Die fast letzte Woche des Jahres war deutlich ruhiger als die letzten Monate. Zwar stellte sich weder beim besten Allgäuer noch bei mir so richtig Weihnachts-Feeling ein (trotz Adventskranz, Weihnachtsdeko und unserem üblichen Plastikbaum), aber die Woche wurde tatsächlich sowas wie eine ‘staade’ Zeit mit wenig Arbeit :-)
Die Festlichkeiten begannen direkt am Montag mit der Feier der diamantenen Hochzeit der besten Eltern im Tobias. Wir Schwestern hatten zwar beschlossen, der besten Mama die ganze Orga abzunehmen und das unter uns aufzuteilen, aber am Ende organisierte Schwesterle1 dann mehr oder weniger alles allein. Schwesterle2 steuerte aus der Ferne ein sehr nettes Gedicht bei, das stellvertretend ich vortrug. Immerhin, auch ein Mini-Beitrag ;-) Die Feier war sehr schön und wir bekamen auch ein paar Anekdoten erzählt.
Dann war Weihnachten, das wir wie üblich erst beim Schwiegervater und seiner Lebensgefährtin und dann bei den besten Eltern verbrachten. Ich hatte zwar eigentlich angekündigt, dass es keine Geschenke von uns geben würde, aber einen Sizilien-Kalender hatte ich dann doch noch zusammenbekommen. Der konnte allerdings mit dem Guatemala-Kalender von Schwager und Schwester nicht ganz mithalten (ich finde ihn aber trotzdem schön). Der jüngste Neffe hatte wieder seinen mexikanischen Studien-Kollegen dabei, damit der über die Feiertage nicht so allein in Stuttgart rumhängen musste, und darauf waren diesmal alle besser vorbereitet. D. hatte ein paar Geschenke für alle dabei und alle hatten auch was für ihn.
An den beiden Feiertagen taten wir dann was für unsere Körper und Gemüter und spazierten zweimal über den Illertalhügel. Dort lagen an den tieferen Stellen um die 10 Zentimeter Schnee. Anderswo lag anscheinend mehr und vermutlich waren irgendwo auch vernünftige Skitouren möglich, aber das zog nicht mal ich in Betracht. Alles viel zu aufwändig, wir wollten einfach nur mal wieder raus. Und das war auch sehr, sehr schön :-)
Am zweiten Feiertag luden wir dann auch endlich den Schwiegervater und seine Lebensgefährtin ins neue Haus ein. Nach einer Hausführung gab es - gewünscht von der LG - Würstel mit Kartoffeln und Sauerkraut, was ausgesprochen gut ankam.
Freitag und Samstag machten wir dann am alten Haus den Dachboden fertig, räumten den Keller weiter aus und fingen mit der Garage und dem Gartenhaus an. Am Ende hatten wir dann tatsächlich das Gefühl, das Ende sei in Sicht :-)
Sonntag gab es noch mal den Illertalhügel, damit wir auch was vom wunderbaren Wetter sahen.



