Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Tag 5: Grotto di Nettuno

Dienstag, 03.05.2005

Wir verliessen das Hotel recht früh. Da die Rezeption die Nacht über besetzt war und im Hotel jeder alles machte, konnten wir schon um halb sieben frühstücken und waren eine gute Stunde später schon auf dem Weg zum Capo Caccia. Die Radtour für heute war nicht lang, aber wir wollten später noch weit hinunter in den Süden.

Blick zum Capo Caccia
Blick zum Capo Caccia

Wir fuhren die SS127bis bis zum Abzweig auf die Halbinsel des Capo und parkten da. Das Wetter war nur solala und es war reichlich frisch, als wir losfuhren. Ich war gar nicht böse, dass ich meine (mal wieder) von der Sonne gestressten Unterarme im langärmeligen dünnen Odlo-Pulli verpacken musste. Gegen den Sonnenbrand auf den Handrücken zog ich Radhandschuhe über. Zusammen mit der kurzen Hose sah das ein wenig nach Verkleidung aus ;-)

Der Weg war einfach - der Strasse bis ans Ende folgen, parken. Kurz vor dem Kap machten wir einen kleinen Abstecher zu einem Parkplatz ein Stück oberhalb der Strasse, weil da immer wieder Autos anhielten und wurden mit einem tollen Blick auf die steile Seite des Capo belohnt. Wir fanden auch eine Art Abstiegsweg, auf dem man weit hinunter ans Meer steigen konnte, aber die (völlig unbegründete) Sorge um die Räder trieb uns bald wieder nach oben.

Steilküste
Steilküste

Am Parkplatz vor dem Abstieg zur Grotto di Nettuno ketteten wir die Bikes an ein Geländer und stiegen die lange und kühn in die Steilwand verlegte Treppe zur Grotte hinab. Wir beglückwünschten uns zur Tages- und zur Jahreszeit, denn es schienen nicht viele Leute unterwegs zu sein.

Die Treppe zur Grotto di Nettuno
Die Treppe zur Grotto di Nettuno

Eine ziemlich krasse Fehleinschätzung, denn kaum waren wir unten am Ticket-Häusel vor der Grotte, legte ein grosses Boot an und haufenweise Menschen strömten in den Vorraum der Grotte, bis man sich kaum noch bewegen konnte. Der Ralle wollte sofort umdrehen, aber ich konnte ihn zum Bleiben überreden. Wo wir doch schon mal da waren.

Im 'Vorraum' der Grotto di Nettuno
Im 'Vorraum' der Grotto di Nettuno

Es war im Nachhineinen gar nicht so schlimm mit den vielen Leuten. Wir liessen alle weit voraus gehen, und hatten so viel Platz und Zeit zum Gucken und Fotografieren. Und die Grotte war den Eintritt von 10 Euro pro Nase durchaus wert.

Auf dem Rückweg zum Auto machten wir noch einen kleinen Abstecher zu einem gut erhaltenen Wachturm. Das Hineinsteigen war einfach, aber den Aufstieg quer durch die ausgebrochene Wendeltreppe in den zweiten Stock traute ich mir mit den Sandalen dann doch nicht zu.

Wachturm
Wachturm

Nachdem wir die Bikes wieder im Auto verstaut hatten, machten wir uns auf den langen Weg nach Süden, ganz Touri-mässig an der Küstentrasse zwischen Alghero und Bosa entlang. Eine wilde einsame Küste ist das und man kann sich gut vorstellen, dass es da noch Lämmergeier gibt. Gesehen haben wir allerdings keine.

Nach einer Pause in Bosa hielten wir uns weiter an die Nebenstrassen, beguckten uns einen grossen Sandsteinbogen in S'Archittu, quälten uns durch Oristano und wollten schliesslich über die in der Karte eingezeichnete kleine Brücke über den Meeresarm unterhalb Oristano auf die Halbinsel von Santadi fahren.

Wir staunten nicht schlecht, als wir nach der langen Fahrt vor der schmalen Bücke standen und ein 'Für alle Fahrzeuge verboten' Schild vorfanden. Aber Hallo! Diese Brücke ist als ganz normale Nebenstrasse auf der Karte verzeichnet! Von der anderen Seite kamen auch immer wieder Autos. Ich konnte das kaum fassen und war schon drauf und dran, dem Ralle zuzustimmen, dass wir nun umdrehen müssten, als ein Auto an uns vorbei fuhr und in aller Seelenruhe auf die Brücke einbog.

'Nix wie hinterher!', dachte ich und folgte dem Auto. Die Brücke ist so schmal, dass wir bei Gegenverkehr die Spiegel einklappen und mit am Randstein quietschenden Reifen fahren mussten, aber nach einem guten Kilometer waren wir drüben und gelangten über einen holprigen Schotterweg auf die richtige Strasse. Der Ralle war mit meinem Manöver ganz und gar nicht einverstanden, und sagte das deutlich, aber da ich das Verbrechen ja mit meinem eigenen Auto durchgeführt hatte, war mir das ganz und gar egal :-).

Wie erhofft fanden wir in Torre dei Corsari ein Hotel, naja, eine Herberge eher, dafür aber sehr schön, das Ostello della Torre. Damit stand der langen Tour entlang der grünen Küste am nächsten Tag nichts mehr im Weg.

www.obadoba.de ~~~ 1997 - 2019 Andrea Kullak
obadoba
Weblog
Urlaub
Berge & So
Ich
Start
Tage
Bilder
Touren
Daten
Links
Tag 1 
Tag 2 
Tag 3 
Tag 4 
Tag 5 
Tag 6 
Tag 7 
Tag 8 
Tag 9 
Tag 10 
Tag 11 
Tag 12 
Tag 13 
Tag 14 
Tag 15 
Tag 16 
Tag 17