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Soldaten-Invasion

Mittwoch, Januar 27, 2021

Ich hatte für diesen Tag eigentlich wie am Vortag mit Wind und Schneefall gerechnet. In der Früh war es aber nicht windig und es schneite nicht. Trüb war es, klar, aber echt OK. Und die nächsten Tage war S**wetter sondersgleichen angekündigt (vor allem viel Regen, das ist eh das Schlimmste). Ich erledigte erst mal meine ‘Arbeit’ (Mails, Jobs, usw.) und sauste dann ins Ostertal.

Dort war es leerer als Letztens bei dem schönen Wetter und der Hang zum Rangiswanger Horn sah echt noch OK aus. Es hatte aber kaum Wind, deswegen ging ich auf der Forststraße nach links. Da war ich wunderbar allein auf der erstaunlich gut ausgetretenen Spur. Es hatte viel mehr Schnee als ich nach dem mageren Schneefall daheim erwartet hatte und er war teilweise ordentlich verblasen.

Erst war es lediglich trüb mit Wolken an den Gipfeln, weiter hinten fing es dann an, leicht zu schneien. In der Senke unter der Alm fellten 2 Leute frisch auf und vom Weiherkopf kamen 4 Leute mit Hund runter. Sonst war ich weiterhin wunderbar allein.

Im Anstieg zum Ochsenkopf machte die immer noch erstaunlich gute Spur sehr viele Bögen, aber der Schnee war mir zu hoch, um ein paar der extra-unnötigen Bögen abzukürzen. Ich war gerade auf dem letzten Teil des Anstiegs vor der Querung, als von oben jemand in einem weiß-gefleckten Anzug kam. Und dann noch jemand, und noch jemand ...

Dann standen 10 Soldaten vor mir und der vorher fast unbefahrene Hang war umgegraben. Wieviele sie den seien, fragte ich. “26”, war die Antwort. Sechs-und-zwanzig!!! Waaaah, mein Schnee! Kein Wunder, dass die Spur so ausgesprochen gut und ordentlich war. Die Damen und Herren Soldaten waren alle in Winter-Tarnkleidung, hatten aber die üblichen knallbunt leuchtenden Tourenski, die alle so haben. Ich sah das gut, denn einige konnten nicht allzu gut fahren und es gab immer wieder Schneegewühle, weil sich jemand in den Tiefschnee geworfen hatte.

Ich ging weiter und die restlichen Soldaten kamen in kleinen Grüppchen den Hang runter. Je weiter hinten sie dran waren, umso schlechter konnten sie fahren. Als ich in die Querung einbiegen wollte, schrien ein paar Soldaten nach hinten: “Gegenverkehr!”. Auf meine Frage, ob die oben denn fahren könnten, wurden bedenklich Köpfe geschüttelt. Ich wartete lieber, bis alle durch waren ;-)

Der letzte Soldat hatte eine dunkle Jacke an (optisches Kennzeichen für den Lumpensammler?) und entschuldigte sich, dass nun die Spur kaputt sei. Ich meinte, das mit der Spur sei nicht so schlimm, aber der Hang! Er hatte vollstes Verständnis und meinte so ginge es ihm jeden Tag.

Ich querte und stieg über den total zerfahrenen Gipfelhang (ohne Spur, die war weg) zum Kreuz. Wegen des ekligen Windes da oben verzichtete ich auf eine Pause und fuhr direkt wieder ab. Der kleine Gipfelhang war kaputt, aber weiter unten nach der Querung fand sich dann doch noch genügend Schnee für eigene Spuren (in den steilen Osthang wollte ich wegen allein unterwegs nicht, dabei sah der großartig aus, ich habe extra nachgeschaut). Der Schnee war aber ziemlich schwer und kompakt und stresste das Knie ordentlich. Ich brauchte ein paar Pausen.

Normalerweise gehen wir von der Senke aus ja immer noch übers Rangiswanger Horn, aber inzwischen schneite es dicht und dazu hatte ich dann doch keine Lust. Ich fuhr den laaangen Forstweg zurück. Der ist gerade so geneigt, dass man fast immer nur auf den Skiern stehen und es laufen lassen kann. Selten muss man schieben und selten muss man seitlich in den tiefen Schnee um langsamer zu werden.

Das war ein sehr netter einsamer Aufstieg mit Überraschung und eine okaye Abfahrt. Also durchaus lohnend :-)


Starthang


Schneewehen an der ersten Alpe


Wintertraum


In der Senke fängt es an zu schneien


Die Hang-Umgraber


Oben


Der letzte Hang

Von engel am 27.01.2021 23:00 • diaryoutdoorski
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