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Tour und Tour

Donnerstag, Januar 21, 2021

Der beste Allgäuer machte nochmal HomeOffice. Ich scannte in der Früh wie üblich die Job-Mails und sauste dann ins Ostertal. Skitour, ehklar, bei schönem Wetter und bei Schnee muss ich raus :-)

Der Ostertalparkplatz war schon ziemlich voll. Kein Wunder, ich war da erst um halb 11 (Wochenends wäre ein so später Start natürlich nicht denkbar). Der ursprüngliche Plan war gewesen, zum Großen Ochsenkopf hinter zu laufen, aber der angekündigte Föhnsturm war wohl schon da und schickte seine Ausläufer auch runter ins Ostertal. Ich hatte keine Lust, so lang gegen den Wind zu hatschen und ging geradeaus weiter hinauf.

Die Spur war gut ausgetreten und der Hang war natürlich schon total zerfahren. Aber ich war allein im Schnee unterwegs, bald mit Blick auf den Hauptkamm und da geht mir immer das Herz auf :-) Die neuen Gecko-Felle machten sich auch diesmal, wo der Schnee teilweise nicht ganz so ideal war, gut.

Oben ging die Spur sehr nett neben der ‘Piste’ durch den Wald und da lag Triebschnee auf der relativ harten Spur und das nahmen sie gut. Das Beste ist eh, dass sie total gut adhäsieren (Kann man das so sagen?), denn die alten Geckos lassen da inzwischen schon ziemlich nach und die Colltex-Felle für den Talkback haften generell eher solala.

Am Gipfel waren um die 10 Leute. Die Sitzgelegenheiten am Gipfelkreuz waren frei, deswegen setzte ich mich oben ans Kreuz und genoss die Sonne und den Blick zum Hauptkamm. Und den Wind, glücklicherweise war es nicht kalt. In den Bergen hinten tobte der Föhnsturm und blies Unmengen Schnee durch die Gegend. So extrem habe ich das selten gesehen.

Die Abfahrt war eher so mittel. Wo es ‘pistig’ war oder der zerfahrene Schnee noch recht kalt war, kam ich gut zurecht (naja, einmal warf ich mich in den Schnee, weil das operierte Bein noch immer ein bisserl dumm und langsam ist) in dem schon arg schweren zerfahrenen Schnee weiter unten musste ich viel geradeaus fahren, weil ich mich keine Kurven traute. Egal, abfahren ist immer besser als absteigen :-)

Daheim war der beste Allgäuer voll im Stress, weil bei ihm im Geschäft allerlei Zeug schief ging (da passieren Dinge, die hätte ich nicht für möglich gehalten). Als er mit der Arbeit fertig war, wollte er noch raus, also gingen wir nochmal zum Fernsehturm. Diesmal mit Stöcken, das war schon einfacher :-)

Dafür wurde es schon im Aufstieg dunkel und wir stapften mit Stirnlampen durch den Schnee und das war echt nett. Am Gipfel trafen wir einen Skitourer. Aber im Dunkeln mit schwerem Schnee? Nein Danke.


Blick nach unten


Blick nach oben


Ostertalblick


Am Gipfel


Blick zum Hauptkamm


Schneefahnen


Am Fernsehturm

Von engel am 21.01.2021 23:00 • diaryoutdoorbergski

Felltest

Dienstag, Januar 19, 2021

Auf diesen Tag hatte ich gewartet: Schnee, kalt und freie Straßen. Während der beste Allgäuer nochmal von daheim aus arbeitete (bei ihm zieht sich das Corona-Zeug doch länger hin als bei mir), packte ich in der Früh meinen Ski-Kram mit den neuen Fellen und fuhr ans Wertacher Hörnle.

Der Parkplatz war, nicht unerwartet, etwas voller als Letztens bei dem schlechten Wetter, aber ich fand noch gut Platz.

Dann lief ich los. Daheim muss ich noch immer gelegentlich husten und habe Schleim im Hals. Hier, mit moderater Anstrengung und ordentlich Schnaufen, war alles gut. Und fit und schnell fühlte ich mich auch (auch wenn natürlich 2 Mal jemand an mir vorbei lief). Na also!

