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Kontaktprobleme

Mittwoch, Oktober 30, 2019

Noch eine schlechte Nacht mit häufigem Aufwachen und argem Gehumpel in der Früh. Ich frühstückte wieder ordentlich, und nahm dann ein Ibu. Noch immer eines für den Tag.

Ich kam trocken ins Büro und lernte dort mit dem neuen Lernsystem, zu dem ich einen Zugang bekommen hatte (bislang besser als das firmeneigene), neues Zeug. Webmasterei-Dinge, die sich bisher sehr interessant anlassen und bei denen ich viele Anwendungen für obadoba und die SAN sehe - wenn ich die Zeit (also die Lust) finde, irgendwas umzusetzen, heisst das.

Den Vormittag über checkte ich immer wieder meine Mails, weil ich am Dienstag Nachmittag wegen Knie Klettern abgesagt hatte. Aber vom R. kam keine Antwort. Ich schickte eine SMS und versuchte später auf dem Handy anzurufen und eine Ferstnetznummer rauszukriegen, alles vergeblich. Analoge Menschen sind echt schwierig (Wie hat das früher nur alles geklappt?). Es würde wohl darauf rauslaufen, dass der R. allein vor der Kletterhalle auflaufen würde. Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen.

Am Nachmittag kam erfreulicherweise die Mitteilung der Renault-Werkstatt, dass das letzte fehlende Ersatzteil für den Clio endlich da sei. Wir machten einen Termin für nächste Woche aus, dann ist mein Auto wieder vollständig.

Am späten Nachmittag sah ich dann Terminator: Dark Fate im Cinema. Das ist wie erwartet wilde Action ohne eine besonders einfallsreiche Story, aber ich habe mich dennoch prächtig amüsiert. Ganz besonders hat mich wieder Linda Hamilton gefreut, die da wieder eine echte Badass-Lady spielt. Und natürlich Herr Schwarzenegger, der ja (inzwischen?) überhaupt kein Problem damit hat, sich selbst zu parodieren. Das war schon nett :-)

Der Heimweg war recht kühl (3 Grad oder so) und ich kam mit kalten Füßen daheim an. Zeit, die Schuhspitzensocken wieder einzustecken!

Passend zu Hamilton und Schwarzenegger hab ich heute ein Video, das mich sehr amüsiert hat :-)

Von engel am 30.10.2019 23:00 • diary

Blödknie

Dienstag, Oktober 29, 2019

Ich schlief so schlecht wie schon lang nicht mehr. Gefühlt wachte ich jede Stunde einmal auf, weil das Bein jammerte. Ich war echt froh als der Wecker klingelte. Beim Aufstehen humpelte ich erst mal fast wie in der Reha. Ich frühstückte ordentlich und nahm dann doch ein Ibu. Eines für den ganzen Tag, hoffte ich.

Es regnete beim Radeln und zwar mehr als ich gedachte hatte. Als ich nach den 45 Minuten im Büro ankam, war ich ziemlich feucht und freute mich an den trockenen Ersatz-Klamotten. Auf den Platz vom Ex-Werkstudenten zu wechseln, wo ein Schrank steht, war eine Super-Idee!

Bezüglich des Hardware-Abbaus in Augsburg stellte ich kurzzeitig ein ziemliches Durcheinander an, als ich morgens mitteilte, dass ich aller Wahrscheinlichkeit nach doch nicht mitmachen könne, weil es meinem Knie nicht gut geht und sich heraus stellte das das Zimmer nicht kündbar ist (naja, doch, gegen 80% des Preises). Im Lauf des Tages renkte sich das dann wieder ein und es sieht so aus, als fände sich an anderer Abnehmer.

Dem Knie ging es den Tag über in Ruhe prima (warum es dann nachts blöd tut, ist unverständlich), auch in gestrecktem oder sehr gebeugtem Zustand, beim Laufen und Draufstehen aber schlecht. Natürlich bin ich selbst schuld, weil ich es überfordert habe, aber ich finde trotzdem: das hätte es nicht gebraucht!

