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Seminar Tag 4

Dienstag, Oktober 06, 2020

Ein weiterer sehr interessanter Tag im Seminar (zu dem ich übrigens trocken kam, heftiger Regen kam erst im Lauf des Tages, wo ich drin war). Themen waren Zielerreichung, Motivation, was einen Energie kostet, was Energie bringt und sowas.

Grosses Erstaunen in der Runde, als ich mich als introvertiert bezeichnete. Ja mei, Leute kosten mich Energie, war immer schon so, aber das heisst ja nicht, dass ich nicht mit Leuten reden kann (wenn es Themen zum Reden gibt, Themen finden kann ich nicht gut), das heisst nur, dass ich auch (und viel) Alleinzeit brauche. In der Hinsicht sind meine Batterien seit Corona ja gut aufgeladen. Ich hatte im Wesentlichen ja nur mit dem Lieblingsmenschen zu tun :-)

Im Anschluß des Seminar hatte ich noch viel Zeit und ich unterhielt mich noch eine Weile mit dem Mann, der seine Selbstständigkeit als IT-Sicherheits-Berater schon gut durchgeplant und auf den Weg gebracht hat. Das war sehr interessant, aber da war mein Energielevel für Leute schon ganz schön aufgebraucht. Ich ertappte mich immer wieder dabei, aus dem Gespräch aussteigen zu wollen, obwohl es total interessant war. Ich habe jetzt noch eine weitere Latte Themen, die ich verfolgen will.

Das weitere erwähnenswerte Egebnis des Tages war, dass ich nun die Coach habe, die ich haben will, dem Lieblings-Ex-Kollegen sei Dank. Ich hatte mitbekommen, dass unsere Trainerin auch Coach ist und hatte gefragt, ob sie mich coachen könne und wolle. Das sei schwierig, sie sei nämlich schon total ausgebucht, ich solle mich aber mal an die Verwaltung wenden.

In einem Nebensatz hatte ich mitbekommen, dass sie Coach des Lieblings-Ex-Kollegen war und hatte in vielen Runden, erst ihn gefragt, ob er mit mir tauschen wolle (für den geht es eh nur noch um die Überbrückung bis zur Rente) und dann den Wechsel mit den Coaches und der Verwaltung organisiert, alles vom Handy aus und obwohl die beiden Verwaltungs-Ladies grad beide nicht im Büro waren. Am Ende klappte alles und ich bin seitdem höchst erfreut :-)

Am frühen Abend wollte ich mich mit dem R. in einem Thai-Restaurant am Gärtnerplatz treffen. Ich nahm den langen Weg an der Isar lang (kaum Regen, Yay!), Das war sehr schön, ich hatte ja keine Ahnung, dass es da ein Stück Wildnis mitten in München hat. Dann setzte ich mich in der Nähe des Gärtnerplatzes in den Aussenbereich eines Cafes und las weiter quer im Train-Script. Auf dem Handy, das war etwas schwierig.

Das Essen im Rainbow war großartig, da sollte ich echt nochmal irgendwann vorbei schauen. Den R. mal wieder zu treffen war auch nett, wir unterhielten uns fast 2 Stunden lang. Und auf dem Heimweg wurde ich auch nicht nass, nur feucht :-)

Daheim dann die letzte Folge Lucifer. Das Ende ist offen, ich hoffe sehr, da kommt noch was nach!

Von engel am 06.10.2020 07:15 • diary

Seminar Tag 3

Montag, Oktober 05, 2020

Nachdem ich am Sonntag Abend mal wieder nicht einschlafen konnte (nachdem ich vorher schon auf dem Sofa geschlafen hatte), war ich Nachts gefahren. Das hatte den Vorteil, dass ich in der Früh in einer wenigstens schon halbwegs warmen Wohnung aufwachte :-)

Sowohl beim Fahren Nachts als auch beim Frühstück war es trocken gewesen, als ich mich dann aber aufs Radeln vorbereitete, immerhin knapp 14 Kilometer, für die ich fast eine Stunde brauchen würde, fing es an zu regnen. Und dann zu schütten. Der Regen hielt an, bis ich patschnass in den Seminarräumen angekommen war. Yay!

