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Sonntag, 24.03.2019: Ausgleichsradeln

Freitag, März 29, 2019

Die Spitzkehrenorgie und die teils anspruchsvolle Abfahrt hatten dem Knie nicht gut getan, deswegen hatte ich schon am Vorabend gesagt, dass ich zum Radeln wollte. Wir frühstückten also sehr gemütlich, dann machte ich ein bisserl Haushalt und der beste Allgäuer von Allen gab den ‘guten’ Bikes einen kurzen Frühlingscheck.

Später radelten wir auf dem normalen Weg Richtung Brotzeitstüble und nahmen sogar die Waldabfahrt mit, die viel weniger nass und matschig war, als wir befürchtet hatten :-)

Wir blieben dennoch schon deutlich vor dem Weiher im Schnee stecken. Wir hätten lang und weit schieben müssen, um bis zum Weiher zu kommen und da war dann ganz sicher noch sehr viel Schnee, so dass wir auch noch zum Brotzeitstüble hätten schieben müssen. Das ist der gute Kuchen da dann doch nicht wert.

Wir fuhren wieder heim und stattdessen zelebrierten Pfannkuchen auf der Terrasse, mit Grand Marnier, Baileys und Amaretto :-)


Hach, Frühlingsradeln :-)


Blick in die schneebedeckten Berge


Waldabfahrt


Und dann doch Schnee ...

Von engel am 29.03.2019 19:12 • outdoormtb

Samstag, 23.03.2019: Abgebrochen

Freitag, März 29, 2019

Endlich mal schönes Wetter für Skitouren! Allerdings sollte es arg warm werden, nämlich 17 Grad in Oberstdorf. Wir hatten beide dieselbe Idee für die Samstagsskitour gehabt und freuten uns drauf. Nach einem kurzen frühen Frühstück kamen wir mit moderatem Verkehr durch den Grenztunnel, ohne uns stauen zu müssen (immer eine Sorge, weil die Tiroler ja immer mal wieder Blockabfertigung spielen) und parkten in Gramais.

Zum Tourstart muss man erst mal runter zum Bach, daher hatten wir daheim nicht aufgefellt. Wir wussten nicht, ob wir das würden abfahren können. Abfahren wäre vielleicht schon gegangen, das das sah eher unangenehm aus, also gingen wir zu Fuß runter zum Bach und fellten dann halt da auf (und für das nächste Mal: auf der anderen Seite auf der Langlaufloipe abfahren!).

Nach dem Bach geht es erst ein Stück bergauf, wobei man ein paar Mal die Loipe quert, die auf einem Forstweg verläuft, und dann auf dem Sommerweg im Wald ins Tal hinein. Der Schnee war natürlich zunächst hart gefroren, ging in der Sonne aber bald auf. Wo der Sommerweg eigentlich auf der anderen Seite vom Bach verläuft (danach erst festgestellt), muss man am steilen Bachufer an einem sandigen Abbruch vorbei. Wir querten das lieber zu Fuß. Unsere 3 Nachgänger holten uns genau dort ein und stiefelten mit den Skiern über den Dreck. Von den 3en abgesehen, hatten wir 3 oder 4 Vorgänger, es war also nicht viel los :-)

Danach geht man mehr oder weniger immer im Bachbett. Von rechts (reine Südseite) liegen mehr oder weniger große (also teilweise echt große!) Lawinen im Bachnett, über die man drüber gehen muss, von links hat es kleine Lockerschneerutsche.

Der Winterweg geht mitten durch die steile Wand mit den Wasserfällen. Dazu geht man zuerst direkt auf die Wand zu, umgeht die erste Stufe auf der rechten Seite, quert die gesamte Wand zwischen den beiden Stufen und umgeht dann die zweite Stufe auf der linken Seite.

Die erste Stufe auf der rechten Seite steigt man derzeit komplett auf den alten Lawinen hinauf, was im Nachhinein nicht sehr schlau ist, denn am Nachmittag lagen da haufenweise frische Lawinen drin. Wir sahen eine Spur, die links über dem letzten Wasserfall in den Hang daneben querte. Da wollten wir später abfahren. Erst mal mussten wir aber über die ganzen hart gefrorenen Lawinenbollen aufsteigen und das war nicht einfach. Als wir das Stück hinter uns hatten, war ich echt froh.

Der Weiterweg, links rüber, ein wenig aufsteigen, nach rechts über die zweite Wasserfallstufe queren und nochmal kurz steil hinauf, war dann einfacher. Dann waren wir im Rosskar, das total unübersichtlich ist, weil es aus lauter Hügeln und Mulden besteht, durch die durchzufinden ohne wieder an Höhe zu verlieren, nicht einfach ist. Der Spur, der wir inzwischen folgten, gelang das auch nicht wirklich, aber wir kamen doch mit relativ wenig Höhenverlust bis zum See.

Den Gipfelhang konnten wir schon ein Stück vorher sehen und da hatten wir beide denselben Gedanken: “Was ist denn das für eine Sch…-Spur?” Die Spur führte mit kaum Steigung in unendliche vielen Kehren die (zugegeben oben recht steile) Flanke zum Gipfel hinauf. Spitzkehre an Spitzkehre mit kaum Höhengewinn dazwischen! Na, das konnte ja was werden!

Unsere Vorgänger schienen etwas langsam im Anstieg, das deutete noch dazu auf schlechte Bedingungen hin. Naja, wir gingen erst mal hin. Schon die langen Schläge unten im breiten Hang waren doof, weil sie nahezu keine Steigung hatten (ich stellte zwischenzeitlich sogar die Steigstufe der Bindung runter, aber das war dann auch nix), weiter oben wurde das dann noch doofer, weil man kaum mehr geradeaus gehen konnte und nur noch am Spitzkehren machen war.

