Der Weg ins Erdgeschoß war nach dem Aufstehen etwas beschwerlich. Kaum zu glauben, aber die beiden kleinen Toureleles (’-le’ als typische Allgäuer Verkleinerungsform) hatten mir einen ordentlichen Muskelkater beschert, Stöcke-Abstieg hin oder her. Links vor allem natürlich, aber der rechte Oberschenkel war wenigstens auch etwas lahm. Das Knie war etwas steif (nicht dick), aber das war es am Sonntagabend auch schon gewesen und das legte sich beim Bewegen schnell.
Nach dem ersten Kaffee begann ich oben mit dem Aus- und Aufräumen meines kleinen Schrankes. Meine Güte, was da alles reinpasst! Ich brauchte 4 Anläufe, um alles zu sortieren, und hatte am Ende einen ordentlichen Berg Müll und so was wie Ordnung da drin. Ich war beim Aussortieren sicherlich nicht ganz so kritisch, wie man hätte sein können, da braucht es auf jeden Fall noch eine zweite Runde irgendwann.
Ich verbrachte den Tag neben dem Aufräumen mit ‘Hausaufgaben’ (Boah, was man Zeit mit dem Feilen an Kleinigkeiten verbringen kann!) und den Vorbereitungen für die SAN MV. Mittags gab es Wochenendreste aus der Pfanne, das war ausgezeichnet. Sport in egal welcher Form fiel flach, weil sich der Muskelkater zwischenzeitlich zu einem Tiger auswuchs.
Außerdem machte ich ein Recruiter-Gespräch für den nächsten Tag aus. An den anderen Teil der ‘Hausaufgaben’ - nämlich dokumentieren, was ich wann für die Jobsuche, Fortbildung, Orientierung, usw. gemacht habe - habe ich mich noch nicht gemacht. Datenhaltung ist total lästig, wenn es keine Daten sind, an denen man Freude hat.
Erstaunlicherweise war ich den ganzen Tag beschäftigt und fand weder Zeit mal wieder eine Programmier-Kata zu machen (ich hab total Lust dazu, aber dazu brauche ich halt auch den Kopf und genügend Zeit) oder mich weiter mit IT-Sicherheit zu beschäftigen.
Den Freitag begann ich mit einer schönen Laufrunde im Fitti. Inzwischen hat es unten tatsächlich neue Geräte (und vielleicht auch einen neuen Boden, das ist mir aber nicht wirklich aufgefallen), bei den Ausdauergeräten hat sich aber nichts geändert. Der eine Crosstrainer hat noch immer etwas mitgenommene Trittflächen (funktioniert aber sonst wunderbar), der andere ist noch immer kaputt (stünde aber eh zu nah an dem ersten). Es gibt noch einen dritten, ein anderes Modell und vernünftig entfernt von den anderen beiden, den habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Dann fuhr ich wieder heim, trank einen Kaffee und begleitete dann den auto-losen Schwager zu einer Möbel-Einkaufsrunde. Das war echt anstrengend, denn im Zuckeltempo durch Möbelhäuser zu laufen war nach einer Weile fast schon schmerzhaft. Die Laufrunde ließ grüßen, vermute ich. Immerhin waren wir weitgehend erfolgreich, denn der Schwager hat nun einen Tisch und 2 Stühle. Den zweiten Teil der Runde - nämlich um die 4 linken Armlehnen, die man dem Schwager eingepackt hatte, gegen 2 linke und 2 rechte Armlehnen auszutauschen - übernahm dann der beste Allgäuer.
