Und noch mal eine Woche geprägt von Zwetschgen. Am Montag kamen Schwesterle und Schwager, schüttelten den Baum und zogen mit zwei großen Schüsseln Zwetschgen wieder ab. Das Hundi sauste wie angestochen jeder fallenden Zwetschgen hinterher und musste in gehöriger Entfernung angebunden werden. Wir selber sammelten fleißig, kochten ein und froren ein. Ich musste alle Kühl-Akkus aus dem Tiefkühler nehmen (“Viel zu klein!”, wiederholte der beste Allgäuer mehrmals) und brachte meinem erfreuten Chef am Freitag noch mal eine große Schüssel.
Am Dienstag brachten wir mein Bike zum Willi, weil dem besten Allgäuer beim Aufziehen neuer Mäntel aufgefallen war, dass der hintere Schaltzug aufspleißte. Weil man da allerlei Ersatzteile braucht, die ungünstig zu bestellen sind, durfte da die Werkstatt ran. Am Donnerstag konnten wir das Rad wieder abholen.
Weil wir nicht nur Zwetschgen, sondern auch haufenweise Kornelkirschen haben und ich las, dass man die auch zu Mus/Marmelade machen kann, nahm ich mir am Mittwoch Zeit, um eine Schüssel zu verarbeiten. Ich hatte vorher mal eine reife Kornelkirsche probiert und die zwar als sehr herb, aber ganz OK empfunden.
Das Mus zu machen, war aber sehr aufwändig. Erst mal musste ich die Beeren kochen und sie dann durch ein Sieb streifen, um die Kerne zu entfernen (Entsteinen geht nicht). Das war ausgesprochen mühsam. Und was dann rauskam, hatte zwar eine interessante Farbe, aber roch und schmeckte eher seltsam, als gut. Ich glaube, die Dinger lasse ich lieber den Vögeln….
Donnerstag kam die Kollegin aus dem Urlaub zurück. Weil wir uns über Zwetschgen unterhalten hatten und ich deswegen wusste, dass ihr Zwetschgenbaum dieses Jahr wegen hartem Rückschnitt nichts trägt, brachte ich ihr Röster und Mus mit und fragte, ob sie an Zwetschgen interessiert sei. Sie war und ich versprach Zwetschgen für Montag.
Den nicht so schönen, aber trockenen Samstag verwendeten wir darauf, die Balkontür zu renovieren. Da war das Holz schon so sehr angegriffen, dass der beste Allgäuer sehr viel wegschleifen musste und trotzdem danach nicht glücklich war. Mein ungeübtes Auge fand das alles gar nicht so schlimm, und ich finde, die Tür sieht jetzt wieder aus wie neu :-)
Das noch schlechtere Wetter am Sonntag nutzten wir für eine Runde über den Blender. Eigentlich erwarteten wir nicht viel, hatten aber natürlich trotzdem Messer und Beutel dabei. Und dann gab es völlig unerwartet doch knapp anderthalb Kilo Steinpilze (und nur Steinpilze, kein einziger anderer Pilz in Sicht). Das Abendessen war gerettet :-) Abends sammelten wir dann noch eine große Schüssel Zwetschgen für die Kollegin auf.



