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Samstag, 14.09.2021: Lechtaltour

Montag, August 30, 2021

Endlich mal ein schöner Samstag in diesem so verregneten Sommer. Wir planten gleich was im Lechtal, denn da waren wir soooo lang nicht mehr :-)

Wir fuhren über den Gaichtpass, um nicht in die Blockabfertigung am Tunnel und die Corona-Impfkontrollen an der Autobahn zu kommen (Erwähnung, damit ich mich da später dran erinnere) und parkten in Holzgau. Beim Radl-Ausladen war es noch angenehm kühl. So kühl sogar, dass wir kurz über Hemden nachdachten, aber nach ein paar Kurven am Bach kommt ja gleich die Betonrampe, das wärmt dann ;-)

Wie erwartet, wurde uns nach anfänglichem Frösteln bald warm. In der Klamm lag noch eine beeindruckend dicke Lawine, die nicht nur wir fotografierenswert fanden. Uns kamen allerlei E5-Wanderer entgegen (fast alle angemessen beeindruckt ob des fehlenden Motors), aber nicht so viele wie die letzten Jahre - Corona macht sich überall bemerkbar.

Nach dem ersten Steilstück der Klamm (wo wir schoben, ehklar), radelten wir mehr oder weniger bequem bis zur Roßgumpenalpe, wo es nochmal sehr steil wird. Der beste Allgäuer von Allen radelte alles, ich schob die steilsten Stücke :-) Am Ende der Forststraße stellten wir die Räder für die Jungrinder unerreichbar in den Wald (die fanden das nicht gut, endlich mal was Interessantes und dann kann man es nicht mal investigativ abschlecken).

Der beste Allgäuer stellte kurz drauf auf Barfuß um und wir gingen bis in die Ebene unter der Ramstallspitze, in der wir immer Pause machen, und machten Pause. Inzwischen war von der morgendlichen Kühle nichts mehr zu spüren und zur intensiven Sonne kam nun auch Schwüle hinzu. Es bildeten sich auch schon erste Wolken.

Wir stiegen am Bach hinauf und gingen an der Kehre, ‘die am weitesten ins Öfnerkar hinein reicht’, doch geradeaus weiter. Es war eh schon sehr anstrengend, da hatten wir auf das Geröll der Scharte vor der Öfnerspitze keine Lust (auch wenn ich diese Kletterstelle da wirklich gern mal machen möchte - also vielleicht). Am Gipfel des Muttlerkopfs machten wir dann eine lange Pause :-)

Der Abstieg geht, auch wenn er fürchterlich weit aussieht, weil man geradeaus bis ins Lechtal schauen kann, doch einigermaßen schnell. Wir machten nochmal eine Pause in der Ebene. Mein Knie hatte im Aufstieg ein wenig gezickt und zickte auch im Abstieg ein wenig rum, aber ich bin die letzten Jahre hier mit deutlich mehr Schmerzen rumgelaufen, das war alles sehr erfreulich :-)

Die Räder waren dann natürlich trotzdem super. Jeder Meter, den man abfahren kann, freut mich immer sehr :-) Am Cafe Uta kehrten wir ein und es war so gut wie letztes Jahr. Prima Kuchen, prima Kaffee, ein kühles alkfreies Weizen und echt nette Leute. Große Empfehlung!

Runter kann man die Betonrampe zwar fahren, aber man wir schon arg durchgeschüttelt ;-) Wir fuhren wieder über den Gaichtpass heim.

Hach, was für ein toller Tag!


Kühler Start in Holzgau


Lawinenreste in der Klamm


Die Klamm ist Schiebestrecke


An der Unteren Roßgumpenalpe


Danach wirds nochmal steil


Radlparkplatz im Wald, wo die Kühe nicht hin kommen


Das Ziel (links) im Blick


Vorm Kratzer


Gipfel mit Trettach im Hintergrund


Abstieg vorm Grossen Krottenkopf


Abfahrt


Perfekte Einkehr im Cafe Uta


Holzgau

Von engel am 30.08.2021 12:09 • outdoorbergmtb

Samstag, 10.07.2021: Weiher-Schwumm

Dienstag, Juli 20, 2021

Angesichts der weiteren Wochenendpläne (die Münchner Wohnung ausräumen), hatten wir beschlossen, alles ruhig anzugehen und einen erholsamen Sommertag einzulegen. Es war eh noch immer fürchterlich schwül und das mit den Sommertagen klappt in diesem Sommer wegen der vielen Gewitter ja noch nicht so besonders gut.

