Ich hatte den sonnigen und warmen Dienstag wegen zu vieler Überstunden freigenommen, mein Knöchel war aber noch zu gestresst, um in die Berge zu gehen. Wir entschieden uns für SUPen, zum vermutlich letzten Mal in dieser Saison.
Die Idee war nur so mittel, denn es hatte viel Wind. Im Stehen paddeln (SUP = Stand-Up-Paddling) führte dazu, dass wir im besten Fall auf der Stelle paddelten und bei jedem Päuschen sofort abtrieben.
Wir verlegten uns deswegen auf’s ‘Kajaken’, also mit Doppelpaddel im Sitzen paddeln. So kamen wir zwar vorwärts, aber es war echt anstrengend. Wir paddelten gegen den Wind bis zum Inselchen und ließen uns dann zum Badeplatz zurücktreiben. Dort legten wir uns noch für eine Weile in die Sonne.
Daheim grillten wir abends und so war das dann doch ein schöner ‘Frei-Tag’ :-)

Am Feiertag, wo es noch mal gutes Wetter hatte, entschieden wir uns für einen Erholungstag am See. Nach der Irrfahrt vom letzten Mal wussten wir ja Bescheid und fuhren gleich hintenrum zum Radler-Badeplatz.
Wir SUPten (ich nicht lang, weil meine Füße schmerzten) und paddelten den See auf der üblichen Runde rauf und runter und machten an der Boje eine schöne lange Pause.
Der Rückweg rauf zum Parkplatz war wie üblich fürchterlich, aber so war der gesamte See-Tag viel schöner :-)



Weil es schön warm und schön mit wenig Wind werden sollte, entschieden wir uns für eine Runde SUPen am Rottachspeicher. Der Weg zum abgelegenen Startplatz war aber versperrt, weil man von Moosbach nicht nach Bodelsberg fahren konnte. Wir überlegten kurz, um den ganzen See herumzufahren, entschieden uns dann aber dafür, zur Abwechslung mal in Moosbach zu starten. Da muss man kaum laufen, dafür kostet das Parken 5€. Naja.
Wir gingen nicht auf die große Wiese beim Kiosk, sondern blieben direkt bei der Staumauer, wo wir auf der Wiese im Schatten die SUPs aufpumpten (so wie allerlei andere Leute auch). Unser Zeug legten wir am Rand der Wiese unter die Büsche und starteten zum See.
Wir SUPten und paddelten im Großen und Ganzen dieselbe Runde wie sonst auch (mit Pause an der Boje, wie sich das gehört). Der Rückweg ist dann natürlich länger, was aber dank wenig Wind kein Problem war.
Das war ein schöner SUP-Tag, aber wir sind uns einig: Start am Wanderparkplatz ist schöner, auch wenn das wegen des Rückwegs viel anstrengender ist.



Weil an diesem Sonntag das Familien-Grillfest stattfinden sollte, hatten wir nur begrenzt Zeit. Wir gingen ohne SUPs zum See zum Sonnenbaden und Schwimmen. Davor und danach machte ich viel Salat und legte viel Fleisch ein.
Das Grillen war sehr nett, aber das mit dem Rindfleisch auf dem Grill, das haben wir noch nicht gut raus :-(


Nach der langen Freitagstour ging es am Samstag zum Rottachspeicher zum SUPen. Was auch sonst :-)
Füße-Weh hielt sich diesmal in Grenzen, deswegen paddelte ich recht lang im Stehen. Auf dem Rückweg tauschten wir Rollen im Vergleich zum letzten SUPen und ich zog den besten Allgäuer ein ganzes Stück.
Diesmal hatten wir den Anker dabei und ließen uns eine Weile langsam treiben. Der Vergleich mit anderen SUPs, die sich auch treiben ließen, bewies, dass unser Treibanker tatsächlich ganz gut funktioniert :-)
Das war sehr schön und wunderbar sommerlich.

Auf dem Weg zum See

SUPen mit Aussicht ...