Die Woche stand im Zeichen von Zwetschgen. Zwetschgen für uns, Zwetschgen für die beste Mama, Zwetschgen für meinen Chef, Zwetschgen für uns, kiloweise. Wir entsteinten am laufenden Band, froren ein, machten Mus und Röster.
Und es gab natürlich auch Zwetschgen direkt zum Essen, denn die Früchte sind köstlich. Sie sind recht klein und ziemlich rund, aber blau wie Zwetschgen. Das Fruchtfleisch ist sehr süß, die Schalen haben aber ordentlich Säure, deswegen sind Mus und Röster und Kuchen ausgesprochen geschmackig :-)
Was es auch gab, waren Tomaten, denn die (gar nicht so) kleine Farm des besten Allgäuers fing an, ordentlich Ertrag abzuwerfen. Ich hatte das nicht erwartet, aber die Tomaten, die er hat, sind um Welten besser als alles, was ich je gekauft hatte. Süß, saftig, geschmackig :-)
Morgens war es inzwischen so dunkel, dass ich anfing, mit Licht loszufahren. Noch nicht unbedingt, weil ich Licht zum Sehen brauchte, sondern um gesehen zu werden. Auf ‘meiner’ Landstraße ist doch einiges los in der Früh, deswegen gab es erst mal die Billig-Lampen, noch nicht die gute Fenix.
Der beste Allgäuer mähte am Mittwoch und erwischte mit dem ‘großen’ Rasenmäher den nächsten unerkannten Baumstumpf. Als ich heimkam, hockte er schimpfend vor dem umgedrehten Rasenmäher und zerlegte ihn. Das Mähblatt war verbogen und das große Plastik(!)-Teil, auf dem das Mähblatt dreht, hatte einen Sprung. Weia! Aber wie nicht anders zu erwarten, ging am Abend der Mäher wieder. Zumindest erst mal ohne Last, der Rest würde sich beim nächsten Mal Mähen zeigen.
Am Samstag gab es die neu, bzw. wieder, eingeführte SAN Monatstour, für die ich mich gemeldet hatte. Anmeldungen hatte es keine gegeben, was sehr wahrscheinlich damit zu tun hatte, dass das Allgäu doch einigermaßen abgelegen ist für so eine verteilte Sektion wie die SAN. Einer von der SAN kam aber natürlich mit ;-)
Die Tour war sehr schön und für so einen schönen, sonnigen Tag mitten in den Ferien fanden wir auch vergleichsweise einsame Wege. Schaumermal, ob die nächste Allgäuer Monatstour mehr Teilnehmer bekommt.
Sonntagmorgen war es nicht so schön wie angesagt, deswegen verbrachten wir den Tag daheim, schüttelten den Baum, kochten Zwetschgenmus und beschlossen den dann doch noch schön werdenden Tag mit spontanem Grillen :-)
Der Montag war strahlend schön und weil auch der Dienstag super werden sollte und ich (mal wieder) zu viel Zeit auf dem Arbeitskonto hatte (wird bei 16 Überstunden abgeschnitten), nahm ich den ebenfalls schönen Dienstag frei. Da tat dann aber mein Knöchel noch immer so weh, dass Bergsteigen nicht drin war.
Wir entschieden uns für SUPen, was eher so mittel war, denn es hatte sehr viel Wind. Stehend tatsächlich zu SUPen war kaum möglich, paddeln im Sitzen war sehr anstrengend. Wir schafften es immerhin um die Insel ;-) Abends grillten wir, was den Tag dann doch zu einem vollwertigen Urlaubstag machte :-)
Der Zwetschgenbaum legte in dieser Woche voll los. Bei jedem Schütteln konnten wir mindestens eine (oder auch zwei) große Schüsseln Zwetschgen sammeln. Wir versuchten auch, Zwetschgen zu ernten, aber die ‘gepflückten’ Zwetschgen waren ziemlich unreif, deswegen ließen wir das recht schnell wieder bleiben. Unreife Zwetschgen reifen nämlich nicht nach.
Den Donnerstagabend verbrachte ich damit, Zwetschgenröster zu machen, was total einfach ist: einfach Zwetschgenhälften in einer großen Reine mit Zimt und Zucker eine Dreiviertelstunde bei 180 Grad backen. Danach hat man eine Art Kompott, das aber viel intensiver ist als auf dem Herd gemacht :-)
Freitag gab es Essen bei der besten Mama, zu dem ich den Zwetschgenröster beisteuerte. Der war mit dem Sahne-Vanille-Pudding der besten Mama fantastisch :-) Neben der üblichen Family war auch der Kölner Neffe mit Freundin da (glaube ich zumindest, kann so oder so nicht ganz einfach gewesen sein). Der Abend war natürlich nett wie immer.
Samstag war das Wetter eher mau. Wir mussten eh zum Einkaufen und weil diesmal der beste Allgäuer dabei war, kamen wir mit einer neuen Heißluftfritteuse mit 2 Kammern zurück. Der beste Allgäuer übernahm dann direkt auch das Kochen: Hühnerfüße mit selbstgemachten Pommes. War fein :-)
Das schöne Wetter am Sonntag nutzten wir für einen sonnigen Sprint (relativ, natürlich :-)) Auf die Gaichtspitze.