Wir radelten also gemütlich Richtung Weiher, legten einen Abstecher zum Brotzeitstüble ein, wo wir ausgezeichneten Kuchen, aber leider keinen Eiskaffee (Vanilleeis war aus) bekamen und legten uns dann am Weiher in die Sonne. Das war wunderbar.

Der Weiher ist noch immer moderat kühl (der beste Allgäuer fand ihn warm), hat aber inzwischen immerhin eine Temperatur, bei der auch ich reingehe. Schwimmen mit Bergblick ist schon was Besonderes :-)

Danach radelten wir auf der Bahnstrecke zurück und auf dem neu gemachten Forstweg zum Hutbaum hoch. Das ist schöner als der Weg vom Herrenwieser Weiher, aber dafür ist jetzt leider der Waldtrail kaputt.

Schöner Sommertag :-)


Sommertag mit frisch gemähtem Gras


Der kümmerlich Rest des Wald-Trails


Kurz vorm Blender


Heimweg

Von engel am 20.07.2021 20:10 • outdoormtb

Sonntag, 27.06.2021: Bequem radeln :-)

Donnerstag, Juli 15, 2021

Weil es in den Bergen nach wie vor gewittriger als weiter ‘draussen’ sein sollte, hatten wir uns wieder eine Tour im Tannheimer Tal gesucht. Wieder Bike&Hike, aber auf einer Forststraße, von der wir wussten, dass sie deutlich weniger ruppig ist, als die zur Älpelealpe.

Wir parkten in Zöblen und radelten dann tatsächlich gemütlich und fast bequem die Forststraße hinauf. Unten jagte mir ein Hund, der friedlich im Pickup eines Bauern sass, während der sich mit Leuten unterhielt, einen Riesenschreck ein, weil er direkt, als ich an seinem Fenster vorbeiradelte, plötzlich ausflippte und wie wild das Bellen anfing. Oben dagegen hatten die Jungrinder, die anscheinend ganz frisch auf der Weide waren, Probleme mit uns, weil sie statt seitlich auszuweichen, auf der Straße vor uns davon liefen und das gar nicht lustig fanden, dass wir hinterher kamen. Irgendwann sprang dann aber auch das letzte Rind in die Wiese ;-)

Es war wieder brutal schwül und wir schwitzten Bäche beim Radeln. Beim Laufen danach war es auch nicht viel besser, bis wir aus Wald und Latschen kamen und etwas Wind abbekamen (der eigentlich gar nicht besonders warm war). Der beste Allgäuer ging barfuß und das war überhaupt kein Problem, denn der Schnee vorm Zirleseck war schon weg (ich hatte mit einem Schneefeld gerechnet).

Am Zirleseck machten wir eine kurze Pause und schauten auf die steilen Schneefelder vom Gaishorn. Dann gingen wir rüber zur Rohnenspitze, wo wir kurz vor dem Gipfel auf dem grasigen Buckel an der Seite eine lange Pause machten. Die Sonne war uns erst mal gewogen :-)

Als Schatten kam, machten wir uns an den Abstieg über den langen Schotterrücken (bei dem ich mir jedes Mal denke, dass ich da nicht hochlaufen will) zu den Rädern. Die Abfahrt auf der nicht-so-ruppigen Piste war natürlich auch viel angenehmer als am Vortag :-)


Start


Die Kühe schauen irritiert


Die Latschen sind voll am Ausstauben


Auf dem Weg ins Zirleseck


Rückblick


Gaishornblick


Auf dem Weg zur Rohnenspitze


Am Gipfel


Der lange Abstieg


Alpenrosen :-)

Von engel am 15.07.2021 18:50 • outdoorbergmtb

Samstag, 26.06.2021: Fast hochalpin

Dienstag, Juli 06, 2021

Eigentlich hatten wir Größeres in halbschariger Planung, aber bei der vorhergesagten Gewitterneigung wollten wir doch lieber nicht so tief rein in die Berge. Lieber Tannheimer Tal als Lechtal, da würden die Gewitter bestimmt später kommen.

Wir parkten auf dem großen Parkplatz vor Tannheim und luden die Räder aus. Es war relativ kühl, aber sehr, sehr feucht, deswegen waren wir im Nullkommanix total nass-‘geschwitzt’, als wir die buckelige Forststraße zur Älpele-Alp hinauf radelten. Ich hatte die gar nicht so sehr uneben im Kopf, vielleicht lag es an dem vielen Regen der letzten Zeit, dass sich da große Steine mit losem Kies/Sand abwechselten. Das war nicht nett zu radeln.

