Am Montag nahm ich das Auto, denn ich wollte für den Dienstag, unsere Porzellanhochzeit (was ich übrigens nicht wusste, aber der beste Allgäuer schon), Blumen besorgen. Ich trug mein Blümchen ganz heimlich rein ;-)
Als wir aber abends über den nächsten Tag sprachen und feststellten, dass keiner den Hochzeitstag vergessen hatte, rückten wir beide direkt mit unseren Blumen raus und planten, zum Essen zu gehen. Abends war dann eine SAN-Sondertelko und ich hatte die Woche über abends diverse Dinge upzudaten und zu organisieren.
Dienstag gingen wir essen und gönnten uns eine Fischplatte. Das war schon sehr gut :-)
Die Woche über wurde es immer kälter und es schneite auch gelegentlich. Am Mittwoch hatte ich die große Freude, bei knackigen Minusgraden und leicht überzuckerten Wiesen (und auch Straßen) radeln zu dürfen. Mit dem Spike-Rad, das ich am Wochenende noch hergerichtet hatte :-)
In der Arbeit wurden wegen Problemen in einem sehr wichtigen Projekt Leute umgeschichtet und meine A. war davon auch betroffen. Damit sind unsere Projekte erst mal mehr oder weniger auf Eis gelegt, denn allein mit den vielen Side-Projects, die ich habe, wird da erst mal nicht mehr viel vorangehen. Schaumermal.
Samstag gingen wir eine Runde über den winterlichen Rottachberg und waren sehr erstaunt, wie sehr winterlich es da geworden war. Bei uns lagen grad mal 3 Zentimeter Schnee verstreut auf den Wiesen, da waren es schon um die 20! Das war sehr schön :-)
Sonntag nutzte ich dazu, um den ersten Satz Zwetschgenmus, das ein wenig zu flüssig geworden war, nochmal einzukochen. Diesmal mit Pektin, das braucht es wohl. Schmeckt nach wie super und ist jetzt fester :-)

Beim Radeln am Montag war es mal wieder neblig (sehr neblig, aber leider nicht kalt genug, dass der Nebel gefroren war). Ich kam unerwartet nass im Büro an. Das mag ich ja eigentlich nicht, aber es war nur oberflächlich und trocknete schnell wieder. Abends meinte dann der beste Allgäuer: ‘Ich hab da was Dummes gemacht.’ Und zeigte mir seinen linken Fuß. Mannomann! War dann aber doch nicht ganz so schlimm, wie es geklungen hatte.
Am Mittwoch schwänzte ich die SAN Telko, weil ich Kinokarten für den neuesten Film von Gerald Salmina (die Streif, Mount St. Elias) besorgt hatte. Da ging sogar der beste Allgäuer mit ins Kino, um ‘Downhill Skiers’ anzuschauen.
Ich fand das alles super: weit vorn sitzen, damit die Leinwand richtig, richtig groß ist, niemand vor uns und ein toller Film. Der beste Allgäuer war eher so mittelbegeistert: zu weit vorn und ein Film, der zwar auch ums Abfahrts-Skifahren ging, aber viel auch um die Männer (es waren leider keine Frauen dabei, da hat der Herr Salmina leider ein paar sehr coole Ladys links liegen gelassen), die das machen. Allesamt ein bisserl verrückt, so aus Normalo-Sicht.
Sonntag nutzten wir das einigermaßen milde Wetter, um das Holz von unter der Garage in nutzbare Scheite zu zerteilen. Das heißt natürlich: der beste Allgäuer teilte die Brocken mit den neuen Äxten (und offensichtlich braucht man viele Äxte) und auch mal mit der Kettensäge, ich schleppte großes Holz auf die Terrasse und kleines Holz zurück in den Keller, wo ich es stapelte. Am Abend war ich komplett im Eimer ;-)
Sonntag verbrachten wir einen gemütlichen Tag und erholten uns. Abends kam dann eine E-Mail, dass der W. (mein Jahrgang!) unvermutet und unerwartet gestorben sei. Ich musste das 3 Mal lesen und konnte es danach noch immer nicht glauben, wir hatten erst vor ein paar Tagen miteinander gesprochen und gemailt. So traurig, so ein netter Kerl!

