden. So gab es K&K wieder in der Nesselwängler Edenalpe, gut wie immer.

Wir kamen trocken ins Tal. Es begann tatsächlich erst zu regnen, als wir die Räder ins Auto geladen hatten :-)


Radeln vor toller Kulisse


Das Ziel im Blick


Anstieg zum Gipfel


An derselben Stelle


Oben :-)


Abstieg zur Gräner Ödenalpe


K&K an der Nesselwängler Edenalpe


Abfahrt, die Kulisse ist weg

Von engel am 26.09.2020 15:23 • outdoorbergmtb
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