Bei der Therapie war die C. krank und wurde von der K. vertreten. Der musste ich natürlich erst mal einiges noch erklären, dann arbeitete sie sich an meinen Muskeln und etwas Streckung ab. Das war ausnehmend schmerzhaft, aber in den Muskeln und nicht im Knie selber. Das steckte auch die Streckung zwischendurch mit nur leisem Ziehen weg. Ich bin momentan unsicher, was ich davon halten soll :-(

Am späten Nachmittag sah ich Joker im Cinema. Der Film ist für einen Super-Helden-, bzw. Super-Villain-Film erstaunlich schwere Kost und auch wenn man nie richtig mitbekommt, warum Arthur Fleck so kaputt ist, wie er halt ist, ist er total kaputt und man hat immer wieder Mitleid oder wünscht sich, dem armen Mann würde endlich geholfen. Wie dann aus dem kaputten Arthur dann irgendwann der fiese Joker werden soll, habe ich aber nicht verstanden. Egal, der Film ist gut und allüberall wird Joaquin Phoenix dafür ein Oskar angetragen. Schaumermal.

Daheim war es inzwischen wärmer und ich konnte den Abend gemütlich mit Internet-Nachlesen beschließen. Weil es so schön gewesen war, ging ich wieder mit Wärmekissen schlafen :-)

Von engel am 29.10.2019 23:00 • diary

Knieweh

Montag, Oktober 28, 2019

Aufstehen um 4 war trotz (oder wegen) des vielen und langen Schlafs im Urlaub überhaupt kein Problem. Das aktuelle Hörbuch war im Auto so fesselnd, dass ich Teil der Strecke gar nicht mitbekommen habe. Ich hatte mindestens 3 Aha-Erlebnisse - Ach, hier bin ich schon? Vielleicht lag es aber auch an der totalen Dunkelheit und der schlechten Sicht wegen Nebel und Nieselregen. Wie auch immer, ich kam problemlos in München an.

Vor dem Frühstück musste ich erst noch das Bett im Wohnzimmer abbauen und den Lieblingsplatz aufbauen. Mir fehlen noch ein paar Dinge, die ich wohl zu gut verräumt habe, aber ich war zu bequem sie zu suchen.

Auf dem Weg in Büro regnete es, ich kam relativ nass dort an. Ausserdem war es ungewohnt kühl. Dort brauchte ich den halben Vormittag zum Mails Abarbeiten (es geht noch um den Abbau der Hardware in Augsburg), dann konnte ich mich weiter mit Lernen beschäftigen :-) Seit diesem Montag ist das Testnetz abgeschaltet, eine Anfrage zu einem der alten Produkte konnte ich deswegen direkt an den neuen PL weiter leiten, denn ich kann nichts mehr nachtesten.

Danach löschte ich alle meine Shares für’s Rechenzentrum. Das war schon ein wenig seltsam und auch wehmütig. Ich habe alle meine Projekte wirklich gern gemacht und sie nun so einfach zu löschen, das war schon ... doof.

Der Server-Abbau in Augsburg soll nächste Woche stattfinden und ich hatte mich schon drauf eingestellt, Montag und Dienstag halt nach Augsburg zu fahren. Dann stellte sich raus, dass das Montag bis Mittwoch stattfinden soll und dass der organisierende Kollege sogar schon für Hotelzimmer gesorgt hatte und dass wir da nun schnell zusagen müssten. Etwas überrumpelt nahm ich auch ein Zimmer.

Am späten Nachmittag radelte ich - nahezu ohne Regen - ins Cinema und sah Maleficent: Mistress of Evil. Der Film war großartig und ich stellte erst am Ende ganz erstaut fest, dass er wirklich, wirklich lang war. Neben der einfachen Story, dass nicht unbedingt die böse ist, die böse aussieht, haben mich vor allem die vielen Gestalten aus den ‘Moors’ begeistert, die alle wirklich liebevoll und schön gemacht sind. Und niedlich natürlich, ehklar :-)