Wir quälten uns natürlich trotzdem hinter der Alpe das Steilstück hinauf (ich stieg ab, der beste Allgäuer radelte), denn Abfahren kann man das ja gut.

Im langen Gaishorn Nordhang lag noch sehr viel Schnee, sonst ist der Schnee inzwischen aber doch deutlich weg. Wir spazierten über die Wiesen bis zum Einstieg des Nordhangs. Auf dem Weg trafen wir auf eine relativ dunkle Kreuzotter, die wir nicht gesehen hätten, wenn da nicht gerade ein Alpensalamander im Gras verschwunden wäre. Für den Salamander war das vielleicht Glück? Coole Begegnung!

Vom Nordhang kamen uns erstaunlich viele Leute entgegen und ich dachte noch, dass die alle ganz schön cool seien, über das sehr steile obere Schneefeld abzusteigen. Später stellte ich dann fest, dass viele unserer Nachgänger an der zweiten Schneerinne umdrehten und dass überhaupt kaum wer bis oben weiter ging.

Wir gingen. Die zweite Schneerinne war schon sehr steil (hatte aber eine sehr gute Spur mit tiefen festen Tritten) und in die noch steilere dritte Schneerinne vor dem Turm musste man erst mal außenrum hochkraxeln und dann im Schnee absteigen. Auch hier hatte es netterweise eine sehr gute Spur mit guten Tritten, aber gerade der Abstieg war ein bisserl doof. Große Stufen bergab sind schon noch sehr schwierig. Das obere Schneefeld (auch gute Tritte) war dann bloß noch anstrengend, weil die Spur natürlich geradeaus nach oben führte.

Am Gipfel hatte es nur wenige Leute, die beiden in der Nähe waren aber leider sehr laberig (und laut). Wir blieben aber eh nicht lang oben, denn inzwischen waren die Wolken angerückt und der Gipfel schickte sich an, in Nebel zu versinken. Wir stiegen über den Nordwestgrat ab und kamen gerade passend zu einem schönen Wolkenloch zur großen Wiese. Nix wie raus mit den Matten und in die Sonne legen! Es war brutal heiß ;-)

Nachdem wir beiden eingeschlafen und wieder aufgewacht waren (ich meine, deswegen geht man ja auf einen Berg, damit man irgendwo in der Sonne liegen kann ;-)), stolperten wir beide ein wenig groggy weiter und stiegen zu den Rädern ab. Einkehren ließen wir bleiben, denn der Heidelbeerkuchen war schon aus und es war eh schon relativ spät.

Die Abfahrt war sehr, sehr schüttelig. Das führt bei mir immer zu schlimmen Kopfschmerzen am Ansatz der Wirbelsäule. Die lassen zwar sofort nach, sobald das Geschüttel weniger wird, aber das finde ich trotzdem ein klitzekleines Bisserl beunruhigend. Trotzdem: Schöne Runde mit hochalpinem Touch :-)


Auf dem Weg is Gaiskar


Die letzten, echt schweren, Meter


Kreuzotter


Vor dem Nordhang


Im ersten Schneefeld


Über dem zweiten, vor dem dritten, Schneefeld


Im steilen dritten Schneefeld


Der Schnee ist noch Frau-hoch


Ausstieg


Am Gipfel, kurz bevor die Wolken kamen


Abstieg


In der zweiten Rinne


Kurz vor der Sonnenpause


Abfahrt

Von engel am 06.07.2021 19:07 • outdoorbergmtb

Samstag 19.06.2021: Zu heiss!

Montag, Juni 28, 2021

Es sollte ein wunderschöner Tag mit nur leichtem Gewitterrisiko werden. Wir hatten überlegt, ob noch Mini-Touren möglich wären, hatten uns dann aber wegen der zu erwartenden Hitze doch dazu entschlossen, lieber mit leichten Schuhen und ohne schweres Gepäck ins Ostrachtal zu radeln. Hitze ist so eine Sache.

Die umsonstenen Parkplätze am Kurhaus waren alle belegt, aber wir fanden einen vergleichsweise günstigen Parkplatz am Freibad (5€ statt der 15€, die das Hintersteiner Tal kosten soll). Das bisserl mehr Radeln macht dann auch nichts mehr aus. Die erste Panne stellte ich gleich beim Rad-Ausladen fest: eine meiner Trinkflaschen war halb ausgelaufen und mein ganzes Zeug im Rucksack war nass. Na egal, war ja warm. Ums Trinken war es natürlich schade.