Der Samstag begann feucht und ich zog vom nigelnagelneuen Rechner zurück auf den reparierten, nicht ganz so neuen Rechner, der nun die tolle große SSD hat. Das ging vergleichsweise schnell :-)
Draußen wurde es ganz unerwartet trocken, deswegen entschlossen wir uns zu einer Runde über den üblichen Hügel für Kurzausflüge im Illertal. Gleich unten fiel der beste Allgäuer über einen Steinpilz und dann führte eins zum anderen und wir kamen tatsächlich mit dem Abendessen für Sonntag vom Berg (da waren eh Pilze geplant gewesen, nun halt frische anstelle der Tiefgekühlten) :-)
Abends gab es haufenweise Lachs und Schokomousse (nicht gemeinsam) bei der besten Mama. Schwesterle 1 samt Schwager und immerhin einem Neffen waren auch da, das war nett. Schwesterle 2 und der andere Schwager machten unterdessen beim Bogenschießen den 1. und den 2. Platz. Ich bin beeindruckt!
Sonntag sollte trocken und sogar teilweise sonnig werden. Das mit dem sonnig hielt sich in überschaubaren Grenzen, aber es blieb tatsächlich trocken. Wir wollten eigentlich ins Gunzesrieder Tal, landeten dann aber doch auf der anderen Seite des Illertals. Und im Schnee natürlich ;-) Aber dafür gibt es einen gesonderten Eintrag. Hier soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass die läppischen 920 Höhenmeter mal wieder für einen Muskelkater sorgten. Menno!

Nach einem gemütlichen Start begann ich den Tag mit meinem ‘jetzt-wo-ich-Zeit-habe’ Projekt: Aufräumen und Ausräumen auch im Allgäu. Ich will nicht übertreiben, aber an jedem Wochentag eine halbe bis eine Stunde dem Projekt widmen. Es ist nötig.
Dann fuhr ich einkaufen. Da fing es gerade an zu nieseln und so kippte ich den Plan, zur Kletterhalle mit dem Rad zu fahren, und nahm dafür auch das Auto. Klettern lief erst recht gut und dann quasi gar nicht mehr. Bei der einen Route, die die S. scheinbar mühelos hochgestiegen war, kam ich gar nicht erst vom Boden weg (und als ich dann ‘fremd’ bis zur ersten Expresse gestiegen war, kam ich trotzdem nicht weiter) und bei der anderen kam ich mit den komischen Griffen und damit ständig aus dem Gleichgewicht zu sein, auch nicht zurecht.
Ja mei, da fehlt halt Mut und Technik, ich muss weiter üben. Aber immerhin hielt die Haut an meinen Händen ein wenig länger durch: 6 ganze Routen, 1/4 Route und eine 3/4 Route. Die S. kletterte übrigens souverän eine total überhängende Route, an so was kann ich momentan noch gar nicht denken. Die Kraft ist auch weg :-(
Inzwischen ist die Routendatenbank vom Swoboda Alpin aktualisiert und es stimmt, ich hab mir letztes Mal wirklich recht leichte Routen ausgesucht ... und die eine schwerere Route direkt abgebrochen. Naja.
Die Routen haben alle keine Namen, sondern sind nur durch die Nummer und die Farbe gekennzeichnet. Das finde ich ein wenig schade, denn es klingt so so viel besser zu sagen ‘Ich bin an der Bergvagabund gescheitert.’ als nur ‘An der weißen 6- in Linie 50 musste ich abbrechen.’ Aber ich verstehe das schon auch, das sind temporäre Routen und sich da dauernd was Neues ausdenken zu müssen, ist gar nicht so einfach.
Am Abend zeichnete sich dann schon ab, dass ich einerseits Muskelkater im Rücken bekommen würde und dass mir andererseits übers Wochenende wahrscheinlich die Arme abfallen würden.
Ich schlief prima und wachte kurz vor dem Wecker um 6 auf. Nach einem gemütlichen Frühstück nahm ich das Rocky und radelte zur Allguth mit dem Bike-Halter in der Waschbox, denn nach dem vielen Radeln im Regen auf den Kieswegen in den Wäldern um Grünwald, war das Rad total sandig und dreckig. Danach packte ich es gleich in den Kangoo.