Die Woche begann ausgesprochen herbstlich mit dickem Nebel. Ich konnte grad mal von einem Straßenpfosten zum nächsten sehen, das war schon recht cool, irgendwie anderweltlich :-) An den anderen Tagen hatte es tief hängende Wolken in den Bergen, was auch super aussah. Es war reichlich kühl in der Früh, kurz vor Handschuhen.
Montag war der jährliche Protesen-Check-Termin, bei dem ich auch gleich die ACP-Auffrischung für den Knöchel vereinbart hatte. Die beiden Termine schienen das Praxis-Team etwas zu überfordern, denn ich wurde erst mal ins ACP-Zimmer geschickt, wo der Doc dann kam und meinte, das sei ein Fehler, ich wolle erst mal zum Gespräch (sinnvoll). Mit dem Hin- und Her und zwischendurch immer Warten war ich dann etwa anderthalb Stunden da. Puh!
Beim Prothesen-Check biegt der Doc das Knie immer unerwartet in alle möglichen Richtungen, was für mich sehr schwierig ist. Ich tue mich schwer mit Entspannung (niemals die Kontrolle abgeben!) und vielleicht auch deswegen zwickte es einmal sehr übel im Knie. Aber er ist zufrieden mit Gangbild und Beweglichkeit, das ist ja schon mal was. Die ACP-Spritze war so unangenehm wie befürchtet (aber mei, schon aushaltbar). Alles in allem ist der schon OK, der hiesige Doc, ich fühle mich schon gut aufgehoben, aber ich vermisse den Münchner Doc :-(
Am Mittwoch gingen wir eine Runde über den Blender, weil das Wetter so halbwegs OK war. Es war relativ windig und frisch, deswegen ließen wir es am Kreuz gut sein und gingen direkt wieder runter.
Ich tauschte meinen ‘Einkaufstag’ von Freitag auf Donnerstag, um am regnerischen Donnerstag einkaufen und am schöneren Freitag radeln zu können. Fürs Radeln war das gut, fürs Einkaufen nicht so sehr, denn Donnerstagnachmittag war deutlich mehr los.
Mit den Zwetschgen hatten wir die vorige Woche zu früh angefangen. In dieser Woche fing der Baum erst so richtig an, Zwetschgen zu machen. Ich entsteinte und fror ein, der Beste Allgäuer machte einen Mürbteigdatschi (der Teig war schwer zu verarbeiten, der Kuchen war natürlich gut).
Am wolkigen Samstag versuchten wir, bei der Runde über den Rottachberg Pilze zu finden. Das war aber sowas von aussichtslos, dafür gibt es kaum Worte. Es gab Nix und davon viel. Ich glaube ja nicht, dass ich noch irgendwann lerne, was ‘unsere’ Pilze brauchen und mögen. War doch warm und feucht?
Leider tat die Rottachbergrunde meinem Knöchel überhaupt nicht gut. Als wir wieder am Auto waren, humpelte ich und es stach bei jedem Schritt. Damit mussten wir uns für den Sonntag eine gemäßigte Runde aussuchen. Wir radelten von Süden zur Strausbergalpe und gingen über’s Imberger Horn. Es war sehr voll, aber die Runde ist sehr schön, deswegen war das prima. Der Abstieg war aber schlimm :-(
