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Interessante Dinge in der Arbeit, darunter das erste PM-Meeting mit dem Chef und eine sehr kurzfristige Aufgabe, bei der ich mich um das ungelöste Problem kümmern durfte, dass unser neues Code-Signing-Zertifikat zwingend ein Token am Rechner und die manuelle Eingabe einer PIN erfordert. Nach viel Recherche und allerlei Lösungsversuchen hatte ich am Ende der Woche einen praktikablen Vorschlag (und auch schon eine halbe Lösung), mit dem wieder alle, die das müssen, unseren Code signieren können.

Dienstag war das Wetter ganz OK, deswegen machten wir abends eine Runde über den Blender, was einfach mehr Spaß macht, als oben auf dem Trainer zu laufen. Tat ich dann am Donnerstag trotzdem.

Mittwoch war mal wieder Firmen-Stammtisch. Diesmal waren erfreulich viele Leute dabei, dafür war das Essen nix. Der Chickenburger taugt mir nicht und anstelle des White Chocolate Cheesecake gab es nur noch einen Apple Pie, der ganz einfach nur langweilig war. Pffff!

Freitagnachmittag bereiteten wir uns auf den aufregenden Samstag vor, an dem wir mit dem Bruder des besten Allgäuers bei Regen und Gewittern auf ein Open Air in Stuttgart gehen würden. Es dauerte eine Weile, bis ich mein Fahrrad-Regencape gefunden hatte und eine kleine Tasche (maximal A4 war laut Website erlaubt) auftreiben konnte.

Am Samstag starten wir dann mit dem Clio bei Schnürlregen nach Stuttgart. Der Regen hörte irgendwo vor Ulm auf, dafür begannen die Staus (Zugfahren war keine Option gewesen, weil der letzte Zug ins Allgäu arg knapp gewesen wäre). Ich hatte die zwar eingeplant, aber man wird natürlich trotzdem nervös, ob der Zeitplan klappt, denn das mit dem Parken hatte ich vorab auch nicht gut abschätzen können.

Es klappte aber alles prima. Wir waren rechtzeitig in der Gegend, verfuhren uns nur einmal kurz und landeten dann in genau dem Parkhaus, das ich ausgesucht hatte (war das zweite in der Kette von 10 möglichen Parkplätzen, die ich rausgesucht hatte). Das erste Parkhaus in meiner Kette wäre noch näher am Open-Air-Gelände gelegen gewesen, aber dafür hätten wir an dem zweiten Parkhaus vorbeifahren müssen und da war ganz offensichtlich noch Platz, deswegen nahmen wir das. Der längere Weg zum Gelände war nach der langen Fahrt dann gar nicht so schlecht ;-)

Das Open-Air war dann ganz gut. Ich bin da ja eigentlich vor allem mit, damit Mann und Schwager problemlos hin und zurückkommen. Iron Maiden kenne ich natürlich grundsätzlich, aber nicht so gut, dass ich Songs identifizieren könnte, und von der Vorband Avatar hatte ich noch nie gehört. Aber Avatar gefiel mir dann meistens gut und Iron Maiden sowieso. Die hatten auch eine echt coole Show, wo Eddie zu den jeweiligen Songs auf den riesigen Bildschirmen irgendwas Passendes machte.

Der beste Allgäuer war allerdings vom Sound recht enttäuscht. Vielleicht hätte man für guten Sound ins Gedränge vor der Kontrollstation gemusst (da hätte man sicherlich auch besser gesehen), wo die Anlage der Band für den Sound sorgte. Wir standen aber weiter hinten, wo der Sound aus riesigen Boxentürmen kam (und da war es eh schon arg dicht).

Das Wetter zeigte sich gnädig. Es war bedeckt und deswegen nicht allzu heiß und es gab nur einmal ein Gewitter, kurz bevor die Vorband auftrat. Die Regencapes waren da echt prima, wir wurden nur etwas nass.

Insgesamt ging es auf dem Gelände sehr friedlich zu (was ich auch erwartet hatte, wilde Heavy-Metal-Verkleidungen und Gesten und Alles hin oder her), allerdings wurden einzelne Besucher mit fortschreitender Zeit immer betrunkener und sehr nervig. Einmal hätte es deswegen beinahe eine Schlägerei gegeben, aber die jeweiligen Begleiter der beiden Männer griffen blitzschnell ein und alles blieb fein. Ich war sehr beeindruckt, wie fix die waren (vermutlich kannten sie ihre Pappenheimer).