Die Heizung stellte ich noch vor dem Duschenaus, um das auf gar keinen Fall zu vergessen. Das Gespräch zum Lungenröntgen war wie erwartet. Alles beim Alten, keine Verschlechterung (aber auch keine Verbesserung), meine Lunge hat einfach ein paar Flecken, die mit Rauchen zu erklären wären, wenn ich rauchen würde und die der Doc und ich nach wie vor dem Radeln in München zuschreiben. Entzündung sind es keine.
Die Heimfahrt war ereignislos. Für das Rocky fand sich noch ein Stellplatz in der Garage, in der nun neben dem Kangoo 7 Fahrräder wohnen. Mir gehören 2 davon (und 2 gehörten mir mal, eines davon, das grüne ‘Wildbeast’, hätte ich glatt einfach auf den Wertstoffhof gestellt) ;-)
Den Nachmittag verbrachte ich mit den neuen und interessanten IT-Security-Kurs, den ich gefunden hatte. Nebenher versuchte ich meine neue 4TB SSD zu formatieren, was so lange schief ging, bis ich feststellte, dass das blöde USB-Gehäuse eine Macke hat. Danach konnte ich dann Daten drauf schaufeln. Ich habe beschlossen, dass das alte MSI-Notebook zu meinem Hauptrechner zu machen, weil das ein viel schöneres Bild hat. Und die große SSD soll sämtliche Platzprobleme vermeiden :-)
Die Gewöhnung ans Münchner Bettchen hat wieder eingesetzt, ich schlief prima ;-) Und noch was Schönes: weitgehend trockenes Radeln zum Seminar. Es war allerdings weiterhin kühl und feucht, die warme Übershorts und die Handschuhe waren kein Fehler.
An diesem Seminartag beschäftigten wir uns mit dem Anschreiben und wie man sich ‘verkauft’. Nicht ganz unerwartet habe ich das nicht allzu gut drauf. Ich kann ganz toll von Bergen, Klettern, Skifahren reden und mich da gut verkaufen (also finde ich), aber wenn es darum geht, meine beruflichen Fähigkeiten herauszustellen, werde ich einsilbig und weiß nicht, was ich sagen soll. Blöd. Naja, es gab viel und wertvolles Feedback und vielleicht ist das alles auch gar nicht so schlimm, wie es mir vorkommt.
Mir glaubt übrigens keiner das mit dem introvertiert. Hat sich anscheinend doch was getan seit dem mündlichen Abitur, wo man mir einen Stuhl angeboten hat, damit ich nicht umkippe. Es stimmt aber und alle Persönlichkeitstests spucken das auch zuverlässig immer wieder aus.
Als das Seminar am Nachmittag aus war, traf ich mich mit dem Ex-Kollegen erst zum Kaffeetrinken und radelte dann (trocken zwischen 2 Schauern :-)) in die Innenstadt, um mich da noch mal mit ihm zum Abendessen zu treffen. Das war insgesamt sehr nett, aber am Ende war ich echt platt. ‘Übermenscht’ nannte die Kaltmamsell das irgendwo und ich finde den Ausdruck sehr passend.
Daheim las ich noch ein wenig Internet und schaute mir dann die nächste Folge von ‘The Expanse’ an. Das verspricht gut zu werden, ich habe aber das Gefühl, ohne den Hintergrund der Bücher ist das Ganze vielleicht ein wenig schwer zu verstehen.
Ich erwachte 5 Minuten vor dem Wecker und stand gleich auf, um dem besten Allgäuer von Allen das Gepiepse um 4 zu ersparen. Ich nahm den Kangoo, um nach München zu fahren, und das war superbequem. Der Kangoo hat einen Tempomat und wenn es keinen Verkehr hat, ist das Ding großartig. Ich glaube, ich war schneller denn je.
