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Faulitag

Dienstag, Mai 04, 2021

Am Montag hatte ich auf dem Rückweg von der Skitour schon vor, am Dienstag noch mal zum Iseler oder wenigstens zur Gipfelstation zu laufen. Allzu lang geht das ja nicht mehr und noch liegt laut Webcam da viel Schnee. Der Tag fing auch strahlend schön an und ich freute mich drauf. Aber erst stand Frühstück und Arbeit auf dem Programm.

Währenddessen zog es draußen zu und die Lust auf Skitour schwand mit der Sonne (zumal ich inzwischen an jedem Fuß eine Druckstelle habe). OK, keine Skitour. Ich nahm mir zur Abwechslung mal wieder den Blender vor und arbeitete erst noch ein bisserl weiter. Draußen wurde es windig und meine Lust auf Rausgehen schwand quasi sekündlich.

Ich beschloss einen weiteren Pausetag (eigentlich beschloss ich erst Daheimsport, aber dazu habe ich ja quasi nie wirklich Lust und das fiel dann auch flach) und dafür allerlei nervige Haushaltsarbeit, die ich seit ein paar Tagen vor mir herschiebe, zu machen. Damit und einer weiteren Lektion war ich dann den restlichen Tag über abwechselnd beschäftigt.

Von engel am 04.05.2021 23:00 • diary

Diversity?

Sonntag, Mai 02, 2021

Der Freitag begann mit einer nicht so guten Nachricht: Die Firma, bei der ich mich vorgestellt hatte, mag mich nun doch nicht einstellen. Ich hatte das ja schon befürchtet, weil der Chef eher so mittelbegeistert wirkte. Ich bekam die Nachricht aber nicht per Mail, sondern der CTO, der mein potenzieller Boss gewesen wäre, rief tatsächlich persönlich an. Wir sprachen kurz drüber, warum ich nicht eingestellt werden würde (einerseits meine Gehaltsvorstellung - wobei ich da inzwischen ja schon bereit bin, deutlich runter zu gehen - und auch weil ich nach deren Meinung halt nicht so wirklich ins gesuchte Schema passe - was ich übrigens nicht finde).

Im Gespräch, wo er mir auch noch mal sagte, dass er mich wirklich gern eingestellt hätte, fiel ihm dann ein, dass er vielleicht doch eine Stelle für mich hätte, da müsse er aber erst mit ein paar Leuten reden. Die Stelle, die er sich meinem Gefühl nach da erst mehr oder weniger ausdachte, würde mir auch taugen. Und ja, auch für etwas weniger Gehalt. Wir verblieben so, dass er sich im Lauf der nächsten Woche noch mal melden wird. Das ist jetzt echt mal was Neues, dass sich jemand quasi eine Stelle für mich ausdenkt. Beinahe jedenfalls, die Notwendigkeit dafür wird schon irgendwie vorhanden gewesen sein.

Beim Nachdenken darüber, warum der CTO mich so gern einstellen möchte, bin ich im Nachhinein auf ‘Diversity’ gekommen. Die Firma ist amerikanisch geprägt, die eigentliche Leitung sitzt in den USA und vor Ort in den Büros, da waren nur Männer und männliche Namen auf den Schildern an den Büros. Zumindest so weit ich das gesehen habe. Der einzige Frauenname, der mir aufgefallen ist, war der am Sekretariat. Ich könnte mir gut vorstellen, dass bei einer amerikanischen Firma eines der Ziele ist, diverser zu werden und hier geht das wohl am einfachsten, indem man eine Frau ins Team bringt.

Ich harre jetzt jedenfalls gespannt der weiteren Entwicklung und frage mich jetzt sehr, ob ich das bei einem eventuellen Nach-Interview (neuer Job, neue Kollegen, neues Interview) ansprechen soll. Unterdessen überlege ich auch, ob ich dort, wo ich mich englisch beworben habe, mal nachhaken soll. Die wären nämlich auch interessant, glaube ich, und da könnte ich hinradeln.