Erstaunlicherweise gab es viele Kinder auf dem Open-Air (alle, die ich sah, hatten Lärmschutz-Kopfhörer auf, wir hatten auch Stöpsel). Ich hätte eigentlich erwartet, dass die mit der Zeit sehr gelangweilt werden würden, aber vermutlich war das alles so aufregend, dass es auch wurscht war, dass die Kleinen alle so gut wie nichts sehen konnten.

Nach dem Ende schoben wir uns langsam mit den Massen (65.000 sagte irgendwer) vom Gelände, was zwar etwas anstrengend, aber völlig OK war, wir konnten ja keinen Zug verpassen. Nachdem wir aus dem Parkhaus raus waren, verteilte sich der Verkehr sehr schnell und wir kamen nahezu problemlos nach Hause. Nur bei der Durchfahrt durch Ulm war ich irgendwo etwas zu schnell und es blitzte. Naja, passiert. Daheim regnete es natürlich.

Am Sonntag fuhr der beste Allgäuer seinen Bruder zurück nach Hause und kam mit einem kaputten Auto zurück. Und zwar genau so, dass er es bis vor die Garage schaffte und dann ging das Auto nicht mehr an. Der Kangoo motzte irgendwas mit Einspritzung und das Auto stank nach Diesel wie Teufel. Wie gut, dass wir den nicht für die Fahrt nach Stuttgart genommen hatten!


Auf dem Weg aufs Gelände


Gewitter


Vorband


Hauptband


Langsam wird es dunkel


Viele Scheinwerfer


Eddie verabschiedet sich

Von engel am 27.07.2025 23:00 • diary

29/25 Urlaubsende, Ausweis, Kraxeln

Sonntag, Juli 20, 2025

Die Woche nach dem Urlaub begann mit vielen Mails, die meisten zum Italien-Projekt, wo nicht alles so glattgelaufen war, wie wir erhofft hatten. Die Telemetrie- und Hardware-Jungs hatten aber super Arbeit geleistet und die Italiener zumindest arbeitsfähig gebracht. Puh!

Radeln war die Woche trotz kühlem Wetter und Regen- und Gewitterneigung ausgesprochen cool. Auf dem Weg ins Büro hatte es immer wieder andere und wirklich toll aussehende Wolkenformationen. Ich liebe den Weg ins Büro, da fängt jeder Tag mit irgendwas Tollem an. Am Rückweg habe ich nur kurz Bergblick, das ist auch schön, aber selten so großartig.

Die vielen Gewitter in der Woche zeigten auf, wo die Regenrinnen und Abläufe am Haus überall beeinträchtigt waren. Der beste Allgäuer spülte und schaufelte und kratzte an immer neuen Stellen Verhau aus den Regenrinnen. Am Ende der Woche hatte er dann alles frei, seitdem läuft auch bei wüsten Gewittern alles ordentlich ab. Das ist super!

Am Freitag nahm ich mir vormittags kurz frei, um einen neuen Ausweis zu beantragen (höchste Zeit!). Kempten ist inzwischen schon ziemlich digitalisiert und es funktioniert auch weitgehend gut. Termine beantragt man online und checkt dann vor Ort noch mal ein und bekommt einen Code zugewiesen, über den dann die Aufrufe laufen.

Weil ich angegeben hatte, kein Passbild mitzubringen, bekam ich als Erstes eine Foto-Station zugewiesen, an der ich das Passfoto machen konnte. Der Automat machte sogar ein ganz passables Foto von mir. Dann ging ich rein und wartete darauf, dass mein Code erschien. Tat er aber nicht. Weil ich ungeduldig bin, ging ich nachfragen und das war auch gut so, denn so ganz rund läuft das System anscheinend doch noch nicht: mein Code war im System verschwunden. Ich kam dann trotzdem dran.