Auch der Heimweg war freundlicherweise fast regenfrei.
Daheim war ich sehr bald sehr müde und fror (die Heizung war über den Urlaub aus und meine Eckwohnung ist noch nicht ganz warm) und ging deswegen früh ins Bett. Mit Wärmekissen :-)

Dann wachte ich allerdings andauernd auf, weil mein Knie schmerzte. Ich hatte beschlossen, nach dem Urlaub mit Ibu aufzuhören und hatte die letzte am Sonntag Abend genommen, weil ich latent ein wenig Sorge habe, das Ibu gar so lang zu nehmen. Das Knie ist aber noch von der vorletzten Urlaubstour beleidigt. Es schmerzte den ganzen Tag über und tobte sich in der Nacht böse aus :-(

Von engel am 28.10.2019 23:00 • diary

Zurück ...

Sonntag, Oktober 27, 2019

... vom Rand des Taurus-Gebirges :-)

Die letzten 2 Wochen waren wunderschön, heiss (mehr als 33 Grad in der ersten Woche, dann langsam weniger) und erstaunlich aktiv.

Das Knie hat das ‘leichte’ Wandern deutlich besser weggesteckt, als ich befürchtet hatte und wir sind dann insgesamt tatsächlich mehr als 3700 Höhenmeter und über 100 Kilometer gewandert. Bei der Auswertung heute habe ich selber gestaunt.

Bei einer der letzten Touren habe ich dem Knie dann aber wohl etwas viel zugemutet, denn seitdem ist es beleidigt. Der Grund war aber wohl weniger die Länge der Tour als die Tatsache, dass da 3/4 der Tour auf einer Forststraße zu wandern gewesen war. Da läuft man schneller und tritt härter auf als auf Pfaden und anderen ‘ungraden’ Wegen.

Naja, es ist nicht wirklich schlimm (hoffe ich) und nach der vielen Aktivität schadet ein wenig Ruhe und Nixtun (und Kino) dann auch nicht.

Wir waren in Kaş (sprich: Kasch) und sind mal hier, mal dort an der Küste herum gelaufen. An einem Tag sind wir in ein Mordsgewitter mit Hagel gekommen, an allen anderen Tagen war von morgens bis abends Sonne pur :-)

Unser Hotel lag direkt am Meer und wir sind jeden Tag mindestens einmal geschwommen. Entweder an irgendeinem Strand an der Küste oder am hoteleigenen ‘Strand’ (gemauerte Terrassen an der Felsküste mit Bar). Das Meer war noch wunderbar warm :-)

Wir waren das erste Mal in der Türkei und ich bin von der Freundlichkeit der Menschen echt beeindruckt. Auf den Insel-Urlauben hatten wir auf den Wanderungen immer wieder mal das Gefühl, irgendwo nicht willkommen zu sein (Schilder mit dick und fett ‘Privatgrund!’ drauf, obwohl da der offizielle Wanderweg hindurch führt, kläffende Kettenhunde und sowas), aber da unten in der Türkei kann man durch die Hinterhöfe von irgendwelchen Leuten marschieren (auf den Wanderwegen) und die winken nur freundlich und Hunde schüffeln einen bestenfalls neugierig an. Wenn sie sich überhaupt dazu aufraffen, den Kopf zu heben.

Ich hatte vorab versucht, ein wenig Türkisch zu lernen, aber bin damit ziemlich gründlich gescheitert. Mehr als ‘Merhaba!’ (Guten Tag!) ist nicht hängen geblieben. Türkisch ist einfach zu weit weg von allem, was ich kann, um da in 4 Wochen irgendwas reissen zu können. War aber egal, es kann nahezu jeder ein paar Worte Englisch und man kommt damit und mit Händen und Füßen gut durch.

Der Rother-Wanderführer war wie immer ein prima Ratgeber für Touren und mit den GPS-Tracks da drin und der OSM auf dem Navi sind wir überall problemlos hin und durch gekommen. Weil ich ja die langen Touren nicht machen konnte, habe ich mir auch ein paar Touren selbst aus der OSM rausgesucht, aber die waren dann meistens nicht so schön wie die ‘geprüften’ Rother-Touren und wir mussten uns auch einmal wüst durch die Macchia schlagen. Das war dann echt kratzig.