Unten war der Schnee traumhaft, ab der Alpe war er windverblasen und teils gepresst. Aber es hatte genug Schnee, um da gut abfahren zu können. Die Spur führte auf dem normalen Weg bis zur oberen Forststraße und dann in netten Bogen durch den Wald (die andere Spur führte einfach auf dem Sommerweg weiter, aber das ist natürlich nicht so schön). Als ich oben den Wald verliess, war sofort der ‘versprochene’ Wind da und der Schnee war hart und verblasen.

Ich ging bis zum Vorgipfel und fellte dort direkt ohne Pause ab. Die neuen Geckos hatten sich auf dieser Tour (OK, ohne besondere Anforderungen ans Fell) echt gut gemacht :-) Die Abfahrt war oben doof (abwechselnd Schneewehen, hartes Zeug und Löcher) und wo immer es halbwegs windgeschützt war, echt schön :-)

An der Buchelalpe machte ich windgeschützt Pause auf einem freigeräumten Bänkle. Sehr fein :-)

Daheim gab es erst was zu Essen, dann beschäftigte ich mich mit weiteren Technik-Lektionen (die erste brach ich ab, da hat jemand einfach nur aufgezeichnet, wie man eine - zugegeben komplizierte und aufwändige - Programm-Suite installiert). Am späten Nachmittag kam die eine nette Recruiterin mit einem weiteren interessanten Jobangebot auf mich zu. Das klingt cool, schaumermal.


Gut ausgetretene und ausgefahrene Spur am Start


Der Halter der neuen Felle erfreut mich ungemein :-)


Im Hang ist der Schnee gepresst und verblasen


Auf der Route durch den Wald


Weitblick in die Berge


Weitblick vom Vorgipfel ins Flachland


Pausenplatz

Von engel am 19.01.2021 23:00 • outdoorski

Na gut ...

Mittwoch, Januar 13, 2021

... das war eher nix!

Nach einer relativ guten Nacht, ging es mir in der Früh nochmal ein bisserl besser. Ich hatte mir ja schon am Dienstag überlegt, was ich denn mit meinem ersten Tag ‘Freiheit’ anfangen wollen würde und war - wen wundert’s - auf eine Skitour gekommen. Immerhin hatte es ja geschneit. Aber es sollte halt was Einfaches mit nicht allzu langer Anfahrt sein, denn vielleicht würde mich ja das Coronavirus auch noch von hinten in die Pfanne hauen. Am Wertacher Hörnle war ich schon lang nimmer.

Der beste Allgäuer meinte, ich solle bloß nicht übertreiben und wenn ich nochmal krank würde, müsse ich im Dachboden schlafen (= ungeheizt), aber abbrechen geht ja immer. Der hatte in der Früh sein Notebook aus dem Büro geholt, war flotten Schrittes in den 2. Stock gegangen und war dort fast atemlos zusammen gebrochen. Aber mir geht’s ja eh besser als ihm und ich wollte: raus!

Am Parkplatz (glücklicherweise geräumt) war mäßig viel los und der Schnee im unteren Hang sah ganz nett aus. Es schneite leicht, war relativ kühl und etwas windig. Ich ging gemütlich los, musste dann aber bald schneller werden, weil ich eine Familie mit Kind überholte und nicht knapp vor denen rumlaufen wollte. Und das ging echt gut. Ich kam ins Schnaufen und sogar ins Schwitzen und fühlte mich gut dabei. :-))))

Zumindest so lang, bis ich unten aus dem Wald raus und über den ersten Buckel kam. Der Wind legte zu (Brrrr!) und der Schnee war weg. Verblasen, aber sowas von! Überall schauten die Buckel der Kuhwiese raus und die Steine vom Weg. Zwischendrin war das Eis der letzten Woche. Menno!