Noch dazu waren das Deppenspitzkehren - gerade hin, steil weg - bei denen man immer einen großen Schritt nach oben machen musste. Ich überlegte ernsthaft, eine eigene Spur zu machen, aber bis ich auf diese Idee kam, war ich schon relativ weit oben und der Hang war so eng und schon so zerspurt, dann man kaum mehr Platz dafür hatte (das hatte auch schon jemand vor uns versucht und wieder aufgegeben).
Beim nächsten Mal: Die Kehren weiter austreten, um wenigstens flach umdrehen zu können. Oder mit Ski am Rucksack geradeaus hoch.

Die Spitzkehren fingen bald an, im Knie zu stechen. Nach etwa 2/3 des Gipfelhanges war mir dann klar, dass ich so niemals bis ganz oben kommen würde. Und wenn, dann nicht mehr runter. Ich sagte dem besten Allgäuer von Allen also, dass ich das nicht machen könne und schlug ihm vor, allein bis zum Gipfel zu gehen. Ich würde unten in der Sonne warten. Das wollte er aber nicht, weil allein gehen immer doof ist, für alle Beteiligten. Somit war also, bei 2/3 vom Gipfelhang und etwa 150m unter dem Ziel Schluss.

Wir fellten ab und fuhren ab. Der Schnee im steilen schattigen Nordhang war oben solala, dann aber richtig toll, vor allem als wir nach rechts fuhren, wo keine Lawinenbollen unten drunter waren. In der Sonne suchten wir uns einen Hügel und machten erst mal lang und gemütlich Pause. Dann fuhren wir ab und folgten den Spuren von 3 Leuten, die zunächst dem Sommerweg zu folgen schienen. Wir dachten, die kennen sich aus.

Süd- und ostseitig war der Schnee nass und pappig, westseitig war Bruchharsch, aber nordseitig fand sich noch schönster Pulver :-) Wir bekamen alles und man sah nicht immer gleich, was einen erwartete, aber die Abfahrt im Rosskar war trotzdem toll.

Unsere Vorfahrer hatten sich dann doch nicht so gut ausgekannt, wie gehofft (der Sommerweg geht dann eh ganz woanders lang, stellte ich fest) und wir landeten kurz vor der Wand mit dem Wasserfall in einem Abbruch, denn die Vorfahrer eher ungeschickt gemeistert hatten. Da zahlte es sich dann aus, dass ich mir im Aufstieg die Gegend immer schon genau anschaue, denn ich erinnerte mich an eine steile Rinne weiter vorn, zu der wir dann auch problemlos fanden.

Und dann waren wir in der Wand mit den Wasserfällen. Wir fuhren links der zweiten Stufe ab und tasteten uns oberhalb der ersten Stufe nach rechts, um auf die Querung zu kommen. Unten sahen wir einige Spuren rauskommen, die Querung selbst war aber so steil, dass man erst im letzten Moment wirklich sehen konnte, wo man entlang fahren konnte. Das war dann eine Rutsch-Querung sehr steil und recht knapp oberhalb des Wasserfalls, wo unten auch schon einige Eisplatten rausschauten.

Wir kamen gut rüber und schauten zurück. Ich hatte das Ganze ganz OK gefunden, des beste Allgäuer von Allen aber fand die Aktion, besonders im Rückblick, wo man gut sah, wo und wie tief man hätte fallen können, wenn man auf dem Eis ausgerutscht wäre, ziemlich bescheuert. Das wäre wirklich nicht gut ausgegangen, aber wir waren ja nun schon durch und auf der anderen Seite (dem Aufstiegsweg) lagen inzwischen frische Nassschneelawinen, das wäre auch nicht toll gewesen ...

Auf der Nordseite des Tals fanden wir bis zum Bach runter noch ein wenig schönen Firn, aber dann war (wie erwartet) Schluss mit nettem Schnee. Überall wo Sonne war, also quasi überall, war der Schnee so nass dass er bremste.

Wir fuhren bis zum Dreckabhang und zogen zum Drübergehen die Ski aus. Unsere Vorfahrer waren einfach über die Steine gefahren, mögen die ihre Ski nicht? Dann gab es noch eine kurze Abfahrt und wir mussten uns entscheiden, ob wir zum Sommerweg hinauf steigen oder im Bachbett bleiben wollten.

Alle Spuren führten ins Bachbett also fuhren wir denen nach, vielleicht käme man da ja durch? Kommt man nicht. Direkt ums Eck kommt ein Tobel und obwohl da einige reingefahren waren, sah das einfach Sch… aus.

Wir stiegen (teils zu Fuß, teils mit Ski) zum Sommerweg auf und noch ein Stück und weiter, wo wir - oh Wunder! - eine Forststraße vorfanden, die in meiner Karte nicht existiert. Das war prima, denn die führte uns direkt bis zur Loipe, von wo wir bis zur Brücke abfahren konnten.
Zum Merken: nächstes Mal da aufsteigen, das ist viel besser als der Sommerweg!

Als letztes Hürde kam dann noch der Wiederaufstieg vom Bach zum Auto (und auch da: das wäre über die Loipe besser gegangen). Das war nochmal echt anstrengend, weil es so warm war. Oben erzählten wir zwei Leuten noch von den Bedingungen, dann kehrten wir in der Alpenrose auf Kaffee und Kuchen ein. Das war sehr gut.