Fliegen war wie fast immer Sch….
Auf dem Hinweg sind wir in München einer Schlange vor dem Zoll gelandet, die einmal quer durch den Flughafen ging (naja, quer durch den Abschnitt C, das sind aber locker auch 300 Meter). Wir schafften es gerade noch so auf den letzten Drücker ins Flugzeug. Und auf dem Rückweg sind wir in einem Flugzeug gelandet, das derart eng bestuhlt war, dass nicht mal ich - eher zwergig - wirklich Platz für die Knie hatte. Wohl wegen der engen Bestuhlung standen die Sitzlehnen so steil, dass man den Kopf nicht anlehnen konnte. Das war eine ziemliche Tortur.

Daheim empfing uns netterweise schönes Herbstwetter. So hatten wir Gelegenheit zwischen Aus- und Aufräumen auch ein wenig in der Sonne zu sitzen :-)

Von engel am 27.10.2019 16:22 • diary

Fertigpacken

Donnerstag, Oktober 10, 2019

Morgens baute ich das große Bett im Wohnzimmer auf, räumte noch ein wenig Kram ins kleine Zimmer und ging. Ich hatte noch ein paar Kleinigkeiten eingepackt, die ich mit den Urlaub nehmen wollte und hoffte, nichts vergessen zu haben. Aber wir würden ja am Freitag Abend wieder kommen.

Gefühlt war ich nicht später dran als sonst, aber es war halt erst Donnerstag, deswegen landete ich im (glücklicherweise nicht allzu langen) Stau an der Autobahneinfahrt vor den Türmen. Gna.

Die Therapie war diesmal am Vormittag. Ich ging sehr zeitig hin, weil ich ja laufen musste, und war viel zu früh da. Die C. sah mich und war total glücklich, dass ich einverstanden war, die Therapie direkt anzufangen, denn sie musste ein kompliziertes Telefonat mit einem Professor an ihrer Uni in Verona führen und würde nach meinem Termin dafür nun mehr Zeit haben. Anscheinend macht meine Therapeutin gerade einen Bachelor für Physiotherapie :-)

Sie war wieder wenig zärtlich und bog und streckte mein Bein fast gewaltsam. Einerseits war das natürlich schmerzhaft, andererseits ... ist schon cool, was es so langsam aushält. Das wäre vor 4 Wochen noch nicht gegangen. Auf dem Rückweg war ich natürlich recht humpelig unterwegs.

Nach dem Mittagessen hatte unser Chef zu einem Meeting der am längsten da bleibenden Mitarbeiter eingeladen, damit wir mal bereden, wie wir das nächste Jahr gestalten. Fast alle machen natürlich Weiterbildung und haben eigene Projektpläne. Wir haben ausgemacht, uns alle 2 Wochen mal zusammen zu setzen und jeweils zu besprechen, was wir gerade machen und gemacht haben, was wir gelernt haben, wo wir Probleme haben und ob jemand helfen kann. Ich finde das gut, denn sonst wurschteln wir alle irgendwann allein und einsam vor uns hin und so bekommt man vielleicht Lösungen und Hilfe und lernt auch noch anderes und wir bleiben noch ein wenig länger ein Team.

Direkt danach fuhr ich ins Allgäu und schaffte es 2 Mal ganz knapp noch, vor einem Stau von der Autobahn runter zu kommen. Keine Ahnung, was das Problem war, aber nach jeweils der nächsten Anschlußstelle lief es wieder und davor standen alle.

Daheim dauerte es nicht lang, bis der beste Allgäuer von Allen kam. Wir tranken Kaffee und gingen nochmal das zu packende Zeug durch, dann holte ich die letzte Wäsche aus dem Dachboden und ich machte mich dran, alles Zeug von der Liste in meine große Tasche zu packen (der beste Allgäuer war schon fertig). Für 2 Wochen leichtes Wandern und Baden ist ganz schön viel zusammen gekommen!

