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Alles dabei!

Mittwoch, März 10, 2021

Für den Mittwoch hatte ich mit der S. eine Skitour ausgemacht. Als wir das diskutierten, war der Mittwoch in der Vorhersage noch ein sonniger, nicht allzu warmer Tag gewesen und wir hatten uns auf den Elfer Skigipfel im Wildental geeinigt. In der Zwischenzeit war die Vorhersage immer schlechter geworden und nun sollte es kälter werden, erst schneien und dann gegen Mittag Sonne haben. Egal, das halten wir aus, nix wie los!

Wir trafen uns wieder in Waltenhofen und diesmal durfte ich fahren (und wir verzichteten, weil eine haushaltsfremde Person darf man ja, auf Masken, das war viel netter). Als wir am Bergheim Moser losgingen, hatte ich wegen ‘kälter’ vorsichtshalber gleich mal die Warmshorts drüber, aber die legte ich bald ab. Es war viel wärmer als erwartet. Am Wasserfall zog ich dann auch die Jacke aus.

Der Weg durch und über die Wasserfallwand war wie erwartet hart und glatt gerutscht, aber nicht wirklich eisig. Dank der 3 Zentimeter Neuschnee oben drauf brauchten wir nicht mal Harscheisen. Viel war nicht los, vor uns waren 3 Leute und hinter uns kamen erst einer, dann zwei, natürlich im steilen Hang, wo man zum Vorbeilassen schwer aus der Spur kann.

Im Kar wurde es windig und wir legten wieder eine Schicht Kleidung auf. Um uns herum waren alle Gipfel in Wolken, was die Orientierung in dem weiten Kessel nicht direkt erleichterte. Ohne die Spur hätte ich mich beim Abzweig zum Skigipfel ganz schön verhaut ;-)

Der Schnee in dem weiten Kar war (für mich ganz erstaunlich) relativ tief, 20 Zentimeter auf hartem Untergrund) und wunderbar pulvrig. Und es hatte nicht mal viele Spuren! Als wir uns nach der langen Runde durch das Kar und unter der Liechelscharte durch dann der Querung zum Elferhang näherten, wurde das ganz anders: zusammengefrorener Schmelzschnee, Schneerutschreste, alte Spuren. Obendrauf lag immerhin ein wenig Neuschnee, so dass man doch ganz gut gehen konnte, dafür war die Sicht zwischenzeitlich so schlecht, dass ich fast die S. aus den Augen verlor, die vor allem da oben schneller als ich unterwegs war.

Kurz vorm Skigipfel, den wir wirklich erst im allerletzten Moment sahen, wurde es dann auch noch steil und hart. Die letzte Spitzkehre war eine Herausforderung. Es war sehr ungemütlich mit kaum Sicht (obwohl sich so langsam tatsächlich die Wolken lichteten und man immerhin ein Stück weit sehen konnte), deswegen blieben wir nicht lang. Die S. stieg auch noch den 3 Elferrinne-Aspiranten nach bis zum Gipfel hoch, aber das war mir zu steil und eisig. Ich hatte ohne Steigeisen Bammel vorm Zurücksteigen.

Dann kam die Abfahrt, vor der ich mich im letzten Drittel des Aufstiegs doch ein wenig gefürchtet hatte. Aber wir hatten ja inzwischen fast sowas wie Sicht und das ging dann mit den guten alten Stemmbogen doch ganz gut. Ein paar Mal war irgendwo ein Buckel oder eine Mulde, die man erst kurz bevor man drauf oder rein fuhr, sehen konnte, aber alles in allem war das ziemlich OK. War halt anstrengend und ausgesprochen unelegant ;-)

Eleganter, und zwar deutlich, wurde es dann im Pulver des weiten Kars unter der Liechelscharte. Wie immer halt, wo der Schnee gut ist, kann man auch gut fahren :-) Wir zogen beide wunderschöne Kringel in den Pulverschnee :-)

Im ‘Loch’ vor dem Gegenanstieg bekamen wir dann sogar noch Sonne und nutzten die dann gleich für eine kleine Pause aus. Das war ausgesprochen nett. Ich finde ja, eine Tour ohne Pause ist nur halb so schön ;-)

Die restliche Abfahrt war dann - naja, solala. Im Hang über dem Wasserfall gingen noch ein paar halb-okaye Kurven, die Querung rutschten wir halt ab und unten war der Altschnee leider so weich, dass man einbrach und der war halt relativ schwer. Dass da Büsche und Bäume im Weg rumstehen, machte es auch nicht leichter. Aber alles fahrbar, alles OK :-)

Tolle Tour, voll alpin und neben Dreckschnee hatte es auch besten Pulver. Alles dabei :-)

Am Nachmittag war ich erst mal ziemlich alle und hing auf dem Sofa rum, bis der beste Allgäuer kam. Am Abend kam dann ein Angebot für einen echt super Job, ziemlich genau, was ich machen will, aber in München. Menno, da will ich doch weg! Aber wenigstens genauere Informationen will ich doch haben, deswegen gibt es hoffentlich demnächst ein Gespräch.


Beim Start sieht es noch so aus, als käme das schöne Wetter bald ...