An den beiden letzten Arbeitstagen des Jahres durfte ich noch mal radeln :-) Am Montag nahm ich, weil es gar so dunkel und windig war, den Weg unten rum über die Zubringerstraße, am Dienstag fuhr ich mutig über Land. Oben rum macht deutlich mehr Spaß, zumal ich an diesem Tag das wirklich allererste Licht erwischte, das im Osten mit einem minimalen Schimmer anfing, gerade so, dass ich die Umrisse vom Himmel unterscheiden konnte :-)
Montag war auch der 2-jährliche Mammografie-Termin, für den ich dann in der Früh doch die Unterlagen vergaß :/ Deswegen konnte ich nicht wie geplant direkt von der Arbeit zum Krankenhaus radeln, sondern musste früher aufhören, heimradeln und dann erst (mit dem Auto) zum Krankenhaus sausen. Der Termin war wie immer sehr unangenehm (keine Ahnung, ob das mit größerer, besser gepolsterter Brust besser ist, mir tut das Brustquetschen jedenfalls ziemlich weh) :-(
In der Arbeit wurde es beständig leerer. Am Dienstag durfte ich dann in der Italiener-Telko den Kollegen vertreten, der sich mit der Hardware des Projekts am besten auskennt und schaffte das vor allem deswegen, weil ich relativ schnell zu Cybersecurity umschwenken konnte. Da kenne ich mich aus, was Fragen beantworten und Diskussionen generell um einiges einfacher macht :-)
Ab Mittwoch hatte dann auch ich Jahresendurlaub. Wir begannen am alten Haus damit, den zu entsorgenden Kram mit jeweils 2 Autos zum Wertstoffhof zu bringen (einschließlich etwas Sondermüll, den ich freundlicherweise auch außerhalb der Sondermülltermine loswurde). Das alte Haus wurde jedes Mal ein bisserl leerer und sauberer.
Am Wochenende gönnten wir uns Pause und räumten mal im neuen Haus auf, das war auch mal nötig und trug viel zum neuen Daheim-Gefühl bei. Ich fuhr lediglich am Sonntag wegen Müll noch mal kurz zum alten Haus und fing auch schon mal an, den Dachboden sauberzumachen. So leer war der Dachboden vermutlich seit dem Bau des Hauses nicht mehr ;-)
Mit dieser Arbeitswoche zog wieder sowas wie Normalität ein, ich hatte nämlich zum Mittagessen Salat dabei :-) Ich mag Salat zu Mittag vor allem deswegen, weil man danach nicht in ein gar so tiefes Essen-Loch fällt, aber Salat ist natürlich grundsätzlich was Feines. Sonst begann ich mich bei der Arbeit, mit einem weiteren Projekt zu beschäftigen, einer weiteren Altlast, die A. und mir zugefallen war.
Der beste Allgäuer lief beim Ausräumen des alten Hauses zu Hochform auf und zerlegte den riesigen Schrank des alten ‘Büros’, den wir eigentlich hatten wegwerfen wollen, weil ihm dann doch noch eine Verwendung eingefallen war. Der Schrank ist ein Monstrum, dass er den allein zerlegen konnte, ist schon echt bemerkenswert. Von den superschweren Rückwänden abgesehen, brachte er dann auch alles heim und stapelte es in der Garage. ‘Weißwurst-Power’ meinte er danach, weil er sich mittags Weißwürste gegönnt hatte.
Ich versuchte nebenher mein Büro weiter aufzubauen und aufzuräumen, kam aber nur sehr bedingt weiter. Wir räumten aber weitere Kisten aus. Man findet zwar noch nicht viel wieder, aber es wird immerhin wohnlicher ;-)
Im Garten hängten wir das zweite Vogelhäuschen auf, weil das geerbte auf drei Seiten zu ist und die Vögelchen das Häuschen mit sehr viel Misstrauen und Vorsicht behandelten. Das neue Häusechn ist von allen Seiten zugänglich und war beinahe sofort ein voller Erfolg. Beim alten Haus hatten wir vor allem Spatzen und ein paar Meisen gefüttert, hier kommen neben Blau- und Kohlmeisen auch Gimpel, Buchfinken und - für uns völlig neu - Bergfinken :-)
Am Freitag ging der beste Allgäuer zu seiner Weihnachtsfeier und ich nutzte den Abend zu einem langen gemütlichen Bad, das war war sehr fein :-)
Am Wochenende bauten wir gemeinsam den Schreibtisch ab (zersägen und Unterteile für den Keller mitnehmen) und fingen an, den Dachboden auszuräumen, in dem haufenweise Holz vom Ex-Freund von Schwesterle (von vor knapp 30 Jahren :/) und Uralt-Kram von deren Vormietern lag. Ich hatte ja eigentlich Dachboden und Keller von Profis ausräumen lassen wollen, aber nachdem wir da jetzt schon angefangen hatten, machten wir hlat aich weiter (*seufz*). Das Holz nahmen wir mit und fuhren gut es verzurrt und seeehr vorsichtig, weil es eigentlich zu lang für den Kangoo war, zum Haus.
Sonntagabend gab es Käsefondue zum Geburtstag des besten Papas. Sehr fein!