Abstieg zum Bach


Rückblick auf Gramais


Auf dem Sommerweg im Wald


Querung des Dreckabhangs


Auf dem Weg in den Talschluß


Mühsamer Aufstieg über Lawinenbollen


Der obere Teil vom Wasserfall


Im Roßkar


Der erste Blick auf den Gipfelhang. Weia, denn ...


... das sind echt viele Spitzkehren!


Im Gipfelhang


Spitzkehren, Spitzkehren, Spitzkehren


Abfahrt ...


... mit echt gutem Schnee


Weiter unten wird der Schnee auch nochmal gut ...


... und wir ziehen fast einsame Kurven.


Rückblick. Wir sind links knapp über dem Wasserfall gequert.


Tiefblick mit (noch) schönem Firn.


Belohnung

Von engel am 29.03.2019 19:03 • outdoorski

Meh

Donnerstag, März 28, 2019

Als ich in der Früh mit dem Rocky vorm Aufzug stand, stach mir was Seltsames am Hinterrad ins Auge. Genaueres Betrachten ergab, dass sich da eine kleine Metallklammer in den Gummi gebohrt hatte, knapp am Rand der Lauffläche. Der Reifen war noch komplett prall und das hielt auch bis ins Büro und danach bis nach Hause. Glück gehabt, da war die Klammer wohl nicht allzu tief eingedrungen. Oder der Supersicher-Reifen, der grad auf dem Rocky ist, bringt tatsächlich was. Ich bin jedenfalls froh, dass ich keine Panne reparieren musste ... bis jetzt.

Seit der Umstellung der PHP Version schaue ich ja immer wieder mal nach der SAN Site, sowohl vorne als auch hinten drin. Die Site lief bis mindestens Donnerstag morgen prima mit der neuen PHP Version. Am Nachmittag war sie aber kaputt. HTTP 500: Internal Server Error. Ich rief beim Provider an, was da los sei und bekam zur Antwort, dass das CMS wohl nicht mit der neuen PHP Version umgehen könne. Man stellte zurück und - schwupps! - alles war wieder gut.

Jetzt frage ich mich ernsthaft: Wie kann das sein? Die Site läuft 3 Tage prima und fällt dann auf die Nase? Die PHP Umschaltung dauert ein paar Minuten, das merkt man auch (vor allem wenn dann was nicht geht), wie kann das Zeug dann 3 Tage lang korrekt laufen? Läuft da irgend ein Cache voll? Ein Script-Speicher über? Läuft dann die Kulanzzeit für säumige Adminen aus?

Meine Erleichterung, den schwierigsten Schritt so einfach geschafft zu haben, hat sich damit natürlich umgehend in Luft aufgelöst. Wäre ja auch zu schön gewesen. Meh.

Vielleicht sind die 3 Tage aber auch das Fenster, das man hat, bevor passiert, was passiert und das heisst dann einfach, ich muss schnell sein und halt alles auf einmal machen? *seufz*
Ich weiß schon, was ich die nächsten Abende mache.

Aber nicht an diesem, denn da wollte ich den wirklich sehr selten laufenden Film This Mountain Life sehen. 2 Frauen, Mutter und Tochter, laufen mit Skiern in 6 Monaten die kanadischen Rockies rauf und treffen unterdessen absonderliche Leute, das kann doch nur großartig sein und tolle Aufnahmen ergeben. Das wollte ich mir von einem durchgeknallten Script nicht kaputt machen lassen und ging trotzdem ins Kino.

Der Film ist interessant, aber das war es leider auch schon. Ich finde, da hätte man mehr draus machen können, weil der Fokus auf den absonderlichen Menschen am Rand der Route liegt und nicht auf dem langen (und echt schwierigen) Trek der beiden Frauen. Das ist natürlich Geschmacksache. Der Film war es aber trotzdem wert angeschaut zu werden.

Zum Abschluß noch was Radliges:
bikes were the first dating app, ein englischer Twitter-Thread. Da geht es darum, wie Fahrräder Frauen mehr Selbstbestimmung ermöglicht haben und deswegen verteufelt wurden. Den ein bisserl weit her geholten Zusammenhang mit Dating-Apps kann man getrost ignorieren, der Rest ist interessant. Via Kscheib.

Von engel am 28.03.2019 23:00 • diary

Freitag, 15.03.2019: Schnee, Schnee, Schnee

Donnerstag, März 28, 2019

Es hatte wie angekündigt die ganze Nacht über geschneit. Der Kangoo war in der Früh nicht mehr zu erkennen, er war einfach nur unter einem riesigen Schneehaufen begraben. Und es schneite weiter. Heftig.

Der Lawinenlage hatte das natürlich nicht gut getan. Wir schauten uns wieder die Hangneigungskarten genau an, und beschlossen dann, einfach so weit auf dem Bergwerkweg zur Rötalm zu gehen, wie uns das sicher erschien, denn die südseitigen Hänge sind erst mal sehr steil. Oben wird das Gelände dann zwar schön flach (man bleibt also wahrscheinlich bei der Abfahrt stecken), aber mit wenig Sicht und Null Ortskenntnis war uns das trotzdem zu heikel. Den Bergwerkweg kennen wir wenigstens und er ist schön.

Wir ließen uns nach dem Frühstück wieder viel Zeit und waren wieder so gut wie die Letzten, als wir unser Zeug aus dem Skiraum holten. Dann gingen wir runter zur Brücke.

Da fand sich dann leider eine Spur und wie erwartet führte die in den Wald auf den Bergwerkweg. Das war ein bisserl schade, denn noch so ein Tag mit ganz allein und gar keine Spur hätte mir schon gefallen. Andererseits war der Schnee ganz schön tief und schwer und da ist so eine Spur schon ganz nett. Es waren eh nur zwei Leute vor uns.