Die Wohnung war angenehm temperiert. Das war zu erwarten, schließlich hatte ich die Heizung angelassen. Ich war trotzdem angenehm überrascht, weil es die letzten Male so fröstelig gewesen war. Ist doch prima, wenn man sich selbst nette Überraschungen bereiten kann ;-)
Zur Abwechslung kam ich mal fast trocken zum Seminar. Es ist inzwischen kühl genug für die warme Übershorts und Handschuhe. Und wenn man weder feucht noch halb durchgekühlt ankommt, ist erstaunlicherweise der ganze Tag viel angenehmer ;-)
Wir beschäftigten uns erst mal mit Lebenslauf. Meiner ist im Vergleich etwas ungewöhnlicher und fällt auf, obwohl natürlich alle formalen Kriterien erfüllt sind. Ich bekam trotzdem noch ein paar weitere Ideen zur Verbesserung. Danach ging es ums Anschreiben und obwohl wir das bislang erst angeschnitten haben, kann ich schon mal sagen, mein unbestimmtes ‘das-geht-doch-bestimmt-besser’-Gefühlt täuscht mich nicht.
Mein Foto, irgendwann letztes Jahr schnell mal vom besten Allgäuer oben vor einer hellen Wand aufgenommen, kam gut an. ‘Ah, ein professionelles Foto!’ Äh, nein. Damit könne man sich aber durchaus bewerben, meinte die Trainerin. Prima :-)
Ich bin noch nicht ganz überzeugt, dass das alles am Ende allzu viel ausmachen wird. Aber zu lernen, auf was Personaler schauen, ist auf keinen Fall verkehrt.
Den Abend verbrachte ich mit Rumfeilen an der Lebenslauf-Vorlage, ein bisserl Weiterlernen (der Pluralsight-Zugang geht noch immer, Yay!) und mit einer neuen Serie. ‘The Expanse’ war als Hörbuch(-Serie, das sind 8 dicke Bücher) großartig und die Serie lässt sich auch ganz gut an. Der Allgäuer kann damit nichts anfangen, ist also eher was zum Alleingucken :-)
Meh! Na, immerhin gab es am Freitagnachmittag, wo es noch nicht regnete, einen letzten kleinen Ausflug in den Pilzwald. Wir fanden anfangs ein paar Maronen und waren gleich recht hoffnungsvoll, aber auf dem Rest der Runde war der Wald komplett leer. Naja, mit dem Spaziergang hatten wir uns wenigstens den schweren käsigen Flammkuchen beim Schwiegervater ein wenig verdient.
Samstag setzten wir keinen Fuß vor die Tür. Es begann zu regnen, als wir beim Frühstück sassen, und hörte erst auf, als wir schön scharfes Thai zu Abend verspeisten. Blödes Wetter.
Sonntag war es immerhin weitgehend trocken. Laut Wetterbericht sollte es aber vor allem in den Bergen regnen. Als wir zum Tennisplatz fuhren, um auf und um den Fernsehturmhügel zu laufen, sah das auch sehr so aus. Dichte dunkle und tief hängende Wolken in den Bergen, nicht mal der Hausberg war zu erkennen.
An unserem Hügel fielen wir gleich unten über 2 schöne Maronen. Weil halt keiner aus seiner Haut kann, liefen wir dann eher neben als auf den Wegen und am Ende hatten wir nicht nur 2 Mal den Gipfel besucht, sondern auch ein Abendessen gefunden. Viele Maronen, ein paar Steinpilze, ein Semmelstoppelpilz und ein Schleimkopf. Schmeckten ausgezeichnet :-)
Der Regen fing übrigens dann wieder an, als wir im Auto sassen. Timing kriegen wir gerade ganz gut hin ;-) Abends dann Packen für den letzten Teil des Train-Seminars in München.
Nachdem ich nochmal ins Dokument zu den bayrischen Coronamaßnahmen geschaut hatte, fuhren wir ins Tannheimer Tal. Ja, das ist in Tirol und Tirol ist Risikogebiet, aber Bergsteigen gehört nicht zu den Freizeit-Aktivitäten, die danach Quarantäne erfordern und dauert auch keine 48 Stunden (so ausführlich dokumentiert, um das nachträglich noch zu wissen).
