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Tag 16: Cala Goloritze

Samstag, 14.05.2005

Nieselregen empfing uns, als wir aus dem Hotel traten, um zum Frühstücken zu gehen. Und bei Nieselregen starteten wir die Fahrt entlang der SS125 nach Baunei, wo wir die letzte Wanderung des Urlaubs unternehmen wollten. Der Wetterbericht im TV der Frühstücks-Bar hatte Regen vorher gesagt und auf der Fahrt (das steile Stück von Baunei hinauf zur Hochebene Su Golgo ist recht interessant) baute sich hinter uns eine bedrohliche dunkle Wolkenwand auf, die immer näher kam.

Aber Urlaub ist Urlaub und so parkten wir an der beschriebenen Stelle und stapften im Nieselregen los. Entweder es würde besser oder eben nicht.

Märchenlandschaft
Märchenlandschaft

Erst mal ging es zu Su Sterru, einem 270m tiefen Karstloch in der Hochebene von Baunei. Der Weg dorthin führte durch eine steinigen Landschaft mit Bäumen und flachen Teichen, die durch das aufziehende Gewitter eine fast mystischen Stimmung verbreitete.

Das Karstloch selber war wie erwartet ziemlich unspektakulär, ein Loch im Boden, von einem hohen Zaun umgeben. das Schoss an der Tür des Zaunes war kaputt, also traten wir durch die Absperrung um es ein wenig genauer zu betrachten.

Su Sterru
Su Sterru

Danach gingen wir weiter auf dem Weg zur Cala Goloritze, links von uns zog das Gewitter mit dumpfem Grollen näher. Gerade als es anfing, heftig zu regnen, erreichten wir die eine kleine Bar, wo wir uns schnell unterstellten. Als die Betreiber wegen Strom-Ausfall keinen Kaffee bieten konnten, tranken wir eben ein Bier. Wir sind da flexibel ;-)

Das Gewitter zog bald ab und wir konnten unsere Wanderung fortsetzen. Zur Cala Goloritze ging es ein Stück bergauf auf einen kleinen Sattel und ab da stetig hinab in die Schlucht, die oben weit und unten immer enger wird. Schon ein Stück vor dem Strand kann man das Wahrzeichen der Cala Goloritze sehen, den steilen Felsturm, der ein Traumziel für Kletterer ist.

Wahrzeichen der Cala Goloritze
Wahrzeichen der Cala Goloritze

Am Turm waren auch schon 3 Seilschaften, eine weitere studierte vom Weg aus ein Topo des Turms. Wir guckten der ersten Seilschaft, die sich sehr langsam bewegte, ein Weilchen zu und gingen dann hinunter zum Strand.

Die Cala Goloritze ist ein echter Traumstrand, zwar winzig, aber mit strahlend weissen Kieseln und türkis- und dunkelblauem Wasser ausgestattet und liegt inmitten einer absolut grossartigen Küste. Da man nur zu Fuss oder per Boot hinkommt, war es recht leer da unten.

Cala Goloritze
Cala Goloritze

Die Sonne war inzwischen auch rausgekommen, so dass wir uns 2 Stunden echtes Baden am letzten Urlaubstag gönnen konnten. Das Wasser sah zwar sehr einladend aus, war aber recht kühl. Ich ging dennoch einmal hinein, hauptsächlich aber, weil der Ralle den Foto rausgeholt hatte, als ich eigentlich nur mit dem grossen Zeh testen wollte, wie kalt das Wasser wohl sei.

Kalt
Kalt

Vom Strand aus schauten wir den Kletterern am Turm zu. Die erste Seilschaft war irre langsam. Der Vorsteiger (ein Mann mit langen blonden Locken, den wir lang für eine Frau hielten), stieg seeeehr bedächtig aber sicher, seine Seilpartnerin war aber mit der Route klar überfordert. Sie blieb immer wieder hängen und er musste sie dann mehr der weniger mit dem Seil über die schweren Stellen ziehen.

Er war schon langsam, sie aber war noch viel langsamer, so dass die nächsten Seilschaften irgendwann die Geduld verloren und ebenfalls einstiegen. Vermutlich hatten die alle auch ein Zeitproblem, denn irgendwann mussten sie ja wieder auf das Boot, das sie abholen würde. So kam es, dass schliesslich 3 Seilschaften an einem Standplatz versammelt waren, was sicherungstechnisch katastrophal und auch sonst nicht toll sein konnte.

Zu diesem Zeitpunkt mussten wir wieder gehen, so dass wir das Drama nicht weiter verfolgen konnten. Der Aufstieg zum Sattel war heiss und anstrengend, da wir inzwischen in der prallen Sonne laufen mussten. Wir machten ordentlich Tempo und brauchten sogar weniger lang als beim Abstieg (wo wir viele Fotos gemacht hatten)

Oben guckten wir noch eine Weile einer grossen Ziegenherde zu, die den Weg teilweise besetzt hatte, und genossen noch mal die Sonne, von der wir in den letzten 2 Wochen weniger gesehen hatten, als wir gehofft hatten. Und dann ging auch der letzte Urlaubstag zuende.

Bar
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