Die Spur führte erst ganz richtig auf dem Sommerweg durch den Wald, bog dann aber in den Bach ab. Wir dachten, da würden wir vielleicht was lernen und folgten der Spur, aber das war eher nicht so gut, die beiden hatten sich da nämlich verlaufen. Als sie das gemerkt hatten, waren sie mitten durch den Wald zum Sommerweg zurück gekehrt und das beinhaltete auch eine 10-Meter-Abfahrt zwischen ein paar Bäumen hindurch. Ich war vorn dran und rutschte vorsichtig runter. Das war aber nicht vorsichtig genug, denn ich blieb an einem dicken Ast unter dem Schnee hängen und kippte um.

Ich war so langsam, dass nichts passierte, aber sich wieder unter diesem Ast (eigentlich eher ein halber Baum) raus zu wurschteln, das war schon anspruchsvoll (und dauerte, der Ralle fing schon an zu frieren, weil wir beide ziemlich feucht vom konstanten Schneefall waren).

Kurz drauf waren wir wieder auf dem Sommerweg und konnten der Spur weiter bis zum breiten Hang vor dem Start in den Tobel folgen. Dort sahen wir dann auch unsere Vorgänger, die nur bis zu eben diesem Hang gegangen waren und sich eben auf etwa halber Höhe (da wird es dann steiler) anschickten, abzufahren. Wir gingen noch ein Stück in der Spur und bogen dann ab.

Und hui! Diesmal war der Schnee aber deutlich kompakter, tiefer und schwerer als die letzten Tage. Das Spuren artete umgehend zu echter Arbeit aus. Erst war ich vorn, dann spurte der Ralle.

Als wir zum dem Kessel mit den beeindruckenden Felsen kamen, entschlossen wir uns wieder, links hinauf zu spuren, statt durch den (zwar kleinen aber sehr steilwandigen) Kessel zu gehen. Als wir links oben auf dem Absatz waren, war dann aber Schluss, denn für den Weiterweg hätten wir doch an der steilen Kesselwand entlang müssen. Da war uns die Gefahr, mitsamt einem Schneebrett in den Kessel zu rutschen und dort begraben zu werden, doch zu hoch.

Viel Platz war nicht da oben auf der kleinen Plattform. Wir mussten also jeder quasi auf einem Bein stehend abfellen. So langsam haben wir aber Übung mit Umdrehen an mehr oder weniger jeder Stelle, da ging dann schon.

Die Abfahrt war insgesamt trotz Neuschnee nur solala. Es hatte nämlich so viel Neuschnee, dass man in den flacheren Stücken (und genau da waren wir ja extra), kaum Kurven fahren konnte, weil man im Schnee stecken blieb. Und der Schnee wurde immer schwerer, weil es wärmer wurde. Wir kamen dennoch mit nur wenig Schieben und Laufen unten an.

Zurück im Hotel war es gerade mal kurz nach Mittag. Wir tranken erst Kaffee und sahen Biathlon im Fernsehen. Dann aßen wir unten Gulaschsuppe und schließlich gingen wir noch gemütlich in die Sauna. Mit einem netten Hotel hält man auch schlechtes Wetter aus.

Am Abend ging der Schnee dann in Regen über.


Start mit Skieren noch vor dem Brückle


Wir biegen wieder von der Loipe auf den Bergwerkweg ab


Auf der falschen Spur, es geht zurück in den Wald


Endlich von dem großen Ast befreit, links hat es ein paar Zweige, der Ast selbst ist unterm Schnee


Es schneit ...


... und wir müssen spuren


Kurz vor dem kleinen Kessel ...


... wir gehen auf der linken Seite hoch ...


... schauen uns die Sache gut an und ...


... fahren da dann auch wieder ab

Von engel am 28.03.2019 21:49 • outdoorski

Clio repariert

Mittwoch, März 27, 2019

Mit dem Kletterzeug im Rucksack radelte ich sehr früh ins Büro. Leider musste ich feststellen, dass sich mein Radl-Frontlicht im Rucksack leer geleuchtet hatte, deswegen hatte ich nur hinten Licht. Blöd. Aber es war nicht viel los und ich passte sehr auf, keinem in die Quere zu kommen. Das Wetter war nicht nett zu mir denn es regnete. Ich kam sehr feucht im Büro an.

Bei der Tagesplanung hatte ich eingerechnet, dass das Clio-Problem vielleicht doch noch nicht gelöst war und ich eventuell mit dem Rad zum Klettern und dann heim radeln müsste (die Alternative ist immer mit dem Bike MVV zu fahren). Der Rucksack war deswegen sehr voll, weil sowohl Kletter- als auch Radl- und Regenzeug drin war.

Gegen Mittag rief dann die Werkstatt an und der Meister erklärte mir, dass sie sehr lang gesucht hatten und auch viel Probe gefahren waren und dass wohl ein korrodierter Temperatursensor die Ursache gewesen sein müsse. Er würde mir die ganze Fehlersuche aber nicht berechnen. Teuer war es natürlich trotzdem. Ein Auto ist Luxus.

Jetzt sollte dann hoffentlich alles wieder gut sein bis zum Ende vom Autoleben in hoffentlich erst einigen Jahren (jaja, schöne Träume). Die Meldung ist jedenfalls auf dem Weg zum Klettern und danach nach Hause nicht wieder gekommen.

