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Rocketman

Montag, Juli 15, 2019

Ereignislose Fahrt nach München. Dort stieg ich sehr humpelig aus dem Auto, vielleicht war der Sonntags-Spaziergang doch ein wenig viel gewesen? Mit Konzentration erreichte ich die Haustür aber fast normal.

Nach dem Frühstück machte ich meine Übungen. Die ‘geklauten’ Therabänder waren sehr hilfreich :-) Die Übungen gingen leider nur eher mittelgut, das Knie war empfindlich. Allerdings bekam ich so viel Beugung hin, dass der Oberschenkelmuskel leicht gedehnt wurde. Wow!

Auf dem Weg nach draußen nahm ich eine Tüte voll Zeug-das-ich-nicht-mehr-brauche mit raus, um mit dem Projekt ‘Wohnung aus- und aufräumen’ weiterzumachen. Bücher nahm ich keine mit, die will ich alle erst fotografieren, bevor ich sie unten hinlege. Ob das sinnvoll ist, bezweifle ich, aber ganz einfach so, mag ich die Bücher halt auch nicht weggeben.

Zum Mittagessen mussten wir ins Daily’s ausweichen, weil unsere Kantine (naja, die CSU-Kantine) geschlossen war. Die kochen mit frischen Zutaten, was prinzipiell ja prima ist, aber dadurch dauert alles recht lang. Da kann man nur hin, wenn man sehr früh da ist (was wir waren). Ich hatte das bewährte gute Chicken Curry.

Am späten Nachmittag sah ich Rocketman. Der ist eigentlich gut gemacht mit den Rückblicken aus der Entzugsklinik, ich finde aber, der Elton kommt da ein klitzekleines bisserl wehleidig rüber (alle sind so bös zu mir). War trotzdem prima, der Elton-Darsteller, die Musik und die Kostüme sind große Klasse.

Abends dann vergnügliches Gebastel am Hörbuch-Projekt.

Von engel am 15.07.2019 23:00 • diary

Notebookverschickung

Sonntag, Juli 14, 2019

Nach einem gemütlichen langen Frühstück schraubten wir mein Notebook auf (‘wir’, weil ich mich an manche mechanischen Besonderheiten nicht heran traute und doch lieber den den besten Allgäuer von Allen machen liess), um die Festplatten rauszunehmen.

Wir konnten dann aber leider nur die Datenfestplatte heraus nehmen, denn die System-Festplatte, eine SSD, ist nochmal unter einer Folie und mehreren Flachkabeln verbaut und ob wir die da so einfach raus bekommen hätten, da habe ich Zweifel. Die SSD blieb also drin und ich änderte danach noch ein paar Passwörter (Ja, ich hatte bei diesem Notebook überall dasselbe Passwort und ein einfaches logisches noch dazu.).

Dann verpackte ich das Notebook gut und übergab es UPS. Nun hoffe ich auf das Beste. Also dass es schnell und repariert wieder kommt und dass mir keiner Ärger wegen der Garantie macht.

Der Rest des Wochenendes war gemütlich. Am Samstag hatte es ab Nachmittag ständig Gewitter mit teils sehr heftigem Regen, der Sonntag war sogar besser als vorhergesagt. Ich nutzte den Vormittag zu einem Spaziergang an der Iller. Ohne Stöcke (ich hatte eigentlich einen einzelnen ‘Notfallstock’ mitnehmen wollen, den aber dann doch daheim vergessen).

Es waren insgesamt knapp 3 1/2 Kilometer mit etwa 50 Höhenmetern (ohne geht einfach nicht). Der ‘Abstieg’ zu Iller war recht holprig, das Gehen selbst ging überwiegend gut (der Rückweg auf der unebenen Wiese war etwas anspruchsvoll). Am Ende war das Knie dann aber sehr angestrengt und ich genoss das Coolpack auf dem Sofa sehr.

Ich weiß jetzt nicht so Recht, ob ich das als Erfolg werten soll (3 1/2 Kilometer ohne Stöcke und ohne Nachwirkungen - glaube ich jedenfalls) oder ob ich doch eher enttäuscht bin, weil das mit dem Gehen schon noch recht holprig ist und ich Mühe habe ‘schön’ und gleichmässig zu gehen. Prinzipiell gibt es Fortschritte, aber das geht alles so arg langsam. Mir fehlt ein Vergleich (nicht dass das wirklich was helfen würde, weil mein Knie ist mein Knie, ein anderes Knie ist anders).