Für den letzten Unter-der-Woche-Urlaubstag (Feiertag am Freitag) hatten wir uns das Rubihorn überlegt. Da waren wir schon sehr lang nicht mehr. Ich schlug Radeln bis Gaisalpe vor, weil mein linker Knöchel nicht ganz gut war. Der beste Allgäuer findet grundsätzlich Radeln zur Gaisalpe unlohnend (weil das sehr steil und nicht besonders schön ist), war aber natürlich dabei.
Wir parkten auf dem vorderen Parkplatz, weil der längere Weg mit den Rädern ziemlich egal ist und wir so wenigstens etwas ‘Einradelstrecke’ hatten. Parken ist da genauso teuer wie in Oberstdorf (vermutlich, schon lang nicht mehr da geparkt): 8€.
Wir radelten erst mal dem Wiesenweg nach Reichenbach und bogen dann auf die Straße zur Gaisalpe ein. Und ja, die ist echt steil, vor allem oben raus, wo man dann schon müde ist. Ein paar E-Biker überholten uns und gratulierten uns an der Gaisalpe, dass wir das geschafft hatten. Jo, war Arbeit!
An der Alpe waren die Bike-Parkplätze schon voll, deswegen stellten wir die Räder neben dem Brunnen an die steile Wiese, wo sie auch nicht im Weg waren. Dann gingen wir ein Stück, um uns erst mal umzuziehen.
Zunächst war gar nicht so besonders viel los gewesen, als wir dann aber an der Einmündung des Weges von der Richteralp vorbei waren, wurde es voll. Von oben kamen viele Leute, von unten Leute, die uns überholten, und auch wir überholten Leute. Natürlich waren gerade Ferien, aber der Betrieb erstaunte uns dann doch etwas.
Entsprechend voll war es am Unteren Gaisalpsee, wo viele, viele Leute in der Sonne lagen und sehr vereinzelt Leute sehr kurz in den See gingen. Wir machten Pause und gingen dann weiter.
Oberhalb des Sees war dann auch was los, aber bei Weitem nicht mehr so viel wie unten. Hier ist dann ja auch der letzte Schatten weg und die Schwüle und die Wärme machten den Anstieg ziemlich anstrengend. Aber wir erreichten den Gipfel natürlich trotzdem problemlos (nur sehr verschwitzt).
Am Gipfel war es voll, deswegen wichen wir für die Pause auf den Nebengipfel aus. Nicht sehr lang allerdings, denn da oben schwärmten Flugameisen. Wir stiegen deswegen wieder zum See ab und legten uns dort ins Gras - in Badeklamotten :-)
Ich ging dann gleich mal zum See und dann tatsächlich auch rein, obwohl der wirklich eiskalt war. Der beste Allgäuer ging natürlich mit und war länger drin. Das Bad war sehr erfrischend ;-) Und danach war die Sonne viel angenehmer und wir fühlten uns nicht mehr so klebrig :-)
Wir machten eine lange Pause und stiegen dann zur Gaisalpe ab, wo wir gerade noch etwas zum Trinken bekamen, bevor die Alp schloss. Das kühle Bier war wunderbar!
Die Abfahrt war super und (wie immer!) alle Auffahrtsmühen wert.