Klettern lief nur solala. 4 Wochen Pause, nachdem wir seit Weihnachten eh nur eher sporadisch geklettert sind, hauen halt schon ganz schön rein. Meine Unterarm-Muckis sind scheints vom Skitouren degeneriert und die Haut an den Handflächen hält ja eh nichts aus. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht, ich hab es sehr genossen :-)

Vor meinem Parkplatz steht übrigens wie erwartet wieder ein Baum. Ein sehr kleiner Baum (noch).

Von engel am 27.03.2019 23:00 • diary

Hürde genommen

Dienstag, März 26, 2019

Ich erwachte erfreulich ausgeschlafen, nach dem anstrengenden Montag war das keine Selbstverständlichkeit.

Den Tag über wartete ich auf Nachricht von der Werkstatt, aber es kam nichts. Am Nachmittag fragte ich mal nach, aber mehr als ‘Das Auto ist in der Werkstatt und wird heute noch fertig.’ konnte mir die Dame am Telefon leider nicht sagen. Ich stellte mich innerlich auf irgendwas schrecklich Kompliziertes und Teures ein. Wobei ich das eigentlich gar nicht wirklich glaube, denn für schrecklich teuer hätte mal jemand meine Genehmigung einholen müssen. Ich würde das Auto aber erst am Mittwoch abholen können, teilte ich der Dame mit. Kein Problem, meinte sie. Ich bin überaus gespannt - auch darauf, ob das Problem überhaupt gelöst werden konnte.

Am Nachmittag sah ich What Men Want. Ich wollte seicht unterhalten werden, aber so nett die Idee ist, dass eine Frau in einem Männer-Business (Sportler-Vermarktung) plötzlich die Gedanken der Männer hören kann, die Umsetzung ist meistens albern und nervig. Das ist sehr schade, denn der Glasboden und der Sexismus, der sowo ziemlich sicher existiert, kommt echt gut rüber. Weniger Klamauk und Albernheit und das hätte ein echt netter Film werden können.

Abends dann wieder Arbeit am SAN CMS und - Tadaa! - die Hürde mit der PHP-Version, die mir ein bisserl im Magen lag, ist geschafft. Zum Weitermachen brauche ich Unterstützung vom Provider. Ich bin gespannt, wie schnell die sind, denn mein eigener Provider, bei dem ich keinen Business-Vertrag habe, ist echt gut und schnell (dafür wird die Site gelegentlich hin und her geschoben und dann muss im Hintergrund allerlei geändert werden, das klappt nicht immer problemlos). Die müssten eigentlich besser und schneller sein ...

Von engel am 26.03.2019 23:00 • diary

Donnerstag, 14.03.2019: Talwanderung

Dienstag, März 26, 2019

Die Nacht über hatte es geschneit (der LLB sprach von 20-30cm), die Lawinenlage hatte sich etwas verschärft und die Wetter-Aussichten waren eher mäßig. Noch schneite es, aber mit etwas Glück würde es ab Vormittag ein Wetterfenster geben, wo es wenigstens aufhören sollte zu schneien.

Am Vortag hatte einer der Schweizer Bergführer (nicht von der 20er-Gruppe sondern von einer kleineren Gruppe) in der Sauna von den katastrophal schlechten Bedingungen auf der Südseite erzählt (übler Bruchharsch bis über 2500 Meter hinauf), deswegen wollten wir da nicht hin. Nordseitig ist aber fast alles ganz schön steil. Nachdem wir uns die Hangneigungskarte gut angeschaut hatten, beschlossen wir über das Windtal ins Lenkjöchl zu gehen. Das sah bei vernünftiger Spurlage ganz OK aus (wenn auch ziemlich ‘hatschig’).

Wir ließen uns viel Zeit zum Losgehen und dem Füllungsgrad des Skiraums zufolge waren wir so gut wie die Letzten, aber als wir auf der Loipe Richtung Heiliggeist-Kirchlein liefen, schien außer uns keiner unterwegs zu sein. Es gab danach auch keine Spuren im frischen Schnee, also hatten wir wieder die Ehre, selbst spuren zu dürfen :-)

Vom Kirchlein geht es erst mal noch ein Stück ins Tal hinein zu ein paar Almhütten unter der Achsel. Dort biegt man dann ins Windtal ab. das lag dann vor uns, weit und lang und total unberührt. Inzwischen war auch das Wetterfenster angekommen und die Gegend sah super aus mit Sonne und Wolken und unberührtem strahlend weißem Schnee. Nochmal ein Geschenk :-)

Wir spurten abwechselnd ins Tal hinein, immer auf der rechten Seite. Das Tal ist zwar nicht ganz so lang und flach wie das Röttal, aber auch da geht es erst mal weit hinter. Auf einem der hinteren Hügel konnten wir dann den Weg ins Lenkjöchl sehen.

Aller Wahrscheinlichkeit nach muss man auf dem Weg dorthin erst mal ein wenig runter, um nicht zu nah an die steilen Flanken der rechten Talseite zu kommen (was natürlich beim Rückweg bedeutet, dass man da wieder ein Stück rauf muss), um dann erst rechts ins Joch aufzusteigen. Das gefiel uns nicht, auch nicht die schon vorhandenen Lockerschneelawinen in den steilen Flanken. Und hinter uns, auf der Südseite, verschwanden schon die ersten Gipfel in Wolken. Das Wetterloch neigte sich dem Ende zu.