... dann aber zieht es zu und schneit (in der Querung über dem Wasserfall)


Wasserfallkletterer drüben am Elfer


Im Kar unter der (kaum zu erkennenden) Liechelscharte


Tolle Sicht im Aufstieg zum Elfer Skigipfel (S.)


Kurzer Blick zum Gipfel (S.)


Die letzten Meter


Das Gipfelkreuzle (S.)


Die Mutige im Abstieg


Die Feige unten (S.)


Endlich: Aufhellung


Und: Toller Schnee! (S.)


Unsere wunderbaren Spuren :-)


Sonne für die Pause :-)


Abfahrt über dem Wasserfall


Am Ende ist die Sonne wieder weg (S.)

Von engel am 10.03.2021 23:00 • outdoorski

Mädelsskitour

Dienstag, März 02, 2021

Für den wunderschönen Dienstag hatte ich mir nochmal eine Skitour vorgenommen (der beste Allgäuer musste seine Hand allein daheim spazieren führen) und statt drauf zu warten, ob ich die S. wieder auf Tour treffe, hatte ich gleich gefragt, ob sie mit will. Sie wollte :-)

Wir trafen uns in Waltenhofen und fuhren dann gemeinsam - im Auto ordentlich mit Maske trotz meiner überstandenen Infektion - ins Kleine Walsertal. Wir überlegten kurz, ob wir über die Loipe im Tal oder ‘ganz normal’ über die Forststraße starten sollten. Ich wollte Sonne, deswegen gingen wir den Normalweg. Was inzwischen gar nicht mehr ganz einfach ist, weil die Steilstufe nur noch wenig Schnee hat und der natürlich eishart gefroren war (ja, natürlich kann man auch zu Fuß die Straße rauf laufen).

An der Abzweigung des Sommerwegs plädierte ich dann für den Sommerweg, weil ich den halt lieber mag, auch wenn man da dauernd irgendwelche Bäche queren muss. Ein paar von denen waren schneefrei, aber insgesamt war es sehr schön (und viel weniger eisig als befürchtet), da hinten hoch zu laufen.

Wir machten an der Starzelalpe kurz Pause und stiegen dann über die weiten Hänge zum Gipfel auf. Auch hier brauchten wir keine Harscheisen, die wenigen noch harten Stellen konnte man gut umgehen. Insgesamt war wenig los, vielleicht 10 Leute, wir trafen aber nahezu alle am Gipfel ;-)

Die Abfahrt zur Starzelalpe war ganz OK. Noch eine halbe Stunde später wäre vielleicht noch besser gewesen (die alten Spuren hatten noch harte Kanten), aber das ging meistens ganz schön. Der Gegenanstieg war echt anstrengend.

Zum Wald runter war dann nochmal nett, danach war es wie zu erwarten entweder noch hart und eisig oder schon aufgeweicht. Die Engstelle war total zertreten, anscheinend steigen da seit einer Weile alle zu Fuß auf. Naja, immerhin hatte es durchgehend Schnee und wir mussten nicht abschnallen. Unten beschlossen wir, im Bach zum Loipe abzufahren. Ich hatte die Hoffnung, da nicht abschnallen und/oder schieben zu müssen.

Erst mal hatten wir die schönsten 200 Meter der Abfahrt: perfekter Firn ohne alte Spuren drunter. Super! Dann wurde es anstrengend. Auf der Schattenseite, auf die man ja muss, um zur Loipe zu kommen, war noch alles eishart gefroren und da lagen natürlich die üblichen Lawinen. Wir mussten nicht schieben, aber auf eisharten Lawinenbollen ein Stück hochtreppeln und dann unter einem umgefallenen Baum durchschlupfen. Ich blieb hängen und fiel natürlich um ;-)

Und dann stellten wir fest, dass die Loipe gar nicht da war. Kann man ja verstehen, dass die Walsertaler wegen ‘der Situation’ darauf verzichten, da hinten die Loipe zu präparieren. Mir war bloß nicht klar, dass das dann auch bedeutet, dass allerlei Brücken für die Loipe ganz einfach nicht existieren. Wir mussten mehrfach abschnallen, durch den Bach laufen und über einen Baum steigen.

Im Vergleich zum Forstweg oben war das keineswegs einfacher, aber es machte viel mehr Spaß (voll abenteuerlich) ;-)

Daheim traf ich den besten Allgäuer auf der Terrasse in der Sonne und setzte mich gleich dazu. So ist ein perfekter Tag: erst eine tolle Tour im Schnee, dann Sonne und Frühlingstemperaturen daheim :-)


Traumtag mit klarem Himmel (ohne blöden Staub)


Bachquerung auf dem Sommerweg


Problemloser Anstieg am Sommerweg (S.)


Widderstein


Chronistinnenpflicht (Bildchen für den besten Allgäuer verschicken) (S.)


Es hat schon noch Schnee da hinten


Anstieg vor dem Ifen (S.)


Die letzten Meter


Yay! (S.)


Abfahrt


200 Meter Traumfirn :-) (S.)


Die S. im Traumfirn


Lang geht das nicht mehr ...


Hier gehört eine Loipenbrücke hin


Hier auch ;-) (S.)

