Ich bin wirklich nicht anspruchsvoll und bin meist geneigt alle möglichen mildernden Umstände zu vermuten, wenn irgendwas nicht so läuft wie es soll, aber dieser (für uns) neue Sportshop, bei dem wir am Wochenende etwas bestellt haben, der geht mir so langsam auf die Nerven. Gutes Sortiment und passende Preise hin oder her.
Natürlich ist es erst mal mein Fehler, dass ich mich bei der Kreditkartennummer wohl vertippt habe. Die Mail, die um Aufklärung bat, war auch sehr nett und freundlich. Man bat, die korrekte Nummer zu mailen oder telefonisch durchzugeben. Ich werd eine Kreditkartennummer mailen, so weit kommt’s noch. Telefon also.
Die ersten 3 Anrufe waren wahrscheinlich vor Geschäftsbeginn. Ich vernahm, dass alle Mitarbeiter gerade beschäftigt seien, ich möge warten, hörte 3 Takte Wartemusik und hing dann im Nirvana. Nix. Eine kleine Mitteilung, dass man zwischen so und soviel Uhr anrufen möge, wäre hilfreich gewesen.
Ich dachte mir das dann und rief um 10 Uhr an. Ich landete im Ladengeschäft. Ein freundlich junger Mann meinte, hinten sei wohl noch niemand. Er gab mir eine Durchwahl und empfahl, es später nochmal zu versuchen. Tat ich. Ich landete wieder im Laden. Noch später dann mal wieder in der Warteschleife. Diesmal länger. Dann flog ich unvermutet raus.
Das Ganze 3 Mal, dann hatte ich genug. Ich bat per Mail um Rückruf. Das war so gegen Dreiviertel Elf. Seitdem Funkstille. Was bin ich froh, dass ich meine Kreditkartennummer da nicht hingemailt habe, wer weiss wo die gelandet wäre!
Eben ein erneuter Versuch. Alle Durchwahlen sind besetzt. Nix Warteschleife mit Dudelmusik, besetzt.
Also wirklich, Ossi Praxenthaler, kundenfreundlich ist anders. Ich hab mir wirklich Mühe gegeben, aber so kommen wir nicht ins Geschäft. Outdoor-Hardware verkaufen auch andere.
Ich erwähne jetzt auch nur am Rande, dass wir gerne neue glänzende scharfe (und meist teure) Dinge kaufen. Die Kohle geht dann halt woanders hin ...
Nachtrag:
Man muss wohl bloss mal mit dem Universum und der Welt hadern und schon flutscht die Sache. Der Shop hat sich gemeldet, sich vielmals entschuldigt und nun wird die Ware versandt. Lesen die hier mit?
Nach der schönen Bergsteigerei am Dienstag sollten am Mittwoch mal wieder die Bikes zu Ehren kommen. Der zu erwartenden Nässe wegen sollte es hauptsächlich über Almwege und Forststrassen gehen. Ich musste nicht lang überlegen: Wallraffweg und Oytal, der Aussicht wegen :-)

Auch Montag Abend behaupteten die Wetterfrösche beharrlich, dass es am Dienstag schön werden würde. Draussen vorm Fenster regnete es aber ungestört weiter. Voller Optimismus glaubten wir an Wetterbesserung und packten die Rucksäcke.

Und tatsächlich, in der Früh schien Sonne zwischen den Wolken durch und der Regen hatte aufgehört. Um 9 stellten wir den Audi am Vilsalpsee ab und stiegen über feuchte Wiesen und durch nasses Gras an der Rossalpe (an der tatsächliche Rösser rumstanden und weideten) vorbei zum Gaishorn empor. Mit Fivefingers natürlich :-)

