Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Waldspaziergang

Sonntag, Juni 30, 2019

Ich erwachte wie immer sehr früh und liess den besten Allgäuer von Allen schlafen. Die Hitze-Tour am Samstag war wohl echt anstrengend gewesen (klar, ich war ja nicht dabei zum Bremsen), denn er schlief so lang, dass ich fast ohne ihn angefangen hätte, schon mal Kaffee zu trinken ;-)

Wir frühstückten dann sehr gemütlich, verdunkelten und verbarrikadierten die Wohnung und beschlossen irgendwann, zum Eschacher Weiher zu gehen. Der beste Allgäuer von Allen würde natürlich radeln, ich hatte mir eine Spazierrunde mit mäßigen Höhenmetern (ohne geht da ja nicht) rausgesucht, die ich gehen wollte. Mit Stöcken statt Krücken.

Ich parkte an der Straße (und habe da vermutlich am Stacheldraht den Clio zerkratzt) und ging dann den Forstweg Richtung Schwarzer Grat entlang. An der Abzweigung überlegte ich kurz, ob ich auch den Hohen Kapf mitnehmen sollte, weil das Gehen bis da hin so gut gegangen war, aber das ließ ich dann doch lieber bleiben, denn bisher war ich ja nur hinaufgegangen und rauf geht immer gut.

Runter nicht so, stellte ich dann gleich fest. Der erste Teil nach der Abzweigung ist etwas steiler und da verweigerte das Bein das ordentliche Gehen. Immerhin schaffte ich aber die mäßige Steigung weiter hinten ganz gut. Ich war natürlich total langsam, aber ich konnte fast alles sauber und ohne humpeln (naja, beinahe) gehen. Erst gegen Ende, kurz bevor ich am Eschacher Weiher war, wurde das Laufen wirklich anstrengend.

Der beste Allgäuer von Allen kam auch bald und wir lagen eine Weile auf der Wiese rum und schwammen ein wenig im Weiher. Der ist inzwischen wirklich warm (dem Hörensagen nach war sogar der beste Papa an diesem Tag da drin!), aber bei 30 Grad draussen ist auch warmes Wasser erfrischend ;-)

Dann radelte der beste Allgäuer von Allen zurück nach Hause und ich stakste den steilem Waldweg hinauf. Im Garten gab es im Schatten dann noch kalten Kaffee und später gingen wir zum Essen beim bayrischen Jugo.


Kurz vor der Abzweigung


Im Wald wird fleissig aufgeräumt


Rasnici (Ražnjici)

Von engel am 30.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoorsonst

Auf der anderen Seite

Samstag, Juni 29, 2019

Es war ein ‘ganz normaler’ Samstag Morgen. Ich stand auf, machte Frühstück und weckte den besten Allgäuer. Nach einem gemütlichen Frühstück ging es allerdings nicht ganz so normal weiter. Er fuhr in die Berge für eine Tour, ich blieb daheim.

Nach ein bisserl Haushalt ging ich standradeln und erledigte dann den Rest des Wochenendeinkaufs. Da war es schon recht warm und ich war froh, als ich wieder im kühlen (natürlich abgedunkelt und alles geschlossen) Zuhause war. Ich machte meine Übungen und ass Erdbeeren zu Mittag.

Dann hatte ich überhaupt keine Lust rauszugehen, aber ich hatte mir eine Radrunde vorgenommen und meinte, die müsse ich machen. Ich schaute mir lang die OSM an und nahm dann eine der vorgefertigten Runden, die viel an der Iller und im Wald verlief und ein paar neue Abschnitte hatte.

Dann ging ich raus. Das war wie gegen eine Wand laufen.

Ich radelte erst mal runter an die Iller und dran entlang nach Hirschdorf. Das war dann schon genz nett, weil schattig und kühl und beim Radeln sind auch die Mücken kein Problem. Dann ging es auf die neue Strecke, nämlich an der anderen Seite der Iller weiter. Da war ich ja nicht sicher, ob ich nicht irgendwann absteigen und schieben oder vielleicht sogar umdrehen müssen würde, denn da hat es in der OSM keine vernünftige Wegbezeichnung.

Aber es ist ein Forstweg, der zwar immer sandiger wird (was radl-technisch anspruchsvoll ist und ich fühle mich ja bisher nur halb sicher auf dem Bike, weil Absteigen eventuell problematisch sein könnte), aber trotz eines umgefallenen Baums quer über den Weg tatsächlich durch geht. An dem Baum hatten netterweise schon Leute Äste abgebrochen und so kam ich problemlos durch.