Von engel am 02.03.2021 23:00 • outdoorski

Noch ein Treffen

Mittwoch, Februar 24, 2021

Nochmal ein Traumtag und noch hat es Schnee. Ich wollte nochmal raus und weil es das letzte Mal so schön gewesen war, nahm ich mir gleich nochmal dasselbe Ziel vor. Noch immer hing der Saharastaub in der Luft, statt klarem Sonnenaufgang mit leuchtenden Bergen, waren die Berge erst spät zu sehen und wurden lediglich zögerlich hell.

In Baad war deutlich mehr los als letztes Mal und es gingen auch mehr Leute Richtung Bärguntalpe los. Ich startete mit 3 Leuten, die zwar deutlich schneller gingen als ich, dafür aber oft und lang stehen blieben. Deswegen überholten die mich und ich sie andauernd und das war ein bisserl nervig.

Es war wärmer als am Montag, deswegen brauchte ich auf dem Sommerweg keine Harscheisen. Die nahm ich erst im steilen Anstieg zur Querung des Felsriegels. Eigentlich hielten die Ski ganz gut, aber einmal ausgerutscht, wäre man vielleicht sehr doof und weit abgerutscht (manchmal habe ich komische Gedanken). Das passierte dann auch gleich mit einem Stock, der dann aber glücklicherweise doch liegen blieb, bevor er im Bacheinschnitt verschwand. Puh!

Hier traf ich dann auch wieder die S. Also natürlich traf wieder eher sie mich, weil ich mit den Harscheisen beschäftigt war und erst bemerkte, wer da vor mir stand, als sie vor mir stand ;-) Wir gingen gemeinsam weiter.

Die Querung war doof. Die Felle stollten unter den Harscheisen (was deren Funktion eher so mittel hilft) und mein einer Ski ging an einer der abfallendsten Stellen einfach auf. Da wieder reinzukommen war nicht einfach.

In der Sonne nahmen wir die Harscheisen wieder ab, es läuft sich doch deutlich besser ohne. Unten fiel ich dann auch noch einmal aus der Spur, weil der untere Ski bei Belastung völlig unerwartet durchrutschte. Echt, soviel Missgeschick auf einmal!

Wir gingen über den Skigipfel bis zum Hauptgipfel. Da war es einigermaßen voll, es fand sich dann aber doch noch ein Plätzchen zum Hinsetzen. Die Stimmung da oben war sehr seltsam. Alles war gelb und man konnte kaum bis zum Biberkopf schauen. Das Allgäu hinter uns war komplett weg.

Die Abfahrt nahmen wir über den steilen Gipfelhang und das ging wie erwartet ganz gut (auch wenn ich mir da vorher ein paar Gedanken gemacht hatte). Unten im weiten Kessel fand ich den Schnee schwierig (mal hart, mal weich und mit sowas komme ich noch eher solala zurecht), sonst war das alles in allem sogar ganz gut zu fahren. Auf der Forststraße zum Parkplatz machte die S. keine Pause und meine Oberschenkel brannten, als wir unten waren. Der Rechte auch, yay! :-)

Nettes Treffen :-)

Ich kam wieder fast gleichzeitig mit dem besten Allgäuer zurück, der einen Spaziergang gemacht hatte. Wir verbrachten den Nachmittag mit Kaffee und Liegestuhl auf der Terrasse, das war am Ende dann fast ein bisserl viel Sonne. Ich war danach erst mal ein wenig benebelt und brauchte viel Konzentration, um eine Anfrage zu einem Job vernünftig zu formulieren.

Abends gab es ‘Falschpflanzl’, ich wollte mal ein Vegi-Hack testen. Meine eigenen Versuche, sowas herzustellen, waren ja eher schief gegangen. Das fertige Vegi-Hack für die Pflanzln schmeckte echt OK.


Das Ziel im gelben Saharastaub


Widderstein


Die S. vorm Gipfel


Widderstein und - kaum noch zu sehen - Biberkopf


Ifen


Querung zum Gipfel


Der steile Gipfelhang, war gar kein Problem


Eispiste

Von engel am 24.02.2021 23:00 • outdoorski

Traum-Tag

Montag, Februar 22, 2021

Ich hatte den Wecker auf 5:00h gestellt, um gemütlich frühstücken und Netz gucken zu können. Da war es noch stockfinster. Gegen halb 7 packte ich meinen Skikram und fuhr ins Kleine Walsertal. Das Wetter war großartig und beim Zuschauen, wie es über den verschneiten Bergen immer heller wurde, war meine Welt total in Ordnung :-)

In Baad standen noch nicht viele Autos. Die wenigen Leute, die sich gerade bereit machten, stiefelten alle Richtung Güntlespitze und Grünhorn los. Auf dem Weg zur Bärguntalpe war ich total allein :-)

Der Weg war ausgesprochen eisig, aber doch nicht ganz so, dass sich Harscheisen gelohnt hätten. Die legte ich erst an, als ich nach der Bärguntalpe vor dem steilen Hang mit den Büschen stand. Der Hang sah einigermaßen gangbar aus, ich nahm aber doch lieber den Sommerweg durch den Wald (bzw. erst mal das Bachbett) und stieg mit den hier wirklich sehr nützlichen Harscheisen bis zur Ebene mit der Hütte auf.