Ich breitete mich und meinen Kram dann halt auf ein paar Stühlen aus und zog wenigstens eine trockene Jacke anstelle des nassen Pullis an. Bis mittags war mir trotzdem entschieden kühl :/

Der Tag bei der Train war wieder gut. Schade war eigentlich nur dass Ex-Chef und der Lieblings-Ex-Kollege nicht mehr im selben Seminar sind. Dafür war aber eine Ex-QA-Kollegin dabei. Die bescheinigte mir dann in einer der Gruppen-Übungen die Marke ‘Powerfrau’. Und das so überzeugend, dass ich es fast selbst glaube.

Bislang haben wir im Wesentlichen nochmal vertieft, was wir in den beiden ersten Tagen gemacht haben, nämlich erst mal die Standortbestimmung für einen selber. Bei der Überlegung, wohin es weiter gehen soll, bin ich im Vergleich schon ziemlich weit. Aber ich hatte ja, wie die QA-Kollegin auch, schon einigermaßen Zeit, um mich mit ‘der Situation’ zu beschäftigen. Die meisten anderen haben bis letzten Mittwoch noch richtig gearbeitet. Kann man bei uns ja nicht wirklich sagen. Allerdings müssen die meisten anderen auch nicht unbedingt einen neuen Job finden. Die meisten wollen allerdings (‘noch’, vielleicht, die müssen ja erst noch in der neuen Situation ankommen).

Der Heimweg war trocken :-)
Den Abend verbrachte ich mit Querlesen des Train-Scripts, das wir glücklicherweise nun auch als PDF haben. Ich würde da ja gern reinschreiben, aber bislang kann ich leider nur Kommentare anbringen. Besser als nix, aber die muss man anklicken, um sie zu sehen, ich fände Text, den man im Fluß sehen und mitlesen kann, schöner. Aber das zu können, scheint ein teurer Spaß zu sein :/

Sonst gab es Gemüsereste vom Wochenende und Lucifer. Die neuen Folgen sind leider bald aus.

Von engel am 05.10.2020 23:00 • diary

Wechselwetter

Sonntag, Oktober 04, 2020

Das Wetter an diesem Wochenende neigte zu Extremen, so kam mir das vor. Nicht extremes Wetter per se bei uns, sondern extreme Unterschiede.

Der Samstag begann total sonnig mit knallblauem Himmel, obwohl eigentlich Regen angesagt war. Als ich nach dem Frühstück auf die Terrasse ging, war aber gleich klar, dass wir nur irgendwie in einem Sonnenloch waren. Im Westen und Norden stapelten sich düstere Wolken. Es begann auch bald zu winden und dann ging für eine Weile halbwegs die Welt unter mit heftigem Regen und wüsten Böen. Und dann wurde es wieder blau und strahlend schön.

Wir nutzten das schöne Wetter für einen letzten Pilzspaziergang. Eher um rauszukommen als wegen des Abendessens. Aber es gab tatsächlich noch ein paar Pilze. Vor allem Maronen, ein paar alte Steinpilze (optisch sehr schön, aber schon weich) und allerlei frische Sonstwas-Pilze. Das war ein netter Spaziergang und bereicherte die Spaghetti mit Tiefkühl-Steinis :-)

Sonntag sollte es eigentlich schön sein, aber der Tag begann wolkig und mit Tropfen auf der Scheibe, als wir ins Tannheimer Tal fuhren. Es blieb weitgehend wolkig und meistens kühl, wir bekamen aber im Abstieg zur genau richtigen Zeit ein wenig Sonne und konnten uns eine Viertelstunde ins Gras legen :-)

Auf dem Heimweg tröpfelte es schon wieder, aber ‘draussen’ vor den Bergen war schönes Wetter. Noch mehr Sonne, diesmal auf der Terrasse, auch nett.