Wegen des unerwarteten Telefonats kam ich dann etwas spät los und stand dann - das ist in der gesamten Pandemie bisher noch nie passiert - auf dem Parkplatz meines Lieblings-Aldi und da war eine Schlange vor dem Eingang! Hallo? Also nee, da brauche ich dann auch nicht rein, dann kaufe ich manches halt erst nächste Woche. Ich wich auf ‘meinen’ Edeka aus und da war alles wie immer und völlig problemlos.

Samstag und Sonntag steckte ich in Lernen und den Versuch, die Karte auf meinem Navi altersangemessen (seufz, ich seh auf die Nähe nix mehr ohne Brille) anzupassen. Ich will Höhenlinien sehen können und das geht mit den neuen TYP-Files der openMTBmap quasi nicht mehr. Nicht auf meinem GPS jedenfalls. Das erforderte erst mal Recherche (die Informationen dazu, wie TYP-Files aufgebaut sind, sind echt gut versteckt) und dann seeeehr langwieriges Ausprobieren, Neukompilieren und auf-die-Navi-Karte-kopieren. Vor allem Letzteres ist echt lahm. So ganz zufrieden war ich dann noch nicht, aber es war immerhin schon mal besser.

Während der Aktion stellte ich dann erst fest, dass ich wohl die microSD mit der Karte irgendwann verschmissen habe (seitdem ich die Höhenlinien nicht mehr sehe, schau ich selten aufs Navi, schon gar nicht, wenn wir eh nur in bekanntem Gebiet unterwegs sind) und musste eine neue suchen und dann fiel auch noch die blöde Kartenklammer ab und spickte beim Einbau so blöd weg, dass ich sie erst am Sonntag zufällig ganz woanders, als ich gesucht hatte, wiederfand (zwischenzeitlich nahm ich die Kartenklammer aus dem Uralt-GPS, das ich eh nicht mehr verwende).

Sonntag fuhr ich mittags rum zum Tanken, weil ich für Montag tolle Pläne hatte und wollte da eigentlich fürs Mittagessen noch schnell Semmeln oder Brezeln mitnehmen. 2 Bäckereien waren bis aufs letzte Stück Brot (es gab nur noch Kuchen) ausverkauft. Was war denn das? Aufziehender Weltuntergang? Ich bekam die letzten beiden Croissants, immerhin.

Von engel am 02.05.2021 23:00 • diary

Lernen

Donnerstag, April 29, 2021

Für den Donnerstag war ursprünglich durchgehend Regen angesagt, aber wenn es tatsächlich mal geregnet hat, ist das an mir vorbei gegangen. Ich war einmal zum Einkaufen draußen (5 Tröpfchen oder so) und habe den Tag sonst am Computer verbracht, unterbrochen von gelegentlichem Kaffee-Holen, Mittagessen und den häuslichen Kleinigkeiten, die halt so anfallen. Den ersten Satz Skistiefel-Innenschuhe waschen, beispielsweise (ja, die Saison geht so langsam doch vorbei).

Ich war aber auch gut beschäftigt, denn mein aktuelles Thema (Artifical Intelligence, Machine Learning, Data Science) ist ausgesprochen interessant und fesselnd. Ich hatte ja mal mit dem freien Online-Kurs ‘Elements of AI’ einer finnischen Uni (Helsinki oder Jyväskylä - letztere klingt aber viel netter ;-)) angefangen und dann irgendwie wieder aus den Augen verloren und habe mir das jetzt wieder hergesucht (aber noch nicht weiter gemacht).

Ich habe netterweise noch immer die Zugänge zu den Lernplattformen und so langsam wird das fast ein Problem, denn ich wollte eigentlich allerlei Dinge tun, wenn ich die Zugänge nicht mehr habe (Rust lernen, Haskell anschauen, den AI-Kurs machen, die Hörbuchverwaltung refakturieren und mit einer Oberfläche aufpolieren, Zeugs halt - den GPS-Editor müsste man auch mal fertig machen, aber dazu habe ich am wenigsten Lust, deswegen bleibt der halt so halbfertig wie er ist, für meine Zwecke reicht das im Moment), und das verschiebt sich jetzt immer weiter, weil ich noch immer denke, ich muss die Plattformen nutzen, solange es geht.