Start bei Reichenbach

Am Kapellchen

Vor der Rubihorn-Nordwand

Anstieg

Nach dem Gaisalpsee

Vor dem Durchstieg

Gipfelbild

Am Nebengipfel

Abstieg

Am Gaisalpsee

Abstieg

Abfahrt
Der ‘richtige’ Urlaub begann (wegen Muskelkater und kaputt) mit einem Pausentag, den wir zum Aufräumen und für den Garten nutzten. Wir haben unter anderem auch einen Weinstock im Gewächshaus geerbt, der viele kleine Traubenrispen mit sehr kleinen und sehr süßen Trauben macht. Für den besten Allgäuer sind Weintrauben nichts, aber ich finde die Dinger gut. Ich hatte schon überlegt, den Stock vielleicht wegzumachen, weil er doch Platz braucht, jetzt mag ich ihn doch ;-)
Am Dienstag bike-hikten wir zum Galtjoch. Den oberen Teil ging auch ich barfuß, das ist da in der Wiese echt schön. Natürlich war es am Galtjoch wie immer kühl, aber das taugt mir mehr als die Hitze und Schwüle unten. Die Ehenbichler Alpe hatte leider zu.
Mittwoch gingen wir zum Rottachspeicher SUPen, was komplizierter war als erwartet, weil man nicht durch Moosbach fahren konnte. Wir gingen vorn an den See, was einerseits Parkgebühr kostet und andererseits (viel wichtiger) nicht so schön ist wie am anstrengenden Badeplatz.
Vorher ‘retteten’ wir den P. vom Edeka. Der ist frisch zurück von der Reha zu seiner Hüft-OP und konnte nach dem Einkaufen kein Taxi zurück nach Hause bekommen. Zum Edeka sind es von ihm aus schon so um die 3 Kilometer, das ist mit Krücken eine ordentliche Strecke. Danach gab es natürlich Kaffee und wir ratschten eine Weile. Sieht ganz gut aus, die neue Hüfte. Hoffentlich kommt er bald wieder auf sein Bike.
Donnerstag gingen wir auf Rubihorn, wo es noch voller war, als wir erwartet hatten. Es war schon wieder so schwül, dass ich es als furchtbar anstrengend empfand. Umso besser war das Bad im Unteren Gaichtsee (saukalt!!!). Danach schliefen wir beide eine Stunde in der Sonne ein und gingen direkt nach der Tour zum Essen, weil es recht spät geworden war.
Freitag gingen wir noch mal SUPen, diesmal vom richtigen Badeplatz aus, das war dann viel besser. Samstag fuhr ich mit dem Clio zum Bäcker (es regnete) und danach ging er nicht mehr an, nicht mal irgendwelche Lichter. Ich lief zurück und der beste Allgäuer kam mit dem Kangoo, um den Clio fremdzustarten. Das klappte, aber sobald das Starterkabel weg war, ging der Clio wieder aus. Ich holte eine neue (und teure) Batterie vom ATU und nun fährt mein Auto wieder. Das war ein ausgesprochen günstiger Zeitpunkt für die Batterie zum Zusammenbrechen :-) Hätte ja auch vor 2 Wochen in Stuttgart passieren können!
Den Rest des halbwegs verregneten Wochenendes verbrachten wir daheim. Der Zwetschgenbaum warf die ersten Zwetschgen runter und wir machten einen Datschi draus. War fein :-)
Nachdem die letzte Woche so nass gewesen war, sollte diese langsam besser werden. Das passte ganz gut, schließlich war danach Urlaub. Ich radelte am Montag erst mal bei ein paar Tropfen und sakrischer Kälte (8 Grad oder so) mit langer Hose und Jacke ins Büro. Zurück kam ich trocken, brauchte da aber auch die Jacke. Die Woche über wurde es dann langsam wärmer.
Am Dienstag machte ich mich daran, die Johannisbeeren von den Kratzbeeren-Überwucherungen zu befreien und schaffte etwa die Hälfte. Vorn ist noch der Buchsbaum überwuchert, aber die Johannisbeeren haben nun Luft. Das große Beet da unten sieht nun etwas traurig aus (gab ja kam was außer Kratzbeeren und Nelkwurzen, aber das zu gestalten ist was für später). Irgendwann gab es wohl mal Wege, aber die müssen auch erst wieder freigelegt (und neu gesetzt werden).
Zur Urlaubsvorbereitung (ich bin derzeit ziemlich ungeübt und unfit) liefen wir am Mittwoch auf den Blender. Der beste Allgäuer ging am Donnerstag zum Bachtelweiher zum Baden und ich radelte nach der Arbeit auch hin und wir spielte Minigolf. Das war lustig und ich darf zu meinem eigenen Erstaunen feststellen: So schlecht war ich gar nicht! Eine Zeit lang war ich sogar in Führung (!!!), aber am Ende verlor ich dann doch. Aber mit nur 2 Punkten! :-)
