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Nochmal Soldaten

Dienstag, April 20, 2021

In der Früh las ich nochmal den Entwurf durch und schickte dann die Bewerbung los. Damit sind jetzt immerhin 3 Bewerbungen parallel im Rennen, das hatte ich bisher noch nicht. Das Wetter waberte etwas unentschlossen herum und ich hoffte, dass es der Vorhersage folgen und besser werden würde. Ich hatte nochmal eine Trainingstour geplant. Als es tatsächlich heller zu werden schien fuhr ich ans Oberjoch, aber da war von Aufhellung nichts zu sehen. Es war ziemlich warm.

Aber der Schnee wird noch eine Weile reichen. Ich ging diesmal links des Baches zur Gipfelstation hoch. Das war immerhin mal was anderes. So richtig Lust drauf hatte ich dann nicht, aber ich ging trotzdem zum Iseler hoch. Und Hui, ist der Hang da oben steil! So manche Spitzkehre auf dem festen (netterweise nicht harten) Altschnee war ganz schön anspruchsvoll.

Beim Hochschauen war mir dann, als bewegten sich die Latschen oben seltsam. Das waren aber nicht die Latschen, sondern ein kleiner Trupp Soldaten, die in weisser Tarnkleidung mit Skiern am Rucksack und Steigeisen an den Stiefeln abstiegen. Diese Truppe hatten allesamt weiße Uraltski (immerhin mit Blockbindung und Skibremse), mit denen ich den steilen Hang vielleicht auch nicht hätte abfahren wollen.

Außer mir waren nicht viele Leute unterwegs und die wenigen, die da rumstiefelten, kapitulierten alle vor der obersten Steilstelle, deswegen war ich am Ende ganz allein am Iseler. Ist auch schön :-)

Die Abfahrt war trotz der Steilheit recht einfach, weil der Altschnee unter der weggefahrenen dünnen Nassschnee-Auflage angenehm griffig war. Unten war der Schnee dann so nass, dass er klebte. War trotzdem eine nette Sporteinheit ;-)

Den ganzen Tag über hatte ich kaum Sonne gesehen, kaum war ich ein Stück aus den Bergen raus, schien sie, die Sonne. Daheim gab es Nudeln mit dem Bärlauchpesto der besten Mama und dann legte ich mich auf der Terrasse in die Sonne. Es hatte T-Shirt-Temperaturen und netterweise auch dann noch eine Weile, als der beste Allgäuer heim kam.


Blick zum Gipfel


Soldaten


Allein am Iseler


Tiefblick

Von engel am 20.04.2021 23:00 • outdoorski

Sporteinheit

Montag, April 19, 2021

Vormittags bastelte ich zunächst einen Entwurf für eine weitere Bewerbung (Yay, ein drittes Eisen!) und packte dann das Skitourenzeug zusammen. Die Piste in Ofterschwang weist auf der Webcam inzwischen Löcher auf, deswegen blieb für eine Sporteinheit nur noch das Oberjoch übrig.

Natürlich könnte ich auch irgendwo hochlaufen oder radeln, aber das Erste ist vergleichsweise langweilig und für das Andere ist es einfach noch nicht warm genug. Für eine Sporteinheit würde ich sehr sehr gern mal wieder in meinem neuen Fitnessstudio auf dem Crosstrainer laufen, aber das geht ja nicht. Also Schnee und Ski, wie immer ;-)

Am Oberjoch hat es noch beeindruckend viel Schnee. Zur Gipfelstation hochlaufen (es hatte eine minimale Neuschneeauflage) ging total gut. Eigentlich war es nicht sehr warm (2 Grad am Auto, später 6), aber ich schwitzte trotzdem sehr, vermutlich war es sehr feucht. Mit mir waren 3 Leute unterwegs, das ist deutlich weniger als sonst in letzter Zeit. Oben sah der Schnee gar nicht schlecht aus, aber ich drehte trotzdem an der Gipfelstation um. Morgen vielleicht.

Den Nachmittag verbrachte ich mit der restlichen Lektion vom Wochenende und mit der Überarbeitung meines Entwurfs. Der durfte dann erst mal über Nacht weiter ‘abhängen’.