Abends packen für 3 Tage München und Paella :-)

Von engel am 04.10.2020 23:00 • diary

Sonntag, 27.09.2020: Schneestapfen

Freitag, Oktober 02, 2020

Nach 3 Tagen Rumhängen (kann man fast wörtlich nehmen, wir waren nicht mal wirklich draussen) und gruseligem Wetter, sollte es am Sonntag dann noch mal schön werden. Allerdings auch kalt, die Lawinenlage-Sondermail ‘verprach’ Schnee ab 1200m, im Allgäu oben bis zu 50cm. Da hatte ich keine Lust auf Radeln und wir suchten uns eine Zu-Fuss-Tour aus.

Völlig unpassenderweise wurde an diesem Wochenende erst Vorarlberg und dann Tirol zum Corona-Risikogebiet erklärt. Weil ich am Vortag irgendwo im Vorbeisurfen was gelesen hatte, dass in Bayern für Kurzbesuche in Risikogebieten keine Quarantäne erforderlich ist und eine Bergtour ja nun wirklich Corona-Risiko-frei ist, fuhren wir trotzdem am Sonntag nach einem gemütlichen Frühstück ins Tannheimer Tal. Es war sehr leer.

Das Tannheimer Tal sah toll aus. Unten knack-grün, oben strahlend weiss und darüber stahlblauer Himmel, wie frisch geputzt und gewienert. Rein optisch ist Schnee und Winter kaum zu schlagen, auch wenn selbst ich im Moment wirklich noch keinen Winter brauche.

Wir parkten in Rauth (wo das Auto den ganzen Tag lang total allein herum stand) und gingen los. Der Weg geht erst mal durch den Wald und wir hatten nicht bedacht, was passiert, wenn Sonne um diese Jahreszeit auf dunkle, schneebeladene Fichten trifft: Es tropft. Und zwar nicht nur hier und da, sondern massiv, dicke, fette, schneebeladene Tropfen, die uns und die Rucksäcke ordentlich durchnässten. Der beste Allgäuer von Allen holte bald seinen Regenschirm hervor, ich hatte aber keinen dabei und versuchte halt so schnell wie möglich von Waldlücke zu Waldlücke zu sausen. Ich wurde arg nass.

Dann kamen wir aus dem Wald raus und standen richtig im Schnee. Etwa 30 Zentimeter lockerer Pulver, der aber schon recht nass wurde. Unten war der Weg noch einigermaßen erkennbar, weiter oben (da wo tatsächlich die 50cm Schnee lagen) dann nicht mehr.

Am ersten Alp-Hüttchen machten wir eine Pause und stiegen dann, winterangepasst, von den Hütten aus direkt auf dem steilen Rücken auf. Der Schnee war teilweise knietief, windgepresst und eiskalt und teilweise kaum vorhanden und nass. Das war ganz schön anstrengend.

Am Gipfel sahen wir 2 Mal Leute, aber als wir oben an dem Felsköpfl vorbei auf die Ebene traten, war weit und breit niemand zu sehen. Es war unangenehm kalt da oben, weil es ordentlich Wind hatte. Wir gingen zum Gipfel, schauten uns um (unten Skispuren auf der Piste) und gingen wieder. Das war zu ungemütlich.

Der Abstieg im Schnee ging eigentlich recht gut, obwohl man da natürlich immer wieder wegrutscht und das Bein allerlei komische Seitbewegungen abfangen muss. Wer den Abstieg nicht so toll fand, waren meine Schienbeine, die es überhaupt nicht mochten, wieder und wieder über die festen Windpress-Platten gezogen zu werden. Aua.

Wir machten Pause auf einem Wiesenstück auf dem halben Abstieg und dann noch mal an der obersten Hütte, weil die so eine nette südseitige Sitzgelegenheit hatte. Hach, das war prima. Sonne, Schnee, Landschaft :-)

Im Wald unten hatte der ‘Regen’ einigermaßen aufgehört, das war nett. Wir legten uns noch mal kurz über Rauth in die Sonne, aber da kam bald eine dicke Wolke und wir stiegen zum Auto ab. Schöne Tour, aber das mit dem Schneeregen unter den Bäumen, das müssen wir nächstes Mal besser bedenken.