Am Illerparadies kam ich auf die Straße, bzw. den Radweg daneben, und fuhr erst mal bis Dietmannsried (das war steiler als ich gedacht hatte). Von dort ging es relativ direkt und mit großartiger Aussicht zurück zur Illerbrücke bei Hirschdorf. Da nahm ich die Straße statt des Illerradwegs, weil ich keine Lust auf den kurz-vor-daheim-Berg hatte. Das ist aber insgesamt auch nicht schöner zu fahren, nächstes Mal fahre ich wieder unten entlang.

Daheim legte ich mich erst mal in der kühlen Wohnung mit Coolpack aufs Sofa, dann trug ich Tisch, Stühle und Sonnenliege in den Hausschatten an der Seite und las bis der beste Allgäuer von Allen zurück kam. Dem war vor allem ‘Heiß! Heiß! Heiß!’ und er duschte als erstes sich und seinen verschwitzten Rucksack mit dem Gartenschlauch ab. (Brrrrr!)

Danach wurde der Tag weitgehend gemütlich. Wir tranken kalten Kaffee, sassen gemeinsam herum und grillten schließlich. Es gab auch Gemüse-Spiesse mit Halloumi. War nicht schlecht, aber da ist noch Luft nach oben :-)


Sand


Aussicht

Von engel am 29.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoorsonst

2 Mal Baden

Freitag, Juni 28, 2019

Morgens standradelte ich kurz, um das Knie zu aktivieren und fuhr dann - noch relativ früh, ich war um kurz nach 9 da - zum Öschlesee. Um den kann man rumlaufen, es ist nicht allzu weit und es hat keine Höhenmeter. Prima Trainigsgelände. Ich nahm Stöcke statt Krücken und steckte auch Badezeug ein.

Ich ging im Uhrzeigersinn, also erst mal die langweilige Strecke an der Straße. Danach wird es netter. Das Gehen ging gut, ich versuchte, die Streckung hinten und vorn ordentlich hinzukriegen und so ‘unhinkig’ wie möglich zu gehen. Dazu muss ich mich aber links immer noch einigermaßen fest abstützen, was dafür sorgte, dass mir immer wieder der linke Arm einschlief.

Es war sonnig und nett und noch nicht allzu heiss. Auf der Badeseite nahm ich dann die aufgestellten Bänke gern an, nach zweieinhalb Kilometern war das Knie dann doch angestrengt. Vorn stieg ich kurz in den See und dann war mein Spaziergang schon zuende. 3,3 Kilometer mit Stöcken, das ist doch was :-)

Auf dem Rückweg ging ich im Drogeriemarkt einkaufen und nahm im Billig-Möbel-Dings 2 neue Gummimatten für die Haus- und die Terrassentür mit. Daheim war ich dann etwas kaputt und legte erst mal Eis aufs Knie und mich aufs Sofa. Drin war es wunderbar kühl :-)

Als der beste Allgäuer von Allen am frühen Nachmittag heim kam, gab es wie üblich erst mal kalten Kaffee im Schatten, dann radelte er zum Eschacher Weiher und ich ging Einkaufen und kam dann nach. Ich nahm wieder Stöcke statt Krücken und das war dann auf dem neuen Steilabstieg im Wald wirklich anspruchsvoll. Mit dem Knie absteigen geht eigentlich noch gar nicht. Damit kann ich bestenfalls minimale Steigungen gehen. Oder eben mit Doppelstock-Technik runter humpeln.

Am Weiher war es wieder nett. Das Wasser wird langsam wirklich warm, was sogar ich fast schade finde. Weil wir früher als die letzten Tage da waren, war auch die Sonne intensiver. Irgendwann hielt ich das nicht mehr aus und ging wieder. Der beste Allgäuer blieb noch ein wenig um zu trocknen.

Auf dem Rückweg wurde ich durch eine Schafherde aufgehalten, die wild blökend ein Stück auf der Straße nach Wegscheidel getrieben wurde. Das war nett. Den besten Allgäuer sah ich dann in Ermengerst direkt vor mir die Straße queren. Natürlich war ich trotzdem viel früher daheim. Abends gab es Pizza.

Von engel am 28.06.2019 23:00 • diaryKnieOP

Nix für mich

Donnerstag, Juni 27, 2019

Nach einem gemütlichen Obstfrühstück (Mango, Kiwi, Kirschen :-)) wollte ich zum Schwimmen. Diesmal nach Wiggensbach, weil mir am Vortag das Freibad da auf dem Rückweg vom Weiher wieder mal eingefallen war. Ich schaute vorsichthalber vorher nach: ja, die haben ein Schwimmerbecken, 50 Meter sogar.

