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Tag 10: Punta La Marmora

Sonntag, 08.05.2005

An sich hatten wir für den gesalzenen Preis des Hotels ein nettes Frühstück (aka Buffet mit allem) erwartet, aber nix da. Es gab ein Minimal-Frühstück, wo man entweder Kaffee oder Saft oder alles mögliche andere haben konnte. Und kostete extra. *grmpf*

Wir liessen die ungastliche Stätte hinter uns und fuhren hinauf zum Parkplatz an der Bruncu Spina. Es ist schon ein wenig seltsam, bis auf 1500m hochzufahren, um einen 1834m hohen Berg (um genau zu sein, eine ganze Kette von Bergen) zu besteigen. Und das Skigebiet da oben liess uns ein wenig grinsen, überhebliche Bergbewohner die wir sind, aber wer hier wohnt, nimmt was er kriegt, wie das grosse Boarder-Schild am Lift deutlich zeigte.

Start zur Punta La Marmora
Start zur Punta La Marmora

Der vermaledeite Wind der letzten Tage hatte kein Stück nachgelassen, im Gegenteil, hier oben war er stärker als bisher. Und es war ganz schön frisch, um nicht zu sagen kalt in diesem Wind. Wir zogen fix noch eine Lage Kleidung und lange Hosen an, bevor wir uns auf den Weg machten. Gleich am Anfang ging es durch mehrere grosse Schneefelder, die allerdings bereits schön aufgeweicht und gehbar waren. Der Wind machte das Gehen ziemlich beschwerlich, so dass wir das Gefühl hatten, an diesem Tag sei der Wind, nicht die Höhenmeter, die eigentliche Herausforderung.

An der Bruncu Spina
An der Bruncu Spina

Von der Bruncu Spina sah man endlich auch das Ziel, die Punta La Marmora. So richtig bergig war die Gegend nicht, es sah eher aus wie hochgelegenes Hügelgelände, dafür war der Weg relativ weit. Nach der Bruncu Spina wurde der Fahrweg zu einem Bergpfad und hübsch zu gehen. Wir nahmen alle Gipfelchen auf dem Weg mit, auch wenn der Pfad manchmal daran vorbei führte. Gipfelsammlerei, klar ;-)

Nach der kleinen Scharte Arcu Gennargentu ging es schliesslich hinauf und hinüber zum höchsten Punkt der Insel, der sogar mit einem schönen Kreuz geschmückt war (bisher hatte es auf den Gipfeln nur Antennen gehabt).

Die Punta La Mamora
Die Punta La Mamora

Der Wind hatte kein Stück nachgelassen, wenn irgendwas, dann war er eher stärker geworden. Es war schon beim Gehen recht kühl, wenn man stehen blieb, dann dauerte es nicht lang, bis man zu frieren anfing. Wir verzogen uns also auf die windgeschützte Seite des Gipfels und kuschelten uns an die sonnengewärmten Felsen. Mmmh, angenehm! Da war sogar ein kleines Nickerchen drin.

Rast
Rast

Auf dem Rückweg nahmen wir auch noch den letzten Gipfel auf dieser Seite der Scharte mit. Über den Su SciuSciu führten nur Trittspuren und Steinmannl und der inzwischen reichlich nervende Wind, der inzwischen noch stärker geworden war, gab sich alle Mühe, uns umzuwerfen. Hin und wieder waren ein paar ausgleichende Schritte nötig, um den Stoss einer besonders starken Böe auszugleichen. Immerhin bescherte uns der Wind aber einen Anblick, den wir beide noch nie gesehen hatten.

Überall wuchsen kleine krüppelige Bäume und Büsche, die kleine rote Beeren hatten - dachten wir zunächst. Als wir einmal genauer hinschauten, entdeckten wir, dass die Büsche von Millionen und Abermillionen von Marienkäfern nur so wimmelten. Wahrscheinlich konnten die wegen des Windes nicht fliegen, daher hatten sie sich in den Büschen verkrochen und brachten die Zeit damit rum, gemeinschaftlich für kleine Marienkäfer zu sorgen.

Marienkäferkolonie
Marienkäferkolonie

Auf dem weiteren Rückweg kürzten wir den grossen Bogen nach der Bruncu Spina damit ab, dass wir direkt über das Skigebiet abstiegen. Das bescherte mir ein paar Meter nette 'Abstiegshilfe', weil sich ein langes Schneefeld geradezu anbot, darauf 'abzufahren'.

Anschliessend fuhren wir nach Cala Gonone, wo wir uns sehr günstig im Piccolo Hotel einquartierten. Da gab es zwar kein Frühstück, aber dafür wimmelt es in Cala Gonone von Bars, die schon früh aufmachen und Frühstück anbieten.

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