Die Iller ist übrigens nach wie vor total Mücken-versucht und ich nahm haufenweise Stiche an den Beinen mit :-(

Da mein schönes Notebook ja nun weg war, hatte ich nur das kleine Notebook, das ich auch auf Reha dabei gehabt hatte. Der Umstieg auf den Mini-Bildschirm ist schon arg gewöhnungsbedürftig :-(

Aber weil ich eine interessant Idee habe, wie ich meine Hörbuchsammlung aufhübschen könnte und das endlich mal angehen will, begann ich trotzdem mit dem Projekt dazu. Das wird mit dem Mini-Bildschirm zwar länger dauern, aber es geht natürlich auch so. Der Sonntag Nachmittag/Abend war sehr vergnüglich :-)

Von engel am 14.07.2019 23:00 • diary

Freitag halt

Freitag, Juli 12, 2019

Freitags ist es wichtig, früh loszukommen, deswegen fielen die Übungen flach. Vielleicht sollte ich stattdessen auf Frühstück verzichten? Ich glaube nicht, die Übungen müssen dann halt später kommen. Oder gar nicht, weil der Freitag zum Pause- und Erholtag erklärt wird, schliesslich wird da auch nicht geradelt. Man betont ja noch immer, dass ich nicht übertreiben dürfe. Schaumermal.

Ich war früh im Büro und kam deswegen Mittags früh los. Was ganz gut war, denn die Baustellen auf der A96 haben sich vermehrt anstatt dass endlich mal eine fertig wird. Daheim gibt es auch neue Baustellen. Die kannte ich schon von einer der Reha-Radl-Runden und hatte mir dafür schon eine Umfahrung überlegt, die gut klappte.

Dann wollte ich das Notebook zum Verschicken vorbereiten, also die Festplatten ausbauen. Dabei stellte ich fest, dass über einer der Rückseitendeckelschrauben ein Aufkleber war: ‘Warranty void if tampered with’. Ich schrieb eine Mail an den MSI Support, wie ich denn nun die Festplatten da raus nehmen solle, wenn da so ein Aufkleber ist. Dann ging ich Einkaufen und technische Unterstützung bei den besten Eltern leisten.

Der MSI Support antwortete innerhalb einer Stunde (!), dass man in Europa zu Auf- und Umrüst-Zwecken den Deckel aufmachen dürfe, ohne dass die Garantie erlischt. Das finde ich gut, die Notebook-Verpackung verschob ich aber trotzdem auf Samstag, denn als ich endlich wieder daheim war, war ich ziemlich alle.

Abendessen, Quiz gucken, Bett.

Von engel am 12.07.2019 23:00 • diary

Vertragsübergabe

Donnerstag, Juli 11, 2019

Auch wenn es mir noch sehr schwer fällt: erst Übungen, dann Tagesbeginn. Naja, erst Kaffee und Frühstück, das geht schon. Vor dem Losradeln ölte ich das durchgetrocknete Rocky gründlich, dann brachte ich Zeug zum Container. Das Projekt Aus- und Auf-Räumen muss langsam mal weiter gehen. Mit den abzugebenden Büchern mache ich aber erst am Montag weiter.

Am Vormittag hatte ich das Meeting zur Vertragsübergabe. Was da besprochen werden würde, hatte ich ja nun schon von vielen Seiten gehört, deswegen hatte ich keine Fragen. Mein Exit-Termin ist der 30.09.2020. Da ich vor dem 01.01.2020 sowieso nicht weg wollte, um mich noch ganz ausführlich um mein Knie kümmern zu können, passt das schon so.