Am heißen und schwülen Samstag stiegen wir seit langem mal wieder über den Aurikelgrat aufs Hörnle, was viel Spaß machte, aber für uns beide unerwartet anstrengend war. Das wunderte uns sehr, schließlich ist das ja auch nicht so besonders viel, aber nachdem wir beide am Seichenberg echt kaputt waren, entschieden wir, direkt zum Grüntenhaus zu gehen, wo es gutes Bier und guten Kaffee gab.

Sonntag buk ich Kuchen mit Schwarzen Johannisbeeren (was irgendwie misslang, denn der Kuchen fiel nach dem Back zusammen und wurde matschig – immerhin schmeckt er aber gut), dann radelten wir an den Bachtel (wo es unerwartet leer war) und wurschtelten danach noch ein bisserl im Garten rum.

Von engel am 20.07.2025 23:00 • diary

Samstag, 28.06.2025: Sonnenbrand holen

Donnerstag, Juli 17, 2025

Am Samstag des heiß und gewittrig angesagten Wochenendes sollte es etwas mehr Wolken in den Bergen haben als am Sonntag, deswegen entschlossen wir uns zur ersten SUP-Runde des Jahres.

Der Rottachspeicher hatte noch immer viel zu wenig Wasser, deswegen war es etwas unangenehm, mit dem SUP über die Steine und Muscheln zum Wasser zu gehen. Danach war es aber so nett wie immer. Wir SUPten die große Runde, erst vor zur Staumauer und dann im Bogen Richtung Petersthal und runter zur Boje, wo wir schwammen und uns in die Sonne legten.

Auf dem Rückweg nahm ich dann zwar ein Hemd, aber es war insgesamt einfach zu viel für die noch nicht so recht sonnengewöhnte Haut. Sowohl der beste Allgäuer als auch ich holten uns einen ordentlichen Sonnenbrand auf Rücken, Bauch und Hüften. Hätte man schlauer machen können :/

War aber trotzdem schön (auch wenn ich mir auf dem Rückweg mit dem SUP über die Muscheln einen Schnitt im Fuß einfing) :-)

Von engel am 17.07.2025 07:25 • outdoor

Freitag, 20.06.2025: Wolkengipfel

Mittwoch, Juli 16, 2025

Am letzten schönen Tag des langen Wochenendes sollte es wieder schön und schwül und am Ende möglicherweise gewittrig werden, allerdings waren die möglichen Gewitter für deutlich später angesagt. Wir entschieden uns für eine längere Bik&Hike-Tour direkt ums Eck von der letzten (die Bikes steckten ja eh schon im Auto) und fuhren wieder ins Tannheimer Tal. Diesmal parkten wir auf dem großen Parkplatz bei Tannheim.

Der Weg hinauf zur Älpele-Alpe war zwar erst mal angenehm kühl im Wald, aber es war so schwül, dass wir trotzdem schwitzten. Und dann kamen wir in die Sonne und schwitzten noch ein bisserl mehr ;-) Unten hielten uns zwei Jungs sehr nett das Gatter auf und überholten uns kurz drauf, als wir Pause an der Bank an der Kehre machten. Kurz vor der Älpele-Alpe waren alle Kühe vor dem Gatter versammelt, deswegen machten wir das Gatter lieber nicht auf, sondern hoben die Räder übers Gatter drüber (der beste Allgäuer hob mein Rad, weil meine Handgelenke schmerzten).

Wir stellten die Räder an der Alpe ab und gingen zu Fuß weiter. Nach der Abzweigung zum Zirlessattel kommt die Wiese mit den vielen Enzian und da hatte es einen hellblauen Enzian! Hatten wir noch nie gesehen und liess sich leider auch nicht identifizieren.

Bis zum Rücken zur Nordseite waren wir allein, dann trafen wir auf Leute, der Betrieb hielt sich allerdings in Grenzen. Im Nordhang hatte es natürlich ein paar Schneefelder, die aber alle sehr gut gespurt und auch gut zu queren waren. Unten hatten wir noch Sonne gehabt, nun zogen Wolken rein und die Sonne verabschiedete sich.

Auf halbem Weg im Nordhang kam uns einer der netten Jungs entgegen und stieg extrem vorsichtig ab. Weiter oben trafen wir auf seinen Kumpel, der meinte, sein Freund käme aus dem Flachland und der Anstieg sei ihm zu viel gewesen. Kann ich verstehen und Kudos für den jungen Mann, dass er das zugegeben hat, aber dass er allein absteigen musste, das ist nicht OK. Das macht man nicht. Aber das haben wir dem anderen Jungen nicht gesagt.