Die eisharte Querung der Ebene auf den Harscheisen war ziemlich blöd, da stakst man auf den Eisen wie ein Storch. Im Anstieg zur Querung des Felsriegels waren die Eisen wieder total nützlich und in der Querung sowieso, das Staksen hatte sich durchaus gelohnt ;-) Zum Abnehmen und Wiederanlegen war ich natürlich zu bequem gewesen.

Kurz nach der Querung kam ich endlich in die Sonne, allerdings erwischte mich ab hier meistens auch der Wind. Es blieb also trotz Sonne etwa so kühl wie vorher (also genauso wenig kühl wie vorher). Im Anstieg zum Skigipfel merkte ich dann schon, dass mir gerade ein wenig Kondition fehlt, lange Touren habe ich schon recht lang nicht mehr gemacht.

Die weiten Hänge der Höferspitze waren allüberall zerfahren. Sämtlich Ost-ausgerichteten Teile des welligen Hangs waren hart und eisig, alles was eher Nord-ausgerichtet lag, war eher Schnee-hart mit Triebschnee obendrauf. Beides war manchmal blöd zu gehen und die Harscheisen leisteten gute Dienste :-)

Ich ging nur bis zum Skigipfel. Weil ich den steilen Hang vom Gipfel eh nicht abfahren wollte (auch wenn er pistig und ganz OK aussah), hätte ich den Grat hin und her laufen müssen und bei dem Wind da oben wäre das eher lästig als schön gewesen. Ich fellte gleich ab und fuhr bis an eine sonnige, windstille Stelle im oberen Teil des Hangs. Der Schnee war wie erwartet eher so mittel zu fahren (allerdings besser als letztens am Grünhorn).

Nach einer gemütlichen Pause in der Sonne fuhr ich weiter ab. Je weiter runter ich kam, umso eisiger wurde es. Aufgegangen war der Schnee nur an sehr wenigen sehr besonnten Stellen. Ich war aber auch früh dran, um kurz nach Mittag war ich zurück am Auto. Die Tour war insgesamt wunderbar :-)

Der beste Allgäuer von Allen hatte einen Spaziergang um den Schwabelsberger Weiher gemacht und kam genau mit mir zusammen zurück. Wir setzten uns erst mal auf der Terrasse in die Sonne und genossen den Frühling im Winter. Später holten wir den Kangoo vom Kundendienst.

Von einer Firma, bei der mich der lokale Recruiter vorgeschlagen hatte, kam eine Absage, ohne dass ich mich tatsächlich vorstellen durfte. Das finde ich total schade, denn das waren zwei tolle Jobs und bei denen hätte ich sehr gern gearbeitet. So langsam finde ich das ausgesprochen frustrierend, schöne Skitouren hin oder her.


Das Grünhorn in der Morgensonne


Schnee im Bach


Höferspitze und Weißer Schrofen von der Querung aus


Alles zerfahren


Widderstein


Am Skigipfel


Abfahrt mit okayem Schnee


Ab der Hüttenebene war es eisig

Von engel am 22.02.2021 23:00 • outdoorski

Gipfeltreffen

Mittwoch, Februar 17, 2021

In der Früh schaute ich mir die Bewerbung nochmal gut durch und schickte sie dann ab. So, noch ein Eisen im Feuer. Schaumermal.

Draussen wurde es langsam schön und ich packte den Skikram zusammen. Die weiteren Aussichten sehen nicht gut aus für Winter und Schnee, deswegen wollte ich nochmal auf die Piste. Am Parkplatz in Ofterschwang fragte ein Mann nach dem Weg, hörte aber überhaupt nicht zu, als ich die Pisten erklärte und wollte eine Bestätigung für seine krude Wegvorstellung. Hallo?

Ich ging die Weltcup-Piste hoch, um mich ordentlich anzustrengen, und war da schön allein (arg viel war gar nicht los). Am oberen Ende traf ich dann die S., die schon in der Abfahrt war. Oder vielmehr, sie traf mich, denn ich realisierte (wie üblich) erst spät, dass da jemand vor mir war, die ich kenne.

Die S. fellte nochmal auf und wir gingen gemeinsam zum Gipfel, unterhielten uns und schauten dort ein wenig in die Gegend. Das war sehr nett :-) Bei der Abfahrt musste ich leider feststellen, dass ich meine Ski unbedingt wieder waxen muss. Wo der Schnee besonders nass war, da blieben sie fast kleben.

Am Nachmittag setzte ich mich eine Weile auf die Terrasse in die Sonne. Inzwischen war es weitgehend schön geworden und die Sonne steht wieder hoch genug, dass es direkt vor dem Haus Sonne wieder Sonne hat. Das war schon echt nett und frühlingshaft. Aber ich bin noch gar nicht fertig mit Winter! Ich will noch eine Weile Frost und Schnee und Winterwonderland! Meh.


Start mit Sonne auf der Weltcup-Piste


Viele Wolken und wenig Sonne oben


Abfahrt (da unten mit klebenden Skieren)

Von engel am 17.02.2021 23:00 • outdoorski

Die Hoffnung ...