Am Nachmittag war dann der erste Physio-Termin bei der C. Erst war Lymphdrainage, sehr sanft und sehr angenehm, dann war Streckung. Die C. ist klein und zart .... und genauso unerbittlich wie das schmale große Mädchen in Kempten, vor der ich mir den Namen nicht merken konnte. Sie fing ganz sanft an, fühlt oft in mein Knie rein (ich habe das Gefühl, mehr als ich selbst) und machte minimale Bewegungen mit dem Knie, drückte und strich überall herum und es wurde immer unangenehmer. Als sie bei den Ansätzen der seit Ewigkeiten verkürzten Kniebeuger war, war ich kurz davor zu japsen. Und auch sonst hatte ich ernsthafte Probleme, auch nur annähernd entspannt zu bleiben. Boah!

Sonst ist sie nett, eher ruhig und redet vor allem nicht andauernd über sich selbst. Ich bin zufrieden. Und wenn aus der Unerbittlichkeit im Laufe der Zeit Streckung wird (was ich sehr annehme), werde ich sogar sehr zufrieden sein :-)

Es war zwar so vorher gesagt, aber als es kurz bevor ich gehen wollte, zu regnen anfing, war ich trotzdem ein wenig beleidigt. Hey, das Rocky ist frisch geputzt! Es war zwar nicht viel Regen, aber es war relativ kühl, deswegen zog ich die Regen-Chaps und die Simony an. Nass im Kino ankommen und dann frieren ist entschieden unschlau.

Ich sah Yesterday und der war wirklich total nett. Und ein Film mit vielen Beatles-Songs, erfrischend rockig vorgetragen, kann ja gar nicht schlecht sein ;-) Allerdings hätte ich mir gewünscht, Jack würde nicht immer gar so überrascht schauen und auf dümmlich machen. Aber naja, damit funktioniert die Story halt gut.

Auch auf dem Heimweg war Regen. Ich legte wieder die Regenrüstung an und war auch froh drum. Es war ganz schön kühl geworden. Ich bin natürlich sehr langsam beim Radeln, vor allem beim Anfahren und muss mich da noch etwas dran gewöhnen. Zum Merken: Es ist nicht sinnvoll beim Warten an der Ampel ganz nach vorn zu fahren, wenn man dann elendslangsam anfährt und direkt wieder überholt wird.

Von engel am 11.07.2019 23:00 • diary

Unter Beobachtung

Mittwoch, Juli 10, 2019

Nach Aufstehen und Frühstück machte ich meine Übungen. Die neuen Übungen für den VMO (musculus vastus medialis obliquus) sind OK, aber ich brauche unbedingt wieder Therabänder. Der Plan ist, am Wochenende die vom besten Allgäuer von Allen zu ‘klauen’ :-)

Beim Radeln geht es dem Bein so gut, dass ich glatt zwischendurch vergesse, dass da was ist. Sobald ich absteige, ist das Bewusstsein dafür aber gleich wieder da :/ Ich kann auch rumsitzen, rumliegen, Beine hochlegen und fast stecken, ohne dass das Bein auffällt, aber sobald ich aufstehe, merke ich das Knie.

Laufen kann ich eigentlich schon, auch relativ ‘unhumpelig’, dazu ist allerdings noch orendtlich Konzentration erforderlich. Uneigentlich brauche ich immer Anlaufzeit. Morgens nach dem Aufstehen natürlich am allermeisten und je länger die Pause umso mehr. Und dann eiere ich gefühlt hin und her, weil ich den Belastungsübergang auf das operierte Bein nicht ansatzlos hinkriege.

Die Kollegen sind aber voll des Lobes, wie gut ich laufe. Deutlich weniger humplig als vor der OP, sagen alle. Das fühlt sich aber noch nicht so an! Vielleicht sieht es so aus, weil ich das Bein tatsächlich mehr strecken kann und auch versuche das zu tun. Aber es war schon auffällig, wie oft diese Bemerkung kam. Ich stand und stehe anscheinend unter Beobachtung ;-)

Am Nachmittag radelte ich gemütlich (ich radle gerade immer gemütlich) zu den Museum Lichtspielen und sah Men in Black International. Was ein Klamauk, was ein Spaß! Ich war allein im Kino (!) und habe mich den ganzen Film über prächtig amüsiert.