Am Gipfel war es moderat voll und kühl. Wir suchten uns einen windgeschützten Platz und machten eine kurze Pause. Dann stiegen wir über den Nordgrat ab. Bei der Querung der großen Wiese kam endlich ein großes Sonnenloch und wir legten uns eine Weile ins Gras :-) Dann stiegen wir zur Älpele-Alpe ab, wo es ausgezeichneten Kuchen und Bier gab.

Die Abfahrt danach war einfach und ging schnell :-)


Start in Tannheim


An der Älpele-Alpe


Anstieg


Super-blauer Enzian


Hellblauer Enzian


Schneefeldquerung unten


Schneefeldquerung oben


Gipfel in Sicht


Sonst aber wenig Sicht


Abstieg


Abstieg


Kuchen und Bier an der Älpele-Alpe


Abfahrt

Von engel am 16.07.2025 17:43 • outdoorbergmtb

Donnerstag, 19.06.2025: Halb barfuß

Dienstag, Juli 15, 2025

Es sollte weiterhin heiß und schwül bleiben, natürlich mit Gewittern am Nachmittag, deswegen entschieden wir uns am Feiertag für eine eher kleine Tour und parkten den Kangoo mit den Bikes am Parkplatz der Wannenjochbahn.

Gleich nach dem Parkplatz geht es eine kleine steinige Rampe hinauf. Wo mir direkt das Hinterrad wegrutschte. Kein Sturz, aber ich musste natürlich absteigen, wobei ich mir einen der scharfen Nippel vom Pedal ins Schienbein rammte. Aua! Blutete anfangs ganz schön ordentlich.

Die Forststraße bis zur Abzweigung des Wanderwegs ist nicht allzu steil und eigentlich gut zu radeln, erwies sich dann aber doch als gröber, als wir in Erinnerung hatten. Man musste gut drauf achten, nicht ins allzu tiefe Geröll zu geraten.

An der Abzweigung stellten wir die Bikes in den Wald und gingen zu Fuß weiter. Ich hatte die blauen Barfußschuhe an, was echt gut ging. Wir stiegen gemütlich zum Zirlessattel auf und gingen nach einer kleinen Pause weiter über den felsigen Grat zum Gipfel. Unten war es sehr schwül gewesen, hier oben hatte es einen reichlich frischen Wind. Dass inzwischen viele Wolken aufgezogen waren, half natürlich auch nicht.

Am Gipfel suchten wir uns ein windgeschütztes Plätzchen und machten Pause. Zwischendurch kam immer wieder die Sonne heraus und wärmte uns (bzw. erhitzte uns auch mal), dann kamen wieder Wolken und es wurde ungemütlich. Nerviger waren aber die Leute weiter vorn, die sich sehr laut über das Weltgeschehen unterhielten. Warum so laut? Man kann sich doch auch in normalem Ton unterhalten!

Wir bleiben trotzdem eine Weile (wegen Sonne :-)) und stiegen dann vorn über den langen Rücken ab. Oben war es kühl, weil gerade Wolken waren und es natürlich Wind hatte, unten kam Sonne, da waren wir zwischen den Latschen und es wurde wieder sehr warm. Der Abstieg ging wie üblich schnell und die Abfahrt sowieso (war aber ganz schön ruppig).


Start mit Ziel im Blick


Auf den letzten Radl-Metern


Es geht zu Fuß weiter


Latschenweg mit Blick auf den Ponten


Enzian :-)


Anstieg zum Zirlessattel


Zirlessattel mit Wolken


Weiterweg vorm Gaishorn


Am felsigen Grat


Gipfelkreuz in Sicht


Am Gipfel


Abstieg

Von engel am 15.07.2025 18:18 • outdoorbergmtb

Für den noch gewittriger angesagten Sonntag hatte ich eine kleine Bikerunde über die Burgruine Wagegg zusammengestellt. Es war schon beim Losradeln total diesig und schwül.

Der Bike-Trail über den Fischweiher und die Burgruine war nett, wie immer. Oben bogen wir aber nach links auf die Forststraße ab, anstatt den Holper- und Schiebe-Trail zu nehmen. Das war bequemer.