Von meiner Riesentasche bricht immer wieder irgendwelches Plastik ab und der Mittelreißverschluß hält auch nicht mehr richtig zu (da muss immer ein Zurrgurt drum herum), vielleicht brauche ich doch mal eine neue Tasche. Das wird nicht einfach: Ich will riesig, robust (vielleicht sogar wasserdicht), Rollen und ein Rucksack-Trage-System. Und natürlich leicht ;-)

Von engel am 10.10.2019 23:00 • diary

Augsburg-Besuch

Mittwoch, Oktober 09, 2019

Ich schlief gut und dem Knie ging es in der Früh etwas besser :-) Draußen regnete es in Strömen, deswegen kam ich reichlich durchnässt im Tower an. Ich hatte aber vorgesorgt und eine zweite, jetzt trockene, Jacke mitgenommen, denn um halb 9 fuhren wir im Auto eines Kollegen nach Augsburg.

Nachdem wir nun alle unsere Projekte los sind, geht es demnächst darum, die beiden Rechenzentren in Augsburg abzubauen und die Hardware, einschließlich der Infrastruktur, die sich die Japaner, bzw. die Polen ausgesucht haben, bis Ende des Jahres dorthin zu verschicken. Der Rest wird vermutlich verschrottet werden, aber das passiert dann erst nächstes Jahr. ‘Meine’ Server werden sehr wahrscheinlich zu denen gehören, die am Ende übrig bleiben, denn ich habe einen großen Haufen von echt altem Zeug.

Nachdem wir in großer Runde die Modalitäten diskutiert hatten, gingen wir zum zweiten Zweck des Augsburg-Besuchs über: nochmal in großer Runde mit den Kollegen beisammen zu sitzen. Wir arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen ja immerhin seit 20-30 Jahren zusammen und das trotz der räumlichen Trennung gut. Die Kollegen hatten Brezeln und Weißwürste besorgt und sogar Bier bereit gestellt. Weißwürste sind ja nun wirklich nicht mein Lieblingsessen, aber diese waren echt OK. Und es gab auch Wasser zu trinken.

Das war eine sehr nette Runde und ich bin froh, dass der Kollege das so organisiert hatte. Wir werden sicherlich noch ein paar Mal nach Ausgburg fahren müssen, denn ich zumindest kann meinen Kram nicht guten Gewissens von den Augsburgern abbauen lassen.

Mein Knie, die OP und die Prothese war natürlich von großem Interesse (es gibt so viele, die ‘Knie’ haben und ich bin eine der Jüngsten, da ist es natürlich von besonderem Interesse). Es war etwas seltsam, in so großer Runde mein Knie zu diskutieren. Und wo ich da doch gezwungen war, nochmal im Zusammenhang drüber nachzudenken und den Status festzulegen: doch, das war richtig und ja, ich bin zufrieden. Zumal ja zu erwarten ist, dass das noch besser wird und ich eigentlich ja jetzt schon ganz gut drauf bin, Motzorgien hin oder her.

Auf dem Heimweg kamen wir kurz in Stau, dann lief es wieder. Wir hatten schon am Hinweg über Stau, Routenplanung und ähnliches diksutiert und waren uns alle einig, dass man Stau unter allen Umständen vermeiden muss. Als ich dann regendicht verpackt auf dem Heimweg war, traf ich im Aufzug auf eine der Damen aus dem vorderen Teil des Stockwerks.

Wir kamen ins Gespräch über Regen und Radeln und Wetter und so und ich sagte: “Alles ist besser als Stau!” Und sie erwiderte (sinngemäß): “Ach, an den Stau habe ich mich schon lang gewöhnt. Und dann hat man halt endlich auch mal Ruhe.” Hallo?!? Das verschlug mir total die Sprache und ich habe auch jetzt noch keine Antwort. Mit einem die Umwelt verpestenden Karren im Stau stehen, um mal Ruhe zu haben? Ich muss da was falsch verstanden haben.

