Der Urlaub ist rum (einerseits: leider, andererseits: ich brauche Erholung ;-)), wir sind wieder da. An- und Abreise hatte ich ja eh schon maximal stressig gestaltet (Freitag Nacht hin, Samstag Nacht zurück), Moby Lines setzte dann aber noch einen drauf und buchte uns wegen technischer Probleme auf die Fähre nach Genua um, was 4 Extra-Stunden auf der Fähre rumhängen und einen entsprechend späteren Start bedeutete. Samstag in der Früh um 5 waren wir wieder daheim. Dann erst mal Schlafen!
Korsika war großartig und das Wetter war uns diesmal tatsächlich gewogen :-) 3 Tropfen Regen an einem einzigen bewölkten Tag, sonst hatte es die ganzen 2 Wochen Sonne pur. OK, 5 Grad weniger wären dann noch nett gewesen, mit >30 Grad können wir beide nicht so gut umgehen.
Wir waren an 12 der 13 Tage auf der Insel unterwegs (Statistik: 11000 Höhenmeter, 244 Kilometer, Höchster Punkt 2706m) und hatten einen Reise-/Erholungs-/Pause-/Bade-Tag. Die Bikes mitzunehmen war eine super Idee, das vergrößerte den Aktionsradius ungemein. Ich bezweifle, dass ich den Monte Cinto ohne Bike geschafft hätte (ehrlich gesagt, hätte ich ihn dann gar nicht erst versucht) und so als Erholung zwischendurch ist Radeln einfach unschlagbar gut.
Das Chile-Zelt hat sich auch auf Korsika prima geschlagen, bei der restlichen Ausrüstung gibt es aber noch deutliches Verbesserungspotenzial. Korsika erfordert beispielsweise vernünftige MTB-Reifen, der Smart Sam war der Macchia und den scharfen Felsen nicht wirklich gewachsen. Mein Stuhl und meine Matte verließen mich freundlicherweise erst am vorletzten Tag (die letzten beiden Nächte waren echt hart so direkt auf dem Boden, der Stuhl ließ sich notdürftig reparieren) ;-)
Campen war toll und angenehm, die Vorräte waren weitgehend gut berechnet, allerdings wäre ein Wasserkocher vielleicht doch ganz gut gewesen. Kaffeewasser im Alutopf auf der Kochplatte erhitzen dauert länger, als man denkt ;-) ‘Richtig’ gekocht haben wir nicht, weil es immer so heiß war. Abends mit Käse, Wurst und Oliven brotzeiten war so nett, dass wir insgesamt nur 3 Mal beim Essen waren. Natürlich gab es Mücken (gibt es immer, meh), aber die Stiche, von denen diesmal ich mehr bekommen habe als der Allgäuer, juckten selten wirklich schlimm.
Also: Es war toll. Und wir waren endlich mal wieder weg :-)
Viel (spannende :-)) Arbeit in der Arbeit, viel Arbeit und Orgakram daheim, denn bald ist Urlaub. Keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit. Wochenends und wenn das Wetter was hergab, gab es schöne Touren, Muskelkater ingebgriffen ;-)
Hier ist Pause. Nach dem Urlaub geht es weiter :-)
Am Brückentag arbeiteten wir zur Abwechslung mal, aber so ein halber Freitag ist ja echt schnell rum. Der Muskelkater schrie eh nach Erholung ;-)
Da der Freitag noch mal schön und heiß war und danach der Wetterumschwung kommen sollte, gingen wir nach der Arbeit noch eine Runde Radeln. Mit den frisch gewarteten Bikes über den Mariaberg und den Mini-Trail runter (die vielen Wurzeln waren unglaublich gruselig, ich habe keine Übung mehr!), dann hintenrum über den steilen Hohlweg zum Blender und wieder heim.
Der Muskelkater fand es eigentlich gut, nicht direkt belastet zu werden, war danach aber doch arg beleidigt. Am nächsten Tag kam ich kaum die Treppe runter ;-) Trotzdem: schöne Halbtagsrunde!

Auf dem Weg zum Mariaberg

Trialabfahrt

‘Steile Straße’

Weitblick

Blender :-)

Wolken ziehen auf
Für den Feiertag war allerbestes Wetter vorher gesagt. Wir hatten Pläne geschmiedet und ein frühes Frühstück geplant, dann aber war nicht alles so, wie es sein sollte, und eine kürzere und weniger anstrengende Tour schien ratsam. Wir packten das Unnötige aus dem Rucksack und starteten ins Tannheimer Tal (Tanken war auch nötig).
Als wir am Gaichtpasskiosk losgingen, war alles noch sehr feucht und kühl. Wie üblich heizte der Aufstieg aber gründlich ein und wir konnten bald Kleidung ablegen. Obwohl es feucht war (Luft und Boden), hielt sich der Matsch in Grenzen.
Wir stiegen mit einer Pause bis zum Gipfelkreuz hinauf, wo wir nur kurz anhielten, um Fotos zu machen. Dann gingen wir rüber zum Nebengipfel. Dort war es natürlich genauso windig und leider wenig sonnig wie am Hauptgipfel, aber fanden an nettes Plätzchen zwischen den Latschen, wo es immerhin einigermaßen gemütlich war.
Im Abstieg kam so langsam sie Sonne raus und wir machten weiter unten noch mal Pause. Da wäre es gemütlich und sonnig gewesen, aber es hatte total viele Ameisen. Dass die irgendwann auf einem rumlaufen, wäre ja zu erwarten und OK gewesen, aber die größeren Ameisen neigten dazu, gelegentlich mal testweise in den Boden (also uns) zu beißen und das war dann doch ganz schön lästig ;-)
Immerhin hatte es daheim auch Sonne und wir konnten noch eine Weile gemütlich auf der Terrasse die Sonne genießen - ohne Ameisen :-)

Start am Pass

Gelber Fleckenfalter

Lechtalblick

Fast oben

Alpenanemone

Am Gipfel

Anstieg zum Nebengipfel

Am Nebengípfel

Abstieg

Fast unten

Perlmutterfalter

Kleiner Fuchs