Das Wetter war die Woche über ziemlich herbstlich und es war entsprechend kühl beim Radeln in der Früh (soll heißen: Frost). Ich stellte auf Winterhandschuhe um. Anfangs radelte ich auch mit der Daunenhose und zog Stulpen unter die Hose, aber der Weg ins Büro ist so kurz, da braucht es das bei milden Minusgraden nicht. Das war dann nur nervig.
Der beste Allgäuer kümmerte sich um den Garten, was vor allem hieß, Unmengen Laub zu zerhäckseln und zu verteilen und teilweise auch wegzubringen. Und mähen natürlich.
Seitdem in der Firma die maximale Anzahl der Gleittage eingeschränkt wurde, kämpfe ich dafür, dass das wieder aufgeweicht wird. Bislang (und möglicherweise überhaupt) erfolglos. Als dann der Mittwoch strahlend schön angesagt wurde, nahm ich halt einen halben Tag frei und wir stiegen aufs Burgberger Hörnle. Das war sehr nett und schön :-)
Sonst blieb das Wetter sehr herbstlich. Donnerstag radelte ich bei Frost und Nebel und am Freitag musste ich in der Früh mein Auto freikratzen.
Samstag gingen wir auf die Krinnenspitze und weil ich das lang schon mal machen will, nahmen wir den linken Rücken. Stellte sich als weglos und steil heraus (beides keine Überraschung) und war mal was anderes ;-)
Sonntag fuhren wir nach Sonthofen, weil der Bruder des besten Allgäuers bei der Hausauflösung nun auch viele Äxte organisiert hatte. Nehmen wir alles, ist ja Platz in dem Haus ;-) Außerdem war Zwillingsgeburstag und Schwesterle hatte auf Wunsch des einzigen noch in Kempten wohnenden Neffen zu Kürbiskässpatzen geladen. Die hatten eine tolle Farbe und waren sehr gut.

Das Wetter der letzten Woche ging am Montag direkt weiter, deswegen nahm ich das Auto. Über die Woche wurde es dann besser, blieb allerdings windig. Ich konnte wieder radeln, das war gut.
Die Woche stand ganz im Zeichen des Italiener-Projekts, bei dem sehr viel mehr unerwartete Blockaden auftraten, als irgendwem lieb sein konnte. Die Italiener kamen am Dienstag auf dem Weg zu ihrem deutschen Ableger bei uns vorbei und wir besprachen die Probleme. Keiner war glücklich, aber wir konnten einen Fahrplan beschließen.
Über die Woche wurde das Wetter besser und der Freitag sollte strahlend schön werden. Ich schaffte es aber leider nicht, den Freitag frei zu bekommen. Abends gab es das ‘die-lang-in-den-USA-verschollenen-sind-zurück’-Essen bei der besten Mama, zu dem wir Vanillepudding und Zwetschgen-Röster beisteuerten. Die hatten viel zu erzählen, die USA-Reisenden, auch wegen des ewigen Lockdowns.
Samstag nutzten wir den nicht ganz so schönen, aber doch teils sonnigen Tag für eine Runde über den Steineberg. War natürlich nett (und kurz voll), vor allem, weil es dann am Großen Stein ein feines Sonnenbad gab, auch wenn uns die Sonne nach einer halben Stunde verließ.
Am Nachmittag holten wir beim Schwesterle den nicht mehr genutzten Satelliten-Receiver ab, um die Schüssel auf unserem Dach nutzen zu können.