Es hatte schon in der Früh über 20 Grad und es war schwül. Uns war von Anfang an warm und sobald es bergauf ging, floss der Schweiß in Strömen. Wenn einen das leichte Lüftchen erwischte, das das Ostrachtal entlang wehte, war das die reine Wohltat. So richtig anstrengend wurde es, als wir am Giebelhaus zur Schwarzenberghütte abbogen (da hielten uns netterweise 4 Inder das Tor auf) und die supersteile Straße, die leider gar nicht so sehr im Schatten liegt, wie ich gedacht hatte, hinauf keuchten.

Dass da ein paar E-Biker locker-flockig an uns vorbei zogen, machte es auch nicht leichter (kann mir keiner erzählen, dass das in irgendeiner Form anstrengend ist). Aber: ich konnte alles bis auf die beiden steilen Schotterstücke radeln, der beste Allgäuer schaffte sogar auch die!

Wir legten die Bikes an der oberen Alpe ins Gras und gingen zu Fuß weiter. Es war heiß und feucht und wir fanden das beide richtig, richtig anstrengend. Ich beschloss innerlich schon da, am See nicht weiter gehen zu wollen. Als wir im halben Aufstieg zum See eine Pause machten, schlug der beste Allgäuer genau das vor, weil er die schwüle Hitze auch so anstrengend fand. Schön, wenn man sich so einig ist :-)

Die vier Inder waren auch auf dem Weg zum See, ein ganzes Stück vor uns. Zwei sausten immer vorneweg, einer kam mit Abstand ganz gut hinterher, aber der Letzte tat sich sehr schwer. Er brauchte immer wieder Pause und wickelte sich dann ein Shirt um den Kopf. Als wir ihn eingeholt hatten, fing ich an, mir Sorgen zu machen, weil er gar so langsam war (Hitzschlag ist bei diesen Bedingungen gar nicht so selten), aber er machte zwar immer wieder Pause, war dann aber doch wieder zu sehen.

Der Engeratsgundsee war angesichts der Schneelage (Minis wären sinnlos gewesen), erstaunlich zu. Es gab nur hinten, wo von oben der Bach rein fließt, eine Stelle, wo man ins Wasser (und wieder raus!) konnte. Ein Herr stieg eben ins Wasser und schwamm kurz hin und her, als wir am See ankamen. Wir gingen um den See herum und suchten und ein halbwegs bequemes Plätzchen im steilen Gelände.

Der beste Allgäuer ging gleich mal schwimmen. Wenn nur so wenig Oberfläche frei ist, ist das Wasser natürlich besonders kalt und er stellte fest, dass seine operierte Hand das gar nicht mochte. Wir lagen eine Weile in der Sonne herum, dann ging der Allgäuer nochmal ins Wasser.

Unterdessen waren alle Seebesucher wieder verschwunden und wir dachten eigentlich, nun seien wir allein. Aber dann kamen doch noch zwei Gruppen größerer Jungs (naja, ein Mädel war auch dabei). Die erste Gruppe war laut und tönte rum, dass man dann aber unbedingt unter eine Scholle tauchen müsse, die Zweite (die mit dem Mädel) kam einfach an, alle zogen sich aus und gingen ins Wasser. Vielleicht lags an der Zusammensetzung.

Wir machten Platz und uns an den Abstieg. Auf der Steilabfahrt von der Schwarzenberghütte meldete das Bike des besten Allgäuers lautstark, dass er unbedingt Bremsbeläge wechseln sollte und pfiff dann die gesamte restliche Abfahrt erbärmlich. Wir kehrten im Giebelhaus auf ein wunderbares kühles alkoholfreies Weizen ein, das war super!

Ein schöner Tag, aber so heiß und so feucht brauche ich es nicht wirklich!


Radeln im Ostrachtal


Auf dem steilen Weg zur Käseralpe


Die letzten Meter mit Hochvogelblick


Füße-Kühlung


Im Anstieg zum Engeratsgundsee


Am See sieht es noch winterlich aus ...


... sehr winterlich


Eisseebaden


Bereit zum Abstieg


Im Abstieg ist wieder Hochsommer


Abfahrt

Von engel am 28.06.2021 18:20 • outdoorbergmtb

Samstag, 12.06.2021: Jetzt aber!