Montag, Februar 15, 2021

... stirbt zuletzt. Oder so ähnlich.

In der Früh hatte ich es eilig. Beim Frühstück schaute ich kurz, ob etwas Wichtiges in der Mail war (Nein.) und packte dann den Skikram in den Kangoo. Wir hatten den Clio schon am Sonntag Nachmittag zur Werkstatt gebracht. Da war es warm gewesen (naja, 2 Grad mit Sonne) und das Auto war problemlos gefahren, aber ich wollte den Vorfall von Freitag der Werkstatt schon mitteilen. Denn sollte der Clio demnächst sterben (wovon aber keiner ausgeht) lohnen sich TÜV und Reparatur ja nicht wirklich.

Dann fuhr ich ins Kleine Walstertal. Das erste Mal seit Winterbeginn! Es hatte Sonne bei -8 Grad, als ich in Baad parkte und losging. Ich war vergleichsweise spät dran, aber viele Autos hatte es nicht. Unten war wie erwartet nach dem Traumwochenende alles pistenartig zusammengefahren und wo die Sonne hingekommen war, hatte sich ein Deckel gebildet, aber im Schatten ohne Spuren fand sich noch Pulver. Vielleicht fände sich oben in den weiten Hängen ja noch was Nettes zum Fahren.

Aber erst mal Aufstieg. Ich nahm den Normalweg statt des Sommerweges, um mir die Abfahrt schon mal anschauen zu können. Die untere Engstelle hatte sogar durchgehend Schnee, aber das war eine abgerutschte Eispiste. Die Spur ging dann auch ganz schlau nebendran durch den Wald und war recht gut zu gehen. Die Spur umging auch die obere steile Eispiste, war da aber teilweise schon ganz schön hart und glatt, weil dort Sonne drauf kommt. Es war schon absehbar, dass unten nirgendwo gut zu fahren sein würde. Egal.

Der Rücken oben war natürlich total zusammengefahren und von gefrorenen Spuren gezeichnet (da knallt die Sonne ziemlich drauf), aber meine Hoffnung war ja der breite Gipfelhang, der von der Weite immer noch prima aussah. Gegenüber tasteten sich immer wieder Leute die steile Rinne vor der Unspitze runter. Das sah oben schon nicht schön aus und unten lagen überschneite Lawinenbollen. Nee, echt nicht!

Die Querung war unangenehm. Das ist südseitig und die Spur (egal welche von den vielen) war hart gefroren und glatt. Noch dazu hat man das rechte Bein oben und das erhöhte die Querbelastung auf dem operierten Knie ganz schön. Es sah vermutlich sehr ungeschickt aus, wie ich mich über die ganz besonders glatten Stellen manövrierte ;-)

Der Gipfelhang war natürlich auch total zerfahren, aber ich dachte ganz links, da müsse sich doch noch halbwegs gut fahrbarer Schnee finden. Da ist es recht steil, war minimal weniger zerfahren und die Sonne kommt da auch nicht so gut hin. Erst mal musste ich aber hoch und das war ein bisserl anstrengend, weil der inzwischen aufgefrischte Wind Schneekristalle auf die glatte Spur blies, sodass ich immer wieder abrutschte. Die Vorgänger hatten Harscheisen aufgezogen, ich hatte meine aber vergessen.

Irgendwann war ich dann aber oben :-) Ganz allein :-)
Leider aber ohne Sonne und mit einem unangenehm kalten Wind. Ich ließ die Pause sausen und fuhr direkt ab.

Inzwischen hatte es total flaches Licht und alle Konturen verschwammen. Das war bei der Abfahrt überhaupt nicht hilfreich, weil ich mangels Sicht die Kurven nicht gut planen konnte und einfach auf Verdacht reinfahren geht einfach (noch?) nicht. Die linke Seite des Gipfelhangs stellte sich als zu steil für den wenigen neuen Schnee raus. Ich fuhr eigentlich immer im nassen Altschnee unten drunter und das ging eher solala :-/ Dafür gab es in der kleinen Ebene noch ein bisserl unzerfahrenen Schnee und im Hang über der Alpe gingen auch noch ein paar Kurven. Immerhin.

Beim Wiederauffellen machte ich Pause, da hatte es wenigstens keinen Wind. Die restliche Abfahrt nach dem Wiederaufstieg zum Rücken war entschieden unschön. Am Rücken war der Schnee unten weich, oben mit Deckel und sonst total zerfahren. Ich warf mich einmal im relativ Flachen in den Schnee und hatte dann allergrößte Mühe, wieder aufzustehen, weil ich das operierte Knie nicht weit genug abbiegen kann (und es in der Beugung eh noch keine Kraft hat). Ich musste tatsächlich den Ski abschnallen, um aufzustehen :/ Die steilen Eispisten weiter unten abzufahren war aber kein Problem. Selbst ruppeliges Querrutschen auf dem operierten Bein ging gut.