Von engel am 19.04.2021 23:00 • outdoorski

Sonntag, 11.04.2021: Mini-Test

Samstag, April 17, 2021

Am letzten Urlaubstag wollten wir nochmal ‘richtig’ raus und das bedeutete natürlich Schnee. Aber es war so warm und würde so voll werden im Kleinen Walsertal, dass wir da nicht hin wollten. Aber im Keller standen ja noch total ungetestet die neuen Minis, die inzwischen eine Tourenbindung für Bergstiefel und sogar Felle hatten :-)

Am Ostertalparkplatz standen nicht viele Autos und der Hang zum Rangiswanger Horn war nahezu schneefrei, aber es hatte natürlich trotzdem ein paar Tourengeher. 4 trugen ihre Ski gerade den Forstweg zum Ochsenkopf hinauf, 2 überholten uns mit E-Bikes, als wir das Ostertal hinter marschierten. Die Straße war bis zur ersten Steigung im Wald schneefrei.

An der Gräfenalpe war dann Premiere: wir machten Felle auf die Minis und gingen los. Ich brauchte etwas Eingewöhnung, weil der Drehpunkt der Bindung ein wenig anders ist, aber mit den Skiern laufen ging super, obwohl die Felle bei keinem Ski gut passen (sind ja wiederverwendete Altfelle). Nachdem wir dann die Schuheinstellung noch etwas nachjustiert hatten (war zu locker), konnten wir völlig problemlos und bequem bis zum Dreifahnenkopf aufsteigen (die Bindungen haben sogar eine Steigstufe).

Die Abfahrt war dann etwas herausfordernd (auch, weil ich Bammel hatte), ging aber mit genügend Aufmerksamkeit, Körperspannung und Langsamkeit doch ganz gut. Ich warf mich 2 Mal in den Schnee, weil ein Ski einstach, hatte sonst aber vor allem Probleme mit den Oberschenkeln, vermutlich weil ich total verkrampft stand. Der beste Allgäuer von Allen hatte vor allem Spaß und sauste fröhlich alle Hänge runter ;-)

Unten kamen wir am Rand der Straße tatsächlich bis in die Mitte der großen Wiese, dann war der Schnee aus. Wir mussten nicht mehr allzu weit zurück laufen.

Tolle Teile :-) Und wenn es nicht ganz so weich ist (Sommerschnee!), dann kann ich bestimmt auch besser fahren ...


Beladen gehts ins Ostertal


Ein Schneemann :-)


Anstieg, mit Steigstufe


Die letzten Meter ins Joch


Yay!


Vooorsichtige Abfahrt


Lockeres Runtersausen


Laufen lassen ...


... und am Ende schieben

Von engel am 17.04.2021 14:38 • outdoorski

Nach dem Tag mit dem schweren Schnee war ich nicht sehr von einer Skitour überzeugt, aber so wirkliche Alternativen gab es halt auch nicht. Und der beste Allgäuer hatte ja noch Nachholbedarf, also starteten wir wieder nach Baad, wo es genauso voll war wie am Vortag. Diesmal parkten wir aber auf dem vorderen Parkplatz, um Nachmittags nicht so im Matsch zu stehen.

Als wir ins Bärgunttal starteten, gingen ein paar Leute mit uns los. Die einen verliessen uns schon ganz unten beim Karlstor und die anderen gingen Richtung Gamsfuß, so dass wir dann in schöner Einsamkeit weiter laufen konnten. Wir gingen den Normalweg hoch, weil der Buschhang noch wenig zerfahren war (2 Leute fuhren schon ab und es sah tatsächlich nach Pulverschnee aus).

Auch der Anstieg zur Querung über dem Wasserfall war gut zu gehen. Danach ging die Spur aber sehr steil und weit hoch und vor dem Kessel oben mussten wir ein Stück runter. Bah, Höhenverlust, wie unnötig. Nach einem technischen Stopp, um das Pflaster an der Fersen-Druckstelle des besten Allgäuers zu erneuern gingen wir bis zum Skigipfel.

Oben blies ein ziemlich kalter Wind, deswegen fuhren wir ohne Pause wieder ab. Die Abfahrt war entgegen aller Befürchtungen noch sehr OK, auch wenn der Schnee teilweise etwas schwer war. Aber wir soffen nicht ab, auch nicht unten im Kessel, wo der Schnee schon recht feucht war :-) Die Pause im Kessel unten war angenehm warm und wir waren total allein.