Ich ging bis zur Buchelalpe und drehte dort um. Der steile Hang drüber bestand nur aus Buckeln und Schneelöchern und das wäre in keinem Fall auch nur annähernd angenehm zum Abfahren. Und so ruppiges Zeug wollte ich dem Knie wirklich nicht zumuten.

Als Post-Corona-Test war das aber trotzdem gut, denn trotz Wind, kalt, ungemütlich und Anstrengung ging es mir danach so gut wie davor. Nur als Skitour war’s eher fragwürdig ...


Esel am Parkplatz


Rückblick zum Parkplatz


Hier siehts noch gaz gut aus ...


... bis es dann halt nicht mehr gut aussieht.

Von engel am 13.01.2021 23:00 • outdoorski

Odyssee

Montag, Dezember 21, 2020

Ich hatte schon am Sonntag überlegt, ob ich den Montag, der so halbwegs schön werden sollte, vielleicht mal mit einer etwas längeren Tour krönen sollte. Auslöser dafür war, ich will meine eigene Ideenlosigkeit ja nicht mit fremden Federn schmücken, eine Anfrage der S. vom Donnerstag.

In der Früh sah das Wetter noch immer nach halbwegs Sonne aus und deswegen startete ich ins Kleine Walstertal. Bis ganz hinten rein, in die hintersten Ecken. Was für eine sinnlose Fahrt!

Sämtliche beschneiten Pisten der OK-Bergbahnen (Oberstdorf-Kleinwalsertal) haben komplett gesperrte Parkplätze. Die Zufahrt zur Auenhütte ist sogar nahezu verbarrikadiert. Jetzt kann ich zwar verstehen, dass die Betreiber nicht wollen, dass irgendwer ihren Schnee benutzt (den haben die gemacht, also ist es schon ihrer, ‘natürlichen’ Schnee hat es ja kaum), aber nervig finde ich es trotzdem. Irgendwo, irgendwie hätte man sich sicherlich über die Parkplatz-Sperrungen auch hinweg setzen können, aber das wollte ich dann auch nicht. Ich fuhr also wieder zurück ins deutsche Allgäu.

Ganz unverrichteter Dinge wollte ich dann aber natürlich auch nicht wieder heim fahren, deswegen fuhr ich nochmal nach Ofterschwang. Der Schnee dort wird weniger und eisiger, so kann man das wohl zusammenfassend sagen. Im Aufstieg ‘außenrum’ muss man nun schon 2 Mal abschnallen und selbst da ist die Steilstelle arg glatt. Vernünftigerweise hätte man da Harscheisen genommen, aber das mit der Vernunft ... naja, es ging auch so. Der Rest des Aufstiegs war ganz OK. So richtig wirklich Spaß hat es diesmal aber nicht gemacht. Einerseits wegen der Odyssee vorher und dann war noch nicht mal mehr Sonne. Pffff!

Immerhin hörte ich im Aufstieg weitere Folgen vom ArchitekTOUR-Podcast (ich bin derzeit noch bei relativ alten Folgen, aber das passt schon, auch da fallen immer wieder ein paar Bausteinchen an Plätze, auch wenn ich weiß, dass die Erkenntnisse von ‘damals’ aktuell teils schon wieder überholt sind, aber ist ja auch gut, wenn man vergangenen Entwicklungen quasi ‘in hindsight’ nochmal mitmachen kann), ich kann das also nicht nur als Sport sondern auch als Lernen einbuchen ;-)

Die Abfahrt nahm ich wieder direkt und kann sagen: Wäre ich dort aufgestiegen hätte ich aber ganz sicher Harscheisen genommen! Die Kanten der Mountain Waves gehören übrigens dringend mal wieder geschliffen. Sonst wars aber OK. Das Knie ist stabil, tut nicht weh und nimmt auch blödes Geratter klaglos. Ich mühe mich sehr, das rechte Bein ebenso zu belasten wie das Linke, aber hinterher schmerzt immer der linke Oberschenkel und der Rechte lacht sich gemütlich eins, das klappt noch nicht ganz.

Nachmittags unterhielt ich mich dann noch nett mit einem weiteren Recruiter, der ganz dringend Embedded Entwickler sucht, vielleicht auch im Allgäu. Schaumermal.