Donnerstag, Juni 24, 2021

Weil wir ja trotz bester Absichten nicht oben gewesen waren und weil das (bis auf den langen Schlag!) eine nette Radlstecke und überhaupt eine schöne Tour ist, schlug der beste Allgäuer nochmal den Litnis vor. Gern, ich mag den :-)

Das Wetter bei der Auffahrt zum war besser als bei ersten Versuch, aber nicht ganz so heiß wie beim Zweiten ;-) Das Sitzfleisch hatte sich auch einigermaßen erholt und so kamen wir fast erholt wieder beim Joch zur Gräner Ödenalpe an. Diesmal gingen wir aber weiter.

Ich hatte mit mehr Schnee gerechnet, aber es war eigentlich nur das lange Schneefeld direkt unter dem Gipfelaufbau zu quern, der Rest war frei und trocken. Voll war es auch nicht. Drei Leute stiegen gerade ab, als wir zum Gipfelaufbau starteten und 2 sassen am Gipfelkreuz zum Brotzeiten. Da war es aber windig, deswegen stiegen wir wieder zur Grasmulde unter dem Aufbau ab und machten da Pause.

Während wir da in der Sonne herum lagen, kamen die beiden vom Gipfel und die Dame meinte, da im Abstieg sei ein großer Stein locker (der Litnis ist ein Schutthaufen, vor allem die untere Rinne), und ob sie das irgendwo melden solle. Ich fand das echt niedlich :-) Wir versicherten, dass sich an einem Berg immer wieder Steine lockern und dass man das nicht melden müsse.

Nach einer Weile stiegen wir weiter ab und weil gerade nach der Latschen-Querung wieder die Sonne rauskam und weil es da so nette Wiese hat, machten wir nochmal Pause. Es war warm und bequem und wir sind da beide augenblicklich eingeschlafen. Als wir total groggy erwachten, war es eine Stunde später, die Sonne war weg und ich hatte einen Mords-Sonnenbrand auf dem Bauch (T-Shirt hochgekrempelt, um da auch etwas Farbe zu bekommen - da war dann echt viel Farbe). Uuiuiui, schlecht gemacht!

Bis wir bei den Rädern unten waren, waren wir immerhin wach genug, um problemlos bis zur Nesselwängler Edenalpe abfahren zu können. Dort gab es guten Kaffee und okayen Kuchen, dann fuhren wir zum Auto ab. Wie üblich gab es Regen auf der Heimfahrt.


Neuerlicher Start ;-)


Viele Löwenzähne in der Auffahrt


Fast am Joch


Erste Schneeflecken


Schneefeldquerung


Gipfelaufbaukraxelei


Oben :-)


Abstieg


Abfahrt


Der wunderbare Blick zu den Tannheimern

Von engel am 24.06.2021 19:18 • outdoorbergmtb

Donnerstag, 10.06.2021: Mordsschreck

Sonntag, Juni 20, 2021

Der Donnerstag sollte zwar gewittrig werden, aber wenigstens der Vormittag und der frühe Nachmittag sollten schön werden. Wir wollten wieder ins Ausland, aber da hatte das Wetter nichts von der Vorhersage mitbekommen. Es wurde mit jedem Kilometer düsterer und bewölkter.

Diesmal wollte der Soldat an der Grenze tatsächlich was sehen und zwar den positiven PCR-Test vom Januar. Die Pre-Travel-Clearance interessierte ihn dagegen nicht (weil, wie ich später feststellte, die seit genau diesem Donnerstag für Einreisen aus D nicht mehr nötig war). Wir tankten erst mal und stellten den Kangoo dann an der Krinnenbahn ab. Über der Krinnenspize war der Himmel nahezu nachtschwarz.

Kaum waren wir losgeradelt, begann es zu regnen. Erst eher Sprühregen, dann aber schon ganz ordentliche Tropfen, die immer dichter wurden. Wir packten die Rucksäcke ein, uns aber nicht, denn beim Bergaufradeln ist es ziemlich egal, ob man von außen oder unter der Jacke nass wird und Regen kühlt wenigstens.

Der Schauer hielt nicht lang an und wir trockneten schnell wieder ab. Über die Köllenspitze drüber rückte blauer Himmel an und wir hatten bald Sonne. Na also!