Den Abend verbrachte ich gemütlich auf dem Lieblingsessel und sah Queen of the Desert, den Film über Gertude Bell, die Königin der arabischen Wüste und der Beduinen. Ich muss sagen, der kam im Kino schon deutlich besser rüber als auf dem kleinen Notebook-Bildschirm. Ich muss mir Serien suchen, wo viel los ist und die nicht so auf Bilder setzen. Sowas wie Good Omens ;-)

Dann räumte ich mein Wohnzimmer fertig auf, damit wir da am Freitag übernachten können und erledigte auch noch die Vorbereitung zur Ankündigung der Weihnachtsfeier auf der SAN-Site. Damit sind alle vor-dem-Urlaub-Aufgaben erledigt :-)

Von engel am 09.10.2019 23:00 • diary

Gemini Man

Dienstag, Oktober 08, 2019

In der Früh jammerte das Knie weiter herum und ich entschloß mich wieder Ibu zu nehmen. Am Vormittag hatte ich eine Termin beim Orthopäden, deswegen fing ich daheim mit Arbeiten an und radelte dann dort hin. Man hatte mir bei der Terminvereinbarung Geduld empfahlen, aber allzuviel brauchte ich davon gar nicht, ich war schon nach einer halben Stunde dran, das ist beim Orthopäden meiner Erfahrung nach ganz normal.

Ich bekam mein möglicherweise letztes Therapie-Rezept (bis zu 6 Monate nach der OP bekommt man so viel Reha wie man will, dann reduziert sich das auf die üblichen 3*6 Termine pro Quartal) und eines für neue Einlagen. Ich diskutierte mit dem Doc, wann und wie lang ich weiterhin Ibu nehmen soll/darf und er meinte tatsächlich: nach Bedarf so lang ich will. Wie lange ich noch Schmerzen haben werde, kann keiner sagen und er meinte auch, das Knie könne auch später noch immer wieder ‘einfach so’ schmerzen. Das ist jetzt unbedingt was ich hören wollte, aber auch nicht wirklich unerwartet. Ich nahm auch ein weiteres Ibu-Rezept mit.

Nach dem Mittagessen radelte ich zur Therapie und erzählte der C., dass das Knie grade motzig ist. Sie nahm aber wenig Rücksicht darauf (keine Beschwerde!) und quälte mich wieder mit Streckung. Ich hatte mir ja am Wochenende und am Montag noch eingeredet, dass sich das Knie streckbarer anfühlt, aber auf der harten Liege und unter C.s unerbittlichen Händen: schöne Vorstellung aber leider nicht wahr (wahr ist allerdings, dass ich besser schlafe, weil mich das Bein beim auf-dem-Rücken-Liegen seltener weckt). Nach der Therapie war das Knie noch beleidigter als vorher :/

Am späten Nachmittag ging ich Gemini Man im Mathäser gucken. Der Film ist gut gemacht und hat mir trotz einigermaßen übertriebenen Action-Szenen (das akzeptiere ich eigentlich nur bei Kung-Fu-Filmen so wirklich) gut gefallen. Er ist sehr lang, was mir aber erst auffiel, als ich aus dem Kino kam und es schon dunkel war. Ich radelte direkt heim, dem Knie ging es zwar besser aber ich wollte es nicht mit Training stressen.

Daheim schaute ich Good Omens fertig (Große Empfehlung!) und bin nun auf der Suche nach einer weiteren Serie, die ich schauen kann. Das ist ein bisserl schwierig, denn es hat unendlich viele Serien und wenig Beschreibung dazu.

In meiner Mailbox war ein unsonstenes Spektum kompakt zum Thema Klima gelandet. Damit verbrachte ich den Rest des Abends.

Von engel am 08.10.2019 23:00 • diary

Motzknie

Montag, Oktober 07, 2019

Ich schlief ziemlich gut, aber beim Aufstehen schmerzte das Bein wieder. Ich glaube aktuell daran, dass sich das Bein streckbarer anfühlt als vorher und dass dieses neue Strecken nun halt schmerzt. Wobei ‘streckbarer’ bestenfalls Millimeter oder Bruchteile von Millimetern meint. Ich versuche aber immer und überall dieses Mini-Fuzzl-Bisserl Streckung auszunutzen, deswegen das Aua. Naja, womit man sich halt so tröstet ;-)

Es regnete mal mehr, mal weniger, als ich nach München fuhr und es regnete auch als ich ins Büro radelte. Mit Handschuhen und Buff, obwohl es immerhin 7-8 Grad hatte. Ich bin noch Sommer-verweichlicht, fürchte ich. Ich wurde nicht allzu nass.

