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Tag 15: Punta Sos Niedos

Freitag, 13.05.2005

Für die letzte 'richtige MTB-Tour luden wir die Räder wieder ins Auto und wanden uns die Strasse zum Tunnel empor, Ziel Oliena am Fuss des Sopramonte.

Oliena
Oliena

Ohne allzu grosse Schwierigkeiten fanden wir den Anfang der Strasse zum Hotel Monte Maccione. Wir parkten den Audi, luden aus und radelten los. Die Betonpiste führte ohne Umschweife sofort bergauf und wand sich in vielen, vielen, vielen Kehren hinauf zum Hotel Monte Maccione.

Kurz danach wurde die Betonpiste zur Schotterstrasse, die steileren Stellen teilweise mit Granitsteinen gepflastert. Auf dem Granit war das Radeln recht beschwerlich und so waren wir nicht wirklich erfreut, als plötzlich ein Dieselrusswolken-spuckender grosser Geländewagen, besetzt mit 8-10 Leuten an uns vorbei schnaufte. Nie hätten wir gedacht, dass diese Piste eine öffentlich zugängliche Strasse sein könnte.

Ein paar Kurven später fahren wir an dem Jeep in einer Kurve vorbei, wo alle Insassen zwecks Landschafts-Beguckung ausgestiegen waren, aber kurz drauf überholte uns der stinkende Jeep erneut. Das hätte es wirklich nicht gebraucht! Nachdem wir an einer halb verfallenen Hütte vorbei waren, wo die fahrbare Strasse aufhörte und der Jeep inzwischen stand (und von wo uns die Leute Aufmunterndes zuriefen), begann der letzte Teil des Anstiegs.

Beinahe geschafft
Beinahe geschafft

Der Schotter wurde gröber, die Piste steiler, das Fahren schwerer bis stellenweise unmöglich. Nachdem wir einen guten Teil geschoben und den Rest mühsam geradelt waren, standen wir endlich auf dem kreisrunden Platz der Scala Arcu è Pradu. Knapp 1000 Höhenmeter am Stück. Puh!

Hier oben erwischte uns sofort ein kalter Wind, den bisher die steile Wand des Sopramonte von uns ferngehalten hatte. Wir zogen uns warme Sachen an, sperrten die Räder ab und machten uns auf den Weg über die Karst-Hochebene zur Punta Sos Niedos, die wir direkt vor uns sehen konnten.

Tiefblick auf Oliena
Tiefblick auf Oliena

Wir gingen nicht direkt darauf zu, sondern liefen ein Stück weit am steilen Abbruch des Massivs entlang, was uns einige schöne Tiefblicke hinunter nach Oliena bescherte.

Die Karsthochebene des Sopramonte
Die Karsthochebene des Sopramonte

Das Laufen auf der karstigen Hochfläche ist etwas gewöhnungsbedürftig, da man irgendwie von Felsrippe zu Felsrippe steigen muss. Richtige 'Wege' gibt es dort kaum und wenn, dann sind sie schwer zu finden, weil man die Trittspuren auf dem Kalkstein kaum sehen kann. So läuft man eher weglos auf sein Ziel zu, wobei man immer wieder steilere Abbrüche oder Kanten umgehen muss. Hin und wieder erleichtern Steinmännle die Orientierung - wenn man sie denn findet, heisst das.

Da die Hochfläche eher eine Hügellandschaft als ein Gebirge ist, erreichten wir die Punta Sos Niedos ohne Probleme und fanden ebenso problemlos wieder zurück zur Scala Arcu è Pradu, wo wir wieder auf die Bikes stiegen. Jetzt folgte die Belohnung für die Mühen beim Hochfahren - die lange Abfahrt :-)

Durch den Schotter des steilen oberen Teils zu navigieren war witzig und für uns nicht gar so erfahrene Mountainbiker ein grosser Spass. Weiter unten, wo die Abfahrt nur noch normal steil war, wurde es eher beschwerlich.

Meine Handgelenke nahmen mir das endlose Geschüttel (hier taten sich vor allem die Granitstein-gepflasterten Teilstücke hervor) ziemlich übel und meine Unterarme protestieren bald heftig gegen das viele Bremsen. Ich musste Pausen einlegen, um nicht irgendwann unkontrolliert in die Macchia zu sausen.

Auf dem Rückweg nach Cala Gonone besuchten wir dann noch die Quelle Su Gologone, aus der in den besten Zeiten bis zu 1300l Wasser pro Minute strömen sollen.

Su Gologone
Su Gologone

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