Skitour also, ich bin sehr zufrieden :-) Ja, der Schnee war Dreck, die Abfahrt war Mist und der Aufstieg war weitgehend auch nicht erfreulich und die Sonne war schneller weg als erhofft, aber mein Herz hat sich trotzdem die ganze Zeit an den Bergen und dem Schnee und allem erfreut :-)

Danach war ich aber ganz schön alle und musste daheim erst mal mit Decke aufs Sofa ;-)


Das Ziel in der Sonne


Am Rücken vor der Querung


Der Gipfelhang, das Licht lässt schon nach


Allein am Grünhorn


Widderstein in den Wolken

Von engel am 15.02.2021 23:00 • outdoorski

Besser als erwartet

Donnerstag, Februar 11, 2021

Für diesen Tag war zunächst volle Sonne versprochen worden, im Lauf des Mittwochs war die Sonne in der Vorhersage dann aber auf eher Mittag und Nachmittag gewichen. Und kalt sollte es werden, das hatten wir am Mittwoch schon gemerkt. In der Früh schneite es leicht bei -11 Grad. Der beste Allgäuer radelte gut eingepackt ins Büro, ich machte erst mal die tägliche ‘Arbeit’.

Am Vormittag räumte ich den wenigen Schnee vom Weg und grub mein Auto aus. Wobei sich der Schnee in Grenzen hielt, aber auf der Frontscheibe war eine dicke Eisschicht, die sich nur sehr mühsam und unwillig entfernen ließ. Es schneite zwar noch immer leicht, aber es war schon ganz hell und sah so aus, als würde die Sonne bald rauskommen. Also warf ich den Skikram ins Auto und fuhr Richtung Berge (das Knie war nach dem gestrigen kurzen Rückfall wieder OK).

Da wurde es dunkler und schneite mehr und von Sonne war keine Spur zu sehen. Ich parkte an der Sonnenklause und schaute mir die Schneedecke an. Die hatte von Weitem (vom Ofterschwanger Horn aus) ganz gut ausgesehen und sah nun auch von der Nähe OK aus, auch wenn nicht ganz so viel frischer Schnee oben drauf lag, wie ich gern gehabt hätte. Ich beschloss loszugehen (hätte der Schnee schlecht ausgesehen, wäre ich ins Gunzesrieder Tal gefahren).

Es war zwar kalt (-10 Grad), hatte aber keinen Wind, deswegen zog ich trotz des leichten Schneefalls bald die Jacke aus (und kurz drauf auch die Handschuhe). Der Schnee war kalt und entsprechend fluffig und der Altschnee war fest und ich hatte schon Visionen von locker-flockigen Schwüngen in der Abfahrt, aber dann kam ich zum großen Hang. Der ist steil und da schauten überall Gras und Kuhtritte raus.

Ich überlegte kurz, ob ich das dem Knie zumuten soll und ging dann weiter. Die Abfahrt würde dann halt nicht nett werden, schlimmstenfalls würde ich halt Stemmbogen fahren und irgendwann muss ich ja auch wieder lernen ‘schlechten’ Schnee zu fahren. Der Anstieg im großen Hang war ganz OK, die Steilstelle im Wald dagegen sah übel aus. Ich kam mit gelegentlichem Treppeln halbwegs gut hoch und schaute mir schon mal, wo ich am besten runter käme. Ohne Abschnallen und ohne irgendwo hängen zu bleiben.

Danach war es super. Mehr von dem tollen, fluffigen, kalten Schnee auf mehr Altschnee, so soll das sein :-) Ich ging zum Gipfel (4 Leute), schaute mir das Retterschwanger Tal und den Hindelanger Klettersteig an und packte dann wieder zusammen. Die Sonne konnte ich zwar hinter den Wolken erkennen, aber es schneite und war nicht direkt einladend. Ich wäre bloß ausgekühlt.

Die Abfahrt war bis zur Engstelle im Wald tatsächlich ziemlich prima. Ich konnte trotz der vielen Spuren im Altschnee ordentlich gedämpft durch den Neuschnee schöne Kurven fahren. Die Engstelle rutschte ich dann ganz einfach dort, wo genug Altschnee war, quer ab. Sowas zu fahren, lerne ich später mal wieder. Der große Hang ließ sich dann - mit ein paar taktischen Querungen - ganz erstaunlich gut abfahren. Stemmbogen waren absolut nicht nötig :-)

Und ganz kurz hatte es auch mal sowas wie hellen Schein ;-) ‘Richtig’ Sonne gab es allerdings erst, als ich Sonthofen hinter mir gelassen hatte. Egal, das war erstaunlich prima.

Daheim gab es dann was zu essen und zu trinken, dann brach ich kurz mit Decke auf dem Sofa zusammen (typisch für wenn es kalt ist). Den Rest vom Nachmittag und Abends nochmal daddelte ich im Netz herum und verbesserte mein persönliches Tourenbuchtool weiter.