Wir erklärten einen Felsen knapp über uns zum Tagesziel und machten dort Pause. Wenn wir jetzt abfuhren, hätten wir wenigstens noch Sicht. Nullsicht und Whiteout hatten wir ja schon gehabt und der Reiz davon ist doch eher überschaubar ;-)

Die Abfahrt ium flachen Windtal war ganz nett, aber der richtige Abfahrtsspaß des Tages war, von den Almhütten unter der Achsel zum Bach abzufahren. Das waren erst eher flache und dann eher steile Hänge, weit und total unberührt und super zu fahren. Und unten auf dem Winterweg hatte es viele Leute, die stehen bleiben und uns zuschauten :-)

Von den Almhütten aus sahen wir auf den gegenüber liegenden Talseite eine Riesengruppe aufsteigen, geschätzt um die 30 Leute (!!!), und wir beglückwünschten uns dazu, da zu sein, wo wir waren. Die zu treffen wäre wirklich höchst lästig gewesen.

Der Plan war eigentlich gewesen, zur Jägerhütte abzufahren und da einzukehren, weil das am ersten Tag ja so nett gewesen war. Da hätten wir allerdings noch oberhalb der Almhütten auf die andere Seite eines Seitenbaches wechseln müssen, was wir da oben aber nicht gemerkt hatten. Aber es hat ja noch mehr Hütten am Winterweg und so kehrten wir in der Talschlußhütte ein.

Und das war eine super Idee, denn da gab es auch prima Kaffee (naja, Italien, da erwartet man das ja) und zusätzlich gab es wunderbaren Erdbeerkuchen (Ralle) und Marillenknödel (ich).

Das schlechte Wetter ließ sich viel Zeit, bis es tatsächlich kam, aber als es kam, da legte es dann ordentlich los. Abend konnte man den Kangoo schon kaum mehr erkennen und es sollte die Nacht über und den ganzen nächsten Tag weiter schneien. Und dann war Regen angesagt!

Beim Abendessen traf uns dann fast der Schlag, denn die Riesengruppe vom Nachmittag residierte in unserem Hotel und zwar zu einem guten Teil in unserem Nebenraum. Die hatten alle schon gut gebechert, verstopften das Salatbuffet und machten einen Höllenlärm, weil sich natürlich alle gegenseitig mit ihren tollen Stories überbrüllen wollten. Naja, fairerweise: nicht alle waren so, aber leider die bei uns im Speiseraum. Ich bin jetzt endgültig alt, fürchte ich, denn bei sowas will ich nicht mitmachen sondern flüchten.

Das Essen war aber gut wie immer.


Start in Kasern


Blick zur Sattelspitze. Irgendwo da oben in dem weiten Kar haben wir abgebrochen.


Das Heiliggeistkirchlein


Keine Spuren weit und breit :-)


Das Schönwetter-Fenster holt auf :-)


Auf dem Weg zum Endpunkt (der kleine schneebedeckte Felsen)


Abfahrtsfreuden oben ...


... und unten.


Gegenüber. Sieht aus wie 3 Gruppen, ist aber eine.


Erdbeerrolle :-)


Marillenknödel :-)


Schneefall. Der zweite Hügel unterm Baum ist der Kangoo.

Von engel am 26.03.2019 20:37 • outdoorski

Free Solo

Montag, März 25, 2019

Weil ich in München so früh unterwegs sein musste, nämlich um spätestens 6:15h daheim mit dem Auto wegfahren um nicht in den Stau auf dem Mittleren Ring zu kommen, hatte ich den Wecker ein wenig vorgestellt, auf 3:30h. Ich wachte sogar kurz vor dem Wecker von selber auf (das ist jetzt schon eine ganze Weile so, dass ich 2 oder 3 Mal in der Nacht kurz aufwache, weil das Knie ... nicht direkt schmerzt aber halt unangenehm ist) und stand direkt auf. Die halbe Stunde machte verkehrsmäßig tatsächlich was aus, aber ich werde das trotzdem nicht zur Regel machen. Um 4:00h aufstehen reicht.

Die ‘gewonnene’ halbe Stunde reichte dann auch für Kaffee und Frühstück. Danach lud ich das Rocky ins Auto und fuhr ins Büro. Ich kam mit Einladen und allem fast ein wenig spät weg, nämlich erst um kurz vor halb sieben und der Verkehr war schon sehr dicht. Immerhin, es lief aber, alles gut.

Nach einer Stunde Arbeit fuhr ich kurz zur Werkstatt, um das Auto abzugeben. Da war mir schon klar, dass das eine langwierige Sache werden würde, denn sporadische Fehler suchen ist Dreck. Ich bat darum, das Auto am Mittwoch Mittag wieder abholen zu dürfen. Die Dame am Empfang schrieb das mal so auf.

Den ganzen Tag über kam dann auch kein Anruf von der Werkstatt. Ich halte das für ein schlechtes Zeichen und bin etwas besorgt, dabei glaube ich eigentlich nicht, dass wirklich was am Motor kaputt ist. Aber wahrscheinlich sind auch die Sensoren selbst sauteuer :-(

Am späten Nachmittag sah ich dann endlich Free Solo. Was für ein Film, was für Aufnahmen! Am Ende, als Alex Honnold dann tatsächlich den El Capitan free solo klettert, bin ich immer weiter in meinen Kinosessel rein gerutscht, weil die Aufnahmen so extrem sind. Man fällt fast selbst runter, obwohl man weiß, dass Honnold die Route ja geschafft hat und eben nicht abgestürzt ist. Echt, Wow! Kein Wunder, dass der Film mit Auszeichnungen überschüttet wurde.