Sperrung an der Straße zur Auenhütte


Schneelöcher im Aufstieg


Nix Sonne :-(


Der letzte steile Eishang

Von engel am 21.12.2020 23:00 • outdoorski

Nochmal Piste

Mittwoch, Dezember 16, 2020

In der Früh erst mal gründliche Recherche: Darf man noch ins Kleine Walsertal, jetzt wo Weihnachten naht und der Lockdown verschärft wurde? Das Resultat war uneindeutig, weder das Walstertal noch der Landkreis Oberallgäu wollen sich so wirklich festlegen. Aus bayrischer Sicht (also aus Sicht des RKI) ist das Kleine Walstertal nach wie vor kein Risikogebiet, man dürfte also ohne Quarantäne-Verpflichtung rein. Andererseits wissen die Walsertaler, die ja Österreich sind, auch nicht so richtig, ob man aus dem Allgäu da nun ohne Quarantäne rein darf oder nicht, denn aus Österreichischer Sicht ist Deutschland Risikogebiet. Also, als Tourist. Und unabhängig davon, was tatsächlich gilt: Wie würde die Polizei diesseits und jenseits der Grenze das sehen? Das war mir zu heiß.

Denn das Wetter sollte im Lauf des Vormittags schön werden und ich wollte nochmal in den Schnee. Nach einem Blick in die Webcams hatte ich kurz das Grünhorn überlegt (auch wenn Drecksschnee zu erwarten wäre) und dann halt doch wieder verworfen. Also nochmal die gehabte Piste und Sonnenseite. So mehr oder weniger halt.

Es war wieder etwa so viel los wie am Montag. Ich ging außenrum hoch (unten war der Nicht-Kunstschnee an einer Stelle inzwischen vollständig weg), setzte mich oben eine knappe halbe Stunde in den Schnee und schaute in die großartige Landschaft und fuhr dann wieder ab. Ich nahm die steilere direkte Abfahrt, die ich wegen ‘möglicherweise eisig weil im Schatten’ nicht hatte rauf laufen wollen und stellte fest, dass das eine gute Idee gewesen war. Der Schnee war nämlich hart und rattrig und stellenweise schaute sogar Eis unter dem Schnee heraus. Das Knie machte das problemlos mit, in den ‘Tiefschnee’ (nicht tief, aber schwer mit Deckel) nebendran fuhr ich aber lieber nicht. Das hätte eh keinen Spaß gemacht.

Abends ließ das Netz nach und fiel dann nahezu aus (wie anders soll man 1Mbit bezeichnen?). Wir hatten wirklich lang Geduld und sind jetzt ernsthaft beleidigt. Es wurde ein Wechsel-Beschluss gefasst.


Start in Ofterschwang


Kurz vorm Horn, man sieht gut die Piste


Weitblick, Hach!


Schneehügel entlang der Abfahrt

Von engel am 16.12.2020 23:00 • outdoorski

Piste laufen

Montag, Dezember 14, 2020

Morgens gab es erst mal Kaffee und Frühstück und Internet und ich überlegte: Der sonnigste Tag der Woche. Skitour oder keine Skitour? Ginge eine im wirklich freien Gelände? Oder doch Piste, aber welche? Und Ski waxen müsste ich ja eigentlich auch.

Nach dem Studium von allerlei Webcams sah es fast so aus, als müsse eine Skitour im freien Gelände möglich sein. Und meine Ski würde ich halt am Gipfel mit Flüssigwax behandeln. Dem Knie ging es wieder einigermaßen gut. Manche Belastungen waren noch schmerzhaft, aber Abfahrtshocke und Skibewegungen (ich testete) gingen problemlos.

Ich fuhr ins Ostertal. Da warf ich einen Blick auf die buckelige Kuhwiese und fuhr nach einem Dokubild weiter. Das wäre ganz sicher keine Freude und das Knie würde das auch nicht mögen. Die Nordseite vom Ofterschwanger Horn hatte schrecklichen Schnee, unten drin nass, oben drauf gefroren und natürlich Null Sonne, da wollte ich nicht hin. Wenn schon Skipiste, dann wenigstens südseitig. Also fuhr ich nach Ofterschwang an den Lift.

