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Elternbesuch

Montag, Juni 24, 2019

Ich fuhr wieder mit dem Auto zur Therapie (davor standradelte ich kurz, um das Knie aktiv zu bekommen). Einerseits weil es früh genug war, um einen Parkplatz zu bekommen und andererseits, weil ich danach noch was vor hatte und ich das Knie ja nicht allzu sehr anstrengen soll.

An diesem Morgen betrieb S. ‘Mobbing’. So nannte er die Mobilisierung des Unterschenkels gegen den Oberschenkel. Danach ging die Beugung tatsächlich besser (vor allem weil das Zwicken an der Knie-Innenseite verschwand), die Streckung eher nicht so.

Die Erklärung für dise Art Mobilisierung war, dass aktuell, vor allem wegen der verschwundenen Muskulatur, der Unterschenkel zu weit vorn steht und so eine saubere Bewegung des Unterschenkels gegen den Oberschenkel erschwert ist. Deswegen sei es so wichtig, den Muskel an der Oberschenkelrückseite zu trainieren, denn der sorgt dafür (zusammen mit dem Quadrizeps vorn ), dass die beiden Beinabschnitte korrekt zueinander stehen.

Die anschliessende Lymphdrainage war dann bei einer anderen Therapeutin. Schade. Nicht weil die schlecht gewesen wäre sondern weil der S. halt so nett und gut ist und wir uns gut unterhalten. Finde ich jedenfalls. Auch diese Therapeutin legte mir Retterspitz-Umschläge nahe, also kaufte ich dann doch welchen.

Danach besuchte ich die frisch aus Südfrankreich zurück gekehrten Eltern. Wir tranken Kaffee mit frischen Brezeln auf dem Balkon und unterhielten uns. Über das Bein natürlich und über den ganzen Rest, der halt so los war.

Schwimmen hatte ich kurz angedacht, liess das dann aber doch bleiben, denn für ein leeres Becken war es inzwischen zu spät, weil das Wetter so großartig war. Ich fuhr stattdessen heim, erledigte ein paar Haushaltsdinge (naja, mehr oder weniger, Tech Support halt) und legte mich dann auf einer Liege in den Schatten zum Lesen. Dazu gab es Kirschen :-)

Am frühen Nachmittag machte ich mich dann auf eine weitere meiner rausgesuchten flachen Radl-Runden. Gleich am Anfang meiner Runde traf ich am Staßenrand auf ein Vögelchen, das vermutlich aus dem Nest gefallen war. Armer kleiner Kerl. Die Handykamera ist allerdings halt eine Handykamera und Zoomen ist genauso katastrophal wie beim alten Handy.

Der Rest der Runde verlief zunächst weitgehend in der Sonne (wo ich den leichten Wind sehr genoss) und dann wie üblich an der Iller zurück nach Hause. Ich bekam ein paar neue Mückenstiche. Das waren insgesamt 18 Kilometer mit wenig Steigung, für die ich etwa 1 1/2 Stunden brauchte. Bis auf eine Stelle, wo es hinter einem Bach kurz steiler hinauf ging, fiel mir alles leicht und ich konnte schön rund radeln. Das müsste also OK gewesen sein.

Als der beste Allgäuer heim kam, tranken wir Eiskaffee im Schatten, dann radelte er zum Eschacher Weiher und ich fuhr wieder mit dem Auto hoch und stakste mit Krücken runter. Ich achtete sehr auf ordentliches Laufen. Das ging besser als beim letzten Mal :-)

Ich ging dann gleich ins Wasser und schwamm. Mehr oder weniger jedenfalls. Im See mag ich nicht kraulen und brustschwimmen geht nur solala. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich mit absichtlichere Schere beim Beinschlag tatsächlich sowas wie Schwimmen hinbekomme, auch wenn ich mich da echt konzentrieren muss.

Am Abend versuchte ich mich dann an einem Retterspitz-Umschlag. In der Apotheke hatte es leider kein Tücherset mit Klettverschluß gegeben, deswegen nahm ich ein Mikrofasertuch für den Retterspitz und ein Geschirrtuch oben drüber und befestigte das Ganze mit Reepschnur. Bei dem Aufbau ist aber noch Luft nach oben, auch wenn das halbwegs gut hielt. Über Nacht, wie die Therapeutin vorgeschlagen hatte, ließ ich das aber nicht dran. Wenn ich einen besseren Aufbau habe vielleicht.


Irgendwo im einsamen Hinterland

Von engel am 24.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoormtb

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