Danach radelten wir über verschiedene Wege durchs Moor, die alle komplett zugewachsen waren. Dort, wo ich eigentlich aus dem Moor rauswollte (auf einem ganz offiziellen und bezeichneten Wanderweg), hatte der Bauer 3 Gatter geschlossen und abgesperrt.

Na toll!

Wir hatten keine Lust drauf, die Bikes 3 Mal über Gatter zu heben, deswegen planten wir um und wollten auf der anderen Seite aus dem Moor raus.

Bei der Pause auf halbem Weg ging uns aber die Lust aus, weil es immer schwüler wurde, deswegen fuhren wir nach Hause, wo Kaffee und Kuchen auf uns warteten. Das war gut so, denn es begann umgehend zu regnen, als wir die Räder im Keller verstaut hatten.

K&K gab es trocken unter dem Vordach der Terrasse, wo wir sehr schön auf den Regen und den Garten schauen konnten :-)


Sehr diesiger Start


Vor der Burgruine


Vor der Burgruine


Konzentration auf dem Bike-Trail


Bäume-Slalom :-)


AUf dem Weg ins Moor


Alles zugewachsen im Moor.

Von engel am 14.07.2025 18:47 • outdoormtb

Wir wollten eine nicht allzu lange Tour ohne weit fahren zu müssen, deswegen stellten wir den Kangoo nach einem gemütlichen Start bei Hinang ab. Für den Parkplatz an den Wasserfällen muss man inzwischen auch zahlen, aber weil der Automat kaputt war, konnten wir eine Parkscheibe ins Auto legen.

Der Weg über die Wasserfälle war wie immer nett und im Schatten auch noch angenehm kühl. In der Sonne weiter oben war es dann wie ‘versprochen’ reichlich schwül. Wir gingen auch über den oberen Teil der Wasserfälle und stiegen dann über den netten kleinen Umweg, den ich letztens entdeckt hatte, und dann über den Normalweg zum Sonnenkopf auf.

Es war eh schon heiß und schwül und der steile Anstieg trug auch dazu bei, dass es ziemlich anstrengend war. Einem älteren Herren (so langsam wird der Ausdruck gefährlich ;-)) schien der Aufstieg sehr zuzusetzen. Als wir an der Diana-Hütte Pause machten (der beste Allgäuer steckte den Kopf in den Wassertrog), sahen wir, wie er immer 10 Schritte ging (zu schnell) und dann wieder Pause machen musste und einen hochroten Kopf hatte. Zwei junge Frauen gaben ihm Wasser und überredeten ihn und seine junge Begleitung, besser umzudrehen. Gut so.

Wir gingen bis zum Gipfel, wo ich entschied, nicht weitergehen zu wollen, weil es mir einfach zu heiß für noch zwei Anstiege und die blöde Teerstraße war.

Wir stiegen auf demselben Weg ab, über den wir gekommen waren, ab und kehrten in der Sonnenklause ein. War eher so mittel. Wir hatten schon im Abstieg zur Klause gesehen, dass sich über Oberstdorf Gewitter zusammenbrauten und erwarteten eigentlich, im weiteren Abstieg nass zu werden, aber wir kamen problemlos und trocken beim Auto an :-)


Anstieg über die Hinanger Wasserfälle


Am großen Wasserfall


Zwichen Unteren und Oberen Fällen


Im Wald


Querung über den Bach


Allgäu-Idylle


Kurz vor der Diana-Hütte


Fast allein am Gipfel


Abstieg


Abstieg

Von engel am 14.07.2025 18:40 • outdoorberg

28/25 Bad, Kamin, Garten

Sonntag, Juli 13, 2025

Nach dem einigermaßen schönen Wochenende fing der Urlaub mit mauem Wetter an und es trieb uns nicht raus aus unserem schönen Haus. Ich nutzte die Zeit für Nachbereitung (Einträge, Fotos, Touren, usw.) und auch der beste Allgäuer setzte sich mal wieder an seinen Rechner. Der ist noch viel hoffnungsloser hinten dran wie ich. Das Wetter war am Anfang der Urlaubswoche so kühl, dass wir einmal sogar den Kamin anfeuerten. Das war sehr angenehm :-)

Am Montag nahm sich der beste Allgäuer ein Herz und machte sich an eines der Projekte, das er schon lange vor sich her schiebt, weil die Wahrscheinlichkeit für Probleme so groß war: den Austausch des Wasserhahns im Bad. Der Hahn war so oft poliert worden, dass inzwischen das Kupfer unter dem Chrom rausgekommen war und der Abfluss sah genauso aus. Die Vorbesitzerin hatte uns unter anderem ein Hahn+Ausfluss-Set überlassen, das dort hinpasste.