Persönlich finde ich das Konzept Free Solo bescheuert, egal ob das nun ein Honnold oder ein Huber macht, aber meiner Meinung nach hat jeder Recht drauf, jedes Risiko einzugehen, das er eingehen mag. Man muss sich halt nur der Konsequenzen bewußt sein und sie tragen. Der Werner Munter, der ‘Unsicherheitsexperte’ (sein Begriff), sagte ‘Risiko ist ein Menschenrecht’ und dem was er im verlinkten Artikel sagt, dem kann ich nur voll zustimmen. Überhaupt finde ich, dass der Mann sehr viel Richtiges gesagt und geschrieben hat.

Wo war ich? Genau, Free Solo. Ein genial guter Film, unbedingt und absolut sehenswert!
Ich bezweifle aber sehr, dass ein Mensch wie Honnold, der quasi alles seiner Passion unterordnet, gut zu haben ist und ich würde nicht mit so jemandem zusammen leben wollen. Das ist jetzt echt unfair, denn nur von dem Film kann man den Menschen Honnold ja nicht kennen, obwohl er wirklich entwaffnend offen spricht. Aber andauernd mit der Angst zu leben, dass dabei was schief geht, wäre mir wirklich zu anstrengend, glaube ich.

Am Abend wollte ich eigentlich mit dem SAN CMS Update weiter machen, aber der lange Tag schlug zu. Plötzlich war ich extrem müde, also ging ich früh schlafen.

Von engel am 25.03.2019 23:00 • diary

Der Tag begann bedeckt und die Aussichten waren trüb. Bald sollten wieder Wolken und Schneefall kommen.

Wir hatten uns für das Merbjoch entschieden, zu dem man eigentlich in Prettau startet, etwa 3 Kilometer die Straße runter. Ich hatte auf der Karte den Wanderweg zur Malga Brugger gefunden und überlegt, ob man vielleicht direkt von Kasern aus zur Malga gelangen könnte, aber nachdem wir uns die felsigen Abbrüche zwischen dem Röttal und dem Hochtal zum Merbjoch nochmal genauer angeschaut hatten, beschlossen wir doch, von Prettau aus zu starten. Wir waren an dem Übergang ja schon mal gescheitert und wo man zu Fuß hoch kommt, kann man nicht zwangsläufig mit Skiern gehen. Mich stimmte auch nachdenklich, dass ein Zugang von Kasern ins Merbtal nicht ein einziges Mal in irgendeiner Beschreibung als Variante auftaucht.

Als wir den Kangoo an der Kirche in Prettau abstellten, sahen wir da die beiden Graubündener Busse der großen Schweizer Truppe, die auch in unserem Hotel waren. Ich hoffte sehr, dass die sich woanders hin orientiert hatten, hatte aber wenig Zuversicht. Und die starb dann auch gleich, als wir hinter der Brücke losgingen, denn neben der Spur waren sehr viele Stockabdrücke. Tja.

Zunächst erwies es sich aber als gar nicht schlecht, dass da schon viele Skier eine Spur getreten hatten, denn man kann da entweder den sehr steilen und immer eisigen Hang aus dem Tobel aufsteigen oder zu Fuß die Straße hochlaufen. Da ist eine Spur im Tobel doch vorzuziehen.

Wo am Vortag die Sonne reingekommen war, war es hart, aber es lag immerhin eine dünne Neuschneeschicht oben drauf, so dass wir ganz gut gehen konnten. Die Harscheisen waren aber nicht nur im Tobel brauchbar.

Wer immer die Schweizer führte, kannte sich gut aus und hatte eine sehr schöne Spur durch die Steilstufe im Wald gezogen. Wir kamen am Bach und genau von der anderen Seite zu der Ebene mit der Merbalm als beim letzten Mal. Was da jetzt die bessere Variante ist, mag ich nicht beurteilen, der Aufstieg war jedenfalls bequem.

Im Wald hatte noch gelegentlich ein wenig Sonne durch die Wolken und die Bäume geschaut, als wir an der Ebene ins ‘Freie’ traten, war der Himmel aber bedeckt. Immerhin konnte man aber noch zum Merbjoch schauen, das wir dann endlich auch mal sahen ;-)

Die Spur führte weiter zum Merbjoch, immer schön das Gelände ausnutzend und prima angelegt. Es zog weiter zu und begann bald zu schneien. Als wir immer wieder in die Wolken kamen ließ die Sicht arg zu wünschen übrig, man konnte aber noch die nähere Umgebung erkennen und wir hatten ja die Spur. Anfangs hatten wir gedacht, 8 Leute vor uns zu haben, später sahen wir einmal kurz die ganze Gruppe und das waren dann 20. Oh weh!

Die Gruppe schien den letzten Aufstieg ins Joch zu Fuß zu machen und als wir näher kamen (da fuhren gerade alle wieder ab), sahen wir auch warum: da war eine harte steile Wechte. Zu Fuß hatte die Gruppe eine tiefe Spur eingegraben, die inzwischen bis runter an das abwärts geschichtete Gestein ging, auf dem die meisten im Abstieg abgerutscht waren. Ich hatte ein wenig Angst davor, da rauf und runter zu gehen, das sah nach einer prima Gelegenheit aus, sich das Knie zu verbiegen.

Der beste Allgäuer von Allen besah sich die Wechte und die Spur von der Nähe und meinte dann, das lohne sich nicht wirklich. Ich war sehr froh drum. Wir drehten also am Skidepot um.

Die Abfahrt war ein wenig anspruchsvoll, weil man echt wenig sah. Die Sicht war zwar besser als im Whiteout an der Sattelspitze, aber weiter als 10 bis 15 Meter konnte man trotzdem nicht schauen. Die Aufstiegspur und die Abfahrtsspuren der Gruppe waren jedenfalls hilfreich.