Da waren die meisten Parkplätze abgesperrt und die Piste mit einem Warnschild versehen. Aber das hatte unzählige Andere schon nicht abgehalten und mich auch nicht (also das Pistenschild, ich stellte den Clio auf einen nicht abgesperrten Parkplatz). Die Piste, die ich im Frühjahr ein paar Mal hochgelaufen war, lag im Schatten, deswegen nahm ich die ‘Aussenrum’-Piste.

Da hatte es etwa 20cm Echtschnee (zusammengefahren) und eine Seite war gesäumt von Kunstschneehügeln. Das sah seltsam aus. Die Hügel waren aber hart und glatt, ich lief lieber auf dem Echtschnee, auch wenn da zwischendurch mal Wiese rausschaute. Das Schöne an Pisten aus Skifahrersicht ist aber, dass die Wiesen relativ glatt sind (im Gegensatz zu ‘wilden’ Kuhwiesen) und schön Stein- und Baumstumpfrei.

Ich war natürlich nicht allein unterwegs. Insgesamt traf ich vielleicht 20 Leute, die meisten auf Skieren, manche auch zu Fuß. Aber es war trotzdem nett, so in der Sonne mit Skiern an den Füßen vor sich hinzutrotten und keinen Abstieg vor sich zu haben. Ich war nach einer guten Stunde am Gipfel und schaute mir von einem der Bänkle eine Weile die Landschaft an. Das war sehr schön :-)

Vor der Abfahrt behandelte ich meine Ski noch mit Flüssigwax und fuhr dann die Piste runter. Und es war eine Piste, weil schon so viele dort abgefahren waren. Das war viel netter als letzte Woche, denn der Schnee war meistens oben leicht aufgegangen und es ratterte nicht. Dem Knie ging es prima.

Daheim fand ich das Feedback der Coach vor. Das hat schon was, wenn jemand mit dem Blick für das Wesentliche das nochmal anschaut. Aber für Einarbeiten und Überarbeiten hatte ich keinen Kopf, das verschob ich auf den nächsten Tag.

Meine Mailbox scheint sich durch das ‘Weihnachtsgeschäft’ zu beleben. In letzter Zeit finde ich ungewöhnlich viel Spam vor, vor allem Nackbilder-Werbung. Weil der beste Allgäuer einen solchen Anstieg nicht zu verzeichnen hat, nehme ich an, dass das Nebenwirkungen meiner Anmeldung an den vielen Jobbörsen sind. Nervig, aber mei, ist halt so.

Nachtrag:
Achja, anscheinend hat der Grünten-Penis Wellen geschlagen. Vor einer der Alpen stand ein großer Schnee-Penis.


Start in Ofterschwang


Piste mit Sonne


ohne Worte


Gipfelblick

Von engel am 14.12.2020 23:00 • outdoorski

Zweitbildschirm :-)

Dienstag, April 07, 2020

Den Vormittag verbrachte ich statt mit Lernen mit Anwenden des bereits Gelernten. Das soll heissen, ich schaute mit das Projekt genau an und brachte Verbesserungen im Sinn von besser lesbarem Code und neue(ere)n Konzepten ein. Unter Zuhilfenahme des IDE, denn auch wenn ich einige Konzepte nun kenne und lesen kann, krieg ich die Dinger ohne Hilfe (noch, hoffe ich) nicht codiert. Am Ende funktionierte alles wie vorher, aber ich freute mich auch ohne Verbesserungen.