Am Sonntag nahm der beste Allgäuer den Receiver in Betrieb und sortierte die vielen, vielen, vielen Kanäle, die es dort gibt. Wir haben nun wieder ‘richtiges’ Fernsehen (statt wie bisher nur Streaming).
Der coole Urwald (Grünlilien und noch irgendwas), den ich vor über einem Jahr von einem ausscheidenden Kollegen geerbt hatte, war eine Weile super gewesen und war wunderbar weiter gewuchert.
Ich hatte mich genau an die Pflegeanweisungen gehalten, aber vor einem halben Jahr etwa fing irgendwas an, schiefzugehen: die Pflanzen blieben stehen, wurden schwarz, und gingen ein. Ich hatte zu viel Wasser vermutet und war auf deutlichen Sparkurs gegangen, aber es hatte alles nichts geholfen. Mein Daumen ist ganz definitiv nicht grün, eher schwarz-braun :/
Das Zeug sollte deswegen weg, und weil ich am Montag wegen Wetter eh mit dem Auto gekommen war, beschloss ich, die Pflanze mit nach Hause zu nehmen. Das ging allerdings gründlich schief, denn als ich in der Früh - draußen war es noch dunkel und das Foyer ist eher mager beleuchtet - mit dem sauschweren Pflanzgefäß die Treppe runterging, trat ich neben die letzte Stufe, stürzte und alles war hin.
Also nicht ich, mir war gar nichts passiert, aber das Pflanzgefäß aus Plastik war kaputt und die Erde und die Pflanzen hatten sich breit über den Treppenabsatz verteilt. Na toll!
Die O. , unsere Putzkraft, kam aus dem nächstgelegenen Zimmer gesaust und fragte, ob was passiert sei, und bot mir dann eine Mülltüte und Schaufel und Besen an. Ich schaufelte den gesamten Pflanzen- und Erde-Müll in die Tüte (glücklicherweise eine sehr stabile) und brachte das Zeug mitsamt dem gebrochenen Plastik zum Auto. Die O. putzte dann den Rest weg und der Urwald war Geschichte.
Dienstag radelte ich bei reichlich Wind, die restliche Woche hatte neben dem Wind auch immer wieder Regen und ich nahm das Auto. Immerhin gab es aber Sport in der Woche und machte lahme Arme und lahme Beine ;-)
Am Samstag war SAN MV. Ich fuhr allein nach Geltendorf und ließ mich erneut zur Masterin des SAN-Internet wählen. Auch für die anderen Referate gab es jeweils genau eine Kandidatin oder Kandidaten, sodass die Besetzung wie erwartet verlief. Der W. trat als Erster Vorsitzender ab,
Sonntag bereiteten wir den Garagen-Keller vor, um das Holz aus einer Hausauflösung, das Ralles Bruder organisiert hatte, dort durchs Grubenloch empfangen zu können. Das sollten ofengerechte Scheite und Anzünder sein, nicht schlecht so vor dem Winter.
Die Solstein-Tour hatte natürlich Muskelkater verursacht, deswegen radelte ich am Montag sehr langsam und mir reichlich lahmen Beinen ins Büro. Abends kam endlich das Paket mit den zweiten Topo Athletics, die ich bestellt hatte, weil die meinen Füßen so gut tun. Weil die anderen mit 39 ein bisserl knapp sind, hatte ich 40 bestellt. Das Paket kam direkt aus den USA und leider waren Schuhe in 41 drin und das ist ganz einfach zu groß.
Ich forderte also einen Rücksendeschein an und es wurde kompliziert, weil ich dazu einen DHL-Punkt mit ‘Internationalem Express-Versand’ brauchte. Netterweise ist in Betzigau einer. Dafür opferte ich dann meinen für Dienstag geplanten Studio-Termin und schickte die Schuhe zurück. Weil die Topos aber so gut finde, hatte ich schon gleich die nächsten bestellt.