Die Abfahrt unten war dann nicht mehr pulvrig, aber auch der Hang war gut zu fahren (so eine feste Altschneedecke hat schon was). War doch noch eine sehr nette Tour :-)


Anstieg im Bärgunttal


Allein unterwegs


Steiler Anstieg über dem Wasserfall


Wenige Spuren


Abfahrt


Abfahrt


Auf dem Rückweg

Von engel am 17.04.2021 11:03 • outdoorski

Donnerstag, 08.04.2021: Schneeprobleme

Samstag, April 17, 2021

Nach dem Pausetag hatte sich der Mega-Muskelkater vom Hörnle wieder etwas beruhigt. Das passt ganz gut, denn den ganzen Mittwoch über hatte es geschneit und für den Donnerstag war schönes Wetter angesagt.

Wir starteten mittelfrüh nach Baad, wo es so voll war, dass wir gefühlt den letzten Parkplatz bekamen. Egal, Hauptsache Parkplatz. Anscheinend gingen aber alle woanders hin, denn kaum waren wir Richtung Starzeltal abgebogen, waren wir mehr oder weniger allein. Das Wetter sah noch sehr bedeckt aus, aber alles sah wunderbar winterlich aus. Ein Traum :-)

Wir hatten eigentlich überlegt, den Sommerweg aufzusteigen, aber es hatte so viel Neuschnee, dass wir dann doch lieber der Spur über den Skiweg hinauf folgten. Bei so viel Schnee würde die Steilstelle eh gut zu gehen sein. Die Spur führte nach der Steilstelle dann aber nicht über den einigermaßen freien Skiweg weiter, sondern wurschtelte sich mit endlos vielen Spitzkehren zwischen Büschen und Bäumen über einen schmalen Rücken hinauf. Das war sehr interessant, aber nicht ganz einfach.

Wir kamen kurz vor der langen Querung auf den normalen Skiweg. Inzwischen war die Sonne heraus gekommen und wir konnten den wunderbaren Gipfelhang des Grünhorns bewundern, in dem nur die Aufstiegsspur zu sehen war. Als der Spurleger abfuhr, sah das super aus.

Vor uns waren insgesamt 8 Leute, von denen 6 abfuhren, als wir zum Gipfelhang querten. Das war eine halbe Stunde später und die sahen allesamt nicht so gut aus wie der erste. Weia.

Als wir nach dem Aufstieg über die Gipfelwechte stiegen, erwischte uns oben ein sehr kalter Wind. Wir beschlossen, direkt abzufahren und irgendwo weiter unten Pause zu machen. Dann fuhren wir in den Gipfelhang ein (wo es nach wie vor nur die 7 Spuren hatte) und stellten fest, dass der Schnee schon ganz schön schwer geworden war. Im Steilen gingen aber trotzdem ein paar schöne Kurven, man brauchte aber doch ganz schön viel Kraft dafür.

Dann wollten wir uns eigentlich für die Pause an das kleine Hüttchen setzen, aber wir schafften es nicht, dort hin zu kommen. In den flacheren Stücken war der Schnee oberflächlich schon angeschmolzen und unten drin noch eiskalt. Beim Fahren fror dann der nasse Deckschnee an den Skibelag und wir blieben quasi kleben. Was ein Dreck!

Wir setzten uns ein Stück unterhalb des Hüttchens in den Schnee und machten da Pause. Dann wurschtelten wir uns weiter runter und querten zur Starzelalpe rüber. Es war sehr anstrengend!

Die Abfahrt nach dem Gegenanstieg war oben genauso nervig wie vorher (Eis am Belag) und wurde unten echt anstrengend. Man brauchte wirklich viel Kraft für Kurven und ich bringe die einfach (noch?) nicht auf den Ski. Ich stopselte mich sehr vorsichtig und mehr schlecht als recht überall runter. Der beste Allgäuer blieb in einem Bäumchen stecken, weil er die Kurve nicht rechtzeitig schaffte und ich warf mich ganz unten so in den Schnee, dass ich wie einbetoniert war und Ewigkeiten brauchte, mich wieder auszugraben. Uff!

Super Tour in toller Landschaft, interessanter Aufstieg und erstaunlich wenig Betrieb, das war großartig! Aber der Schnee, der war echt eine Herausforderung ;-)


Start in Baad


Das Wetter wird schöner


Aufstieg durch Büsche und Bäume ...