Schrankmonsterabbau

So langsam kommt wieder Licht rein

Vogelhäuschen (und Windradeule)

Holz!

Kangooladung
Die Woche begann sehr, sehr dunkel. Ich nahm nämlich den Weg ‘hintenrum’ ins Büro, also über Land auf der sehr schmalen Straße und danach auf der noch schmaleren (und dunkleren) Querstraße über die Autobahn (da ist es dann schon wieder einigermaßen hell). Da hat es mehr Verkehr als erwartet und es fährt sogar der Schulbus dort entlang, aber das war trotzdem gut. Da geht es nämlich direkt erst mal bergauf und damit wird man gleich mal warm. Allerdings hätte das gute Licht nicht geschadet, das ist aber noch irgendwo in irgendeiner Kiste.
Ich radelte auch am Mittwoch. Da nahm ich den Weg über die beleuchtete Straße, weil es schneeregnete und noch dunkler war als am Montag. Radeln war natürlich trotzdem gut.
Die anderen Tage fuhr ich mit dem Auto, brachte Zeug zum Wertstoffhof, fuhr zum alten Haus und nahm dort anderes Zeug mit. Wir hatten den Umzug schlecht geplant, in dem alten Haus hatte es noch Unmengen Zeug.
Der beste Allgäuer fuhr jeden Tag zum alten Haus, baute irgendwas ab und räumte dann den Kangoo bis unters Dach voll und brachte das Zeug zum neuen Haus. Immerhin sah man, dass das leere Haus immer leerer wurde ;-)
Am Samstag bauten wir zu zweit den schwarzen Dachbodenschrank ab. Von dem hatte ich gedacht, dass er eigentlich zum Wegwerfen sei, aber der beste Allgäuer argumentierte mit Stauraum, da hatte er schon recht. Am Sonntag bauten wir den Schrank im neuen Dachboden wieder auf und machten sonst ein wenig Pause – unterbrochen von Kisten ausräumen und Putzen natürlich.
Samstagabend kochten wir das erste Mal ‘richtig’ in der neuen Küche. Und auch wenn die klein ist, die neue Küche, man kann drin kochen und es kommt gutes Zeug dabei raus :-)



Das erste Mal seit der Hausübergabe und dem Umzug nahmen wir uns die Zeit, um mal wieder raus und irgendwo rauf zu kommen. Das Wetter war kalt und schön angesagt, Schnee sollte nach Oberjoch-Webcam nicht allzu viel liegen. Berg-Zeug finden war im Umzugsverhau nicht ganz einfach, aber wir hatten dann doch jeder einen Einstein-tauglichen Rucksack.
Nachdem wir den Kangoo in der Früh mehr oder weniger freipickelt hatten (Nebel war fast zentimeterdick auf die Frontscheibe gefroren, parkten wir in Berg auf nahezu dem letzten Parkplatz der Berger Alm (am Parkplatz an der Straße war auch viel los).
So waren wir natürlich nicht allein am Berg, aber waren durch strategische Pausen doch meistens allein unterwegs. Anfangs war es echt kalt, aber mit der Bewegung und der Sonne wurde es uns bald warm. Ich stieg bald im T-Shirt auf, auch wenn das im Schatten manchmal etwas kühl war. Wind hatte es kaum.
Der Gipfel war relativ voll und dort war es auch windig, deswegen stiegen wir wieder zu dem Platz vor dem Baum am Grat ab, wo wir schon öfter Pause gemacht hatten. Leider hatte es da dann auch schon mehr Wind als im Aufstieg. Die Pause war aber trotzdem schön :-)
Wir gönnten uns weiter unten nochmal eine Pause, in der Sonne und ohne Wind. Da war es superbequem und so warm, dass man sich tatsächlich ins Gras legen konnte. Wir dösten beide kurz weg, war ja klar ;-)
Auf dem Heimweg gab es dann noch K&K bei den besten Eltern und wir durften eine weitere Ladung Apfelmus mitnehmen.