Es war trotz mittelgutem Wetter erträglich leer (5 Autos auf dem Parkplatz bei Berg) und wir mussten keines der Alternativziele ansteuern. Daheim hatte es noch leicht genieselt und auch hier hatte es Tropfen auf dem Asphalt. Aber es war trocken von oben und blieb auch so :-)
Im Aufstieg wurde uns bald warm und wir legten die oberste Schicht ab und krempelten die Hosenbeine hoch. Zu kurzen Hosen (für das letzte Sommer-Gefühl) liessen wir uns aber nicht hinreissen. Das war auch gut so, denn weiter oben war es windig und am Grat reichlich kühl.
Wir gingen nur kurz zum Gipfel und stiegen gleich ein Stück zum Vorgipfel ab, denn oben war es relativ voll (10 Leute vielleicht, für einen Sonntag im Herbst ist das geradezu leer). So hatten wir zwar Platz aber wirklich angenehm war es trotzdem nicht. Wir blieben nicht lang.
Im Abstieg öffnete sich dann ein kurzes Sonnenfenster und wir fanden auch bald eine bequeme Mulde, in der wir das Zwischenspiel voll geniessen konnten. Die Viertelstunde Pause in der Sonne auf halbem Abstieg war dann fast schon spätsommerlich ;-)
Auf dem Heimweg fing es an zu nieseln.
Und ganz daheim war pralle Sonne, die noch für ein Stündchen K&K auf der Terrasse reichte :-)

Unten ist es noch kühl

Wir werden misstrausch beäugt

Sowas wie Sonne im Anstieg

Am Gipfel, hinten eines Ausweichziele, total in Wolken

Pausenplatz

Abstieg
Obwohl ich schon abends auf dem Sofa eingeschlafen war, schlief ich die Nacht durch wie ein Stein. Der München-Ausflug war wohl echt stressig gewesen.
Am späten Vormittag traf ich mich mit der S. zum Klettern in der Kemptener Halle. In der ich ja noch nie war. Um Punkt 11 zur Öffnung da zu sein, war nur so mittelschlau, weil es da eine lange Schlange hatte. Dann gingen wir raus und es war schön leer.
Wir kletterten erst im Nordbereich außen, dann im Westbereich außen. Und nirgends, jedenfalls nicht da, wo wir uns aufhielten, stand ein Routenname oder eine Bewertung dran. Das führte dazu, dass ich mir vermutlich viel zu einfache Routen aussuchte, was aber nach der langen Pause (und weil alles ein bisserl feucht war, einschließlich des Bodens und der Schuhe) vielleicht gar nicht die schlechteste Idee war. Eine Route musste ich wegen Feigheit abbrechen, der Rest lief ganz gut, war aber halt recht leicht. Meine Hände gaben nach 5 1/2 Routen trotzdem auf. Die Haut der Handflächen brannte wie Feuer, da fehlt Hornhaut/Lederhaut aber sowas von!
Die Routendatenbank der Halle ist leider arg unorganisiert und unsere Routen war gar nicht dabei (ich hatte mir die Linie gemerkt, an denen sie geschraubt waren). Schade. Vielleicht liegt es daran, dass die Routen alle frisch geschraubt sind. Das zumindest vermutete eine Freundin der S. die wir trafen. Hinterher tranken wir noch einen Latte Macchiato in der Sonne und ratschten noch ein wenig. Dafür, dass ich die S. eigentlich nicht kenne, war das erstaunlich einfach. Das war nett, wir wiederholen das nächsten Donnerstag :-)
Das Abenteuer des Tages war dann das Abmelden meiner New York Times Subscription. Für ein Abo anmelden kann man sich schnell und bequem auf der Website, Abmelden geht aber nur telefonisch. Irgendwann letztes Jahr gab es da so ein günstiges Probe-Abo, als ich mal wieder an der Paywall scheiterte, und ich testete mal für ein Jahr. Kaum hatte ich das Abo, habe ich dann doch kaum mehr da gelesen. Nächste Woche läuft das Abo aus und die NYT wies mich da freundlich drauf hin.