Auffallend und überaus großartig war übrigens ein Werbespot vorher. Da ging es um Sport und Frauen anhand eines Fussballkindes, ein Mädchen. Das in den 3 Sekunden, bevor sie mit ihrer Spielerin einlief, all das vor sich sah, das Frauen machen. In ausgesprochen großartigen Bildern. Nix ‘das machen Frauen auch’, sondern großartiger, intensiver, harter Sport, aber ausschließlich Frauen. So super! (Ich gestehe, dass ich ernsthaft gerührt war.)

Ja, wahrscheinlich springt Nike da auch nur auf einen Zug auf, sie machen das aber wirklich super. Und die Tatsache, dass es nun solche Bilder gibt, ist unbezahlbar. Ah, eben nachgelesen, Nike macht wohl oft großartige Spots, ist nur an mir vorbei gegangen.

Auf dem Heimweg machte ich einen Abstecher zu der Tankstelle mit den Waschboxen und gönnte dem Rocky eine gründliche Reinigung. Ich hatte auch das Reinigungsspray dabei, das war bei der Kette sehr nötig. Zum Ausgleich muss ich nun meine Schuhe waschen, auf denen sich jetzt laute kleine schwarze Kettendreckflecken befinden.

Gelesen:

Von engel am 10.07.2019 23:00 • diary

Kein Training

Dienstag, Juli 09, 2019

Ich schlief erst mal schlecht und wachte etwa alle halbe Stunde auf, weil das Beim weh tat. Vermutlich jedes Mal, wenn ich mich bewegte. Ich hatte vergessen, die abendliche Ibu zu nehmen (der Plan ist, ab Montag täglich nur noch 2 Ibu zu nehmen, statt der 3, die ich seit der OP nehme, um das Zeug sehr langsam auszuphasen), fiel mir dann auf. Ich nahm mitten in der Nacht eine und konnte dann bis zum Weckerklingeln durchschlafen. Scheint, als brauche ich die Ibus noch.

Nach dem Frühstück machte ich mich voller Eifer an meine Übungen. So lange ich noch keinen ‘richtigen’ Sport machen kann, sind die sehr wichtig, hatte der S. gesagt. Das ging aber voll daneben, denn meine beiden Therabänder rissen beide gleich bei der ersten Belastung. Anscheinend können die Dinger zu alt werden?!

Ich radelte gemütlich ins Büro. Da war ich sehr allein, da die meisten wegen des MVV-Streiks von zuhause aus arbeiteten. Ich hatte keine Lust auf alleine Mittagessen und holte mir unten aus der Lounge einen Bagel und einen Mini-Granatsplitter. Beides sehr gut (vor allem der super-schokoladige Granatsplitter).

Am sehr frühen Nachmittag radelte ich dann rüber zur Physio-Praxis, wo ich meinen erste Lymphdrainage-Termin hatte. Beim B., der sich gut an mich erinnerte, weil er letztes Jahr ja versucht hatte, die Beinstreckung zu verbessern. An der Lymphdrainage selbst will ich nicht rummeckern (naja, doch, ein bisserl, ich hätte gern was unterm Knie liegen gehabt), aber der B. ist mir noch immer zu labrig. Der wird aber nicht mein endgültiger Therapeut, also war das relativ egal. Die C. lerne ich am Donnerstag kennen.

Was aber gut war, und das will ich nicht unter den Tisch fallen lassen, war dass mir der B. zeigte, wie ich die Narbe behandeln kann, damit das Gewebe unten drin weich bleibt und nicht verklebt. Das hat mir bislang noch keiner gezeigt oder gesagt und das fühlte sich gut an. Ob das aus dem momentan wulstigen roten Strich noch eine ‘schöne’ Narbe machen kann, muss sich zeigen. Ich massiere jetzt halt mal.

Am Nachmittag radelte ich zum Cinema und sah Spider-Man: Far from Home. In 3D. Gefiel mir sehr gut, auch wenn ich mit dem Generationenwechsel der Superhelden noch so ein paar Probleme habe. Vor dem Kino gab es Eis :-)

Beim Heimradeln war arg viel los, was sicherlich mit dem MVV-Streik zu hatte. Ich radle zur Zeit ja recht langsam, ob die Vorgabe ‘nicht übertreiben’ zu erfüllen. Das ist gerade wenn viel los ist, ein bisserl lästig, denn ich kann nicht hart antreten, um schnell zu überholen (ja, es gibt auch Leute, die noch langsamer fahren) und hänge deswegen öfter mal hinter wirklich, wirklich langsamen Radlern fest. Na, egal, bis Anfang August halte ich das auch noch aus.