Wir machten Pause am Lift (da ist das erste Steilstück geschafft und man muss ‘nur noch’ weit außen rum - und 300 Höhenmeter - fahren) und radelten dann den langen Weg über die Nesselwängler Edenalpe zur Gräner Ödenalpe. Dort stellten wir die Räder ab.

Beim Rauskramen der Schlüssel fiel mir auf, dass mein rotes Täschchen, das mit dem Geldbeutel, den Ausweisen, den Führerscheinen und den beiden Handys, nicht im Rucksackdeckel war. Das hatte ich wohl im Auto vergessen. Naja, dann würde es halt keinen Kaffee und Kuchen irgendwo geben.

Wir gingen und los und mein Kopf spielte ohne mein Zutun allerlei Szenarien ab, wo das rote Täschchen eine Rolle spielte: Wie ich es in den Rucksackdeckel packte. Wie ich die Sonnenbrille aus dem vollgepackten (und der ist nur voll, weil da eben das Täschchen drin ist) Rucksackdeckel hole. Was mein Kopf mir nicht vorspielte: Wie ich das rote Täschchen wieder in den Deckel packe.

Nach 5 Minuten war ich fast überzeugt, das rote Täschchen am Liftmast liegen gelassen zu haben, und mir war schlecht. Mit all dem wichtigen Zeug da drin! Ich musste zurück und nachschauen. Ich bot dem besten Allgäuer an, dass ich das allein erledigen würde, er könne unterdessen gern zum Gipfel weiter gehen (er hat kostbaren Urlaub, ich hatte ewig lang frei), aber davon wollte er nichts hören. Wir fuhren beide zurück.

Am Liftmast lag nichts herum, auf der Bike-Plattform im Kangoo auch nicht, aber in der Fahrertür leuchtete es rot. Ufff! Meinem Magen ging es schlagartig besser :-)

Zur ‘Strafe’, meinte der beste Allgäuer, müssen wir jetzt nochmal hochradeln. Ich schlug vor, bis zur Krinnenalpe zu radeln und dort einzukehren, das wäre dann wenigstens eine Art Ziel. Und so machten wir das, aber zum zweiten Mal dieselbe Strecke zu radeln, wenn der Hintern schon ein wenig Bike-gestresst ist und es noch dazu erbärmlich schwül ist, das war schon hart!

Oben fanden wir ein nettes windgeschütztes Plätzchen und bestellten dann Kaffee und einen Kaiserschmarrn zu zweit (Kuchen gab es nicht). Das war eine irre Menge, aber leider war der Schmarrn nicht gut gebraten. Schade drum! Zwar schmeckte er am Anfang recht gut, aber dann lag er uns wie ein Stein im Magen. Wir schafften grad mal die Hälfte.

Unsere Pläne, uns auf der Abfahrt nochmal irgendwo in die Sonne zu legen, mussten wir leider begraben, denn es zogen schon wieder dunkle Wolken auf. Wir kamen aber trocken zum Auto, der Regen begann erst auf dem Rückweg :-)


Dicke Wolken über den Tannheimern


War fast zu erwarten: Regenradeln


Kurz drauf: Sonnenradeln


Das Ziel im Blick


Die letzten Meter mit dem Bike


Start zu Fuß


Abfahrt :-(


Auffahrt zum Zweiten ...


... es ist brutal schwül


Belohnung an der Krinnenalpe (leider nicht gut)

Von engel am 20.06.2021 16:19 • outdoormtb

Sonntag, 09.05.2021: Sommer!

Freitag, Mai 21, 2021

Es sollte warm werden. Sommerlich warm! Zeit, die Bikesaison zu eröffnen :-)

Wir radelten den üblichen Weg zum Hutbaum hinauf, ließen dann aber wegen vermutlich schrecklichem Matsch die Bike-Abfahrt nach Ermengerst lieber weg. Das war nicht nur wegen des Matsches (der auch auf dem ‘Normalweg’ ordentlich war) eine gute Idee, sondern auch, weil die Abfahrt aktuell komplett gesperrt ist, weil da anscheinend der Forstweg neu gemacht wird, wie wir von unten sahen. Ich fürchte, die Trial-Strecke fällt dem auch zum Opfer. Schade.

Danach ging es über die vordere steile Straße zum Fernsehturm hinauf. Ich kam ohne Absteigen (allerdings sehr schnaufend) oben an, damit hatte ich nach der Bike-Pause seit November oder so wirklich nicht gerechnet. Nach einer kurzen Pause in gebührender Entfernung zum bevölkerten Gipfelkreuz radelten wir weiter zum Weiher. Da fing dann so langsam das geschundene Sitzfleisch an, über die ungewohnte Belastung zu jammern.