Das Freibad selbst ist umsonst, Parken kostet aber etwas, wenn auch nicht viel. Ich stellte den Clio ab und fuhr dazu ein paar Mal auf und ab, um den Zugang zu suchen, der erst ganz oben sichtbar wird. Ich hatte nämlich weder Krücken noch Stöcke vorbei und wollte lieber nicht schrecklich viel laufen müssen. Der Weg zum Freibad ist dann aber kurz und dem Bein ging es eh recht gut.

Tja, und dann war das der totale Reinfall. Das Freibad ist sehr schön und sieht auch sehr gepflegt aus und hat auch ein großes 50-Meter Becken mit 4 Startblöcken (was nur heissen soll, dass man da auch ‘richtig’ schwimmen könnte). Das Wasser da drin ist nicht geheizt und war wunderbar kühl. Allerdings ist das Becken unregelmäßig geformt und es gibt keinerlei Markierungen. Das gesamte Becken ist aus Beton und hellblau angemalt.

So kann ich nicht schwimmen. Ich versuchte ein paar Mal, die gesamten 50 Meter zu kraulen, verlor aber immer den Weg und landete irgendwo quer in der Bande. Am Rand konnte ich mich nicht orientieren, am Boden auch nicht und der Versuch, irgendwie an den seitlichen Landmarken (Umkleide, Sonnenschirm, Leiter) abzuschätzen, wo ich war, ging auch daneben. Nach 4 Bahnen Schlangenlinien und Orientierungslosigkeit gab ich auf. Das Wiggensbacher Freibad ist nichts für mich.

Ich fuhr also nahezu unverrichteter Dinge (naja, 200 Meter Schlangenlinen hatte ich ja) wieder heim, standradelte ein wenig und machte meine Übungen. Inzwischen baue ich da auch Bauch- und Rückenkram ein, den ich eigentlich immer machen will und nie wirklich durchziehe. Wenn ich das jetzt eh andauernd machen muss, komme ich ja vielleicht in die Gewohnheit und dann bleibt mir das als Morgen-Training. Angeblich braucht es ja 21 Tage, bis sich eine Gewohnheit etabliert :-)

Zur Therapie am frühen Nachmittag radelte ich an der Iller entlang und dann parallel zur Fußgängerzone über die ZUM zum Forum. Das ist ein viel schönerer (und kühlerer!) Weg als mitten durch die Stadt und dauert auch nicht viel länger. Radeln ging prima, kaum Anlaufprobleme und dann fast problemloses Kurbeln. Ich war natürlich wieder zu früh dran, war aber dafür fast trocken, als der S. dann endlich Zeit hatte. Er hatte Verspätung, dafür aber wieder Zeit hinten dran und machte direkt eine Doppel-Session.

Erst gab es wieder angenehme Lymphdrainage, dann wurde die Narbe, die Verklebungen und ein paar Muskeln massiert (schon nicht mehr so angenehm) und am Ende widmete er sich der Streckung. Er machte das anders als die Therapeutinnen aus dem Josephinum und Bad Wiessee, aber es war am Ende genauso schmerzhaft. Zum Schluß bekam ich noch eine neue Übung, um den (einen der?) Hüftbeuger zu stärken.

Der Heimweg war erst nett (bergab durch die Innenstadt, dann gemütlich entlang der Iller) und dann schrecklich, wie üblich (von der Iller Weg durchs Industriegebiet, über die Straße und den Hügel rauf zu uns). Ich kam patschnass daheim an und setzte mich erst mal mit Coolpack auf dem Knie in der kühlen dunklen Wohnung aufs Sofa.

Kurz drauf kam der beste Allgäuer noch nasser und tropfender an (er radelt den Heimberg vermutlich schneller rauf als ich). Wir tranken kalten Kaffee im Schatten, spielten mit den Handys rum und hatten überhaupt kein Bedürfnis irgendwo hin zu gehen/fahren/radeln. Also blieben wir gemütlich daheim :-)

Von engel am 27.06.2019 23:00 • diaryKnieOP

Weiher-Spaziergang

Mittwoch, Juni 26, 2019

Dem Bein ging es in der Früh wieder besser als am Vortag (ich wache trotzdem meistens 2 Mal in der Nacht kurz auf und muss mich anders hinlegen). Mein Training - Standradeln, Kräftigung, Beugung, Streckung - ging dann auch echt gut. Ich kam danach die Treppe ohne Hände rauf. Runter ging eher nicht so gut, da lande ich noch immer sehr hart auf dem gesunden Fuß.