... und nahezu ohne Wind

‘Ziehen’ mal anders herum.
Nach der langen Freitagstour gönnten wir uns Ausschlafen und gingen dann mit den SUPs zum See.
Meine Füße waren zu gestresst, um lange im Stehen zu paddeln, deswegen paddelte ich bald im Sitzen. Der beste Allgäuer hatte dann Mitleid mit meinen gestressten Armen und zog mich den ganzen See hinauf bis zur rechten Boje, wo wir eine Weile festmachten und im Kreis schwammen.
Zurück zum Badeplatz schaffte ich dann wieder allein. Schöner Tag :-)

Mit ‘Auto’ auf dem Weg zum See

Noch geht ‘Stand-Up’

Kurz vor den Staumauer

Ich werde gezogen :-)

Auf dem Rückweg
Die Vorhersage versprach gemischtes Wetter mit potentiellen Gewittern, vor allem in den Alpen. Gegen Nachmittag sollte es langsam besser werden. Morgens regnete es, dann beschlossen wir, auf die hoffentlich bald auftauchende Sonne zu setzen und fuhren zum Rottachspeicher.
Es war bedeckt, aber es hatte endlich mal keinen Wind. Wir beschlossen, erst mal zur Staumauer zu kajaken. Erstaunlicherweise geht das total gut, wenn man nicht gegen Wind kämpfen muss :-) Mit dem SUP kamen Kajaksitze, aber für mich ist das Ding nichts (fein, muss ich weniger Zeug rumschleppen), der beste Allgäuer mochte den Sitz.
Wir paddelten bis kurz vor die Staumauer, dann kam langsam Sonne. Wir taten das, was wir schon machen wollen, seitdem wir 2 SUPs haben. Wir banden sie aneinander, legten uns aufs SUP und ließen uns treiben (das geht halt nur gut, wenn es nicht viel Wind hat, sonst landet man schnell irgendwo im Schilf). Das war schön :-)
Danach paddelten wir zurück zu unserem Platz, bauten die Paddel um und stand-up-paddelten rüber zum kleinen Badesee. Der ist mit einer Brücke vom Rottachspeicher getrennt. Unter der Brücke kann man aber nicht durchfahren, sondern muss aus dem Wasser raus und aiúf der anderen Seite wieder rein. Das war alles ganz schön glitschig, aber mit viel Vorsicht ging alles gut (wie immer ist die Horror-Vorstellung: ausrutschen und aufs Knie knallen).
Drüben gab es Eis und Würstel am Kiosk, dann paddelten wir zur Brücke zurück. Inzwischen war absehbar, dass es bald Gewitter geben würde, aber der beste Allgäuer wollte noch die andere Sache tun, die er sich für so ein SUP vorgestellt hatte: mitten im See schwimmen gehen. Wir paddelten ein Stück gegen den Wind, dann banden wir wieder die Boards zusammen und er ging Schwimmen. Ich legte mich auf dem SUP in die Sonne :-)
Dann paddelten wir zurück an den Badeplatz. Die SUPs rieben wir trocken, um sie bald einpacken zu können, denn dass es bald gewittern würde, war schon absehbar. Der Rückweg zum Auto war anstrengend wie immer.

Paddelstart am Badeplatz

Am oberen Ende des Rottachspeichers

Staumauerwarnschild mit Möwe

Perfekter Spiegel am Rückweg

Übersetzen in den kleinen Badesee

Anlanden für Eiskaffee

Ruhe vor dem Sturm

SUP-Schwimmen
Endlich mal wieder eine gute Nacht! Ich schlief durch und als der Wecker runter ging, war ich noch so im Tiefschlaf, dass ich erst mal gar nicht kapierte, was los war. Sooooo schön!
In der Früh whatsappte die beste Mama, ob ich vielleicht mit ihr eine Schneeschuhtour machen wolle. Der beste Papa hat dazu immer keine Lust und es hat ja grad so viel so schönen Schnee, den müsse man unbedingt nutzen. Ich sagte gleich zu, musste aber erst mal fertig Kaffee trinken, dann nochmal räumen und mein Auto ausgraben (Puh!). Das Wetter nutzte die Zeit, um richtig schön zu werden :-)
Oben stellten wir erst mal die Schneeschuhe vom besten Papa auf meine Füße ein (bescheuerte Rumgewalterei, das hätte man besser lösen können) und gingen dann runter zur Brücke, wo die offenen Wiesen anfangen. Und dann stapften wir quer über die Wiesen zur Loipe (zur großen Freude der besten Mama frisch gespurt) und noch ein bisserl im Wald herum und wieder zurück. Es war traumhaft schön!
Und ganz schön anstrengend. Der Schnee war ordentlich tief und man muss mit den Schneeschuhen immer die Füße relativ hoch heben, statt sie wie mit den Skiern schön bequem hinter sich her zu ziehen. Naja, vielleicht mache ich da auch was falsch. Die beste Mama ist jedenfalls ganz schön fit und freute sich, dass sie sich schön auspowern konnte. Corona scheint jedenfalls rum zu sein, denn mir ging es trotz Schnaufen und Schwitzen echt gut. Ich musste gelegentlich ein bisserl husten, aber sonst wat alles prima.
Den Nachmittag verbrachte der beste Allgäuer dann mit Telefonieren. Mit der LG, mit dem Krankenhaus, mit seinen Geschwistern ... und nicht mit dem SV, denn der hörte sein Handy wohl nicht. Es war anstrengend, aber immerhin wissen wir nun, was er hat und er spricht auf die Medikamente an und scheint stabil.