Trotzdem waren natürlich Hügel, Mulden und Geländekanten nicht zu gut zu erkennen. Ich versuchte immer im unbefahrenen Schnee zwischen der Aufstiegspur und den Abfahrtsspuren zu fahren, denn der Schnee an sich war echt gut. Das war aber nur eine mäßig gute Idee, denn die kleine 2-Meter-Wechte an einer Geländekante sah ich nicht und fiel dann gleich mal auf der Abbruchseite runter. Da verbog ich mir natürlich das Knie ordentlich, was wirklich weh tat. Glücklicherweise legte sich das nach einer Weile wieder und ich konnte weiter fahren. Glück gehabt!

Unten im Wald waren wir aus den Wolken raus und hatten sowohl Sicht als auch - weiter oben jedenfalls - guten Schnee und das war dann nochmal sehr vergnüglich.

Wir kamen gerade richtig zurück zum Hotel, um erst mal noch Kaffee trinken und dann gemütlich in die Saune gehen zu können, bevor wir uns am Salatbüffet und beim Abendessen den Bauch voll schlugen :-)


Start in Prettau


Anstieg durch den Tobel


Sonne im lichten Wald


Sicht aufs Merbjoch (in Mitte zwischen den Bäumen) von der Merbalm aus


Es schneit und die Sicht lässt nach


Die letzten Meter ins Joch (oben die 20 Schweizer, kaum zu erkennen)


Kurz vorm Skidepot


Abfahrt mit wenig Sicht ...


... echt wenig


Abstieg in den Tobel

Von engel am 24.03.2019 17:24 • outdoorski

Nur fast repariert :-(

Donnerstag, März 21, 2019

Auf dem Weg ins Büro schnaufte ich an der einen Ecke im Englischen Garten, wo es wirklich schon viele Bärlauch-Blättlein hat, einmal tief ein und bildete mir ein, den Bärlauch schon riechen zu können :-) Also es ist wirklich sehr zart, aber irgendwie doch ... Bärlauch halt :-)

Den Tag über nettes Rumpuzzeln an alle möglichen Ecken und Enden der Nachtesterei. Leider läuft da nicht alles so rund wie ich gern hätte und ich fürchte, da kommen QA-Diskussionen auf mich zu. Aber erst mal weiter graben, so ganz klar ist die Ursache für die Warnungen noch nicht. Es ist jedenfalls nett, mal wieder was zu machen, wo man sich auskennt, selbst wenn das momenten noch immer ein bisserl Graben im Gedächtnis braucht.

Am frühen Nachmittag rief ich bei der Werkstatt an, um zu fragen, ob das Auto noch am Donnerstag fertig werden würde. Weil, wenn nicht, wäre ich am Nachmittag ‘Free Solo’ gucken gegangen. Es würde fertig werden, beschied man mir und ich könne es ab 17:00h holen. Was ich dann tat.

Der Heimweg war dann ein bisserl sehr nervig, weil zwischen 5 und 6 mit dem Auto durch München fahren, ist was für Zen-Meister. Ich nehme an, das war ein wenig Karma-Bestrafung dafür, dass ich am Dienstag und Mittwoch zufrieden lächelnd an den vielen stehenden Autos vorbei gefahren war, die sich alle in der Innenstadt und am Ring stauten, deutlich mehr als sonst. Ursache? Keine Ahnung, aber wenn es dann staut, wird natürlich alles dadurch verschärft, dass die Hälfte der Autofahrer auch dann noch auf die Kreuzungen fährt, wenn es da schon voll ist und dadurch auch die anderen Straßen aufstaut. Es gab schönste Hupkonzerte. Im Vergleich dazu kam ich am Donnerstag eigentlich ganz gut durch.

Leider, leider, leider, kam die eine der beiden Meldungen, wegen der der Clio in der Werkstatt war, kurz wieder. Kurz nur und sie ging dann auch wieder weg, aber wenn das Auto schon in der Werkstatt ist, dann soll bitte hinterher alles wieder funktionieren. Ich werde das am Freitag direkt reklamieren, da muss der Clio wohl nächste Woche nochmal hin. Meh!

Vor meinem Parkplatz am Haus wird wohl wieder ein Baum gepflanzt, so wie es aussieht. Ich fand das eigentlich gar nicht schlecht, dass es da seit dem Wohnmobilbrand im November 2009 keinen Baum mehr hatte, denn unter Bäumen kriegt man Blätter, Baumsaft und Vogelkacke aufs Auto. Andererseits ist es natürlich gut, wenn Bäume gepflanzt werden. Jedenfalls hat es jetzt da, wo der Baum mal gestanden war, ein Loch im Rasen. Schaumermal, was passiert.

Den halben Abend verbrachte ich damit, Schritt 2 und 3 des SAN SCM Update durchzuziehen. Problemlos, weil das war nur ein Zwischen-Update. Lustig wird’s dann beim Nächsten, denn da spielt dann die PHP-Version eine Rolle, da bin ich noch nicht sicher, ob das so glatt laufen wird. Naja, auch hier: schaumermal.
Der andere halbe Abend war erfreulicher, weil ich mich mit dem tollsten Tag des Urlaubs beschäftigen durfte :-)

Der Plan, danach um 21:45h im Cinema Free Solo zu gucken, ging natürlich nicht auf. Das ist einfach zu spät, da war ich vorher schon müde. Ich weiß gar nicht, wie ich das früher immer geschafft habe (naja, weiß ich natürlich schon, da war der Weg in die Arbeit sehr kurz und ich bin immer deutlich später aufgestanden).

Von engel am 21.03.2019 23:00 • diary
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