Die Befürchtungen des besten Allgäuers bewahrheiten sich schon, bevor er das erste Werkzeug angesetzt hatte. Kaum hatte er unten den Abfluss angefasst, um ihn mit dem dicken Schlüssel abzuschrauben, hatte er ihn schon in der Hand. Das Teil war so modrig, dass es einfach zerbröselt war. Das wäre dann wohl nicht mehr lang gut gegangen!

Die restliche Reparatur lief dann eigentlich ganz gut, fand ich. Natürlich klemmte es mal hier, mal da (und das mit dem Abdichten war auch nicht einfach), aber nach ein paar Stunden hatten wir dann einen neuen glänzenden Wasserhahn und Abfluss. Sieht gut aus :-)

Wir verbrachten auch den restlichen Urlaub mehr oder weniger daheim und beschäftigten uns mit dem Haus und dem Garten, wo die Arbeit natürlich nie ausgeht. Ich fand das gut, denn es gab so viele Dinge, um die ich mich endlich mal kümmern wollte, dass es toll war, dafür Zeit zu haben.

Das, was ich am liebsten tun wollte, war, den Beet-Verhau aufzulösen. Ich hatte ja schon mal den vorderen Teil von den vielen ‘Echten Nelkwurzen’ befreit, die sich da unkontrolliert ausgebreitet hatten und wollte auch den hinteren Teil frei legen, der komplett von Kratzbeerranken überwachsen ist.

Nach 2 1/2 Tagen hatte ich das weitgehend geschafft (der oder die Beerensträucher, wo auch die Schwarzen Johannisbeeren stehen, sind noch überwuchert) und da steht nun: nichts (naja, fast, es sind ein paar Taglilien und anderen Blumen rausgekommen, die man vorher nicht gesehen hatte). Ich habe nur die Nelkwurzen und Kratzbeeren rausgenommen, die dann wohl alles, was da jemals gewachsen war, erstickt haben (außerdem gab es mehrere Baby-Eschen, die habe ich auch entfernt). Ich weiß noch nicht, was wir nächstes Jahr mit dem freien Platz machen werden, aber der undurchdringliche Verhau war ja auch nix.

Der beste Allgäuer kümmerte sich unter anderem um seine Tomaten und Chilis. Den Tomaten scheint es weitgehend gutzugehen und seitdem der Allgäuer gelernt hat, dass Tomaten vom Wind bestäubt werden und dass man das am einfachsten mit einer elektrischen Zahnbürste simulieren kann, kommen überall kleinere und größere grüne Kugeln. Ich bin gespannt! Die Chili-Pflanzen sehen schön aus, fangen aber jetzt erst an, Blüten zu machen, was wirklich spät ist.

Mittwoch war eigentlich einer der schlechteren Tage, aber den nutzten wir, um eine Runde über den Rottachberg zu laufen. Ging gut und war gut :-)

Samstag war das Straßenfest im unserem kleinen Extra-Ortsteil vom größeren Ortsteil von Kempten, in dem wir wohnen. Jeder sollte nachmittags was für K&K und Salat für abends mitbringen. Ich machte Brownies und Karottensalat, was beides gut wegging.

Das Fest war nett und wir sahen Leute, die wir bislang noch nie gesehen hatten, die aber anscheinend auch hier wohnen. Und wir bekamen Namen zu Gesichtern, die wir schon mal gesehen hatten. Die Back- und Salat-Künste der Anwohner sind sensationell, darf ich feststellen. Es gab haufenweise ausgezeichnete Kuchen und Salate, wir konnten gar nicht alles probieren! Wir blieben von Nachmittag bis Mitternacht (da war das Fest noch nicht vorbei) und es war nett und sehr anstrengend. Nächstes Jahr ist es woanders, wir sind gespannt.