Mittwoch radelte ich bei Nebel und knapp über Null ins Büro. Das war ausgesprochen cool, weil ich kaum von einem Straßenpfosten zum nächsten schauen konnte und mich sonstwo hätte befinden können ;-) Abends ging ich dann ins Studio, ich will da wieder eine Gewohnheit draus machen.
Am Donnerstag musste ich dann in die Stadt, weil man für ein Rezept, auch für ein Folgerezept ohne Doc-Konsultation, leider noch immer ‘in echt’ die Krankenkassenkarte einlesen lassen muss, auch wenn das Rezept dann schön digital auf der Karte landet. So ganz fertig ist das mit dem Digitalisieren noch nicht ;-)
Auf dem Heimweg hatte netterweise jemand die Barrikaden auf dem Fußweg der Kaufbeurer Straße, die seit Ewigkeiten nicht nur gesperrt, sondern verbarrikadiert wie Fort Knox ist, weggestellt. Ich nutzte das direkt, um auf dem Fußweg zum Berliner Platz zu radeln (die Baustelle ist die Straße, nicht der Fußweg) und fing mir direkt einen Anschiss eines Bauarbeiters ein. Was glauben die, dass Fußgänger und Radler freiwillig unendliche lange Umwege auf sich nehmen???
Am Samstag gingen der beste Allgäuer und ich über die Westseite der Gartnerwand, was wie alles in der Gegend großartig (aber nicht ganz einfach) war. Allerdings sollte man bei der Tour-Auswahl im Herbst halt auch darauf achten, wo Schatten und wo Sonne ist. Wir waren die ganzen 1200 Höhenmeter des Anstiegs und etwa 800 Höhenmeter des Abstiegs im Schatten und bei Minusgraden unterwegs. War trotzdem super :-)
Am Abend waren dann die neuen Topos angekommen und leider, leider, leider auch in Größe 41. Unfassbar! Ich bereitete die Rücksendung vor, diesmal wenigstens nicht international.
Sonntag gab es dann natürlich einen Daheimtag ;-) Das Wetter war so mittel und Mittags rum war es warm genug für Pfannkuchen auf der Terrasse. Die waren diesmal aber nicht allzu gut, denn der beste Allgäuer, der immer der Pfannkuchenkoch ist, hatte sich an Natron im Pfannkuchenteig versucht. Das ist aber eine eher mäßig gute Idee, denn das führt dazu, dass der Teig nahezu matschig wird.
Nach 10 Tagen Test hatte ich dann genug von der neuen Waage, Withings Body Scan. Die versucht alles Mögliche zu messen und behauptet von sich, auch in klinischem Umfeld verwendet zu werden. Aber wenn mir eine Waage Muskelmasse in Kilo und Fettmasse in Kilo anzeigt und dann bleiben nur 2 Kilo für mein gesamtes Skelett übrig, dann ist doch die gesamte Erfassung Mist. Ich verpackte auch die Waage.
Die Arbeitswoche startete vor allem kühl. Ich brauchte Handschuhe beim Radeln (5 Grad) und es war entschieden ungemütlich. Aber egal, Radeln ist trotzdem immer nett (es sei denn es regnet auf dem Hinweg, das mag ich nicht) ;-)
In der Arbeit war natürlich erst mal Land unter, aber über die Woche ließ sich das so halbwegs in den Griff bekommen. Gleich am Montag ergab sich eine lange Diskussion darüber, wie ein spezielles Problem am besten zu lösen sei und das führt dann genau so zum Erfolg. Nicht alle Meetings sind umsonst ;-)
Über den Urlaub hatten der beste Allgäuer und ich über Training und Muskeln und solche Dinge diskutiert und deswegen ging ich am Dienstag seit langem mal wieder ins Studio. Der Plan ist natürlich, das wieder regelmäßig zu machen, weil Daheim-Training bekomme ich trotz des tollen Zimmers da oben einfach nicht hin.
