Als ich morgens in die Wohnung kam, roch es normal :-)
Entweder ist der Raumluftreiniger ein Riesenerfolg oder die kettenrauchenden Nachbarn haben aufgehört oder sind ausgezogen. Da es in der letzten Woche im Bad (die Lüftung in der Küche ist noch immer zugeklebt und das bleibt auch erst mal so) gelegentlich ganz leicht rauchig roch, tippe ich aber auf den Reiniger. So oder so: Yay!
Bevor ich ins Büro radelte, starte ich das Saugerle. In letzter Zeit war so viel los, dass ich das schon recht lang nicht mehr hab arbeiten lassen und das merkt man inzwischen.
Für diesen Montag war am frühen Abend die Nachablesung vom Wasser und der Rauchmeldertest angesagt. Den ersten Termin am Freitag Nachmittag konnte ich einfach nicht wahrnehmen. Das Heimfahren hätte danach Stunden (!!!) gedauert. Ich hatte versucht, einen Alternativ-Termin auszumachen, aber das war gescheitert, weil bei sämtlichen Telefonnummern niemand zu erreichen war. Ich hatte Nachrichten hinterlassen, aber es hatte sich niemand gemeldet. Am Montag nach dem ursprünglichen Termin hing dann ein Zettel mit dem Nachablesetermin an der Tür. Naja, so geht’s auch.
Für’s Abendessen hatte ich mir eine geräucherte Makrele mitgebracht. Die schmeckte ausgezeichnet, aber es roch natürlich erst mal ziemlich fischig in der Wohnung. Nachdem ich die Reste in eine Mülltüte geknotet hatte und der Reiniger eine Weile gelaufen war, war der Geruch aber kaum noch wahrzunehmen. Tolles Ding!
Es sollte kalt werden und nach der vergangenen Woche mit der extremen Lawinenlage waren wir noch ein wenig vorsichtig, auch wenn sich inzwischen alles erstaunlich schnell gesetzt haben sollte. Wir fuhren also ‘nur’ ins Tannheimer Tal und parkten am Haldensee (der vordere Parkplatz war schon voll, auf dem hinteren war noch gut Platz), wo wir bei -13 Grad los gingen.
Ich zog direkt die warme Shorts drüber, aber beim Losgehen fror ich trotzdem. Man steht vor einer Tour ja immer erst ein wenig rum, bevor man sich endlich bewegen kann. Sobald wir unterwegs waren, gab sich das mit dem Frieren schnell. Die Spur war gut ausgetreten, aber wir waren erst mal allein.
Auf dem Forstweg waren die üblichen Lawinenstriche zu queren, die aber nicht wesentlich (wenn überhaupt) ausgefallen waren als sonst. Es hatte wirklich viel Schnee, deswegen waren die üblichen Bacheinschnitte ungewöhlich einfach zu gehen und das kleine Brückle war bis übers Geländer hoch voll Schnee.
So früh im Jahr kommt man erst in die Sonne, wenn man den Pass zur Ödenalpe überschreitet. Da wurde es fast schlagartig relativ warm und wir nutzten das nächste windstille Plätzchen, um kurz Pause zu machen. Danach folgten wir weiter der Spur, die erst durch die Latschen und dann über einen windverpressten Rücken zum Gipfelaufbau hinauf führte. Wie meistens war hier wenig los, 5 Leute außer uns.
Die Rinne zum Grat war natürlich auch voller Schnee, deswegen gingen einige bis oben hinauf mit den Skiern. Darauf hatte ich keine Lust, weil man zur Abfahrt entweder seitlich abrutschen oder ums Eck springen hätte müssen und das mochte ich dem Knie nicht antun. Wir stellten die Ski also unter dem Felsen ab, wo wir sie immer abstellen und stiegen zu Fuß hinauf. Der Schnee war einigermaßen trittfest, das ging ganz gut.
Auf dem Grat und am Gipfel war es windig und kühl. Wir blieben nur kurz für ein paar Fotos und stiegen dann wieder zu den Skiern ab, um zur Abfahrt zu rüsten. Nach einem kurzen Abstecher querten wir unter dem Gipfelaufbau nach links bis hinter die erste flache Rippe und fanden dort, was ich gesucht hatte: unverspurten Pulverschnee (ja, Triebschnee), in dem wir wunderbar ins Kar abschwingen konnten. Windgeschützt in der Sonne unter einem Baum machten wir nochmal Pause.
Wir querten das Kar, fanden nochmal ein paar Meter Pulverschnee hinter dem Latschenfeld und querten rüber zum Abfahrtshang. Da muss man weit queren und nochmal ein wneig aufsteigen. Grad so viel, dass sich anfellen nicht lohnt, aber rauf- und rübertreppeln ist auch doof. Tja.
Ganz oben war der Schnee windverpresst mit Decke und ich fürchtete schon, der Aufstieg wäre umsonst gewesen, aber schon 10 Meter im Hang drin fand sich super Pulverschnee und wir konnten wunderbar Slalom um die Bäume und weiter unten über die freien Hänge fahren, bis wir am Brückle ankamen. Der Rest war - wie immer - ein bisserl Skicross durch den Wald und dann Forstwegabschwingen (ooooh, müde Oberschenkel!). Wir kamen bei -9 Grad am Auto an, fast schon warm ;-)