... ordentlich steil


Wenige Spuren im Gipfelhang


Oben ist viel Wind


Abfahrt


Abfahrt


Rückblick auf unsere Spuren (links der Rinne)


Unten ist der Schnee sehr schwer


Voll einbetoniert

Von engel am 17.04.2021 06:53 • outdoorski

Hatsch-Tour

Donnerstag, April 15, 2021

Die Donnerstags-Skitour hatten die S. und ich schon vor 2 Wochen ausgemacht. Unter der Voraussetzung, dass es dann noch Schnee haben würde, natürlich. Nun Schnee hatte es, in der Nacht kamen laut LLB sogar nochmal gute 10cm dazu. Und das Wetter sollte auch gar nicht sooo schlecht werden :-)

Wir hatten kurz diskutiert und uns dann für eine Tour entschieden, die wir schon ein paar Mal auf dem Schirm gehabt hatten. Die S. war da schon lang nicht mehr und ich war da noch gar nie nicht, nicht mal im Sommer. Wir trafen uns wie üblich in Waltenhofen und fuhren dann gemeinsam ins Stillachtal. Ich hatte ja eigentlich erwartet, dass es da unten kaum mehr Schnee haben würde, das ist ja schon relativ tief, aber es war wunderbar weiß und winterlich. Natürlich lag der Schnee direkt auf dem Boden, aber dafür hat es ja die Piste. Parken am Wanderparkplatz beim Fellhorn ist übrigens unverschämt teuer: 9€!

Wir marschierten erst mal die Piste bis zur Mittelstation rauf. Unten war ein ‘Loch’ in der Piste (da lag der Neuschnee direkt auf dem Gras) und wir mussten 4 Mal die Straße queren, aber das ging ganz gut. Wir konnten allerdings deutlich sehen, dass die Abfahrt da nicht die reine Freude werden würde: Buckel und Schneebollen noch und nöcher unter einer dünnen Auflage. Na, immerhin war der Altschnee nicht gefroren.

Von der Mittelstation aus querten wir ins Warmatsgundtal. Das sind knapp 2 Kilometer mehr oder weniger geradeaus (blöd wegen Rückweg) auf einer Teerstraße bis zu einem Wasserfall. Die Teerstraße war leider geräumt, aber es hatte netterweise genügend drauf geschneit, um da mit Skiern gehen zu können, man musste nur ein wenig aufpassen, die Felle nicht allzu nass werden zu lassen.

Danach geht es nochmal knapp 2 Kilometer auf einer Forststraße weiter bis man in einem weiten Kessel landet. Da geht es immerhin bergauf, also kann man am Rückweg abfahren. Es hatte von Anfang an mal mehr mal weniger geschneit und als wir in dem Kessel ankamen, standen wir noch dazu im Nebel und sahen echt wenig. Vor allem halt nicht, wo was war und wo wir eigentlich hin wollten (Griesgundkopf, Alpgundkopf). Immerhin war da aber ja eine Spur vor uns und wir gingen halt der nach, es sahen eh alle Hänge schön aus (wenn auch mit Baum-Slalom).

Die Abfahrt war oben ziemlich prima, wurde aber in den unpassenden Ausrichtungen teilweise schwierig und weiter unten wieder ziemlich gut. Es hatte eine schöne frische Pulverschneeauflage (immerhin ein Vorteil des ständigen Schneefalls), aber in der Mitte brach man immer wieder mal unvermutet in den aufgeweichten Altschnee unten drunter ein (das ist nach wie vor eine meiner Horrorvorstellungen: in weichen schweren Schnee einbrechen und dann so blöd stecken bleiben, dass ein Knie bricht). Passend dazu hatte es total flaches Licht und es waren kaum Konturen zu erkennen. Unten wurde die Altschneeschicht härter, das war besser. Aber das war trotzdem eine schöne Abfahrt :-)

Für den Rückweg fellte ich für den ersten Gegenanstieg an (die S. ging lieber ohne Felle). Danach kamen wir gut zum Wasserfall zurück, wobei ich das Beinahe-Loch an einem Bachlauf fast übersehen hätte und fellten für den restlichen Weg beide auf. Auf der Teerstraße lag nun noch mehr Schnee, das ging ganz gut.

Die Abfahrt von der Mittelstation war dann kein Problem, wenn auch nicht schön (Altschneebuckelpiste mit Bollen halt, immerhin aber nicht hart) und etwas nervig, weil man halt die Straße queren muss. Unten nutzte ich den Schnee bis zum letzten Meter mit Schieben aus, die S. ging zu Fuß, weil sie mit den Skistiefeln nicht in den Matsch steigen wollte. Ich hatte Glück, der Matsch hielt sich in Grenzen.