Start bei Schneefall


Im großen Hang schaut Zeug raus :-(


Die Engstelle mit arg wenig Schnee


Der Gipfel ist in Sicht


Oben, Blick zum Heidelbeerkopf und Schnippenkopf


Kurz fast Sonne, man sieht sogar Kontouren

Von engel am 11.02.2021 23:00 • outdoorski

Sonnenskitour

Donnerstag, Februar 04, 2021

Nach dem vielen Regen endlich ein Tag mit Chance auf Sonne. Es fragt sicherlich keiner, was ich mir vorgenommen hatte :-)
Und weil die beste Mama vor einer Weile mal angefragt hatte, ob ich sie mit auf eine Skitour nehme und dann aber doch lieber erst mal auf eine Piste zum testen wollte und ich diese eine Piste ja eben erst getestet hatte, hatte ich gefragt, ob sie mit wolle. Ja, sie wollte :-)

Um die versprochene Sonne bestmöglich auszunutzen, frühstückte ich erst mal gemütlich (was wegen des opulenten Abendessens vor allem Kaffee bedeutete) und fuhr dann die beste Mama abholen (die natürlich schon gestiefelt und gespornt aus dem Haus kam, als ich auf den Parkplatz fuhr). Das Wetter hielt sich an die Vorhersage und wir konnten in schönstem Sonnenschein am Seilbahnparkplatz unser Zeug herrichten. Es war - wenig verwunderlich - viiiel voller als beim letzten Mal im Regen.

Die Piste war im Schatten hart, ging aber in der Sonne schon schön auf. Wir gingen ‘außen herum’ hoch. Nicht grad allein, aber ein Pulk war es doch nicht, schließlich war Wochentag. Es war so warm, dass ich im T-Shirt aufsteigen konnte :-)

Oben setzten wir uns in die gerade noch vorhandene Sonne und schauten in die Berge. Hach!

Unterdessen zogen die leider auch versprochenen Wolken auf und es wurde irgendwann kühl. Wir machten uns an die Abfahrt. Vor der hatte die beste Mama etwas Bammel gehabt und oben, wo es hart und die Piste schmal war, konnte ich auch von hinten sehen, dass sie sich nicht sehr wohl fühlte. Als die Piste weiter vorn und auf der steilen Weltcup-Abfahrt aber weicher wurde (Typ Frühjahrspiste), da lief es dann :-)

Ich übte weiter die Belastung auf dem rechten Bein (weil: Der Außenski ist der Chef!) und schaffte zwischendurch sogar ein paar halbwegs schnelle kurze Schwünge. Und weil die Piste so schön weich war, war das Knie unten dann auch nicht sehr beleidigt.

Den Nachmittag verbrachte ich wie üblich mit Lernen, aber das fiel mir schwer, weil ich nach dem sehr späten Mittagessen trotz Kaffee fürchterlich müde wurde. Dabei war die Tour eigentlich nicht besonders anstrengend.


Traumwetter zum Start


Im Anstieg


Bergblick, die Wolken ziehen schon rein


In der Abfahrt

Von engel am 04.02.2021 23:00 • outdoorski

Regenskitour

Dienstag, Februar 02, 2021

Ein Tag mit möglicher Regenpause in der Früh. Ich hatte mir schon am Montag, wo ich ja wegen Unlust vor dem Blender gekniffen hatte, für den Dienstag eine Skitour überlegt. Eigentlich hatte ich ans Oberjoch gedacht, weil da sicherlich Schnee läge, aber nachdem ich die Webcams angeschaut hatte, wollte ich doch lieber nach Ofterschwang. Das ist die viel schönere Piste und mehr Höhenmeter sind es auch.

Ich schaute also in der Früh die Mails durch (zur Zeit leider ausgesprochen langweilig - abgesehen von den Jobs, wo mich hoffentlich über den lokalen Recruiter bald ein Interview erwartet - hoffe ich - sehr, das wäre echt cool) und als sich dann sogar ganz minimal die Sonne zeigte, sauste ich los.

Im Illertal liegt trotz der Temperaturen und des Regens noch erstaunlich viel Schnee auch im Tal. Leider fing es schon auf der Fahrt wieder an zu regnen, aber damit hatte ich eh gerechnet, also lief ich los.

Die Kunstschneehügel waren inzwischen gewalzt worden und es hatte sich mit dem vielen Schnee zusammen eine echt gute Piste gebildet. Nebendran war der ‘echte’ Schnee tropfnass, schwer und grässlich, da wäre ich nur mit Querfahren und Spitzkehren runter gekommen, so viel Kraft wird das Knie wohl nie mehr aufbringen. Aber die Piste, die war echt OK :-)

Ich stieg im mal mehr, mal weniger starken Regen bis zur Gipfelstation auf und setzte mich dort auf eine der Bänke (auf den Rucksack, alles war patschnass). Das war echt nett da oben, Regen hin oder her :-) Mit mir waren 3 Leute oben und das waren auch alle Leute, die ich bis dahin getroffen hatte. (Naja, wer macht auch Skitouren im Regen?)

Die Abfahrt war sehr OK, nasser fester Schnee halt. Ich versuchte, den Druck auf das operierte Knie deutlich zu erhöhen, um dem endlich wieder ordentlich Skifahren beizubringen. Das klappte recht gut, unten war es dann aber ein wenig beleidigt. Der Regen ließ übrigens in der Abfahrt nach und es kamen mir etwa 10 Leute entgegen.