Am Nachmittag hatte ich eigentlich wieder ein neues Thema beginnen wollen, aber weil ich dann doch wieder etwas nicht verstand, das mir das Lint-Tool und das IDE zur Verbesserung vorschlugen, startete ich halt die nächste Java-Lektion. Die ist schon eher auf meinem Level ;-)

Am späten Vormittag ging ich nochmal zur Iseler-Bergstation hinauf. Zeitlich war ich besser dran, denn die Piste war schon schön aufgegangen, aber es war trotzdem nicht sehr angenehm, weil die ganze Zeit ein kalter Wind wehte. Vielleicht war ich deswegen komplett allein unterwegs? Im oberen Drittel verliess mich dann eines meiner Adhäsionsfelle und weigerte sich weiter am Ski zu haften. Eigentlich sollten Adhäsionsfelle auch haften, wenn sie feucht sind, un-eigentlich scheint das aber für totale Durchweichung nicht zu gelten. Ich stieg das steilste Stück zu Fuß auf und ging dann geradeaus rauf weiter. Die Abfahrt war sehr nett.

Als ich wieder heim kam, war mein Notebook-Erweiterungs-Bildschirm da. Um den war ich schon 2 Wochen herum geschlichen, weil mir daheim ein zweiter Bildschirm fehlt. Sehr fehlt! Aber ob das wirklich taugt, kann man halt erst sagen, wenn man es ausprobiert hat ...

Bisher, also nach ca 2 Stunden Benutzung ;-), scheint das genau das zu sein, was mir daheim gefehlt hat. So langsam fühlt sich das hier tatsächlich nach HomeOffice an. Obwohl ich noch immer mit Notebook-Tablett auf dem Sofa sitze (saubequem mit hoch gelegten Beinen), aber jetzt halt mit 2 Bildschirmen und dem Headset aus dem Büro :-)

Irgendwann auf der Skitour hatte die Werkstatt mitgeteilt, dass der Clio fertig sei und ich holte ihn am Abend ab. Der nigelnagelneue Scheibenwischermotor ist feucht geworden und eine Sicherung im Motorraum war geflogen. Ich bekam eine langwierige Erklärung, die darauf hinaus läuft, dass man immer wieder mal schauen soll, ob Wasser von oben tatsächlich am Radkasten raus läuft. Wenn dem nicht so ist, ist oben ein Ablauf verstopft (Blätter, Dreck, usw.) und man sollte das frei machen. Weil der Motor noch neu ist, wurde er zerlegt und gereinigt. Das ist immerhin günstiger als nochmal ein neuer Motor :-)

Mein Zweitbildschirm und die Clio-Reparatur haben übrigens in etwa dasselbe gekostet, aber über den Bildschirm freue ich mich deutlich mehr als über das reparierte Auto ;-)

Von engel am 07.04.2020 23:00 • outdoorski

Alternativ-Lernen

Montag, April 06, 2020

Am Vormittag beendete ich die Lektion mit dem komplizierten Zeug und kann immerhin sagen, dass ich am Ende der Lektion weitgehend folgen konnte. Wenigstens das. Anwenden ist natürlich was komplett anderes ;-) Schaumermal, ob sich da noch was Vertiefendes findet und vielleicht findet sich im Projekt dann irgendwas, wo ich das probieren kann.

Den Nachmittag verbrachte ich damit, mir etwas (oberflächlichen) Hintergrund zu ein paar ‘Buzzwords’ zu verschaffen, bei denen ein paar der ehemaligen Kollegen erzählt hatten, dass man sie dazu befragt hatte. Nur damit ich halt weiss, um was es geht. Und überhaupt kann es nicht schaden, sich auch mal wieder mit was Anderem zu beschäftigen. Ich habe mir jetzt auch noch anderes Zeug gebookmarkt.

Zwischendurch versuchte ich ein paar weitere Ansätze, wie ich die Punkte meiner Track-Grafik bearbeiten kann. Das klappt noch nicht so wie ich das gern hätte (Warum zum Teufel kann man die Charts nicht ‘refreshen’?) und leider werde ich eine potentielle Lösung für die Track-Grafik nicht auf den Track auf der Karte anwenden können, weil das verschiedene Frameworks sind (JavaFX, Swing) und werde das wohl 2 mal lösen müssen. Tja.