Es hat viel Schnee :-)

Das Geländer vom Brückle ist weg

Aufstieg zu Fuß in der Gipfelrinne

Gipfelbild

Am Grat hat es Eis unterm Schnee

Abfahrtsfreuden :-)

Kurven bis es staubt :-)

Rückweg auf dem ‘Skicross’
Das Wetter sollte am Samstag solala mit Sturm und gelegentlich Schnee werden und die Lawinenlage war haarig. Wir setzten wie viele andere auch auf Sicherheit und fuhren nach Hinang. Wegen Kurztour und nicht weit weg waren wir spät dran, deswegen war an der Straße schon alles zugeparkt (allzu viele Parkplätze hat es da ja eh nicht).
Während wir noch versuchten, den Kangoo verkehrs-verträglich am Ende der Schlange halb im Schnee zu parken, kam jemand runter und bedeutete uns, dass er wegfahren würde. Wir nahmen das gern an. Beim Losgehen kam schon das nächste Auto und parkte auf unserem Halb-Parkplatz, den der Fahrer kurzerhand zu einem ganzen Parkplatz ausschaufelte.
Wir querten die Straße und folgten gleich hinter der Brücke der Spur, die rechts der Straße über den Hang Richtung Sonnenklause führte. Ich hatte zu den orthopädischen Einlagsohlen (in den ‘alten’, also eher etwas ausgelatschten Stiefeln) diesmal etwas dickere Socken an und bekam bald schmerzende Füsse. Ich lockerte die Stiefel, aber auch das half nichts. Nach dem ersten Hang musste ich die Einlagsohlen rausnehmen. Danach war alles wieder OK.
Beim ersten Blick auf den eigentlichen Skitourenhang war klar: heute würden wir nicht allein sein. Wir sahen mindestens 20-30 Leute und es hatte sicherlich davor und danach auch noch welche. War aber egal, deswegen waren wir ja da. Als wir den ersten Parkplatz erreichten, startete da gerade ein junger Mann, der einen mittelgroßen schwarz-weissen Hund dabei hatte. Der Hund sprang gleich begeistert in den Schnee neben der Spur. Da schauten dann nur noch Schnauze und Ohren raus und er hatte zu kämpfen, wieder auf die Spur zu kommen :-)
Im Aufstieg schneite es gelegentlich ein wenig, aber die Sicht war ganz gut. Lediglich der Gipfel war in Wolken und da blies es dann auch ordentlich, wie wir feststellten, als wir uns näherten. Im oberen Teil der großen Hangs rannte uns der schwarze-weisse Hund fast über den Haufen, weil er in vollem Tempo die Skispur runter sauste, während sein Herrchen loxcker-flockig im Tiefschnee runter schwang. Am Gipfel fand sich ein Plätzchen für uns, wo wir Pause machten und zur Abfahrt rüsteten. Diesmal legte auch ich die Tiefschneebänder an.
Oben war erst mal Piste. Im ersten kleinen Hang (wo sich die Spuren etwas verteilten) merkten wir schon deutlich die Eislamelle, die wir schon im Aufstieg festgestellt hatten. Im Hang unter der Engstelle, wo sich tatsächlich noch einiger fast unzerfahrener Schnee fand, klingelte diese Lamelle lustig beim Durchfahren. Man musste aber schon einigermaßen Energie aufbringen, um das Ding durchpflügen zu können. Es traf sich gut, dass an diesem Tag das Knie total zufrieden war und ich frei fahren konnte :-)
Unten war der Schnee schon warm und schwer geworden, aber da kann man eh nicht mehr wirklich fahren und rutscht halt der Straße entgegen. Das war angesichts des Wetter und der Lage eine sehr gelungene Tour.