Nach dem Spiel gingen wir im Bachtelgarten gleich zum Essen. War gut und nett, aber nicht direkt günstig. Kann man trotzdem mal auf dem Schirm behalten :-) Das fühlte sich dann eigentlich so an, als sei schon Urlaub, auch wenn ich am Freitag natürlich noch mal ins Büro musste ;-)
Den Urlaub starteten wir dann mit einer Tour auf den Entschenkopf, die dann allerdings wegen eines technischen Problems - mein linker Stiefel hatte die Sohle verloren, was ich nicht gemerkt hatte - auf dem Grat abgebrochen werden musste. Wir suchten danach, fanden die Sohle aber beim Abstieg nicht wieder :-( Sonntag bike-hiketen wir auf den Ponten. An beiden Tagen war es schwül und heiß und es war total trüb. Im Nachhinein las ich, dass das mit den Waldbränden in Spanien zu tun hatte.
Die Woche begann, wie sollte es anders sein, mit Regen. Und das blieb dann auch so, mal mehr, mal weniger, mal Gewitter und zwischendurch trocken und auch mal Sonne. Ich radelte aber an allen Tagen, wo es wenigstens in der Früh trocken war und hatte lediglich einmal Pech auf dem Heimweg. Da wurde ich dann aber durch und durch nass.
Der Kangoo wurde am Montag von freundlichen Nachbarschaftswerkstatt geholt und konnte schon am Nachmittag repariert abgeholt werden. Es hatte sich irgendwo ein Schlauch gelöst.
Beim Ausflug auf den Blender am Donnerstag hatten wir Glück: wir konnten das Gewitter schon anrücken sehen, kamen aber trocken zum Auto zurück. Es hatte viele, viele Himbeeren :-)
Insgesamt war es reichlich kühl, deswegen warfen wir am Freitag für den Schwager, der zum Abendessen kam, den Kamin an. Am Sonntag dann gleich noch mal, weil es so ungemütlich war. Ist fein, wenn man sowas machen kann :-)
Freitag war meine Wocheneinkaufsrunde herausfordernder als sonst, denn ‘mein’ Aldi war in den Fenepark umgezogen. Neue Parksituation, neues Laden-Layout und alles ist woanders als vorher. Ich brauchte ungewöhnlich lang zum Einkaufen, sonst sause ich durch den Laden, arbeite meinen Einkaufszettel (der in der Reihenfolge der Waren aufgebaut ist) ab und bin in Nullkommanix wieder draußen. Naja, das wird schon wieder werden.
Am Wochenende regnete es durch. Immerhin präsentierte der beste Allgäuer aber die erste reife Tomate, die wir uns teilten. Ich muss sagen: das ist definitiv etwas anderes als die üblichen Tomaten aus dem Supermarkt :-) Schmeckte super und sonnig und saftig und süss. Allerdings könnte man eine so saftige Tomaten im Supermarkt wohl kaum verkaufen, die wäre sofort Matsch.
Interessante Dinge in der Arbeit, darunter das erste PM-Meeting mit dem Chef und eine sehr kurzfristige Aufgabe, bei der ich mich um das ungelöste Problem kümmern durfte, dass unser neues Code-Signing-Zertifikat zwingend ein Token am Rechner und die manuelle Eingabe einer PIN erfordert. Nach viel Recherche und allerlei Lösungsversuchen hatte ich am Ende der Woche einen praktikablen Vorschlag (und auch schon eine halbe Lösung), mit dem wieder alle, die das müssen, unseren Code signieren können.
Dienstag war das Wetter ganz OK, deswegen machten wir abends eine Runde über den Blender, was einfach mehr Spaß macht, als oben auf dem Trainer zu laufen. Tat ich dann am Donnerstag trotzdem.
Mittwoch war mal wieder Firmen-Stammtisch. Diesmal waren erfreulich viele Leute dabei, dafür war das Essen nix. Der Chickenburger taugt mir nicht und anstelle des White Chocolate Cheesecake gab es nur noch einen Apple Pie, der ganz einfach nur langweilig war. Pffff!