Deswegen das Billig-Studio, für das der Vertrag aktuell noch läuft und wohl auch weiter laufen wird. Dienstag gab es Arme, Donnerstag Beine. Vorher jeweils ein bisserl Cardio zum Aufwärmen. Und ich schrieb alles fein säuberlich mit, um auch mal einen Überblick über Fortschritte zu bekommen. Muckis sind wichtig, bekommt man ja derzeit überall um die Ohren gehauen.
Mittwoch kam eine neue Waage, eine ‘mit Allem’. Und natürlich mit App und unglaublich viel nervigen Drumherum-Kram und Werbung und Tipps und überhaupt soll man sein Leben von der App und dem Hersteller leiten lassen. Boah Ey, echt nicht! Ich will Daten sonst nix! Schaumermal.
Donnerstag gab es in der Firma Leberkäse und Brezeln zu Mittag. Alle rätselten warum und der Chef wurde anscheinend so oft gefragt, was denn der Anlass sei, dass er danach eine Mail schrieb: Gab es einfach so. Leberkäse ist bekanntlich nicht mein Lieblingsessen, aber die Geste war nett und es gab auch feine Brezeln und Butter, mehr brauche ich eh nicht :-)
Auf dem Heimweg am Donnerstag vom Studio hätte mich dann beinahe der Fahrer eines fetten SUV umgefahren (aus M, das ist ja auch nicht gerade eine Empfehlung), der dann wie angestochen aus seiner Karre sprang und mich anfauchte, dass ich da ja gar nicht fahren dürfe. Tja, aber die Radler-Leitung am Berliner Platz geht aber halt genau da. Mir war’s wurscht, ich rechne eh nicht damit, dass mich jemand in einem Auto sieht (auch nicht am helllichten Tag). Ich gab zurück, dass er anderswo halt sein Äuglein aufsperren müsse und steckte dann die Kopfhörerstöpsel wieder rein.
Am Wochenende war die SAN Verwaltungsratssitzung auf ‘unserer’ Hütte (Neue Magdeburger Hütte, wird eigentlich von der Sektion Geltendorf verwaltet, aber wir unterstützen die Geltendorfer mit Geld und stehen deswegen auch an der Hütte dran). Das Wetter wurde passend zum Wochenende super :-)
Der beste Allgäuer und ich radelten wie üblich zur Hütte hinauf (800+ Höhenmeter und zwischendurch echt steil). Dann nahm ich an der Sitzung teil, der beste Allgäuer stieg noch auf das Kirchberglköpfl gleich ums Eck. Abends war Hüttenschluss und sehr viel und sehr lang was los, aber wir hatten ein nettes Zimmer unter dem Dach und bekamen davon nichts mit. Am Sonntag, oben mit Kaiserwetter über dem nebligen Inntal, stiegen wir über den uns bislang unbekannten Stiftensteig auf den großen Solstein. Das war absolut großartig!

Die zweite Urlaubswoche war zwar etwas besser als die erste, aber angesichts des Wetters hieß das ja nicht viel. Wir machten das Beste draus und bauten im Keller die neuen Regale auf, erledigten viel Haushalt, räumten auf (unter Anderem eben Zeug in die neuen Kellerregale) und renovierten das Klofenster, das ebenso wie die Balkontür sehr viel Wetter abbekommt und entsprechend aussah. Auch hier hatte der beste Allgäuer viel Jammer mit dem Zustand des Fensters, aber Ende sah alles super aus!
Am Montag wagten wir uns weglos auf den Sonnenkopf (superanstrengend) und kamen mit nassen Füßen (ich, weil ich keine Gore-Schuhe angezogen hatte) und einer guten Ladung Pilze zurück. Viele Perlpilze, ein paar Maronen, 2 Schuster, 3 Steinpilze und ein paar Semmelstoppelpilze. Das war sehr mühsam, ergab dann aber doch 2 Essen. Und Perlpilze sind echt super! Pantherpilze gab es übrigens auch, da muss man gut aufpassen.