Der Weg ist noch weit ...

... und wir sind nicht allein :-)

Oben sieht es sehr winterlich aus.

Die letzten Meter.

Gut einpackt für die Abfahrt.

Fast unten.
In der Früh war es mir direkt nach dem Aufstehen schlecht. Aus meiner Sicht völlig grundlos, weiß der Geier, was meine Innereien grad haben :-( Nach einer längeren Session im Bad war dann alles wieder gut. Ich verzichtete erst mal auf Kaffee, aß aber wenigstens ein paar Cornflakes zum Frühstück (damit was Verträgliches im Magen ist). Ich war dann relativ spät dran und kam sogar mit Tageslicht im Büro an.
Am späten Nachmittag sah ich Der Junge muss an die frische Luft. Toller Film! Mitreissend, berührend, alles was überall gelobt wird, kann ich nur bestätigen. Total super :-)
Danach radelte ich heim und sah nochmal nach der Parkplatzschranke. Alles gut, die war noch immer oben.
Der Tag, die Woche oder alles miteinander war wohl anstrengend gewesen. Ich war sehr müde und ging früh ins Bett. Mit Buch, wie immer, nur lese ich inzwischen auf dem Computer und dem Handy (klingt schrecklich, geht aber sehr gut), was dank Kindle App hier wie da total super ist, denn wenn man das Ebook immer ordentlich schliesst, weiss das jeweils andere Gerät, wo man war und springt genau da hin.
Das ist total toll, ich entschlüssle aber trotzdem jedes Ebook und lege es frei lesbar in meine Sammlung. Wer weiß schon, was Amazon irgendwann einfällt und ob man dann an das, was einem gehört, noch hinkommt ...
Klettern musste der R. leider am Montag Abend absagen, weil ihm was dazwischen gekommen war. Ich stand trotzdem früh auf, weil ich früh gehen wollte. Den Luftreiniger hatte ich über Nacht ausgeschaltet und obwohl inzwischen die Lüftung im Bad wieder offen ist, roch es ganz normal. Ich hoffe darauf, das Gerät so nutzen zu können, dass es nur gelegentlich läuft. Schaumermal.
Radeln machte mal wieder richtig Spaß. Es war kalt und klar, alles war gefroren (nix musiger Matsch) und das neue Rad sauste da mit den Spikes drüber wie nix. Yay! Ich habe mich aber noch ganz und gar nicht an die fehlende Federung gewöhnt.
Ab Mittag war im Büro irgendwas mit dem Netz. Plötzlich waren alle Kopiervorgänge unendlich langsam (und ich muss grad viel kopieren) und ich war gefühlt nur noch damit beschäftigt, zu warten, bis mein Zeug da angekommen war, wo ich es brauchte. Irgendwann war ich so genervt, dass ich ging.
Also sah ich anders als geplant The Wife. Und mit dem Film konnte ich mich deutlich besser anfreunden als mit Collette. Aber 2 anspruchsvolle Filme hintereinander sind vielleicht ein bisserl viel für mein einfach gestricktes Hirn, ich fand den Film anstrengend.
Früh gehen hat den Vorteil, dass man Zeit zum Einkaufen hat. War echt Zeit, meine Cornflakes waren alle ;-) Dann hing ich viel im Internet rum, bastelte ein wenig an der SAN Site rum (nicht genug, ich müsste eigentlich die PHP Version hochziehen) und beschäftigte mich weiter mit meiner Tourendatenbank. Ich bin jetzt rückwärts bis 2014 gekommen, das dauert noch ...
Die SAN Telko fiel leider aus.
