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Tag 6: Costa Verde

Mittwoch, 04.05.2005

Gleich nach dem Frühstück fuhren wir nach Marina di Arbus, wo wir den Audi am völlig leeren Parkplatz am Strand abstellen. An sich waren wir durch den Sardinien-Führer schon gewarnt, aber die erste Fliegerstaffel, die direkt über uns die Schallmauer durchbrach, erschreckte uns doch ein wenig.

Start in Marina di Arbus
Start in Marina di Arbus

Der erste Teil der Runde an der Costa Verde war landschaftlich zwar recht nett, aber nicht besonders aufregend. Die 'Grüne Küste' machte ihrem Namen alle Ehre, wir kamen uns in dem vielen Grün und den vielen Weideflächen beinahe vor wie daheim im Allgäu. Nur dass es hier um einiges leerer war und Schafe statt Kühen auf den Weiden standen.

In Montevecchio gönnten wir uns etwas Kaltes zum Trinken und einen Kaffee und bogen dann in die alte Bergbau Region um Ingurtosu ab. Es dauerte nicht lang, dann sahen wir schon die ersten übrig geblieben Gerätschaften herum stehen, allesamt ziemlich rostig und/oder verfallen. Leider gab es weniger anzuschauen, als wir gedacht hatten, auch wenn wir uns schon mal durch ein Loch im Zaun quetschten, um ein altes Bauwerk zu begucken.

Bergbau
Bergbau

Die Strasse war schon wenige Meter hinter Montevecchio zu einer festgefahrenen Sandpiste geworden und jedes Auto, das auf dieser (keineswegs gesperrten sondern öffentlich zugänglichen) Strasse an uns vorbei fuhr, generierte eine Staubwolke, die minutenlang in der Luft stehen blieb. Wir waren froh, dass die wild gewordenen Enduro-Fahrer unten im Bachbett herum heizten. Wenn die auch über die Pisten gedüst wären, hätten wir uns wohl Tücher vor Mund und Nase binden müssen.

Bevor es endgültig zum Meer und zu den grossen goldenen Sanddünen hinab ging, forderte die staubige Strasse noch mal die Querung eines kleinen Sattels (Puh! Nach so langer Abfahrt mögen die Beine Steigungen gar nicht mehr), um in das nächste Tal zu kommen. Danach ging es dann nur noch bergab bis zum Meer.

Die ersten Ausläufer der Sanddünen trafen wir schon ein ganzes Stück vor dem Meer. Die Piste endete an einem Parkplatz etwa 50m vor dem Meer und hier wäre wohl Schluss mit Radeln gewesen, wenn man nicht für die Touristen bequeme Laufstege in den Sand gelegt hätte, die sich auch prima zum Radeln eigneten.

Am Strand von Piscinas
Am Strand von Piscinas

Der Strand war beinahe völlig menschenleer, was wohl auch damit zu tun hatte, dass sich das Wetter zusehends verschlechterte. Uns war auch schon alle Lust aufs Baden vergangen, obwohl wir uns auf dem heissen Anstieg nach Montevecchio ausgemalt hatten, wie nett es sein würde, sich im Meer abzukühlen.

Von der Nähe betrachtet erwies sich der Stein- und Muschelgürtel direkt oberhalb der Flutlinie als ein immenser gestrandeter Fischschwarm. Die kleinen Fische konnten noch nicht lange tot sein, denn ihre Augen glänzten noch beinahe lebendig. Wir fragten uns, was dieses Massen-Fischsterben ausgelöst haben könnte. Die Übungs-Bomben der Fliegerstaffeln vielleicht?

Fische
Fische

Als uns kühl wurde, machten wir uns auf den Weiterweg. Es galt 'nur noch' an der Küste entlang zurück nach Marina di Arbus zu radeln. Das war nicht wirklich schwierig oder anstrengend, aber das häufige Auf-und-Ab wegen der diversen Bäche, die zu queren waren, war ein wenig nervig.

Bachdurchquerung
Bachdurchquerung

Zurück in Torre dei Corsari stellten wir fest, dass wir gar nicht so weit hätten fahren müssen, um goldene Dünen zu sehen: Direkt hinter dem Ostello und dem Torre ging es hinab zum Strand von Torre dei Corsari und der bestand aus demselben feinen goldgelben Sand. Allerdings lud auch hier das Wetter nicht zum Bleiben ein, so dass wir ins Ostello zurück kehrten.

Dort wurden wir bereits sehnlichst erwartet. Irgendwie hatte sich bei der Buchung des Zimmers für 2 Nächte ein Kommunikations-Fehler eingeschlichen und die Leute hatten erst geglaubt, wir hätten die Zeche geprellt, als wir in der Früh einfach verschwanden. Erst als das Zimmermädchen unser Gepäck noch vorfand (nachdem sie die Betten bereits abgezogen hatte), hatte sich dieses Missverständnis geklärt, allerdings hatte sich niemand gefunden, der unser Bett wieder hergerichtet hätte. Das mussten wir selber machen.

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