Am späten Vormittag fuhr ich wieder ans Oberjoch, um die Piste raufzulaufen (vorher hatte ich mir die Webcam angeschaut, die Piste sieht noch sehr gut aus). Ich wäre gern später gegangen, aber ich sollte ja den Clio wegen Scheibenwischer-Anschauen zur Werkstatt bringen. Etwas später wäre auch ganz gut gewesen, denn im Schatten war es noch total eisig.

Ich war zunächst wieder allein unterwegs wurde aber auf halbem Weg von einem einzelnen Mann überholt. An der Gipfelstation traf ich eine Frau, die mir erzählte, wie glatt es weiter oben sei und dass sie deswegen umgedreht sei. Ja, das konnte man sehen, der Hang zum Gipfel spiegelte regelrecht, aber da wollte ich ja eh nicht hin.

Die Abfahrt war beinahe super. Die Piste war fast überall schon ein wenig aufgegangen, deswegen konnte man ganz gut fahren, auch wenn die Ski natürlich über das Eis unten drunter schrammten. Eine Stunde später wäre genau richtig gewesen :-) War trotzdem fein und mein Knie nahm das alles fast klaglos mit, obwohl ich ein bisserl - ganz minimal - Gas gab und versuchte, dem Knie bei Linkskurven die ganze Last mitzugeben.

Am Nachmittag fuhr ich kurz zur Werkstatt, wo man feststellte, dass der Scheibenwischer tatsächlich nicht geht und dass nicht die Sicherung schuld ist (jaja, schon gut, das alles zu prüfen ist schon sinnvoll). Der Clio wird den Dienstag bei der Werkstatt verbringen und wenn’s nicht grad der Scheibenwischermotor ist, auf den ich noch Garantie habe, wird es wohl wieder ordentlich Geld kosten :/ Tja.

Als der beste Allgäuer von Allen heim kam, gab es Kaffee auf der Terrasse, dann trennten sich unsere Wege erst mal wieder. Er ging Joggen, ich brachte den Clio zur Werkstatt und ging zu Fuß zurück, meine Art der Bewegung halt ;-) Das Knie hatte nach der Pistentour ein wenig gejammert, die 2 Kilometer nahm es dann aber aber fast klaglos.

Von engel am 06.04.2020 23:00 • outdoorski

Scheibenwischer kaputt!

Donnerstag, April 02, 2020

Ich verbrachte den Tag wieder allein zuhause, weil der beste Allgäuer nicht mehr halbkrank war. Ich beschäftigte mich weiter mit dem neuen Thema (echt anstrengend, ich musste einige Clips mehrfach anschauen) und bastelte zwischendurch am Projekt rum. Gemäß dem Grundsatz, dass man nichts selbst machen sollte, für das schon andere eine Lösung gefunden haben, probierte ich allerlei Vorschläge durch, passte dies oder das an und fand schliesslich eine Library, die genau das tat, was ich wollte. Und ich verstand sie sogar. Yay! Dabei lernte ich eine Menge und ich kann die nächsten Schritte schon vor mir sehen. Nochmal Yay!

Am späten Vormittag packte ich wieder Skizeug und fuhr nach Ofterschwang. Die Piste dort hat inzwischen sehr gelitten, das war wohl das letzte Mal. Noch kann man aber aufsteigen und abfahren und es war nochmal sehr nett. Ich stieg im T-Shirt und mit weit geöffneten Lüftungen an der Hose auf, geradeaus rauf und schnaufend wie Emma. Die Abfahrt war nett, weil es überall schön aufgegangen war und ich übte Last auf dem rechten Bein. Das klappt gut, so lang nichts Unerwartetes kommt ;-) Für die kurzen schnellen Schwünge auf dem schmalen Pistenrest unten bin ich aber (noch, hoffe ich) zu langsam.

Auf dem Weg nach Ofterschwang musste ich feststellen, dass der Scheibenwischer beim Clio nicht mehr geht. Schon wieder nicht, muss ich dazu sagen, denn der wurde Anfang des Jahres reichlich teuer mit einem neuen Motor repariert. Die Werkstatt meinte, ich solle am Montag mal vorbei kommen, dann würde man sich das anschauen. Ich bin gespannt, was da raus kommt. Eigentlich, finde ich, dürfte ich da nicht nochmal was zahlen müssen.