Start in Berg

Traumwetter :-)

T-Shirt-Temperaturen

Anstieg mit Weitblick

Auf den letzten Metern

Gipfelbild

Abstieg
Die Woche war gekennzeichnet dadurch, dass wir ständig etwas ein- und aufräumten. Und zwischendrin aus dem erschreckend seltsam aussehenden alten Haus (das noch immer fürchterlich voll war), weitere Kisten mit Zeug holten. Letzteres mehr oder weniger unsortiert (so wie wir bisher überhaupt sehr wenig aussortiert haben) und es landet ähnlich unsortiert entweder im Keller oder im Dachboden oder in Schränken (Küchenkram vor allem).
Am Montag versuchten wir, unsere Klamotten in die neuen Schränke zu räumen, was weniger einfach war als gedacht. Man sollte meinen, dass (meine) Klamotten, die vorher in einem Viertel-Schrank und mehreren kleineren Kommoden waren, nun problemlos in einen Riesenschrank (ohne die ganz obersten Fächer, an die ich nur mit Leiter komme) passen, aber dem ist nur bedingt so (zu wenige Fächer und Schubladen). Der beste Allgäuer, der jetzt den kompletten alten Schrank für sich hat, hatte ähnliche Probleme. Naja, das wird sich finden ;-)
Montagabend weihten wir das neue Bad vollständig ein, indem wir nicht nur wie bisher die Dusche, sondern auch die Wanne zum Entspannen und Lesen nutzten. Die neue Wanne ist gleichzeitig bequemer (weniger Neigung auf der flachen Seite) und unbequemer (weniger Neigung, deswegen taucht man weniger ein, hinten steiler).
Am Dienstag nutzten wir dann die geerbte Sauna das erste Mal und das war absolut super :-) Zwar fehlte noch ‘Sauna-Duft’ und wenn wir aus der Sauna in den Keller traten, erschlug uns das Umzug-Chaos, aber es war super, in trockener Hitze zu schwitzen und durch und durch aufzuwärmen :-) Das mit der kalten Dusche danach war nicht so super, aber da gewöhne ich mich schon noch dran. Hinterher fühlten wir uns so porentief rein wie Sauna einen halt macht ;-)
Am Mittwoch radelte ich endlich mal wieder ins Büro. Unten rum hin, oben rum übers Land zurück. Es hat praktische Unterführungen (die im Winter sicherlich mit Vorsicht zu genießen sind) an der großen Straße und der Weg ‘über Land’ ist echt Land, was man vor allem am Wind merkt. Auf der kleinen Straße ist aber mehr los, als ich erwartet hatte.
Als dann auch der PowerLine Adapter angeschlossen war, war die Netz-Situation wieder so wie gewohnt, ein weiterer Baustein fürs Wohlfühlen (auch wenn keiner von uns so richtig Zeit hatte, das Netz zu nutzen - außer zum Streamen natürlich).
Am Freitag war dann meine Firmenweihnachtsfeier, an derselben Location wie letztes Jahr. Und es war sehr nett und gab gutes Essen. Alle Neuen mussten singen, was alle so schrecklich fanden, wie ich letztes Jahr, aber auch bei denen war es nur halb so schlimm wie befürchtet ;-)
Für den besten Allgäuer begann die Woche unschön, denn er musste feststellen, dass der Akku seines Handys (das alte von mir, 8-10 Jahre alt) bei Kälte plötzlich innerhalb von Minuten zusammenbrach. Er musste ein neues kaufen. Das führte dann zu viel Frust, weil alles ein bisserl anders ist, und er natürlich trotzdem so gut wie alle Apps extra umziehen (die Einstellungen zumindest) musste.
Sonntag gönnten wir uns dann bei bestem Wetter mal wieder einen Berg. Das war super :-) Und da zeigten sich dann auch viele positive Seiten vom neuen Handy: es ist bei Licht besser ablesbar und macht gute Bilder.

Wir ‘machen Holz’