Das war eine echt hatschige Tour und direkt danach dachte ich noch, das war es aber nicht wert. So mit etwas Abstand: doch, war es. Mit Sicht, der richtigen Aufstiegsroute und einem Gipfel könnte man da vermutlich ein paar tolle Touren machen. Ich muss da mal im Sommer hin.

Den Nachmittag verbrachte ich nach einem ausführlichen Mittagessen mit Arbeit, bis der beste Allgäuer heim kam.


Start dicht unter den Wolken


Unten hat die Piste ein Loch (S.)


Kurz vor der Mittelstation in den Wolken


Auf der Teerstraße


Am Wasserfall (S.)


Im weiten Kessel mit Schnee und ohne Sicht


Rückblick in einem lichten Moment


Aufstieg


Lichtblick am ‘Ziel’


Abfahrt


Abfahrt (S.)


Spuren


Zurück am Wasserfall


Blick über Piste und Straße zum Parkplatz

Von engel am 15.04.2021 23:00 • outdoorski

Frei-Tag-Skitour

Mittwoch, April 14, 2021

Der beste Allgäuer hatte seinen freien Tag und weil es ja geschneit hatte, war das die Gelegenheit für nochmal eine Skitour. Weil es unter der Woche war, ließen wir uns Zeit mit Aufstehen und Frühstück, deswegen war es in Baad schon ziemlich voll. Das Wetter war traumhaft, stahlblauer Himmel über frisch verschneiten Bergen :-)

Wir gingen auf einer guten Spur ins Derratal hinter. Die Bachquerung war etwas abenteuerlicher, als ich mir gewünscht hätte (ganz schön tiefer steiler Abstieg), dafür war der Anstieg zur Spitalalpe viel besser als befürchtet. Es hatte genügend neuen Schnee, um problemlos aufsteigen zu können.

Im Tal oberhalb der Alpe war es wie erwartet schon ziemlich warm, obwohl so langsam die angekündigten Wolken anrückten. Der Betrieb hielt sich sehr in Grenzen. Wir ließen ein paar schnelle Jungspunde an uns vorbei und waren dann für lange Zeit schön allein am Ende unterwegs. Bei einem technischen Stop kurz vor der oberen Derraalpe überholten uns nochmal 2 Leute, sonst sahen wir grad mal 10 Leute insgesamt :-)

Die Querung des steilen Nordhangs zum Gipfelgrat, die sehr oft sehr glatt und unangenehm zu laufen ist, war total problemlos (so gut haben wir die noch nie erwischt, glaube ich). Die Spur querte dann unter dem Gipfel zum anderen Grat rüber (das geht nicht immer, weil es in dem steilen Hang gern mal Schneemäuler hat). Wir ließen die Ski direkt am Grat und stiegen zu Fuß zum Gipfelwegweiser auf.

Leider war es ziemlich windig oben und die Sonne war inzwischen schon weitgehend von Wolken verdeckt, deswegen hielten wir die Pause kurz. Die Abfahrt über den Südosthang war dann nicht ganz so toll, wie sie aussah, weil einerseits die Sonne den Schnee schon hatte zusammenfallen lassen und weil man andererseits bei den Kurven mit den Skienden immer den harten Altschnee erwischte. War trotzdem schön, auch wenn ich vor sowas (noch?) etwas Bammel habe.

Im Gegenhang gab es netterweise auch schon eine Spur und wir stiegen zur zweiten Abfahrt auf. Inzwischen war die Sonne ganz verschwunden und die Sicht war ziemlich schlecht geworden. Oben machten wir noch eine zweite Pause und fuhren dann den zweiten Hang ab. Da war der Schnee im oberen Drittel echt gut, unten war er dann schon sehr schwer.

Das war sehr schön :-)

Insgesamt hatte das aber ganz schön lang gedauert. Nach K&B (Kaffee&Brezeln) daheim war der Tag dann ziemlich schnell rum.

Nett war, dass mein ‘erstes Eisen’ eine kurze Mitteilung schickte, dass man mich nicht vergessen hätte, dass man aber noch Zeit für die gründliche Evaluierung brauche. Ich nehme aber trotzdem an, dass ich da nicht an erster Stelle stehe und eher ‘warm gehalten’ werde, aber dass man sich die Mühe macht, mal ein Update zu schicken, ist nett.