Inzwischen habe ich den Verdacht, ich werde die Zugänge so lang haben, wie ich sie nutze, denn die alte Firma schaut vermutlich einfach die Nutzer-Statistiken an und entzieht nur den Leuten die Lizenz, die das Zeug brach liegen lassen. Schwierig wird es vermutlich dann, wenn man mal wieder einfach allen die Lizenzen entzieht und schaut, wer schreit. Das kann ich dann halt nicht.

Na, egal, noch hab ich alles und das regnerische Wochenende kann kommen ;-)

Von engel am 29.04.2021 23:00 • diary

Vor Ort

Dienstag, April 27, 2021

Am Vormittag erledigte ich erst mal aufgelaufenen Kram (Job-Mails im Wesentlichen) und ging dann Einkaufen. Jetzt, wo es wieder frisches Obst gibt, mag ich auch welches haben. Die Erdbeeren waren gerade aus, aber es gab Him- und Heidelbeeren :-)

Die S. schickte gegen Mittag ein Bild mit einem auseinandergebauten LVS, die ist jetzt fertig mit Ski und Schnee. Das ist ein bisserl schade, aber ich kann das ja auch wie vorher (und zwischendurch) allein machen ;-)

Den Anfang vom Nachmittag lernte ich noch ein wenig und bereitete mich dann auf das Vor-Ort-Interview in Kaufbeuren vor. Am schwierigsten dabei: Was zieht man da an? Ich war ja seit Jahren kaum irgendwo und wenn, dann bei Kunden, die mich eh bloß in den Server-Raum geschickt haben und wohl kaum modische Erwartung an Software-Entwickler hatten. Und wohlfühlen wollte ich mich ja auch.

Es wurde dann eine Jeans, ein weisses Hemd (Keine Bluse, die, die ich habe, hat erstaunlicherweise einen Ausschnitt bis zum Bauchnabel, warum habe ich die???) und eine dunkle Jacke. Nix Outdooriges! Ach, doch die Schuhe: Terrex in moderatem Schwarz.

Der Weg nach Kaufbeuren ist eigentlich nicht lang, aber ein bisserl nervig, weil es da erstaunlich viel Verkehr hat, obwohl das Interview für eher Abend (17:00h) angesetzt war. Sonst bin da ja immer um halb 5 in der Früh gefahren und da hat es natürlich kaum LKW. Egal, ich kam zügig und in der veranschlagten Zeit hin. Deswegen war ich dann auch eine Viertelstunde zu früh und wartete halt erst mal im Auto. Zu früh ist auch unpünktlich.

Das Interview war dann erst mal sehr spannend und anregend, denn die Firma macht echt cooles Zeug mit ordentlichem Wow-Effekt. Ich war angemessen beeindruckt, was sicherlich (unter anderem zumindest) auch Sinn der Demo gewesen war. Danach lernte ich wichtige Mitarbeiter kennen und wir sprachen über mich und über den Job. Das Thema ist fremd und ziemlich komplex, sodass ich noch immer keine wirkliche Vorstellung davon habe, wie der Job am Ende aussehen wird. Aber das würde interessant und herausfordernd und da kann ich mich sehr gut sehen. Meine vielen durcheinanderen Kenntnisse würden da aber ganz gut reinpassen und einen Software-Entwicklungs-Hintergrund braucht man auch. Mein potenziell zukünftiger Boss scheint mich haben zu wollen, der potenziell zukünftige Kollege schien zumindest keine Haare in der Suppe zu finden, nur der Chef schien eher unentschlossen. Man wolle sich ‘zeitnah’ melden. Ich harre sehr gespannt der Dinge.