Freitagnachmittag bereiteten wir uns auf den aufregenden Samstag vor, an dem wir mit dem Bruder des besten Allgäuers bei Regen und Gewittern auf ein Open Air in Stuttgart gehen würden. Es dauerte eine Weile, bis ich mein Fahrrad-Regencape gefunden hatte und eine kleine Tasche (maximal A4 war laut Website erlaubt) auftreiben konnte.
Am Samstag starten wir dann mit dem Clio bei Schnürlregen nach Stuttgart. Der Regen hörte irgendwo vor Ulm auf, dafür begannen die Staus (Zugfahren war keine Option gewesen, weil der letzte Zug ins Allgäu arg knapp gewesen wäre). Ich hatte die zwar eingeplant, aber man wird natürlich trotzdem nervös, ob der Zeitplan klappt, denn das mit dem Parken hatte ich vorab auch nicht gut abschätzen können.
Es klappte aber alles prima. Wir waren rechtzeitig in der Gegend, verfuhren uns nur einmal kurz und landeten dann in genau dem Parkhaus, das ich ausgesucht hatte (war das zweite in der Kette von 10 möglichen Parkplätzen, die ich rausgesucht hatte). Das erste Parkhaus in meiner Kette wäre noch näher am Open-Air-Gelände gelegen gewesen, aber dafür hätten wir an dem zweiten Parkhaus vorbeifahren müssen und da war ganz offensichtlich noch Platz, deswegen nahmen wir das. Der längere Weg zum Gelände war nach der langen Fahrt dann gar nicht so schlecht ;-)
Das Open-Air war dann ganz gut. Ich bin da ja eigentlich vor allem mit, damit Mann und Schwager problemlos hin und zurückkommen. Iron Maiden kenne ich natürlich grundsätzlich, aber nicht so gut, dass ich Songs identifizieren könnte, und von der Vorband Avatar hatte ich noch nie gehört. Aber Avatar gefiel mir dann meistens gut und Iron Maiden sowieso. Die hatten auch eine echt coole Show, wo Eddie zu den jeweiligen Songs auf den riesigen Bildschirmen irgendwas Passendes machte.
Der beste Allgäuer war allerdings vom Sound recht enttäuscht. Vielleicht hätte man für guten Sound ins Gedränge vor der Kontrollstation gemusst (da hätte man sicherlich auch besser gesehen), wo die Anlage der Band für den Sound sorgte. Wir standen aber weiter hinten, wo der Sound aus riesigen Boxentürmen kam (und da war es eh schon arg dicht).
Das Wetter zeigte sich gnädig. Es war bedeckt und deswegen nicht allzu heiß und es gab nur einmal ein Gewitter, kurz bevor die Vorband auftrat. Die Regencapes waren da echt prima, wir wurden nur etwas nass.
Insgesamt ging es auf dem Gelände sehr friedlich zu (was ich auch erwartet hatte, wilde Heavy-Metal-Verkleidungen und Gesten und Alles hin oder her), allerdings wurden einzelne Besucher mit fortschreitender Zeit immer betrunkener und sehr nervig. Einmal hätte es deswegen beinahe eine Schlägerei gegeben, aber die jeweiligen Begleiter der beiden Männer griffen blitzschnell ein und alles blieb fein. Ich war sehr beeindruckt, wie fix die waren (vermutlich kannten sie ihre Pappenheimer).
Erstaunlicherweise gab es viele Kinder auf dem Open-Air (alle, die ich sah, hatten Lärmschutz-Kopfhörer auf, wir hatten auch Stöpsel). Ich hätte eigentlich erwartet, dass die mit der Zeit sehr gelangweilt werden würden, aber vermutlich war das alles so aufregend, dass es auch wurscht war, dass die Kleinen alle so gut wie nichts sehen konnten.
Nach dem Ende schoben wir uns langsam mit den Massen (65.000 sagte irgendwer) vom Gelände, was zwar etwas anstrengend, aber völlig OK war, wir konnten ja keinen Zug verpassen. Nachdem wir aus dem Parkhaus raus waren, verteilte sich der Verkehr sehr schnell und wir kamen nahezu problemlos nach Hause. Nur bei der Durchfahrt durch Ulm war ich irgendwo etwas zu schnell und es blitzte. Naja, passiert. Daheim regnete es natürlich.
Am Sonntag fuhr der beste Allgäuer seinen Bruder zurück nach Hause und kam mit einem kaputten Auto zurück. Und zwar genau so, dass er es bis vor die Garage schaffte und dann ging das Auto nicht mehr an. Der Kangoo motzte irgendwas mit Einspritzung und das Auto stank nach Diesel wie Teufel. Wie gut, dass wir den nicht für die Fahrt nach Stuttgart genommen hatten!