Morgens hatte ich den jährlichen Zahnarzttermin (alles gut, wie fast immer), danach sauste ich ins Büro, um mein Meeting zu schaffen. Eigentlich hatte ich genug Zeit, uneigentlich nahm ich eine ‘Abkürzung’ im Englischen Garten, die wohl eher ein Nebenweg ist und deswegen nie geräumt wurde. Dummerweise sah der Anfang ganz gut aus, dann aber wurde der Schnee hoch und musig und ich musste zwischendrin schieben und es wurde echt knapp. Ich loggte mich quasi keuchend grad noch rechtzeitig ein.
Am Nachmitttag war dann MRT. Das wuchs sich zu einer kleinen Folter-Session aus, denn ich sollte das Knie so weit strecken wie möglich und dann still halten. Streckung geht generell nicht gut, was mir bis dahin aber unbekannt war, ist dass Streckung auch nicht lang geht. So ein MRT geht 15-20 Minuten und nach etwa 5 Minuten begann das Knie zu schmerzen. Erst war es unangenehm, dann tat es weh und am Ende hätte ich schreien mögen. Ich war kurz davor, den Notfallknopf zu drücken, dann war es endlich vorbei. Als die Fixierung gelöst war, musste ich das Bein mit den Händen bewegen, von allein ging das nicht mehr. Puh!
Am Abend sah ich Collette. Da hatte ich mal wieder Kritiken gelesen und der Film wurde gelobt. Weil die Dame halt Frankreichs erste erfolgreiche weibliche Autorin war und sich aus der Abhängigkeit und dem totalen Ausgenutzt-Werden lösen konnte. Und was man von der realen Collette so liest, war sie erfrischend geradeaus (also, das wenige Bisserl, über das ich irgendwo gefallen bin). Aber der Film ist ... naja, nicht grad langweilig, aber ich finde, er bringt das alles nicht gut rüber. Ich hoffe The Wife, der auch auf meiner Liste steht, ist besser.
Links:
Nachdem ich am Sonntag Abend erst mal richtig gut und tief auf dem Sofa TV-geschlafen hatte, konnte ich nach dem Umsiedeln ins Bett nicht mehr schlafen. Das Knie zwickte im Liegen (was Neues) und mein Bauch fühlte sich komisch an. Dabei war die Paella zum Abendessen nicht anders als sonst gewesen (was heissen soll: ausgezeichnet :-)).
Ich tat was ich immer tue, wenn ich länger als 20-30 Minuten wach liege: ich stand auf und fuhr nach München. Ich schlich mich extra-vorsichtig aus dem Schlafzimmer, damit der beste Allgäuer von Allen auf keinen Fall was mitbekam, denn dann kann er nicht gut weiterschlafen. Das klappte prima :-)
Ich fuhr wegen des neuen Radls mit dem Kangoo und damit klappte nicht alles gut. Beim Um- und Einladen hatte ich nämlich die Parkkarte für den Tower und - viel schlimmer - den Öffner für die Schranke am Hausparkplatz vergessen. Die Fahrt war problemlos (es war zwar windig aber nur nass, kein Schnee), aber wie erwartet war ausserhalb des Hausparkplatzes kein einziger Stellplatz frei. Glücklicherweise ist seit kurz vor Weihnachten die Schranke immer offen (vielleicht kaputt?) und deswegen konnte ich mich auf meinen eigenen Parkplatz stellen. Ich hoffe, die Schranke funktioniert nicht genau in dieser Woche wieder!