Start bei Traumwetter


Kleiner Umweg


Hach!


Bachüberquerung


Nicht viel los im Hochtal


Vor grandioser Kulisse


Dicke Wechte am Übergang


Anstieg zum Grat


Oben :-)


Abfahrt


Abfahrt


Im Gegenanstieg, es fängt zu schneien an


Vor der zweiten Abfahrt

Von engel am 14.04.2021 23:00 • outdoorski

Dienstag, 06.04.2021: Einsam spuren

Mittwoch, April 07, 2021

Die Nacht über hatte es geschneit und auf dem Tisch auf der Terrasse lagen knapp 10 Zentimeter Schnee. Wir hatten uns schon vorher überlegt, dass man mit dem Neuschnee unbedingt was anfangen sollte, aber weil die Montags-Tour ein wenig anstrengend gewesen war (Muskelkater!), halt doch eher was Kürzeres, Einfacheres.

Weil es vor genau einer Woche da noch Schnee gehabt hatte und es zwischenzeitlich ja eher kühl gewesen war, dachte ich, dass wenn da jetzt Schnee oben drauf liegt, dann könnte das prima werden und schlug die übliche ‘wir-wollen-es-einfach-haben’-Runde vor. Der beste Allgäuer fand das auch gut.

Wir starteten also ins Ostertal und waren dann ziemlich erstaunt. Ja, da lag Schnee. Vielleicht sogar etwas mehr als 10 Zentimeter. Aber drunter, da war nichts! Entsprechend leer war der Parkplatz (4 Autos). Nach kurzer Diskussion und mangels Alternativen dank der eher fortgeschrittenen Zeit gingen wir los. Wenig Schnee auf Kuhwiese, irgendwie würden wir da schon wieder runter kommen. Immerhin waren wir nicht die einzigen Deppen, es hatte schon Skispuren ;-)

Wir gingen also los. Erst mal durch den Einstiegs-Matsch und dann die nasse Wiese hoch. An der Forststraße wandten wir uns nach rechts und hatschten auf dieser Straße ins Ostertal hinter. Wenn da auch kein Schnee läge, würden wir halt auf dieser Forststraße mit den Fellen an den Skieren wieder zurück hatschen.

Netterweise wurde der Schnee nach der Biegung mehr und die Idee von Skitour war bald gar nicht mehr so dämlich. Auf den Wiesen lag der Schnee nun auf Altschnee und die Bäume waren dick eingeschneit, das sah alles ganz prima aus. Und ab der Alpe gab es nicht mal mehr eine Spur vor uns :-)

Das Wetter konnte sich nicht recht entscheiden, Sonne, Wolken, Schneefall, alles gleichzeitig und durcheinander, April halt. Wir spurten abwechselnd auf den Großen Ochsenkopf und machten dort kurz Pause. Das Wetter spielte gerade eher Winter, deswegen fuhren wir bald ab. Der Schnee war, wo Sonne rein gekommen war, schon ein wenig schwer, auf den Nordseiten und im Schatten war er aber noch richtig schön fluffig. Wir nahmen deswegen die Abfahrt durch die Waldschneise und das war prima!

Als wir unten aufgefellt hatten und Richtung Rangiswanger Horn gingen, kamen uns die ersten (und einzigen) beiden Nachgänger entgegen und auf dem Rangiswanger Horn selbst trafen wir noch einen Einheimischen, der von Süden aufgestiegen war (Auf welchem Schnee eigentlich?). So einsam war es da hinten noch nie :-)

Die Abfahrt vom Rangiswanger Horn war dann erstaunlich gut. Es hatte vielleicht 10 Spuren und so war viel Platz für uns, den lockeren Pulverschnee der Nordseite zu nützen. Sogar das steile Waldstück hatte noch frischen Schnee. Bis vor den letzten Hang fanden wir Altschnee und konnten darauf wunderbar runter wedeln. Dann aber wurde es schwierig mit dem wenigen Neuschnee auf der Kuhwiese. Mit vorsichtigen Stemmbogen, wenig Geschwindigkeit und achtsam verteilter Last schafften wir es aber bis ganz unten. Dass wir keine Steine erwischten, war natürlich reine Glücksache :-)

Tolle Tour! Und so unerwartet!


Start. Schaut nach mehr Schnee aus, als es war.


Auf dem Weg ins Ostertal, Wind und wenig Schnee.


Hinten ist es aber Winter :-)


Sogar die Bäche kann man noch problemlos queren


Und dann: selber spuren!