Am Abend war ich dann erstaunlich platt, so besonders anstrengend war mir das gar nicht vorgekommen. Vielleicht lag es ja an der ungewohnten Interaktion mit so vielen Menschen, das ist man ja kaum mehr gewöhnt.

Von engel am 27.04.2021 23:00 • diary

Pausetag

Montag, April 26, 2021

Die Nacht war nicht gut. Ich erwachte mitten in der Nacht mit Bauchweh und brauchte eine lange Weile (mit Aufstehen, Wasser trinken und Lesen), bis das wieder halbwegs besser war und ich wieder schlafen konnte. In der Früh war ich einigermaßen gerädert und so richtig gut ging es mir immer noch nicht.

Am Wochenende hatte ich mir für den Montag nochmal einen Sprint auf den Iseler vorgenommen, weil der Schnee ja bald weg ist und das schöne Wetter auch nicht mehr lang anhalten soll. So machte das keinen Sinn. Außerdem waren meine Beine (Füße, Knöchel, Knie) noch ein wenig vom Wochenende mitgenommen (die war schon anstrengend, die Samstagstour).

Pausetag also, unterbrochen von einem Radl-Ausflug zum Orthopädieshop und zum Einkaufen, wo der Wind trotz Sonne und okayen Temperaturen erstaunlich kühl war. Im Lauf des Vormittags wurde dann mein Bauch wieder gut und ich konnte den restlichen Tag ungestört mit Lernen verbringen, das Thema ist grad sehr spannend. Zum Essen gab es Reste vom Wochenende, eine Mango und Erdbeeren.

Von engel am 26.04.2021 23:00 • diary

Frühling galore

Sonntag, April 25, 2021

Prima Wochenende mit Frühling noch und nöcher. Am Freitag gab es Frühling auf der Terrasse mit viel Sonne und den ersten Pfannkuchen des Jahres (leider mit technischen Problemen, weil der Einstellknopf der Kochplatte abgefallen ist, was die Temperaturregelung ein wenig herausfordernd machte).

Dann am Samstag Frühling mit viel (und am Ende seeeehr weichem) Schnee und am Sonntag dann Frühling mit Sonne und im-Gras-liegen und nochmal Pfannkuchen auf der Terrasse (mit frisch repariertem Temperaturregler und viel Grand Marnier).

Hach, sehr nett. Trotz weher Füße und lahmer Beine am Ende ;-)

Von engel am 25.04.2021 23:00 • diary

Interview

Donnerstag, April 22, 2021

Ich verbrachte den Vormittag mit der Vorbereitung des Interviews. Nicht nur, natürlich, aber vorwiegend und immer wieder. Das Interview mit meinem potenziell zukünftigen Boss (HR war nicht dabei) war dann ausgesprochen interessant, der Job scheint es auch zu sein. Den einen und den anderen klitzekleinen Meh-Punkt gibt es zwar, aber der Rest scheint wirklich zu passen. Ich bekam versprochen, dass man sich bald mit einem Besuchs-Termin (so richtig in echt und vor Ort) melden würde.

Danach war ich erst mal komplett wuschig (irgendwie wird das von Mal zu Mal anstrengender, scheint mir, ich habe vielleicht zu lange mit niemandem mehr zu tun gehabt - naja, und diesen Job will ich schon sehr haben). Ich erledigte erst mal ein wenig Hausarbeit zum Ablenken, machte mir ein schnelles Mittagessen und ging Einkaufen. Dann war mein Kopf wieder so weit in Ordnung, dass ich mich mal wieder gründlich mit Lernen beschäftigen konnte. Ich hab da mal wieder ein interessantes Thema am Start, es gibt so viele :-)

Noch an diesem Abend kam dann tatsächlich eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch. Yay! Das heißt natürlich noch nichts, denn die wirklich technischen Themen zum Job haben wir noch gar nicht besprochen, aber ich hoffe schon, dass das ein gutes Zeichen ist.