Donnerstag und Freitag wurden schön (allerdings auch sehr kühl), deswegen gab es da 2 Touren. Eine nigelnagelneue, sehr schöne und unerwartet alpine Runde im hinteren Ammergebirge und mal wieder die gute alte Krinnenspitze, weil die nett ist und man nicht nachdenken muss ;-) Die Sonne gönnte uns eine lange Pause im Gras und es war sogar angenehm warm :-)
Das Wochenende war dann verregnet, aber die beste Mama lockerte es mit Zwiebelkuchen auf :-) Weil wir nicht nachgedacht hatten, übernachtete Neffe C. bei der besten Mama, um nicht im kalten Sturmregen heimradeln zu müssen. Wir waren aber mit dem Kangoo da und da gehen nur 2 Leute rein. Er nahm es gelassen, bei der Oma gibt es immer viel und Gutes zu essen :-)

Der eigentliche Urlaub startete (wie angesagt) mit Regen. Ich nutzte den Montag dazu, einen guten Teil der nicht ganz so schönen Zwetschgen (keine für Kuchen geeigneten Hälften) zu Mus zu verarbeiten. Diesmal mit Natron, um die Säure etwas zu mildern, weil der beste Allgäuer Probleme mit zu viel Säure hat. Das Mus ist tatsächlich etwas weniger sauer, dafür haben sich Geschmack und Farbe ein wenig verändert. Nicht schlechter, nur anders.
Für den immer noch verregneten Dienstag luden wir SV+LG zum Abendessen ein. Eigene Tomaten, Steinpilze, Vanillepudding mit Röster, um mal alles aufzufahren, was es sonst nirgends gibt. Wir versuchten, nochmal Pilze zu finden, aber das klappte nur bedingt, wir mussten mit einer Portion aus dem Tiefkühler aufstocken. Das Essen war super, alle waren begeistert.
Auch am Mittwoch regnete es und ich nutzte den Tag, um mal wieder scharfe Thai-Soße zu machen. Wie üblich war das anstrengend, weil das Capsaicin beim Aufkochen und vor-sich-hin-Brodeln auch in die Luft gerät und man in der Nähe des Herdes gern mal lustige Hustenanfälle bekommt. Abschmecken war eine Herausforderung, aber die Soße wurde echt gut :-)
Am Nachmittag fingen wir an, den großen Keller aufzuräumen und verfrachten dafür erst mal den alten großen Tiefkühler aus dem Keller. Den hatten wir von der Vorbesitzerin übernommen und als wir ihn das erste Mal gesehen hatten, hatte er funktioniert. Aber irgendwo auf dem Weg zwischen Hausbesichtigung und Umzug (wo der TK auch in einen anderen Raum gewandert war), war die Tür kaputtgegangen und schloss nicht mehr.
Den TK aus dem Keller in den Kangoo zu schaffen, war gar nicht so einfach. Das Ding war nicht superschwer, aber schon schwer und zudem unhandlich. Klappte aber fast alles gut, nur auf dem Weg am Gartenhaus vorbei rutschte er kurz mal vom Schubkarren und schlug eine Delle ins Gartenhaus :-(
Donnerstag hatten wir Besuch von einem jungen Igel :-)
Freitag sausten wir über den Rottachberg (keine Pilze) und bekamen sogar ein schönes und unerwartetes Sonnenband in der Wiese geschenkt. Abends gab es den ersten Zwiebelkuchen der Saison, und wie erwartet wurde er gut :-)
Samstag buk ich einen Zwetschgenkuchen aus tiefgefrorenen Hälften und wir luden die besten Eltern zum Kaffee ein. C. hätte auch kommen können, reagierte aber zu spät auf die Einladung. Der Kuchen kam, wenig verwunderlich, ausgesprochen gut an.
Das etwas bessere (wenn auch reichlich kühle) Wetter am Sonntag nutzten wir für den Aggenstein, wo gar nicht so viel los war, wie ich befürchtet hatte.