Daheim noch ein wenig digitales Aufräumen mit Coolpack auf dem Bein (das physikalische Aufräumen müsste dringend auch erfolgen, aber ich hab ja eine gute Entschuldigung, das Bein braucht Ruhe), Recherche zu Reha-Training des Musculus vastus medialis obliquus, den ich ja unbedingt stärken soll, ohne Theraband (schwierig), dann SAN-Telko, dann Bett.

Von engel am 09.07.2019 23:00 • diary

Arbeitsbeginn

Montag, Juli 08, 2019

Ich schlief ausgezeichnet, was vor allem daran lag, dass es dem Bein wieder gut ging. Sehr gut sogar, denn nach dem Aufstehen fühlte es sich fast ‘normal’ an. Etwa so wie an einem moderat schlechten Tag vor der OP. Das soll heissen, ich merkte das Knie eigentlich nicht (so wie man seine Gelenke halt nicht merkt, die sind einfach da), bei blöden Schritten oder Belastungen meldete es sich aber deutlich.

Ich fing daheim mit der Arbeit an. Allzu weit kam ich allerdings nicht, dann musste ich zum Doc wegen der neuen Physio-Rezepte. Den Zeitpunkt erwischte ich perfekt, denn kaum war ich draußen, schüttete es wie aus Kübeln und ich kam reichlich nass in der Praxis an.

Diesmal musste ich wirklich lang warten, denn mein Doc war wieder allein und die Praxis war entsprechend voll. Er freute sich, dass es mir so gut ging und stellte mir neue Physio-Rezepte aus. Dann wollte er mich ohne Nachfrage weiter krank schreiben. Dass ich arbeiten gehen wollte, erfreute ihn, weil das ja ein weiteres Zeichen der Genesung ist und aus seiner Sicht bei meiner Tätigkeit nichts dagegen spricht. Und dann ermahnte er mich nochmal eindringlich, nicht zu übertreiben. Echt, was die alle haben! Ich werde bis zum 7.8. (das sind dann 3 Monate seit der OP) nur flaches Zeug machen und dann wirklich sehr vorsichtig anfangen, die Bergab-Muskeln wieder aufzubauen.

Ich radelte eilends ins Büro (natürlich ohne zu übertreiben, München ist flach und das Rocky ist schnell), kam aber doch zu spät, um mit den Kollegen zum Essen zu gehen. Stattdessen ging ich mit dem Kollegen, der die ‘Transition’ managt, zum Essen und bekam gleich mal den neuesten Stand und allerlei zu Abfindung und Vertrag erzählt. Das war interessant, denn am Donnerstag bekomme ich meinen Vertrag überreicht.

Ich weiß jetzt auch, dass ich bis zu meinem Exit-Termin nicht allein im Büro sitzen werde, das ist immerhin schon mal gut. Das hätte ich dann doch echt blöd gefunden.

Am Nachmittag machte ich mit der Physiopraxis alle Termine auf den neuen Rezepten aus (ich hatte bisher nur 2 ausgemacht). Ich bekomme nach 2 Ausweich-Therapeuten eine mir bisher unbekannte Therapeutin. Na, das ist auch OK, gelernt haben die ja alle was.

Ich wurschtelte mich durch den Mail-Berg (das Zeug zu Transition schob ich erst mal weg) und bearbeitete schon mal die einfacheren Dinge. Es wird aber noch eine Weile dauern, bis ich wirklich auf Stand bin.