Alles in Allem bin ich mit dem verregneten Urlaub bisher sehr zufrieden. Neben 2 wunderschönen Touren an den beiden wunderschönen Tagen (gestern und vorgestern, geniale Bilder und Berichte werden nachgereicht) haben wir das Haus in Ordnung gebracht, haufenweise Zeugs eingekauft, das wir schon immer haben wollten (Bergsteiger-Hardware, hauptsächlich), lauter neue Gerichte gekocht, für die man sonst nie Zeit hat, den nächsten aufregenden Urlaub ausgesucht und gebucht und das längst fällige neue Auto gekauft.
Womit sich mal wieder bestätigt hätte, dass ein verregneter Urlaub teurer ist als einer mit schönem Wetter ;-) 2 Tage haben wir noch, mit denen wir irgendwas anstellen könnten, der Rest ist bereits verplant. Am Samstag wäre eigentlich Grillen mit den Südfranzosen geplant, nach den momentanen Wetteraussichten könnte sich dort tatsächlich eine Regenlücke ergeben :-) Ich plane aber vorsichtshalber auch ein Ausweichessen für drinnen.
Den Sonntagsausflug mit den Neffen wird es uns vorraussichtlich verregnen. Das ist ein bisserl schade, aber wir schaffen es bestimmt auch so, ein interessantes Regenprogramm auf die Beine zu stellen. Irgendwas mit Wasser am besten, dann fällt das Wasser von nicht so auf ...
Uns kann man planen lassen: Kaum haben wir Urlaub - den ersten längeren dieses Jahres, eine ganze Woche - fällt eine Kaltfront in Europa ein und sintflutartiger Dauerregen mit fast einstelligen Temperaturen (Sonntag Mittag: 11,5 Grad vor der Haustür) zwingt fast zum Drinbleiben. Noch jedenfalls.
Im Radio reden sie von Sturzfluten, Überschwemmungen und drohenden Murenabgängen. Herrje. Irgendwie hab ich nicht das Gefühl, als hätten wir das gut gemacht. Ab Dienstag soll es trockener werden. Wir hoffen drauf.
*Blubb!* Eben versehentlich den Schlüssel zum Schreibtisch in die Kaffeetasse geworfen.
Und jetzt? Abwarten bis der Kaffee leer ist? Fischen? Wegkippen?
Lecker:
Das Eis von der mir bislang völlig unbekannten (übersehenen?) Eisdiele zwischen Museumsbrücke und Isartor. Schmeckt mindestens so gut wie das hochgelobte Bens&Jerrys, ist aber günstiger und die Kugeln sind grösser :-)
Widerlich:
Die kleinen Fliegen auf dem Heimweg, von denen ich eine versehentlich hustend verschluckt habe und eine andere dann aus der Nase pulen musste. Bäh! Merke: Beim Radeln durch die Nase atmen macht die Sache gleich nochmal so anstrengend.
Niedlich:
Die beiden coolen Motoradfahrer auf dem roten und dem gelben Strassenrenner (keine Ironie hier), von denen jeder einen farblich passenden Lederkombi, einen farblich passenen Helm und jeweils einen farblich passenden Irokesen auf dem Helm hatte.
Lästig:
Mein Bike, das neuerdings wieder die Angewohnheit hat, die Kette hinten zwischen kleinstem Ritzel und Achsaufnahme zu fressen. Das lässt sich zwar leicht reparieren, weil das Rad ja mit einem Schnellverschluss festgemacht ist, erfordert aber, die Kette mit beiden Händen aus dem schmalen Zwischenraum zu pulen. Macht sich besonders gut, wenn man besagte Kette endlich mal frisch geölt hat. Bäh!
Unterhaltend:
Hancock. Hab mich sehr amüsiert :-) Ganz besonders dann, als ich die beiden Labersäcke hinter mir endlich zum Schweigen gebracht hatte. An dieser Stelle einen kleinen Salut hinüber zu USA Erklärt. Ohne diese Erklärung hätte ich das mit John Hancock nicht verstanden.
Der grantige Superheld und ich. Nachholdenderweise, weil ich gestern bis 20:00h im Büro war. Ich freu mich drauf!
Passend zum nahenden Feierabend (der heute nicht verschoben wird!) naht grad auch eine dunkle Wolkenwand, obwohl bis eben noch die Sonne bis fast auf meinen Bildschirm schien. Wahrscheinlich wird es Zeit, mal in so ein nützliches (aber albern aussehendes) Fahrradregencape zu investieren, ich fahre ungern UBahn. Werd ich aber wohl müssen, wenn ich nicht geduscht beim Kino ankommen will ;-)
Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal doch ein wenig mehr auf die Umgebung achten, wenn ich mit dem Fahrrad eine rote Fussgänger-Ampel überfahre (nicht wörtlich natürlich).
Die beiden Polizisten in dem Auto auf der Gegenspur nahmen es aber gelassen, der Beifahrer schüttelte lediglich den Kopf und einen warnenden Zeigefinger :-)
Warum ist der letzte Schliff eigentlich immer am aufwendigsten? Seit gestern basteln wir an einer Übergabe, die *fast* fertig ist und die dann bei den ‘letzten’ Tests eben doch noch (oder wieder, das variiert), ein Problem hat.
So langsam entwickle ich ungute Gefühle gegenüber einem ganz bestimmten Tool, das uns eigentlich die Arbeit erleichtern sollte, das aber mit aufwändigeren Aufgaben offensichtlich stark überfordert ist. Es kommt noch so weit, dass ich eine Woche Entwickler-Test nur deswegen ansetze (mit allem Drum und Dran, Code-Freeze und was dazu gehört) statt einem Tag.
Um 19:45h will ich im Kino sein, das bedeutet, dass ich hier zwischen 18:45h und 19:00h los muss. Bis dahin sollte eine Übergabe möglich sein ... Hoffe ich. Der Sport reduziert sich dann auf einmal quer durch die Stadt radeln, aber das macht nix, ich hab eh momentan Unlust, da muss ich mir noch was einfallen lassen.
*seufz*
Naja, Kino wird eh überbewertet. Und der Herr Smith, der beglückt die Münchner Kinos bestimmt noch eine ganze Weile ...