Im Büro kam die Information, dass man für uns Spät-Ausscheider den Windows7-Support verlängern würde und dass deswegen keiner neue Rechner brauchen würde. Das traf sich ja super, wo ich doch gerade eben erst ein neues Notebook bestellt und auch genehmigt bekommen hatte! Eigentlich will ich ja gar keinen neuen Rechner, das war nur Notwehr, um nicht abgehängt zu werden. Ich versuchte die Bestellung zu stornieren, aber dafür war es zu spät. Das Ding ist schon produziert und auf dem Weg nach D.

Diese Woche ist Blutspendewoche im Tower und überall liegen Zettel rum, dass man das bitte tun solle. Am Dienstag und Mittwoch kommt das Blutspendemobil des DRK, aber die wollen mich ja nicht, wegen meines Studiums in Nordirland. Das beschäftigt mich noch immer etwas, dass das irgendwelche Spätfolgen haben könnte.

Bei der Durchsicht des Kino-Programms hatte mich nichts zu passender Zeit angesprochen. Ich radelte also direkt ins Fitnesscenter, Motz-Knie hin oder her. Das Wochenende mit dem vielen Rumstehen hatte dem Knie ja nicht so besonders gut getan und das mit der Reha-Gymnastik bekomme ich daheim nicht so recht auf die Reihe. Vielleicht wäre leichter Sport ja gut?

Ich lief 25 Minuten auf dem Crosstrainer, moderat langsam und betont korrekt, und das fühlt sich unerwartet gut an. Dann versuchte ich die verschiedenden Beinkraft-Geräte mit sehr wenig Gewicht, das war aber nicht so gut. Dann halt nicht. Ich machte 2 Runden Arme und ging dann wieder.

Auf dem Heimweg und den restlichen Abend über war das Knie dann steif und motzig. Meh! Es wird noch so weit kommen, dass ich wieder auf Ibu setzen muss, dabei dachte ich, ich könne das so langsam lassen.

Zum Abendessen gab es einen Berg Gemüse (Wochenendreste, weil einmal Kochen ausgefallen war) und dazu 2 Folgen Good Omens. Sehr nett :-)

Von engel am 07.10.2019 23:00 • diary

Auto-Wechsel, Basteln und Packen

Sonntag, Oktober 06, 2019

Das lange Wochenende ließ wettermäßig ja sehr zu wünschen übrig, aber das war uns ausnahmweise total egal. Am Mittwoch ging ich am Vormittag zur Gyn und fuhr dann direkt ins Allgäu, wegen Stauvermeidung und so. Das klappte prima, ich war nur unwesentlich langsamer als in der Früh.

Als der beste Allgäuer von Allen am Nachmittag heim kam, gingen wir zum Dealer unseres Vertrauens und tauschten den alten silbernen Kangoo gegen einen neuen ein, leider nicht mehr silber (der neue Kango war ein super-duper Sonderangebot eines Vorführwagens), dafür aber ohne komische Geräusche beim Um-die-Ecke-fahren, die man hätte reparieren müssen.

An den neuen Kangoo müssen wir uns erst mal gewöhnen. Er ist aussen größer und innen kleiner als der Alte (was natürlich eine blöde Kombination ist), dafür ist er aber komfortabler, leiser und (theoretisch) sauberer.

Den Rest vom Wochenende verbrachten wir zum einen damit, für den neuen Kangoo wieder eine Bike- und Schlaf-Plattform zu basteln und zum anderen damit, für den kommenden Urlaub zu planen und mit dem Packen anzufangen.