Daheim gab es erst mal was zu essen, dann machte ich aus leider vergessenen Heidelbeeren (da waren viele schon schrumpelig oder weich) und einem Apfel einen Smoothie. Geschmacklich war das ganz OK, aber optisch war es eine Katastrophe ;-)

Den Nachmittag verbrachte ich mit Lernen. Ich hoffe wirklich, dass ich den Zugang noch lange habe, es gibt so viel interessantes Zeug!


Start


Bergblick


Fast sowas wie Sonne an der Gipfelstation :-)

Von engel am 02.02.2021 23:00 • outdoorski

Soldaten-Invasion

Mittwoch, Januar 27, 2021

Ich hatte für diesen Tag eigentlich wie am Vortag mit Wind und Schneefall gerechnet. In der Früh war es aber nicht windig und es schneite nicht. Trüb war es, klar, aber echt OK. Und die nächsten Tage war S**wetter sondersgleichen angekündigt (vor allem viel Regen, das ist eh das Schlimmste). Ich erledigte erst mal meine ‘Arbeit’ (Mails, Jobs, usw.) und sauste dann ins Ostertal.

Dort war es leerer als Letztens bei dem schönen Wetter und der Hang zum Rangiswanger Horn sah echt noch OK aus. Es hatte aber kaum Wind, deswegen ging ich auf der Forststraße nach links. Da war ich wunderbar allein auf der erstaunlich gut ausgetretenen Spur. Es hatte viel mehr Schnee als ich nach dem mageren Schneefall daheim erwartet hatte und er war teilweise ordentlich verblasen.

Erst war es lediglich trüb mit Wolken an den Gipfeln, weiter hinten fing es dann an, leicht zu schneien. In der Senke unter der Alm fellten 2 Leute frisch auf und vom Weiherkopf kamen 4 Leute mit Hund runter. Sonst war ich weiterhin wunderbar allein.

Im Anstieg zum Ochsenkopf machte die immer noch erstaunlich gute Spur sehr viele Bögen, aber der Schnee war mir zu hoch, um ein paar der extra-unnötigen Bögen abzukürzen. Ich war gerade auf dem letzten Teil des Anstiegs vor der Querung, als von oben jemand in einem weiß-gefleckten Anzug kam. Und dann noch jemand, und noch jemand ...

Dann standen 10 Soldaten vor mir und der vorher fast unbefahrene Hang war umgegraben. Wieviele sie den seien, fragte ich. “26”, war die Antwort. Sechs-und-zwanzig!!! Waaaah, mein Schnee! Kein Wunder, dass die Spur so ausgesprochen gut und ordentlich war. Die Damen und Herren Soldaten waren alle in Winter-Tarnkleidung, hatten aber die üblichen knallbunt leuchtenden Tourenski, die alle so haben. Ich sah das gut, denn einige konnten nicht allzu gut fahren und es gab immer wieder Schneegewühle, weil sich jemand in den Tiefschnee geworfen hatte.

Ich ging weiter und die restlichen Soldaten kamen in kleinen Grüppchen den Hang runter. Je weiter hinten sie dran waren, umso schlechter konnten sie fahren. Als ich in die Querung einbiegen wollte, schrien ein paar Soldaten nach hinten: “Gegenverkehr!”. Auf meine Frage, ob die oben denn fahren könnten, wurden bedenklich Köpfe geschüttelt. Ich wartete lieber, bis alle durch waren ;-)

Der letzte Soldat hatte eine dunkle Jacke an (optisches Kennzeichen für den Lumpensammler?) und entschuldigte sich, dass nun die Spur kaputt sei. Ich meinte, das mit der Spur sei nicht so schlimm, aber der Hang! Er hatte vollstes Verständnis und meinte so ginge es ihm jeden Tag.

Ich querte und stieg über den total zerfahrenen Gipfelhang (ohne Spur, die war weg) zum Kreuz. Wegen des ekligen Windes da oben verzichtete ich auf eine Pause und fuhr direkt wieder ab. Der kleine Gipfelhang war kaputt, aber weiter unten nach der Querung fand sich dann doch noch genügend Schnee für eigene Spuren (in den steilen Osthang wollte ich wegen allein unterwegs nicht, dabei sah der großartig aus, ich habe extra nachgeschaut). Der Schnee war aber ziemlich schwer und kompakt und stresste das Knie ordentlich. Ich brauchte ein paar Pausen.

Normalerweise gehen wir von der Senke aus ja immer noch übers Rangiswanger Horn, aber inzwischen schneite es dicht und dazu hatte ich dann doch keine Lust. Ich fuhr den laaangen Forstweg zurück. Der ist gerade so geneigt, dass man fast immer nur auf den Skiern stehen und es laufen lassen kann. Selten muss man schieben und selten muss man seitlich in den tiefen Schnee um langsamer zu werden.

Das war ein sehr netter einsamer Aufstieg mit Überraschung und eine okaye Abfahrt. Also durchaus lohnend :-)


Starthang


Schneewehen an der ersten Alpe


Wintertraum


In der Senke fängt es an zu schneien


Die Hang-Umgraber


Oben


Der letzte Hang

Von engel am 27.01.2021 23:00 • diaryoutdoorski
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