Nach der Fahrt war ich ordentlich müde und mein Bauch hatte sich beruhigt und ich konnte prima schlafen. Noch vor dem Frühstück schaltete ich den Lufreiniger ein und hoffe, dass der was taugt, denn in der Früh roch es trotz der abgeklebten Lüftung nach Rauch. Meine Güte, wieviel rauchen denn die? Da muss es doch gelb von der Decke tropfen! Ja, ich bin vermutlich überempfindlich.
Nach dem Frühstück sauste ich raus zum Auto und lud das neue Rad aus, um ins Büro zu radeln. Ich war so eifrig, das Rad zu testen, dass ich direkt den Firmenausweis in der Wohnung vergaß. Das merkte ich erst, als ich schon fast da war. Aber das ist nicht wirklich ein Problem. Man tauscht irgendein Pfand gegen einen Gastausweis und gut ist.
In der Früh hatte es eher genieselt als geschneit und das zog sich bis zum frühen Nachmittag hin. Dann fing es an zu schneien und in Nullkommanix wirbelte vor dem Fenster fast ein Schneesturm herum. Das war genau zu dem Zeitpunkt, zu dem der Verkehr am Mittleren Ring langsam zunimmt, was umgehend zu Stau führte (ich hab ja jetzt einen Logenplatz). Bis ich dann aber das Büro verließ, war der Schneezauber wieder vorbei und es hatte nur noch eine Schneematschschicht auf allen Wegen. Der Stau blieb natürlich.
Ich sah RBG (Ruth Bader Ginsburgh). Ich muss gestehen, dass ich mich da ein wenig verhaut habe, denn ich wollte den Spielfilm über sie sehen und war in dem Film gelandet, in dem sie selber zu sehen ist und allerlei Menschen interviewt und Zeitdokumente gezeigt werden. Ein glücklicher Zufall. Ich war vorher schon beeindruckt von der Dame, jetzt bin ich es noch mehr :-)
Daheim roch es normal in der Wohnung. Ich hatte den Luftreiniger auf niedrigster Stufe laufen lassen und bin erst mal zufrieden damit. Den Rest-Gestank, der noch in der Wohnung hängt, schafft er anscheinend. Die nächste Stufe wird sein, die Lüftung im Bad wieder zu entkleben. Da zumindest muss offen sein, damit die Feuchtigkeit vom Duschen raus kann.
Nachdem ich nun den ersten Tag mit dem neuen Rad unterwegs war, kann ich festhalten: Alles prima. Das Rad schaltet und bremst einwandfrei und ich sitze gut drauf. Es ist ähnlich kurz wie die Lola und ähnlich bequem. Von den Bremsen war ich positiv überrascht, denn das Rad hat V-Brakes (wie früher) und keine Scheiben, das hätte bei dem Schneematsch schwierig sein können. An die fehlende Federung muss ich mich aber noch ein wenig gewöhnen, ohne wird man ganz schön durchgeschüttelt ;-)
Den Samstag nutzen wir für eine kleine nette Skitour, Freitag Abend und unerwarteterweise auch der halbe Sonntag standen ganz im Zeichen des neuen Fahrrads. Das - wie nicht anders zu erwarten, wenn man ein Billig-Rad kauft - an allen Ecken und Enden etwas billig ist und vor allem schlampig vormontiert war (was den besten Allgäuer von Allen, Perfektionist, verschiedenste Male unglaublich nervte).
Jetzt ist das ganze Rad durch und durch nachmontiert und mit eigenen Komponenten verbessert und hat all meinen Kram dran (Frontlicht-Halter, Navi-Halter, Ständer, Schutzbleche, Spike-Reifen und alle Speichen-Reflektoren, die die letzten 5 oder 6 Jahre überlebt haben)). Jetzt kann ich es ja mal zeigen, Serious Eight Ball Lady:

Ein Hardtail, weil das mit dem Rumradeln in den Isarauen hat sich ja weitgehend erledigt und sonst braucht man in der Stadt ja nicht unbedingt eine Federung. Und wieder ein MTB, weil ich mich mit den Trekking-Rädern, die ich gefunden hatte, nicht anfreunden konnte und da passt wenigstens der ganze Kram, den man zusätzlich so braucht, direkt dazu. 26 Zoll, eben wegen dem Kram, auch wenn 26-Zoll-Räder wohl aussterben werden. Und Lady, damit es kurz ist. Ich hätte auch ein Bike mit einer festen Gabel genommen, aber sowas gibt es nicht in günstig.
Ich muss ja zugeben, dass mir das Rad nicht so gut gefällt wie die Lola, die nicht nur gut passte, sondern eben auch richtig schön war. Das neue Rad, es hat noch keinen Namen, ist optisch einfach nur OK. Was vielleicht auch nicht schlecht ist, in der Stadt, denn wer will schon so ein langweiliges Damenrad klauen, selbst wenn es neu ist? Wobei sich der ‘neue’ Look im Winter sicherlich bald geben wird ;-)
Serviceblog:
Zum Vergleich die Serious Lola
Vormittags hatte ich einen Doc-Termin und arbeitete zunächst von zuhause aus. Als ich aufgestanden war, lag vor dem Balkon eine dicke fluffige Schneedecke von vielleicht 30cm, die nur von ein paar wenigen Fußspuren unterbrochen war. Dann begann der Hausmeister seine Arbeit.
Ich ging zu Fuß zum Doc. Einerseits, weil Schnee (Hach!) und andererseits, weil die beiden Stationen Ubahn mit Hin- und Weiterlaufen insgesamt fast genauso lang brauchen, wie gleich direkt hinzugehen. Es war nicht allzu kalt, aber ich zog trotzdem die Daunenhose über, weil ich immer so schnell einen kalten Po bekomme. Das Laufen war, wie nun schon seit einer ganzen Weile, nicht so toll. Vom Knie abgesehen war es aber wunderbar. Es schneite, ich war ordentlich eingepackt und stiefelte mit Freude quer durch allerlei Schneewälle zwischen geräumten und nicht geräumten Abschnitten :-)
Beim Doc kam ich ungewöhnlich schnell dran, was vermutlich daran lag, dass viele ihren Termin nicht schafften. Zumindest interpretiere ich die halb mitgehörten Telefonate der Arzthelferinnen so. Beim Doc sein ist ja immer auch ein bisserl Plauderstunde, deswegen weiß ich jetzt einiges über die Vorteile einer Schneefräse und über Gartenvögel in Holzkirchen (Girlitz musste ich allerdings erst mal googeln) ;-)
Danach wurde es weniger erfreulich, denn dann sprachen wir über mein Knie, weswegen ich ja da war. Als erstes kommt ein neues MRT, damit man genau beurteilen kann, wie weit der Verfall inzwischen fortgeschritten ist. Dann sehen wir weiter. Zusätzlich wollte ich eigentlich ein ein Rezept für Physiotherapie für den Ellenbogen haben (das verschobene aus dem Dezember), weil der ja immer noch rumzickt, aber das ging irgendwie schief, denn ich habe stattdessen nochmal ein Physio-Rezept für die Begradigung des rechten Beins bekommen. Aber das war eine schlechte Idee gewesen, das will ich nicht nochmal. Naja, ich gehe ja nächste Woche eh wieder hin, darauf kommt es jetzt auch nicht an.
Als ich nach langer und arg voller Ubahn-Fahrt (die U6 geht raus nach Garching und ist immer voller Studenten) im Büro ankam, war auf dem Handy die Email-Benachrichtigung von DHL, dass das Radl-Paket am gewünschten Ablageort ist. Yay! DHL sind übrigens die einzigen, bei denen das zuverlässig klappt, wenn man einen Ablageort einstellt.
Nachmittags machte ich den MRT-Termin beim Radiologicum in Schwabing aus. Da landete ich zu ersten Mal in einer Telefon-Auswahl, wo nach Privatpatient und Kassenpatient unterschieden wurde. Das fand ich so doof (und vermutlich unsolidarisch), dass ich fast woanders angerufen hätte. Aber die haben schon die Daten der beiden letzten Knie-MRTs, deswegen machte ich dann trotzdem einen Termin aus.
Abends ging ich Manaslu – Berg der Seelen gucken. Fand ich großartig! Tolle Bilder (ehklar, wenn der Film von Gerald Salmina ist) und interessant gemacht mit den vielen Rückblicken vom Kammerlander selbst und den Filmsequenzen dazu. Ganz großartig finde ich, wie die früheren Jahre im Bergsteigen umgesetzt wurde. Diese Ausrüstung, diese Farben! Und es hat mich auch sehr gefreut, da Simon Gietl als den jungen Kammerlander zu sehen. Die Rekapitulation des Unfalls fand ich ein bisserl nervig, weil das so arg wie ich-armer-reuiger-Sünder rüber kam. Andererseits ist es bestimmt so, dass er das sehr bereut, und ich wüsste auch nicht, wie man das hätte besser machen sollen. Und weglassen wäre viel schlimmer gewesen, wenn sonst quasi das ganze Leben erzählt wird.