Am See stellte ich kurz meine Füße ins Wasser (Brrrr!) und legte ich mich dann nur in die Sonne, der beste Allgäuer ging aber eine Runde schwimmen. Wenn schon, denn schon! Es gab auch viele Kinder, schätzungsweise 3 bis 9 oder so, die mit viel Freude, Geplansche und Geschrei ins Wasser und wieder raus sausten, die meisten Erwachsenen gingen aber doch nur bis zum Knie rein. Kinder sind härter im Nehmen scheint mir ;-)

Der Heimweg war dann hart fürs Sitzfleisch. Das jammerte ab der ersten Sekunde, aber der beste Allgäuer bestand trotzdem darauf, dass der Rückweg unbedingt noch mal über den Mariaberg (2 heftige Steigungen) und dann auch über Elmatried (die allerletzte und allerschlimmste Steigung) führen musste. Wir waren danach aber beide froh, als wir daheim waren.

Irgendwo vor dem Blender wurde das Display meiner Kamera locker und nach dem Weiher konnte ich die Kamera nicht mehr benutzen, weil das Display abzufallen drohte. Es waren zwei super-winzige Schräublein rausgefallen, von denen im Fundus des besten Allgäuers einfach keine Exemplare zu finden war. Schließlich demontierten wir eine alte Kamera, die wir eh nicht mehr nutzen, um meinen Quickie-Foto zu reparieren. Jetzt ist alles wieder gut :-)


Bike-Start :-)


Löwenzahnwiesen vorm Grünten


Steile Straße fast geschafft!


Pause am Blender


Weiherbild

Von engel am 21.05.2021 17:44 • outdoormtb

Radeln: Meh.

Dienstag, November 24, 2020

In der Früh holte ich erst mal die Bearbeitung der vielen Mails vom Wochenende und von Montag nach und machte mich dann an den Update der SAN-Site, der schon seit einer Woche vorbereitet auf meinem Rechner liegt. Weil an der SAN-Site mehr dran hängt als bei meiner eigenen Site, ist das immer ein bisserl stressig. Schief gegangen ist der Update eigentlich nur einmal und der Grund dafür war ich selbst gewesen, aber der Stress von damals hängt mir immer noch nach. Alles klappte prima und nun ist die Site, man darf das eigentlich gar nicht laut sagen, das erste Mal seit ein paar Jahren tatsächlich auf dem aktuellsten Stand. Und zwar sowohl PHP als auch CMS. Yay! (Nicht, dass man das wirklich irgendwo sehen oder merken würde.)

Dann bereitete ich mich aufs Radeln vor. Nach den Wochenendtouren, die Lange vom Samstag sogar ohne meine medizinischen Einlegesohlen (genau genommen sogar ganz ohne Innensohlen, weil ich die vergessen hatte), sassen mir noch ziemlich in den Füßen und ich wollte denen noch ein bisserl Pause lassen. Ich hatte mir am Vorabend eine Runde mit Fernsehturmhügel und ein paar neuen Wegen ausgesucht.

Aber das machte insgesamt wenig Spaß. Obwohl mir am Opiolkaberg innen ordentlich warm wurde, bekam ich kalte Füße und natürlich auch einen kalten Po. Am Mariaberg gab es dann abwechselnd Matsch oder gefrorenen Boden oder beides und ich bekam fast schon ein schlechtes Gewissen auf dem Wiesenweg, wo die Stollen im Matsch auf dem Eis drunter das Gras wegrutschten. Auf der Bank beim Kutscher-Denkmal machte ich Pause, schaute mir den Fernsehturmhügel an und beschloss abzubrechen.

Der Entschluss wurde gleich drauf noch bestätigt, denn runter zum Herrenwieser Weiher war es a…kalt und ich begann beinahe zu frieren. Ich radelte über Elmatried zurück und zog auf der letzten Abfahrt alles an, was der Rucksack hergab, auch die Daunenhose. Daheim war mir trotzdem kalt. Im Winter ins Büro radeln ist übrigens was total anderes, weil es nicht so lang dauert und weil der Zweck halt auch nicht Spaß an der Freude ist.

Daheim genoss ich gerade langsame Aufwärmung unter der Decke auf dem Sofa mit Sonne im Gesicht, als einer der Ex-Kollegen anrief. Das war nett und vielleicht können wir uns beim nächsten München-Besuch ja mal auf einen ToGo-Kaffee im Freien treffen. Schaumermal, was das Wetter dazu meint.