Schnee im Tannheimer Tal


Im Schnee’regen’


Das Stapfen beginnt


Anstieg über den Rücken ...


... der Weg ist weit und steil


Die letzten Meter vorm Köpfl


Schneebrettanriss


Frostiges Gipfelbild


Abstieg ...


... im Schnee


Weitblick


Auf den letzten Metern

Von engel am 02.10.2020 12:14 • outdoorberg

Nix Fitti

Donnerstag, Oktober 01, 2020

Der Morgen begann kalt und neblig, deswegen begann ich den Tag, nachdem sich der beste Allgäuer in nahezu Winterklamotten auf den Weg gemacht hatte, mit Lernen. Das war sehr erfreulich.

Am späten Vormittag sammelte ich mein Fitti-Zeug zusammen und radelte zum Studio, um eine Runde zu laufen. Die fest verschlossene Tür stoppte mich gründlich. Meine Karte funktionierte nicht. Das allerdings war korrekt, stellte ich fest, nachdem ich durchs Fenster ins dunkle Studio gespäht hatte und dann erst den Zettel an der Tür sah. Schrecklich Sorry, aber das Studio bekommt nicht nur neue Geräte unten, sondern auch einen neuen Boden, diese Woche ist zu. Tja.

Ich radelte heim und machte mir erst mal was zu Essen. Ich hatte vorher schon Hunger gehabt und Nicht-Trainieren macht anscheinend noch mehr Hunger wie Trainieren.

Draußen war schönes Wetter und wenn ich den Tag nicht ums Laufen herum geplant hätte, hätte ich vielleicht was Nettes gemacht. So hätte ich aber bestenfalls noch zum Fernsehturm gehen können, weil ich am Nachmittag den nächsten Physio-Termin hatte. Na egal, Weiterlernen, ich bin ja eh faul ;-)

In der Physio testete der S. meine Beinmuskeln mit verschiedenen Aufgaben und es stellte sich ganz klar heraus, dass vor allem die Beinrückseite im rechten Bein arg unterentwickelt ist. Der S. geht jetzt 2 Wochen auf Fortbildung und schaffte mir für die Zeit 2 verschiedene Übungen an, auszuführen 3 Mal die Woche, je 3 Sätze a 10 Mal, erst mal reduziert, dann schwerer. Jo, sollte ich hinkriegen. Tipps für die Maschinen im Fitti bekam ich auch.

Alles in Allem ist er sehr zufrieden mit meinen Muckis, was ich erstaunlich finde, denn ich bin noch nicht sehr zufrieden. Er ist auch zufrieden mit der Beweglichkeit und so und da bin ich bei ihm, das ist inzwischen großartig. Bei der Streckung habe ich problemlos 100% und kann inzwischen auf dem operierten Bein genauso entspannt stehen wie auf den anderen. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann das das letzte Mal ging. Bei der Beugung geht glaube ich noch was, da übe ich immer noch ein wenig rum, aber auch das ist weit über dem, was vor der OP noch möglich war.

Ich warte jetzt auf Winter. Also nicht direkt und sofort, so ein bisserl Herbstwärme wäre schon noch fein. Aber wenn ich dann mit ein bisserl Übung wieder fast ohne Nachdenken in egal welchen Schnee reinfahren kann, dann bin ich zufrieden :-) Vorher üben wir aber noch ordentlich weglos, denn da fehlt ja auch noch was.

Zum S. muss ich hier noch 2 Links reinpacken, weil ich grad etwas (also eigentlich: sehr) beeindruckt bin. Ich wusste ja, dass er gern radelt, da sprachen wir schon öfter drüber, aber ‘gern’ gibt das vielleicht nicht ganz akkurat wieder. Der Mann ist einmal längs Amerika geradelt und einmal quer über Eurasien und zurück. Wow!

Von engel am 01.10.2020 23:00 • diary
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