Ich nahm am Montag das Auto, um die Zwetschgen für die Kollegin ins Büro bringen zu können. Eigentlich war das Wetter sehr OK, deswegen tat mir das richtig leid, aber mit dem Rad einen Rucksack voll doch relativ weicher Zwetschgen ins Büro zu transportieren, wäre definitiv schiefgegangen. Die Kollegin freute sich sehr.
Abends schüttelten wir wieder den Baum und hatten sofort 2 Riesenschüsseln Zwetschgen vor uns. Ich setzte mich direkt zum Entsteinen hin und bot der Familie Zwetschgen an. Die beste Mama kam umgehend und bekam auch ein paar Tomaten mit. Der beste Allgäuer fragte unterdessen einen Ex-Kollegen, ob der welche haben wolle. Er wollte und kam mit seiner Frau.
Der Baum wurde noch mal geschüttelt und warf wieder viele Zwetschgen ab und auch der S. und seine Frau bekamen eine große Schüssel mit. Denen zeigten wir auch das Haus und sie waren (wie alle) ordentlich beeindruckt :-) Ich packte die entsteinten Zwetschgen in den Tiefkühler und musste ganz schön stapeln und umschichten, um alles reinzubekommen.
Am Mittwoch kam dann noch der P. und nahm ebenfalls eine große Schüssel mit. Der Baum entlud inzwischen beim Schütteln nicht mehr ganz so viele Früchte und beim Hochschauen schienen die Äste langsam leerer zu werden. (Endlich. Ich will mich wirklich nicht beschweren, aber ganz so viel hätte es nicht sein müssen ;-)). Am Donnerstag sammelten wir ein letztes Mal und überließen den Rest den Vögeln, Wespen und wer auch sonst sich bedienen wollte. Alle Tiefkühlmöglichkeiten waren proppenvoll.
In der Arbeit war es sehr stressig, weil ich des Wetters wegen, das genau 3 Tage vor dem eigentlichen Urlaub in der nächsten Woche strahlend schön werden sollte und dann eher nicht mehr so sehr, den Freitag freinehmen durfte. Ich schaffte es mit viel Mühe, alles fertigzustellen und abzuschicken, aber die neuen Probleme bei den beiden aktuellen Projekten mussten leider liegenbleiben. Das wird mich nach dem Urlaub beißen, nehme ich an.
Und dann war er da, der Urlaub. Wir packten noch am Donnerstag die Räder ins Auto und richteten alles her, denn ich wollte ins Lechtal. Der Tunnel war kein Problem und die Tour fing wunderschön an, aber dann war das Steiglein erst von Windbruchverhau versperrt, und als wir es wiederfanden, stimmten Karte und Weg und Realität nicht überein, was am Ende zu keinem Gipfel führte. Aber egal, da war es so schön, dass überhaupt kein Gipfel nötig war :-)
Sonntag trieben uns verschiedene Sperrungen und Staus wegen Viehscheid ganz woanders hin als geplant und wir machten eine lange Tour über die Hohen Gänge, für die ich eigentlich erst noch fitter hätte werden wollen und für die ich schon gar nicht die nigelnagelneuen Schuhe genommen hätte. Aber Knie und Knöchel und Schuhe schlugen sich super, das war prima :-)
Sonntag waren wir dafür dann kaputt, und weil das Wetter inzwischen eh nur so halb gut werden sollte, nahmen wir uns einen Heimtag im Garten. Muss man ja auch genießen, wenn man schon einen so tollen Garten hat. Vorn stellten wir fest, dass die guten Edel-Haselnüsse reif wurden, und fingen an, dort zu sammeln. Die Nüsse müssen aber nur in einen Korb zum Trocknen und nicht in die Gefriere ;-) Abends grillten wir, das war ein guter Vor-Urlaubstag.