Von engel am 24.11.2020 23:00 • outdoormtb

Samstag, 14.11.2020: Grandiose Fehlplanung

Freitag, November 20, 2020

Ein schöner Samstag, da war wie in letzter Zeit üblich viel Betrieb zu erwarten. Wir hatten eine nette Idee im Tannheimer Tal, aber da ist leider ab November, egal wie das Wetter und die Schneelage sind, Radeln auch auf den frei gegebenen MTB-Strecken verboten (ich hatte extra bei der Touri-Auskunft nachgefragt) und derzeit ist es vermutlich keine allzu gute Idee, sich über egal welche Verbote hinweg zu setzen. *seufz* Dann halt nicht.

Wir suchten uns halt was anderes aus und hofften darauf, nur oben viele Leute zu treffen. In der Früh war es natürlich reichlich frisch, aber ins Retterschwanger Tal geht es gleich bergauf und man kommt - Tadaaa! - auch ziemlich bald in die Sonne. Wir überlegten schon, die Jacken und Handschuhe abzulegen, da war sie schon wieder weg, die Sonne. Und sie blieb weg, weil das Tal so tief und eng ist, dass um diese Jahreszeit ganz einfach überhaupt keine Sonne rein kommt.

HHoch geht es nach der anfänglichen Steigung auch nicht mehr und deswegen wurde uns kalt und kälter. Und der Verdacht drängte sich auf, dass es hinten im Tal auch keine Sonne haben würde. Rechts neben uns beschien die Sonne warm leuchtende Almwiesen, alle in unerreichbarer Nähe. Ich bekam schlechte Laune, denn an einem sonnigen Herbsttag in einem tiefen Tal zu frieren, ist die totale Verschwendung. Als dann vor der letzten Steigung ein uns bisher unbekannter Weg abzweigte, der direkt in die Sonne zu führen schien, hatte ich die Nase voll und schlug vor, ganz einfach dort hinauf zu gehen. Dem besten Allgäuer von Allen war alles egal, also änderten wir das Ziel.

Der Weg verlief sich erst mal unauffindbar in der Kuhwiese (und ist nicht auf der GPS-Karte eingezeichnet), aber weil ziemlich klar war, wo er in den Wald führen musste, fanden wir ihn dort wieder. Und dann kamen wir tatsächlich in die Sonne! Halbsonne zwar, weil wir im lichten Wald unterwegs waren, aber es wurde sofort wärmer, sah ungleich schöner aus und die Laune hob sich ungemein :-)

Und dann war alles wieder vorbei, denn der Weg begab sich in den tiefen, dunklen, kalten Schatten des Entschenkopfs. Hätte man sich denken können, denn da ist eine steile Felswand und den oberen Teil des Weges kennen wir. Nunja, wenn man läuft, ist es nicht so kalt, der Weg war neu und deswegen interessant und es war - Warum nur? - total einsam.

Leute trafen wir erst, als wir oben am Sattel vor dem Entschenkopf auf den Normalweg trafen. Da war dann ordentlich was los und am Schnippenkopf, dem eigentlichen Ausweichziel sah es so aus, als stapelten sich da die Leute. Wir setzten uns erst mal abseits des Weges auf einen sonnigen windgeschützten Buckel und wärmten uns auf. Und da blieben wir dann. Anderthalb Stunden, in der Sonne, in der Wärme, ganz allein, und schauten den vielen Menschen zu, die auf den Entschenkopf gingen.

Irgendwann war es dann auch genug mit der Sonne und wir stiegen auf unserem einsamen Weglein im Schatten zurück zu den Rädern. Unten in der Kuhwiese verloren wir sogar im Abstieg den Weg, kein Wunder, dass wir ihn im Aufstieg nicht gefunden hatten. Die Abfahrt war wie erwartet ziemlich kühl.

Das war planungstechnisch der totale Reinfall, aber dank des einsamen Weges und der langen schönen Sonnenpause aber insgesamt doch irgendwie OK. Vielleicht ist inzwischen die Radlzeit ja auch vorbei ...


Radeln in Halb-Sonne ...


... und dann im tiefen Schatten.


Weglos zur Sonne


Wieder Halb-Sonne ....


... und dann tiefer Schatten. Aber einsam ;-)


Endlich warm!


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 20.11.2020 16:36 • outdoorbergmtb
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