Am späten Nachmittag radelte ich zum Cinema und sah The Secret Life of Pets 2. In 3D. Der lag zwar relativ weit unten auf meiner ‘will-ich-sehen’-List, aber er lief zu einem günstigen Zeitpunkt im Cinema. Da setze ich mich ja immer so hinter einen der Notsitze, dass ich auf dem zugeklappten Notzsitz die Beine hochlegen kann und das hoffte ich, würde dem Bein gut tun. Der Film war banal und nett :-)

Das Hochlegen tat dem Bein auch gut, aber ich konnte danach trotzdem nicht sehr gut laufen. Das Knie war einfach angestrengt, so ein Arbeitstag ist halt schon lang. Ich radelte bedächtig nach Hause und legte da ein Coolpack drauf, das tat gut. Während endlich mal wieder eine Rechner-Sicherung lief, machte ich den letzten Touren-Bericht (vom 1. Mai!) fertig und legte eine Art Inhaltsverzeichnis für die Knie-OP samt Reha an. Damit bin ich natürlich noch lang nicht fertig, aber nun ist ja nicht mehr jeder Tag ein Reha-Tag. Glaube ich. Ich ging früh schlafen.

Von engel am 08.07.2019 23:00 • diaryKnieOP

Knie-OP

Montag, Juli 08, 2019

Zusammenfassung der Einträge zur Knie-OP in chronologischer Reihenfolge. Zum einfachen Wiederfinden und zur besseren Übersicht, weil die Knie-OP Kategorie verkehrt herum sortiert ist.

Von engel am 08.07.2019 20:59 • diaryKnieOP

Der Feiertags-Mittwoch sollte strahlend schön werden. Nach dem Schlechtwettereinbruch hatte es nochmal heftig geschneit, wir entschieden uns deswegen für eine Mischung aus Bergsteigen und Skifahren: mit den Minis am Rucksack aufsteigen und dann halt runterfahren so weit es geht.

Wir parkten an der Wiedhagbahn und stiegen auf dem Wanderweg im Wald hinauf. Unten hatte es noch Schnee auf der Piste, im Wald war es nur feucht. Für die Querung der ersten Rinne mussten wir in den Wald ausweichen und ein Stück aufsteigen, weil sich ein Baum mit einer Lawine da ungeschickt quer gelegt hatte. Danach konnten wir problemlos bis zur nächsten Piste aufsteigen. Ab da war dann eine geschlossene Schneedecke.

Unten drunter war recht fester Altschnee, oben drauf lag eine Schicht Neuschnee, anfangs mit einem Harschdeckel oben drauf, später dann einfach nur weich. Die meiste Zeit ließ ich den besten Allgäuer von Allen spuren, weil Durchbrechen schlecht fürs Knie ist.

Kurz bevor wir den Grat erreichten, machten wir eine Pause und wurden vom einzigen Mitbesteiger dieses Tages dort überholt: ein Skitourengeher. Wir stapften, meistens im Schnee, am Grat jedoch auch immer wieder auf Fels, der Kühgrundspitze entgegen. Die beiden versicherten Steilstellen waren weniger problematisch, als ich befürchtet hatte, obwohl die Seile natürlich weitgehend unter dem Schnee lagen. Aber der Schnee war fest und hielt gut.

In meinem Kopf ist der Übergang von der Kühgrundspitze zum Iseler elendslang und vor dem Abstieg zwischen den Latschen zur Scharte hatte ich mich einigermaßen gegrault (ich hatte Angst vorm Einbrechen, sich so kurz vor der OP noch zu verletzten wäre schon ziemlich doof), aber das ist gar nicht so weit, wie ich dachte (wir kamen auf dem festen Schnee gut voran) und der Weg zwiscehn den Latschen war besser zu gehen als befürchtet.

Selbst den Aufstieg zum Iseler hatten wir schon deutlich anspruchsvoller erlebt, deswegen standen wir nach viel kürzerer Zeit als gedacht (nach einer guten Stunde) am Iseler und machten da die zweite Pause.

Dann wurde es lustig :-)

Wir marschierten erst mal vor bis zur Abzweigung mit dem Bänkle und legten dort die Minis an. Ich die Neuen, die ich schon am Hahnenköpfle getestet hatte, der Ralle die alten, denn wir hatten inzwischen zwar 50€ Nachlass mit Selbstreparatur ausgehandelt (der Kontakt mit dem Verkäufer war prima, er versuchte alles, eine Alternative aufzutreiben und gab uns dann den Nachlass), aber der beste Allgäuer von Allen war noch nicht dazu gekommen, die Reparatur tatsächlich durchzuführen.