Ich rief also an, netterweise gibt es eine 0800 Nummer (ich hoffe sehr, dass das dann auch nur 0800-Kosten sind, ich hing fast eine halbe Stunde in dem Call), Geschäftszeiten sind aber USA Ostküste, 13:00h - 04:00h. Ich kam sogar recht schnell durch, dann aber wurde es schwierig, denn der erste Callcenter-Mensch nuschelte erbärmlich und redete in einem (vermutlich typisch New-Yorker) Schnellzug-Tempo.
Ich verstand nur die Hälfte der Zeit, was er wollte, musste oft nachfragen und es half überhaupt nicht, ihn zu bitten, langsam zu sprechen. Schließlich hatten wir etabliert, dass ich kündigen wollte, kein Abo abschließen, ich hatte mühsam meinen Namen und die Abo-Nummer jeweils 10 Mal buchstabiert und dann hing ich wieder in einer Schleife.
Ich wurde zu einer Lady weitergeleitet, die erst versuchte, mich über eine Promotion-Aktion doch zu halten und dann halt, nicht grad grummelnd, aber deutlich unzufrieden, den Account schloss. Boah Ey! Das war eine der kompliziertesten Aktionen der letzten Jahre und so schlecht wie den Call-Center-Typen verstand ich das letzte Mal die Security-Leute an der Belfaster Uni, an der ich studiert habe. Aber die waren wenigstens freundlich!
Nach einem gemütlichen Frühstück radelte ich schon wieder in die Hofmannstraße, weil da mein Coach-Interview war (den Doc-Termin für diesen Mittwoch hatte ich auf nächsten Mittwoch verschoben). Es hatte in der Früh ordentlich geregnet, aber der Regen ließ netterweise etwas nach, sodass ich nur feucht, aber nicht nass beim Coach ankam.
Das Gespräch war nett. Wir redeten über meine Ziele, wo ich mich sehe, ob und welche Qualifikationen ich bekommen kann (1500€ Budget, ist nicht viel, kann man aber selbst aufstocken), wie das mit dem Urlaub ist (bis Jahresende nix mehr, alles bei Fujitsu schon aufgebraucht) und sie bestätigte mir immerhin, dass weder meine Ziele noch meine Gehaltsvorstellungen unrealistisch sind. Vielleicht bekommt das aber jede zu hören ;-)
Am Ende machten wir eine Zielvereinbarung, ich bekam ‘Hausaufgaben’ und wir legten einen Termin für das nächste Treffen fest. Das wird virtuell stattfinden, wir haben uns auf immer abwechselnd einmal ‘echt’ und einmal virtuell geeinigt.
Dann radelte ich zurück (es regnete) und trank daheim erst mal Kaffee und gönnte mir ein zweites Frühstück. Heimfahren war ereignislos, kein Stau :-) Es regnete mal mehr, mal weniger und schüttete aus allen Kannen, als ich daheim ins Haus sauste.
Am späten Nachmittag holte ich das reparierte alte Notebook bei UPS ab. Es wurde - grosses Lob an MSI! - noch mal kostenfrei repariert. Und der Deckel öffnet und schließt nun viel leichter! Ich bin sehr froh, dass ich es noch mal zur Reparatur geschickt hatte, und habe jetzt ein Problem: Welches meiner beiden Notebooks wird mein ‘Hauptnotebook’? Ich will all meinen Kram auf einem Rechner haben und nicht ständig den Rechner wechseln müssen .... Ohweh, schwere Entscheidung!
Die beiden Tage München mit vergleichsweise wenig Schlaf forderten ihren am Abend Tribut. Ich war bleiern müde und schlief nach dem Abendessen nahezu umgehend auf dem Sofa ein.