Auf dem Weg aufs Gelände

Gewitter

Vorband

Hauptband

Langsam wird es dunkel

Viele Scheinwerfer

Eddie verabschiedet sich
Die Woche nach dem Urlaub begann mit vielen Mails, die meisten zum Italien-Projekt, wo nicht alles so glattgelaufen war, wie wir erhofft hatten. Die Telemetrie- und Hardware-Jungs hatten aber super Arbeit geleistet und die Italiener zumindest arbeitsfähig gebracht. Puh!
Radeln war die Woche trotz kühlem Wetter und Regen- und Gewitterneigung ausgesprochen cool. Auf dem Weg ins Büro hatte es immer wieder andere und wirklich toll aussehende Wolkenformationen. Ich liebe den Weg ins Büro, da fängt jeder Tag mit irgendwas Tollem an. Am Rückweg habe ich nur kurz Bergblick, das ist auch schön, aber selten so großartig.
Die vielen Gewitter in der Woche zeigten auf, wo die Regenrinnen und Abläufe am Haus überall beeinträchtigt waren. Der beste Allgäuer spülte und schaufelte und kratzte an immer neuen Stellen Verhau aus den Regenrinnen. Am Ende der Woche hatte er dann alles frei, seitdem läuft auch bei wüsten Gewittern alles ordentlich ab. Das ist super!
Am Freitag nahm ich mir vormittags kurz frei, um einen neuen Ausweis zu beantragen (höchste Zeit!). Kempten ist inzwischen schon ziemlich digitalisiert und es funktioniert auch weitgehend gut. Termine beantragt man online und checkt dann vor Ort noch mal ein und bekommt einen Code zugewiesen, über den dann die Aufrufe laufen.
Weil ich angegeben hatte, kein Passbild mitzubringen, bekam ich als Erstes eine Foto-Station zugewiesen, an der ich das Passfoto machen konnte. Der Automat machte sogar ein ganz passables Foto von mir. Dann ging ich rein und wartete darauf, dass mein Code erschien. Tat er aber nicht. Weil ich ungeduldig bin, ging ich nachfragen und das war auch gut so, denn so ganz rund läuft das System anscheinend doch noch nicht: mein Code war im System verschwunden. Ich kam dann trotzdem dran.
Am heißen und schwülen Samstag stiegen wir seit langem mal wieder über den Aurikelgrat aufs Hörnle, was viel Spaß machte, aber für uns beide unerwartet anstrengend war. Das wunderte uns sehr, schließlich ist das ja auch nicht so besonders viel, aber nachdem wir beide am Seichenberg echt kaputt waren, entschieden wir, direkt zum Grüntenhaus zu gehen, wo es gutes Bier und guten Kaffee gab.
Sonntag buk ich Kuchen mit Schwarzen Johannisbeeren (was irgendwie misslang, denn der Kuchen fiel nach dem Back zusammen und wurde matschig – immerhin schmeckt er aber gut), dann radelten wir an den Bachtel (wo es unerwartet leer war) und wurschtelten danach noch ein bisserl im Garten rum.