Nach der gemütlichen Nachmittagsrunde vom Samstag fühlte ich mich am Sonntag nicht in der Lage, gleich wieder eine Bergtour zu machen, meine Füsse und Beine waren noch zu lädiert. Das Wetter war aber schön (und kalt), was lag also näher als auf Rädern einen Berg zu ‘besteigen’. Des widerlichen Windes wegen aber lieber nicht zu hoch. Die Salmaser Höhe schien uns grad richtig.
Wir stellten das Auto an der Abzweigung nach Kalzhofen ab und radlten erst mal noch dick eingepackt nach Salmas. Dort geht es dann 500m bergauf bis zur Salmaser Höhe. Zunächst meist gemütlich ansteigend auf einer Teerstrasse.

Auffahrt zur Salmaser Höhe
Nach der schönen Bergsteigerei am Dienstag sollten am Mittwoch mal wieder die Bikes zu Ehren kommen. Der zu erwartenden Nässe wegen sollte es hauptsächlich über Almwege und Forststrassen gehen. Ich musste nicht lang überlegen: Wallraffweg und Oytal, der Aussicht wegen :-)

Was macht man, wenn man vom Vortag noch reichlich geschädigt ist (hat erstaunlich reingehauen, die kleine Schattwald-Runde) und wieder Erwarten und Wetterbericht die Sonne beim Frühstück zum Fenster hinein scheint? Genau, man geht zum Radeln.
Die Sonne hatte sich allerdings bereits verzogen, als wir mit den Bikes zum Blender aufbrachen und es war erstaunlich frisch in den kurzen Radhosen. Wir schafften es grad noch zum Blender hinauf, bevor uns die aufziehende Regenfront, die wir von den Bergen auf uns zukommen sahen, zur beschleunigten Abfahrt und Heimweg bewogen.

Gut getroffen, es fing genau dann an zu regnen, als wir die Haustür hinter uns zu gemacht hatten :-)
Ich geb zu, es fiel mir sehr sehr schwer, den Gedanken an Schnee und eine Skitour fallen zu lassen, als mir der beste Allgäuer von Allen von stark durchfeuchtem Schnee bis nach weit weit oben hinaus vorlas und mich an den Schneematsch am Landschaftseck erinnerte. OK, 18 Grad ohne richtige nächtliche Abkühlung sind einfach zu warm. Und Warnstufe 3 ist ja auch nicht ohne. Radeln also.

Die Pilzrunde vom Samstag war irgendwie viel länger geworden als wir gedacht hatten (mag damit zu tun haben, dass wir den Samstag Vormittag noch für einen Stadtbummel genutzt hatten) und darüber hatten wir das Packen für den Sonntag vergessen. Als wir in der Früh in aller Eile die Rucksäcke für eine Kombi-Tour umpackten und die Bikes ins Auto warfen, war dann schon klar, dass wir die ursprünglich geplante Runde nicht schaffen würden.
Aber das Wetter sah eh nicht so gut aus wie angekündigt war, in den Bergen hingen dicke Wolken, als wir durch den Grenztunnel nach Reutte hinein fuhren. Dass Reutte verwirrend ist, hatten wir schon mal feststellen müssen und auch diesmal dauert es eine Weile und diverse Kartenstopps, bis wir Mühl und Abzweig zur Dürrenberg-Alpe fanden.

Der Samstag fing mit Regen an. Nach einem gemütlichen Frühstück wurde es dann aber doch trocken draussen und wir machten uns zu einer kleinen MTB-Runde auf. Die Bärenköpfle-Runde mal andersherum.
Den Mittag rauf ist auch steil, aber nicht ganz so extrem wie von der anderen Seite, ‘gemütlich’ kann man die Auffahrt aber trotzdem nicht nennen. Der kalte Wind machte die Auffahrt ein wenig unangenehm, denn während einem an den windgeschützen Stellen in der schwülen Luft der Schweiss in Strömen herab rann, brachte einen der Wind dann sofort zum Frieren.

Für den Samstag hatte der beste Allgäuer von Allen auf der Suche nach ‘viel Radeln’ (zwengs der Anstrengung / als Training) und ‘viele Gipfel’ (für die Statistik ;-)) eine Runde bei Oberstdorf gefunden.
Aus Zeitgründen (für den Nachmittag waren übelste Unwetter angekündigt) parkten wir diesmal nicht an der Abzweigung nach Tiefenbach sondern am Parkplatz der Skiflugschanze. Das Wetter sah noch wunderbar aus, vielleicht ein wenig diesiger als sonst. Und natürlich war es auch in der Früh ganz furchtbar schwül. Schon auf den ersten Metern die Strasse nach Schwand hinauf wurde uns ziemlich warm. Dabei war das noch der harmlose Teil, denn wie die MTB-Schilder schon ankündigten, hier ging es zur ‘Himmelsleiter’, so die offizielle Bezeichnung für den Weg zur Schlappold-Alpe.

Oder auch: Runde ums Bolgental mit Steilabfahrt
Nach der langen Tour am Donnerstag, sollte es am Freitag etwas kürzer und Knie-unstressiger werden. Radeln also, mit Zeit für ein feines Frühstück und einem Teil der wochendendlichen Erledigungen davor. Bis wir mit allem fertig waren, war es Mittag und das Wetter in den Bergen sah bedrohlich aus.

Der Sonntag stellte uns vor das Problem, eine Tour zu finden, die mehr oder weniger jederzeit abzubrechen wäre, schliesslich waren üble Gewitter ab Mittag angekündigt. Nicht dass Regen und Gewitter an sich so besonders schlimm sind (wenn man sich nicht grad an exponierter Stelle ohne Rückzugsmöglichkeit befindet, heisst das), aber wenn es nass wird wird es auch schnell kalt und wenn man friert hört der Spass sehr schnell auf.
Fahrradfahren also, auf einer Runde mit vielen Fluchtmöglichkeiten. Nach ein bisschen Stöbern im Bike-Guide beschlossen wir die Runde zum Bildstöckl ein wenig zu erweitern. Wir stellten das Auto bei Burgberg ab, dann ging es über Sonthofen hinauf zum Bildstöckl, einem netten Hügel hinter Sonthofen.

Nochmal eine MTB-Tour sollte es am Samstag werden. So langsam wird es schwierig im Bike-Guide noch Strecken zu finden, die von uns bisher unberadelt sind. Bisher hatte ich mich in der Oberstdorfer Gegend eher zurück gehalten, weil dort immer so viele Leute unterwegs sind. Weil aber eigentlich noch nicht Saison ist, fuhren wir doch hin.