Sonntag war eine außerordentliche Sitzung der SAN in Freising, wo ich natürlich allein hinfuhr. Mit dem Kangoo, weil es warm war und der Clio keine Klimaanlage mehr hat. Die Sitzung war produktiv und ich brachte Arbeit für mich mit. Und auf dem Rückweg bekam ich einen Stein in die Scheibe und die ist nun kaputt (großer Sprung). Sowas Blödes!

Von engel am 13.07.2025 23:00 • diary

Der Pfingstmontag sollte schön und warm werden (blieb aber sehr diesig, was anscheinend mit den Waldbränden in Kanada zu tun hatte), deswegen entschieden wir uns für eine Runde über den Illertalhügel.

Wir starteten wie üblich in Weiher, gingen auf der Nordseite hoch und über den Grat und die Südseite runter. Auf halbem Weg nahmen wir die Abzweigung zur Nordseite, um den Restabstieg im Schatten machen zu können.

Von engel am 07.07.2025 16:48 • outdoorberg

Am schönen und heiß angesagten Samstag nach der ersten Arbeitswoche nach der Krankheit suchten wir uns eine Tour ohne lange Anfahrt aus und parkten an der Gunzesrieder Säge.

Radeln zur Alpe Scheidwang hinauf ist eigentlich schön und auch nicht allzu anstrengend, aber dass es da so viel Verkehr hat (Mautstraße) ist schon ziemlich nervig. Kurz vor der Scheidwang geriet ich mit dem Bike in den relativ tiefen Wasserlauf auf der rechten Seite der Straße. Beim Rausradeln rutschte das Hinterrad dann ab und ich verlor das Gleichgewicht. Ich schaffte es leider nur beinahe vom Rad wegzukommen, deswegen fiel ich nach einem kleinen Hopser auf dem linken Bein nach unten um. Auf die Hüfte, die dann fast zwei Wochen einen übel aussehenden blauen Fleck hatte. Tat aber nicht weh.

Die Alpe Scheidwang hatte zu unserem Erstaunen nicht geöffnet. Bei genauerem Hinsehen sieht es auch nicht so aus, als würde die Alpe noch mal aufmachen. Der Parkplatz war trotzdem voll.

Wir stellten die Räder ab und gingen Richtung Heidenkopf hinauf. Radeln war ganz OK gewesen, aber der Weg zum Heidenkopf hinauf war dann ordentlich anstrengend. Einerseits natürlich, weil es so ungewohnt warm war, aber ich merkte auch die vergangene Krankheit noch deutlich. Am Heidenkopf wäre ich bereit gewesen, umzudrehen, ließ mich dann aber doch überreden, wie geplant, zum Siplinger zu gehen, weil der Weg über den Nagelfluhgrat so schön ist. Und wir waren ja schon ‘fast da’.

Der Weg zum Siplinger zog sich wie immer ganz schön hin, war aber (auch wie immer) sehr schön. Immerhin hatte es gelegentlich Wind zum Abkühlen :-)

Nach einer netten Pause etwas abseits des Gipfels machten wir uns auf den Rückweg und der war dann natürlich noch anstrengender. Auch der beste Allgäuer, der ja kurz vor mir auch krank gewesen war, war am Heidenkopf sehr froh, dass wir nach der Pause nur noch absteigen mussten.

Der Abfahrt war schnell und bequem :-) An der Alpe Gerstenbrändle  kehren wir auf Kaffee und Alkfrei ein. War sehr gut wie immer :-)


Kurz nach der Gunzesrieder Säge


Blick auf den Siplinger


Bike-Parkplatz


Anstieg zum Heidenkopf


Blick aufs Rindalphorn


Kurz vorm Heidenkopf, hinten der Girenkopf


Enzian und Aurikel :-)


Auf dem Gratweg zum Siplinger


Die letzten Meter zum Gipfel


Siplingergipfel


Auf dem Rückweg zum Heidenkopf


Endlich am Heidenkopf!


Schwalbenschwanz


Abstieg


Abfahrt


Belohnung :-)

Von engel am 07.07.2025 16:10 • outdoorbergmtb
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