Am Nachmittag konnten wir nochmal gemeinsam auf der Terrasse sitzen, weil es da schön windgeschützt ist. Dann packte ich München-Zeug (im Wesentlichen gewaschene Sport-Klamotten) und legte den Kangoo-Schlüssel bereit. Mit einem Auto ohne Scheibenwischer will nicht so weit fahren.

Von engel am 02.04.2020 23:00 • outdoorski

Leicht überfordert

Dienstag, März 31, 2020

Ich startete den Tag wieder sehr früh, der beste Allgäuer schlief bis zu einem Meeting aus, wie sich das für einen Halbkranken gehört. Danach wollten wir frühstücken, aber das war nicht einfach, weil ich zwar für mein Frühstück gesorgt hatte, aber natürlich nicht für den ungeplanten Allgäuer.

Von meinem wunderbaren Frühstück, Hüttenkäse mit Marmelade und Blaubeeren gemischt, wollte er nichts abhaben (grad dass er sich nicht schüttelte). Es wurde dann Schoko-Müsli, das ich eigentlich auch für mich gekauft hatte, mit dem er sich dann aber doch anfreunden konnte. Natürlich hätte jemand zum Bäcker gehen können, aber es hatte keiner Lust dazu ;-)

Ich versuchte mich den Tag über an einem neuen Lern-Thema (immer noch Java, aber so langsam die fortgeschritteneren Konzepte) und verzweifelte etwas daran. Entweder ist der Vortragende schlecht oder mir fehlt irgendwelcher Hintergrund (wahrscheinlich Letzteres, auch wenn der Vortragende   w i r k l i c h   s e e e e h r   l a n g s a m  spricht). Ich verstehe bestenfalls die Hälfte von dem was er mir da beibringen will. Ich lenkte mich zwischendrin mit Recherche über Event-Kram und der Implementierung weiterer Kleinigkeiten ab.

Am späten Vormittag packte ich wieder Ski-Zeug und fuhr ans Oberjoch (ich allein, der beste Allgäuer war ja halbkrank im Homeoffice). Die 6 Zentimeter Schnee vom Blender gestern waren da doch sicherlich auch gefallen. Ich hoffte auf Neuschnee auf der Kunstschnee-Eispiste.

Irgendwie war es dann so, irgendwie aber auch nicht. Es hatte auch am Oberjoch geschneit und mit 6 Zentimetern lag ich vermutlich ganz gut. Aber es hatte auch ordentlich Wind gehabt und Schnee hatte sich deswegen sehr ungleichmäßig auf dem Eis verteilt. Es hatte harte Eispiste neben dünn zugeschneiter Eispiste neben kleineren Schneewehen.

Im Aufstieg war der Neuschnee prima. Ich konnte auch an den steilsten Stellen einfach geradeaus hinauf laufen (sollte ja Training sein) und musste nur gelegentlich einen kleinen Bogen um glatt geblasene Stellen machen. Es war anstengend und ich musste schnaufen wie Emma, die Lokomotive ;-)

Die Abfahrt war dann echt stressig. Weil nicht gut zu erkennen war, wo wieviel Schnee lag, fuhr man immer wieder unerwartet in tiefere Stellen und so unerwartete Belastungen kann das Knie nicht gut ab (wobei ein guter Teil davon sicherlich mal wieder mein Kopf ist). Ich fuhr sehr vorsichtig auf der linken Seite ab, wo es nur wenige Spuren und vergleichsweise viel Schnee hatte. Anfangs hatte ich noch ein paar Probleme mit Linkskurven, weil das Knie gern nachgab (wohl eher: ich unbewusst die Last wegnahm), weiter unten ging das dann schon besser. Ich suchte mir allerdings immer die besten Stellen mit ‘gescheitem’ Schnee aus.

Das war insgesamt sehr nett :-)

Von engel am 31.03.2020 23:00 • outdoorski
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