Die neue Plattform zu basteln stellte sich - wie zu erwarten war - als nicht ganz so einfach raus, wie wir uns gewünscht hätten. Unter anderem deswegen, weil der neue Kangoo niediger ist als der alte und mein Bike, bei man ja den Sattel wegen der Hydraulik-Stütze nicht heraus nehmen kann, mit der unveränderten alten Plattform nicht mehr hinein passte. Auch dann nicht, als der beste Allgäuer es mit einem Zurrband vorn und hinten in die Federung zwang. Wir mussten also neu planen und denken.

Inzwischen haben wir die Plattform so, dass der hintere Teil immer drin bleiben kann und der vordere Teil leicht ein- und auszubauen ist. Damit kann man den Kangoo relativ problemlos auch wieder als Auto nutzen und nicht nur als Zweisitzer. Die Räder passen drauf, wir auch, aber der Platz unter der Plattform ist leider nun weniger. Bei unserer normalen Nutzung des Autos ist das kein Problem, im Camping-Modus könnte das aber problematisch werden. Naja, schaumermal, ob das mit Kangoo-Camping überhaupt nochmal relevant wird. Nett war’s ja schon :-)

Für den Urlaub haben wir auch so gut wie alles fertig, so dass wir am Freitag oder Samstag einfach nur alles nehmen und zum Flughafen starten müssen. Mit Zwischenstopp und Übernachtung in München, oder auch nicht, ich überlege noch.

Von engel am 06.10.2019 23:00 • diary

Fensterputzen

Dienstag, Oktober 01, 2019

Weil ich am Montag zuviel angehabt hatte und beim Radeln andauernd geschwitzt hatte, nahm ich nochmal eine kurze Hose zum Radeln. Es sollte ja schön werden und bis zu 20 Grad haben. Mit Stulpen allerdings, denn in der Früh war es schon noch recht frisch. Anfangs war es kühl, dann aber OK und ich kam relativ wenig verschwitzt im Büro an. Ich fror Vormittags trotzdem.

Dem Knie war es schon in der Nacht nicht gut sehr gegangen und das wurde weder beim Radeln noch während des Vormittags besser. Bei Belastung und Beugung schmerzte es (nicht sehr, aber halt merklich). Weil das ja (aus meiner Sicht) total unprovoziert gekommen, nervte mich das sehr, sehr, sehr.

Der C. erzählte ich das auf die Frage, wie es mir ginge, natürlich. Sie fragte nach, wo genau es schmerze und bei welchen Bewegungen (beim Auftreten innen, beim Beugen in der Kniekehle) und machte vor den üblichen Streck-Übungen ein paar Lockerungsdinge, indem sie mein Knie massierte (Aua!) und schüttelte (das zwickte einmal, sonst war es komisch, weil das Gelenk ja so seltsam ‘nackelt’).

Nach der Therapie war das Knie natürlich erst mal wie üblich beleidigt, dann wurde es aber besser :-)

Ich hatte trotzdem beschlossen, einen Ruhetag einzulegen. Kann ja nicht gut sein, immer gleich wieder drauf zu hauen (natürlich fühlte ich mich faul). Im Kino fand ich nichts Ansprechendes zu passender Zeit, deswegen radelte ich direkt heim und machte Hausarbeit: Fensterputzen. Sehr, sehr, sehr nötig.

Der neue Fenstersauger machte sich dabei sehr gut. Die Fenster sind nicht wesentlich sauberer als beim vorherigen Putzen (ich zog sie mit einem Wischer ab) und entsprechen ganz sicher nicht dem Standard der meisten, aber die Sauerei drumherum war wesentlich weniger. Und es ging schneller, weil ich hinterher nicht so viel Sauerei weg machen musste :-) Man kann auch wieder raus schauen ;-)

Danach amüsierte ich mich bei Good Omens, las im Internet und bastelte an der Hörbuch-Verwaltung. Seitdem ich für den besten Allgäuer eine Musik-Verwaltung baue, habe ich ein paar Dinge dafür viel schlauer gelöst und will das bei mir auch verwenden. Das sind vermutlich beides Ewigkeitsprojekte, aber das macht nichts, beides macht Spaß :-)

Von engel am 01.10.2019 23:00 • diary
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