Rückblick in ein einsames Hochtal


Immer noch: selbst spuren :-)


Gipfel!


Abfahrt


Und Abfahrt


Gegenanstieg


Am Grat sind noch dicke Wechten


Die letzten Meter zum zweiten Gipfel


Nordseitige Abfahrt mit Pulverschnee :-)


Und was für einer!


Tolle Bögen auf Altschnee-Unterlage


Vorsichtiges Runter-Tasten auf Kuhwiese

Von engel am 07.04.2021 15:40 • outdoorski

Sonntag, 04.04.2021: Endlich Skitour!

Mittwoch, April 07, 2021

Endlich war es so weit: der Schnee fror nachts wieder durch. Ostersonntag ist natürlich nicht der ideale Tag für eine Skitour, aber irgendwann muss man (also: der beste Allgäuer) ja mal damit anfangen, vor allem wenn es so spät im Jahr ist.

Wir starteten relativ früh ins Kleine Walstertal. Ich hatte schon erwartet, dass da viel los sein würde (wie soll es auch anders sein, wenn keiner woanders hin darf), aber dass wir nur gerade so noch einen Parkplatz bekommen würden, das war schon ein wenig erstaunlich. Wir starteten also fast in einem Pulk zur Bärguntalpe. Glücklicherweise verlief sich das dann bald etwas.

Der Schnee war natürlich hart gefroren und eisig. Wir legten deswegen Harscheisen an, als wir am Sommerweg ankamen und das war nicht verkehrt. Im Bach war es nicht ganz einfach, auf dem eigentlichen Sommerweg war es dann aber ganz gut zu gehen. Im Kessel kam natürlich Wind auf und der war wirklich kalt. Der Anstieg zur Querung war dann auch eishart gefroren und die Querung erforderte konzentriertes Gehen (andere schnallten die Ski ab). Erst danach wurde es einfacher.

Als wir in die Sonne kamen, wurde immerhin der Schnee etwas weicher, der Wind blieb aber kalt. Wir stiegen zum Skigipfel auf (oben ging der Schnee dann schon auf und wir sahen Leute schöne Firnschwünge machen) und querten dann zum Hauptgipfel rüber. Wenn schon Berg, dann auch Gipfel :-)

Wir blieben nicht lang oben. Es war voll und es hatte einen kalten Wind. Für die Abfahrt zum Skigipfel zurück zu gehen wäre schlau gewesen, aber wir dachten, die Sonne im direkten Gipfelhang hätte auch schon ihre Arbeit getan. Dem war aber absolut nicht so, die Abfahrt war bis zur Hälfte in den Kessel hart und bollig und ausgesprochen unschön zu fahren. Danach war es teilweise weicher und OK, teilweise aber noch immer bockhart und natürlich sah man dem Schnee nicht an, was einen erwartete. Erst ganz unten fanden wir einen kurzen Firnhang, der immerhin war sehr schön. Wir machten im warmen Kessel erst mal gründlich Pause.

Die restliche Abfahrt war auch gemischt. Nach 2 letzten Firnkurven wurde es nach der Wasserfallquerung sehr hart und eisig, aber nach der Querung rüber zum Hang mit den Büschen gab es nochmal ein paar nette Slalomkurven im Firn um die Büsche im Hang. Frühjahr halt.

Aber immerhin eine Skitour. Der beste Allgäuer durfte feststellen, dass er noch skifahren kann und genoss es sehr, endlich mal wieder ‘richtig’ in den Bergen gewesen zu sein. Und am Ende war es trotz des Massenauflaufs in Baad doch gar nicht sooo voll.

Daheim hatte es volle Sonne auf der Terrasse und wir konnten da noch voll gemütlich Kaffee trinken und das frühe Aufstehen wegdösen. Frühjahr halt :-)


Im Bärgunttal


Im Kessel unter dem Wasserfall


Eisige Querung


Auf dem Weg zum Gipfel


Abfahrt (harte Bollen)


Firnkurven


Der letzte Hang


Rausfahren

Von engel am 07.04.2021 12:03 • outdoorski

Absolut nicht!