Blick über der Wiesen

Die beste Mama beim Spuren ...

... und im Wald

Fast schon wieder zurück.
Eigentlich sollte es laut der Wettervorhersagen ja langsam schöner werden, aber das hatte dem Wetter wohl niemand gesagt. Es war wieder trüb und kühl und windig. Wir gingen nochmal in der näheren Umgebung in den Wald.
Gleich am Parkplatz sprang uns der erste Steinpilz an, dann fanden wir aber lang nur vereinzelte Maronen (wir hatten von vornherein ausgemacht, nur Maronen und Steinpilze mitzunehmen). Ich hatte schon die Lust verloren (auch weil der Wald schon wieder steil und unwegsam war und dem Knie nicht gut tat) und ging jeweils die leichtesten Wege und wartete an geeigneten Stellen auf den besten Allgäuer. Das ging deswegen gut, weil wir endlich mal die Funkgeräte dabei hatten.
Der beste Allgäuer machte die richtigen Umwege und fand ein Gebiet, in dem nahezu Steinpilz an Steinpilz stand. Er ließ mich wissen, dass er noch eine Weile brauchen würde, deswegen machte ich es mir an einer grasigen Stelle gemütlich. Der Mann kam mit einer vollen Tasche allerschönster Steinpilze, da wartet man doch gern. Allerdings hatten wir inzwischen Probleme: wohin damit? Wir beschlossen nochmal Steinpilze zu verschenken, es kann ja nicht jeder so ohne Weiteres im Steilwald rumlaufen.
Der Abstieg von der Mega-Fundstelle war wirklich arg steil und ich tat mich etwas schwer damit. Das Knie mochte mich unten nicht mehr sehr, dabei hatte ich alles weggepackt und war mit zwei Stöcken abgestiegen.
Das Steinpilzgeschenk kam auch diesmal gut an. Grosses Staunen und Freude über die grossen schönen Pilze :-)
Und wir hatten ein prima Abendessen und weitere Trockenpilze.

Fund direkt beim Losgehen

Fund irgendwo mitten im Wald

Zwischendurch war das Gehen beschwerlich
Am Montag war das Wetter solala. Gerade richtig um ein wenig in Haus und Garten und am Rad des besten Allgäuers von Allen zu werkeln. Das Knie war eh etwas motzig und brauchte Pause. Dienstag war der Schwiegervater-und-Freundin-Steinpilzessen-Tag, da war im Haus doch einiges an Aufräum-Arbeiten zu erledigen. Da traf es sich gut, dass es den ganzen Tag über schüttete und gewitterte. Das Pilzgulasch war super und kam auch bei den Gästen gut an. Am nächsten Tag gab es sogar noch ein Kompliment für die Semmelknödel :-)
Auch am Mittwoch ließ das Wetter zu wünschen übrig, es war aber wenigstens trocken. Ich wollte ein wenig Laufen, aber mein Vorschlag traf auf wenig Begeisterung. Aber wir könnten doch in die Pilze gehen, meinte der beste Allgäuer von Allen. Damit konnte ich mich anfreunden und so fuhren wir einfach in der Nähe auf einen Waldparkplatz und marschierten los.
Nach einem kurzen Stück Forstweg bogen wir in steilen Wald ab. Anfangs fanden sich überhaupt keine Pilze, weder bekannte noch unbekannte, aber schon auf halber Höhe wurde alles gut: viele Steinpilze, viele Maronen, viele Frauentäublinge, allerlei unbekannte und ein paar andere bekannte Pilze. Wir hatten schon wieder total volle Taschen.
Das war eine nette Runde, die das Knie trotz des wirklich unwegsamen Geländes ganz gut wegsteckte.
Weil wir abends um Essen (ursprünglich sollte gegrillt werden, aber das wurde dann wegen des Wetters aufgegeben) eingeladen waren, fragten wir gleich mal nach, ob wir jedem ein paar Steinpilze mitbringen sollten. Das wurde erfreut angenommen. Aus dem Rest wurden weitere Pilzrationen für die Tiefkühltruhe und Trockenpilze.

Erdsterne

Abendessen :-)

Ungewöhnlich roter Perlpilz

Marone