Inzwischen war der Neuschnee schon total aufgeweicht, aber er hielt gut auf dem komakten Altschnee und wir konnten wirklich gut abfahren. Oben im recht steilen freien Gelände blieben wir noch gelegentlich an alten Spuren hängen, unten auf der Piste, konnten wir super fahren. Leider verdeckte der Neuschnee auch die Stellen, wo die Piste schon abgetaut war und so fuhr ich einmal über dreck udn Steind und fuhr mir direkt den ersten Kratzer in die netten neuen Minis. Meh! Aber mei, das ist das Schicksal von Tourenskiern, egal welcher Ausprägung.

Wir konnten mit einmal Abschnallen fast bis zum Auto abfahren :-)

Unten kehren wir dann noch in der Seilbahngaststätte ein un gönnten uns - Überraschung ;-) - Kaffee und Kuchen. Beides war sehr gut.

Tolle letzte Tour vor der Knie-OP!


Start am Oberjoch


Anstieg im Wald


Ausweich-Abstieg in die erste Rinne


Eingeschneite Frühlingsblumen


Steile Querung der zweiten Rinne


Sonne :-)


Anstieg zur Kühgrundspitze


Zwischendurch ist der Grat durchaus anspruchsvoll


Der Gipfel ist in Sicht


Kühgrundspitze


Weiterweg zum Iseler


Kurz vor der Scharte, den Iseler im Blick


Steilanstieg zum Iseler


Der zweite Gipfel :-)


Start zum Abfahren


Oben muss man erst mal Queren ...


.... dann wird die Abfahrt echt nett.


Die neuen Minis machen sich gut :-)


Auf den allerletzten Metern


Verdiente Belohnung :-)

Von engel am 08.07.2019 20:53 • diaryoutdoorbergski

Orga-Kram

Sonntag, Juli 07, 2019

Ich schlief nicht allzu gut. Bei jeder Bewegung schmerzte das Bein und ich wachte auf. In der Früh konnte ich die Treppe aber ganz gut runter laufen und das Bein war weder besonders heiss noch besonders geschwollen. Es war aber ziemlich empfindlich.

Ich verbrachte den Vormittag mit dem Notebook auf dem Sofa und erledigte Orga-Kram. Das musste unbedingt noch fertig werden, bevor ich nächsten Freitag das Notebook einschicken würde, denn auf dem Mini-Notebook - mit dem ich wohl die nächsten 4 Wochen zurecht kommen muss - ist ja keine wichtige Software drauf. Die Geburtstaghörbücher für’s Schwesterle bereite ich auch gleich vor, denn auf die habe ich dann auch keinen vernünftigen Zugriff mehr.

Am Nachmittag packte ich für München. Das ‘Lotterleben’ würde ein Ende haben, denn ich wollte ab Montag wieder arbeiten. Nicht mal so sehr wegen der Arbeit (weil, das interessiert ja eh keinen, was ich da mache), als wegen der neuen Physio-Termine und weil ich so langsam wieder ein geregeltes Leben haben will.

In München kann ich so viel radeln wie ich will, da ist eh alles flach (Jaja, der Giesinger Berg und das Isarufer, aber was ist das schon?) und da radel ich, um irgendwo hin zu kommen. Daheim langweilen mich die Strecken an der Iller langsam, weil ich die jetzt schon kenne. Natürlich sind die trotzdem schöner, aber der Zweck des Radelns ist unter der Woche halt ein anderer und das macht den Unterschied.

Am Nachmittag erreichte uns ein Hilferuf der besten Eltern, die einen Handwerker benötigten, um einer widerspenstigen Lampe eine neue Birne zu verpassen. Das war ganz praktisch, denn da konnten wir den Orga-Kram gleich abgeben und Schwesterles Festplatte deponieren und die guten Taten der Woche erledigen ;-)

Nach dem Abendessen schlief ich auf dem Sofa ein und war dafür dann, als wir wirklich ins Bett gingen, wieder wach. Getreu dem Grundsatz, dass man Schlafzeit nicht verschwenden darf, stand ich nach einer knappen halben Stunde halt wieder auf und fuhr nach München. Das war ereignislos und danach war ich dann auch müde genug, umgehend einzuschlafen.

Von engel am 07.07.2019 23:00 • diaryKnieOP
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