Mittwoch, März 31, 2021

Das mit dem inneren Wecker klappt inzwischen ganz gut. Ich wachte um 20 vor Fünf auf und konnte den besten Allgäuer so ungestört weiterschlafen lassen. Nach Kaffee und Frühstück packte ich meinen diesmal ganz schön schweren Rucksack (Steigeisen, Klettersteigset, Gurt, Helm, Eisbeil und das ganze andere Skitourenzeug) und fuhr nach Waltenhofen. Die S. kam kurz drauf und wir fuhren ins Kleine Walsertal (naja, wohin auch sonst?).

Wir starteten mit wenigen Anderen ins Wildental und bogen diesmal an der Unteren Fluchtalpe links ab. Der Weg über den Wasserfall war bestimmt glatt und hart, vielleicht liesse sich da besser laufen. Erst mal das auch so. Im Wald war gerade noch genug Schnee, um bequem auf dem Sommerweg aufzusteigen und er war angenehm aufgeweicht (bis auf die eine Stelle, wo ich dachte, ganz schlau eine Latsche zu umgehen und im harten Steilhang landete).

Nach der Oberen Fluchtalpe folgte die Querung ins Ochsenloch und das war dann nicht mehr ganz so toll, weil der Schnee dort hart war und der Hang recht steil ist. Wir legten Harscheisen an. Nach der Querung der Lawine vom Vortag mussten wir dann den richtig steilen harten Hang hoch und dazu waren ein paar Spitzkehren im Steilen nötig. Yay, das war super, das kann ich echt gut :/

Kurz vorm Ochsenloch dachte ich dann, der harte Schnee sei vorbei und schlug vor, die Harscheisen wieder abzulegen. Das hielt dann etwa 5 Minuten, dann legten wir sie wieder an, denn es blieb hart. Der Anstieg in die Scharte zwischen den Schafalpenköpfen zog sich dann ganz schön hin (das ist aber auch weiter, als es von unten aussieht).

Oben waren 2 schon da und machten Pause in der Sonne und unsere direkten Vorgeher rüsten gerade auf. Helm, Gurt, Set, Steigeisen. Die wollte also auch auf den Mittleren Schafalpenkopf wie wir. Der Vorsatz erstarb allerdings kläglich, als wir den ersten Blick auf den Einstieg warfen.

Da hätte man ungesichert über eine halb abgebrochene Wechte über einem Steilhang krabbeln müssen, die voll in der Sonne lag (und da muss man dann ja eine Stunde später wieder zurück). Das war nichts für meinereine. Die S. wollte auch nicht. (Puh!) Wir schauten den beiden Jungs zu und es sah genauso unangenehm aus, wie ich mir vorgestellt hatte. Die Wechte hielt aber erst mal und sie fielen nicht vor unseren Augen in die Tiefe.

Wir machten eine Weile Pause und fuhren dann ab. Im Ochsenloch war nordseitig wie erhofft noch Pulver, aber er war natürlich total zerfahren. Die S. sauste da total unbeeindruckt drüber weg, aber ich tue mir mit so ‘ungleichem’ Schnee (noch, hoffe ich) total schwer und stöpselte da ziemlich ungeschickt runter. Na, egal, 3 halb vernünftige Kurven bekam ich auch hin ;-)

Wir fuhren über den Wasserfall ab. Vor der kurzen Steigung war es so weich, dass mein schöner Plan, da nach einer schnellen Kurve mit Schwung hoch zu sausen, total schief ging. Ich brach bei der Kurve ein, kam kaum rum und verlor allen Schwung. Hochtreppeln ist echt doof. Die Abfahrt über den Wasserfall war dann oben grad noch OK, in der Mitte hart und unten schon weich. Wenn man da von der ‘Piste’ abkam, brach man oft schon durch.

Das war auch ohne den Klettersteig eine schöne Tour und es war sogar nochmal ein neuer ‘Gipfel’, denn in dieser Scharte des Ochsenlochs war ich noch nicht.

Daheim gab es erst was zu Essen, dann lernte ich noch ein wenig (neues Thema gefunden, voll spannend). Als der beste Allgäuer heim kam, war noch gut Zeit für Kaffe und Sonne auf der Terrasse :-)


Start ins Wildental


Bequemer Aufstieg über den Sommerweg (S.)


Lawinenquerung


Das Ochsenloch


Anstieg zur Scharte


Die letzten Meter (S.)


Querung zum Klettersteig


Wir queren in den pulvrigen Teil


Abfahrt


Auch Abfahrt


Mühsames Hochtreppeln


Ausfahrt aus dem Wildental


Rückblick

Von engel am 31.03.2021 23:00 • outdoorski
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