Nach der vielen Nicht-Bewegung der ersten halben Arbeitswoche, mussten wir raus. Und es hatte ja auch geschneit, das mussten wir uns anschauen ;-) Allerdings waren weder Wettervorhersage noch Lawinenlagebericht und Aussichten allzu berauschend, deswegen planten wir die Standard-Tour bei schlechten Bedingungen.
Auf der Fahrt waren wir sehr enttäuscht angesichts der 2 Zentimeter Schnee auf den Wiesen neben der Schnellstraße. Ich überlegte schon Plan B und Plan C, sollte der Schnee nicht ausreichen. Im Gunzesrieder Tal sah es dann aber doch einigermaßen OK aus. Wir sind da auf jeden Fall schon bei weniger Schnee losgelaufen.
Das Wetter war ausgespochen ungemütlich. Es war nicht allzu kalt, hatte aber ordentlich Wind, den es uns auf dem langen Weg ins Tal hinter mit Karacho ins Gesicht blies. Wir waren ziemlich allein unterwegs und hatten nur drei Nachgeher, die waren allerdings exakt genauso schnell wie wir und blieben deswegen immer in der Nähe.
Wir verloren sie erst, als wir Richtung Ochsenkopf abbogen und die drei geradeaus weiter zum Weiherkopf (?) gingen. Ab da waren wir allein. Der beste Allgäuer von Allen übernahm die Spurarbeit, als wir die Forststraße verließen. Ich war froh drum, denn dem Knie ging es nur solala und mein Fuß schmerzte in den neuen Skistiefeln, in die die Einlagen noch nicht reinpassen. Das Spuren war aber verträglich, es hatte noch nicht allzu viel neuen Schnee.
Wir kamen gut und völlig allein bis zum Ochsenkopf, wo wir total erstaunt eine große Gruppe Schneeschuhgeher am Gipfel vorfanden. Die waren aus der anderen Richtung aufgestiegen, denn auf unserer Seite hatte es keinerlei Spuren gehabt. Es hatte Schneesturm da oben, deswegen ließen wir die Pause ausfallen und fuhren direkt ab.
Der beste Allgäuer von Allen legte seine neuen find—-me! Tiefschneebänder an, die einerseits helfen sollen, die Ski wieder zu finden und im Fall des Falles eventuell auch in einer Lawine zur Ortung dienen können. Ich habe auch welche, aber es war so stürmisch, ich wollte den Rucksack nicht nochmal runter nehmen und überhaupt, es hatte ja eh nicht viel Schnee ...
Die Bänder wurden dann auch direkt einem Funktionstest unterzogen, denn vor dem kleinen ersten Steilhang fuhr der beste Allgäuer von Allen gegen einen Schneebuckel (die Sicht war zeimlich übel) und fiel direkt wieder aus dem Ski. Man hätte den Ski diesmal zwar leicht finden können, weil das Ende noch rausschaute, aber er hing jetzt ganz prima an dem Band am Bein und wäre daran leicht zu finden gewesen. Danach muss man nur noch das Band zurück ins Täschchen stopfen und fertig.
Wir fuhren zur Alpe ab. Das war nur ein mittelschönes Vergnügen, denn es lag nicht sehr viel Schnee auf einer buckeligen Unterlage und es war echt schwer zu erkennen, wo ein Loch oder ein Hügel war. Mit einigermaßen Vorsicht kam ich ohne größere Knie-Belastung runter.
An der Alm fellten wir auf und gingen noch rüber zum Rangiswanger Horn. Schön war es ja nicht, im Schneesturm nochmal aufzusteigen, aber den Forstweg runter schieben ist auch nicht schön und so kamen wenigstens noch ein paar Höhenmter dazu ;-) Auch da war es natürlich ungemütlich, so dass wir nicht länger oben blieben als nötig.
Die Abfahrt ging ganz gut, weil sich oben schon fast sowas wie eine Piste gebildet hatte. Weiter unten fand sich zwischendurch sogar sowas wie netter Schnee, bevor wir in den letzten beiden Hängen wieder um die Grasbuckel herum fahren mussten. Alles in Allem war es stürmisch und kühl aber echt OK. Der Heimweg war dann anspruchsvoll, weil es inzwischen fett schneite und der Winterdienst einfach nicht nachkam. Nicht mal auf der Schnellstraße.

Der übliche Start

Es ist ziemlich ungemütlich

Der Schneefall wird dichter

Erste Abfahrt mit wenig Sicht

Abgeblasener Aufstieg zum Grat

Schnell abfellen