Von engel am 22.04.2021 23:00 • diary

Daheim-Wochenende

Sonntag, April 18, 2021

Das gesamte Wochenende war gemütlich (wobei, das sage nur ich, der beste Allgäuer hat ein paar seiner Kruscht-Depots aufgeräumt und war arg unzufrieden über so viel Arbeit und so wenig sichtbares Ergebnis :-)), auch wenn wir allerlei notwendiges Haushaltszeug erledigt haben, das erst wegen Urlaub und dann wegen meiner aktiven Woche (München plus 2 Skitouren!) ständig verschoben wurde.

Zu einem festlichen Anlass gab es ‘Gasthausessen’: Cordon Bleu (aus der Pfanne) mit Pommes (aus der Heißluftfritteuse) und Beinahe-Crème-Brûlée (weil Vanillepudding), bei der sich die Karamellschicht im Kühlschrank leider erst mal auflöste. Hätte man sich denken können, wenn man frisch karamellisierten Zucker noch warm in den Kühlschrank stellt ;-) Der Besuch ging etwas nervös schon um 9 wieder, obwohl am Samstag noch bis 10 erlaubt war.

Sonntag holte ich einige Lektionen der letzten Woche nach. Das war sehr spannend :-) Der beste Allgäuer hatte eigene Projekte zu erledigen.

Nachtrag:
Fast vergessen, beim Aufräumen wurden Schätze gefunden ;-)

Von engel am 18.04.2021 23:00 • diary

Heimfahren

Dienstag, April 13, 2021

Die Nacht war ziemlich schlecht, ich wachte gefühlt jede Stunde einmal auf und dann war mir gegen Mitternacht auch noch übel. Ich stand auf, las etwas im Internet herum und trank Wasser, bis es besser wurde und ging dann wieder ins Bett. In der Früh war ich dann entsprechend gerädert.

Am frühen Vormittag radelte ich im leichten Schneeregen zur Coach, der ich am Abend noch den Entwurf meiner englischen Bewerbung geschickt hatte. Sie hatte ein paar kleine Anmerkungen und fand den Rest gut :-) Danach unterhielten wir uns noch ein wenig über Zertifizierungen und Qualifizierungen und wie ich wohl weiter machen werde, wenn das mit dem Job im Allgäu nicht klappt. Tja, dann halt wieder München, hilft ja nix.

Auf dem Rückweg war es von oben trocken, das Rocky wurde aber natürlich trotzdem total dreckig. Gut, dass auf dem Kangoo Schnee liegen geblieben war. Ich wischte vor dem Einladen den gröbsten Dreck vom Rad, aber so richtig viel half das natürlich nicht :/ Danach war schon Zeit für meinen Doc-Termin.

Ich musste eine knappe halbe Stunde warten und da ging es vorn bei den Arzthelferinnen total rund. Die waren andauernd damit beschäftigt, Leuten am Telefon Dinge zur Corona-Impfung zu erklären (Meistens: Nein, Sie sind noch nicht dran, sie sind zu jung!). Einmal rief jemand an, der eine Impfung für seine Frau, 51, wollte. Auch dem wurde erklärt, dass sie zu jung sei und noch nicht dran sei. Daraufhin erklärte er wohl länglich, dass das aber total wichtig sei, denn ohne Impfung könnten sie nicht in den Urlaub fahren. Die beiden Arzthelferinnen regten sich danach gemeinsam kurz gepflegt auf (am Telefon war die Arzthelferin aber noch freundlich geblieben). Echt, manche Leute! Meine Besprechung dauerte dann nicht mal 5 Minuten: alles prima, alle Werte passen.

Vor dem Heimfahren trank ich noch einen Kaffee, aber das half nur eher so mittel, ich war trotzdem ziemlich müde beim Heimfahren. Kurz vor Daheim kam ich in einen fürchterlichen Schneeschauer und da wurde der eigentlich bis dahin schön saubere Kangoo dann doch dreckig, weil der ganze Salzdreck von der Straße aufgewirbelt wurde. Pfff!

Daheim ging ich den englischen Lebenslauf und das Anschreiben nochmal durch und arbeitete die Vorschläge der Coach ein. Dann ließ ich das Ganze bis zum Abend liegen und schickte alles nach nochmal Durchlesen los. Jetzt sind immerhin wieder 2 Eisen im Feuer, wobei ich bei dem ersten Eisen die Hoffnung schon fast aufgegeben habe ...

Von engel am 13.04.2021 23:00 • diary

München mal wieder

Montag, April 12, 2021

Ich war schon Sonntag Abend nach München gefahren, weil ich um 8:15h in der Früh nüchtern beim Doc zur Blutabnahme auftauchen sollte. Dazu um 4 aufstehen ist ja nicht mehr nötig, seitdem ich die ganze Zeit daheim bin. Das war nach einem netten Tag in den Bergen und mit Schnee einigermaßen anstrengend und ich schlief danach auch im Münchner Bettchen gut. Es gab keine Brieffluten (die Miete kommt anscheinend jetzt korrekt an ;-)) und es roch auch nicht nach Rauch. Yay!

Beim Doc durfte ich gleich ins Ultraschallzimmer (Schilddrüsenkontrolle, alles wie gehabt) und bekam dann neben der Blutabnahme auch endlich die erste Zeckenschutzimpfung. Das will ich seit Jahren machen, hatte es aber immer vergessen, da ist es doch voll logisch, die Impfung dann anzufangen, wenn die Koordination der Impftermine (Zweitimpfung nach 6 Wochen, Drittimpfung nach 6 Monaten) etwas komplizierter wird. Einfach, das kann ich ;-)

Danach kaufte ich Frühstück, kam aber nicht dazu, etwas zu essen, weil ich dann schon den Termin beim Lieblings-Orthopäden hatte. Der freute sich mit mir, dass es meinem Knie so gut geht und brauchte dann, als ich erwähnte, dass ich Corona erwischt hatte, eine kleine Therapiestunde bei mir (seine Worte). Er kam nach den ersten Sätzen über inzwischen 30 seiner Patienten, die an Corona verstorben sind (darunter auch 3 Junge und Fälle, die Long Covid haben) in Fahrt und regte sich über ignorante Nachbarn und (jetzt) ehemalige Freunde und alles Mögliche in dem Zusammenhang auf. Ich kam kaum zu Wort, aber es war ungemein interessant. Und irgendwie war das wohl nötig gewesen, er meinte, er fühle sich jetzt echt erleichtert und bedankte sich sogar. Ich sag ja: Lieblings-Doc :-)

Mit dem Ex-Kollegen hatte ich erst ein Treffen für Montag Nachmittag ausgemacht, das dann aber doch wieder verschoben, weil das Wetter so gruselig werden sollte. Kaffee ToGo und ein Spaziergang irgendwo wäre ausgesprochen unangenehm geworden. Das Wetter war dann auch tatsächlich sehr gruselig, es schneeregnete heftig. Ich kam patschnass und frierend vom Doc zurück (Regenkleidung wäre schlau gewesen), aber nach einem ausführlichen Frühstück am frühen Nachmittag war dann alles wieder gut.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Lernen. Dann übersetzte ich meinen Lebenslauf auf Englisch und schrieb eine englische Bewerbung. Für einen Job im Allgäu, aber wenn die Stellenanzeige englisch ist und gutes Englisch gefordert wird, dann hat das ja Gründe. Das Anschreiben auf Englisch fiel mir übrigens leichter als das erste Anschreiben auf Deutsch. Verdrehte Welt.

Abends schaute ich die erste Folge von ‘Motherland’, weil mir da die Vorschau gut gefallen hatte. Hmm. Geht so, aber vielleicht muss das ja auch erst Fahrt aufnehmen.

Von engel am 12.04.2021 23:00 • diary
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