Ich machte schon am frühen Vormittag alle Fenster dicht und ließ die Rolläden runter. Und dann war ich drin, in der angenehm kühlen Wohnung und hatte überhaupt kein Bedürfnis, raus zu gehen. Therapie hatte ich auch nicht, also hätte ich gemütlich drin bleiben können, wenn ich nicht doch kurz zum Einkaufen gemusst hätte.

Ich überlegte, ob ich radeln sollte oder mit dem Auto fahren und dafür dann einen Spaziergang machen sollte. Der Spaziergang gewann, denn Gehen geht noch bei Weitem nicht so gut wie ich das gern möchte.

Auto also. Als ich aus der Wohnung ging, erschlug mich erst mal die Hitze beinahe. Ich versuchte den Clio am Edeka im Schatten zu parken, aber das war nur halb erfolgreich. Dann nahm ich die Stöcke (keine Krücken, die Stöcke bieten weniger Unterstützung und um den Weiher rum geht es ja nur geradeaus) und marschierte los.

Sobald ich in den Schatten der Bäume am Weiher trat, umschwirrten mich Mücken. So lange ich in Bewegung blieb, hielten sie sich noch etwas zurück, bei jedem Stopp (und es gab viele, denn das Handy muss ja noch getestet werden) wurde ich umgehend angefallen. Dass die Bilder der Mini-Fröschlein auf dem Weg allesamt nichts geworden sind liegt aber nicht an den Mücken sondern an den Fröschlein. Die hüpften so schnell weg, dass ich in dem Schummerlicht des dichten Weiher-Waldes nur unscharfe Bilder schaffte. Schade, die waren echt niedlich :-)

Zum Ausgleich vielleicht nahm mich das junge Eichhörnchen auf dem Weg überhaupt nicht wahr, als ich mich, die Stöcke in der Hand, humpelnd ‘anschlich’. Es hatte irgendwas auf dem Weg gefunden und war intensiv beschäftigt :-)

Der Weg um den Weiher ist doch etwas weiter, als ich gedacht hatte (2,3 Kilometer) und das war am Ende dann ganz schön fordernd. Anfangs konnte ich wirklich gut und ordentlich fast ohne humpeln laufen, am Ende war das dann ernsthaft schwierig. Netterweise liessen mich die Mücken an dem einzigen Bänkle in der Sonne einigermaßen zufrieden. Da hatte ich dann sogar schöne Ausssicht auf das Schwanennest im Weiher :-)

Nach dem Einkaufen legte ich mir erst mal Eis aufs Knie und ruhte mich aus. Sowohl die Hitze als auch der Spaziergang an sich waren ganz schön anstrengend gewesen. Dann nahm ich mir Lesestoff mit und legte mich draußen auf die Liege in den Schatten. Die Terrasse war so heiss, dass ich da ohne Schuhe nicht auftreten konnte und selbst beim Rumliegen war mir sehr warm.

Als der beste Allgäuer heim kam, tranken wir wieder erst mal (kalten) Kaffee und fuhren dann beide mit dem Auto zum Eschacher Weiher. Ich bekam erst weit hinten einen Parkplatz, das war aber gut, denn so konnten wir endlich den Direkt-Abstieg zum Weiher nehmen, den ich schon immer mal gehen wollte. Das ist ein unebener Trampelpfad, aber mit sowas kann ich auch mit Krücken umgehen. Größter Vorteil: ist im Wald und deswegen im Schatten :-)

Nach dem üblichen in-der-Sonne-Rumliegen und zweimaligem Wässern (Brustschwimmen geht inzwischen schon deutlich besser, ich brauche nur noch eine minimale Schere, vorher war vermutlich der Kopf mal wieder das grösste Problem) gingen wir wieder hoch und heim. Es gab wieder Brotzeit auf der Terrasse, wo es trotz Schatten sehr warm war. Immerhin kamen die Mücken später und weniger zahlreich.

Mein Retterspitzumschlag an diesem Abend war eine Katastrope. Sobald ich aufstand, rutschte alles sofort weg. Dabei dachte ich erst, das grössere und dickere Handtuch sei eine gute Idee, weil das nicht so schnell durchweichen würde. Nächstes Mal wieder das Geschirrtuch, das kann man besser befestigen und feucht wird ja eh alles. Und das Coolpack bringt auf einem dünneren Umschlag auch mehr.

Ob das Ganze wirklich was bringt, kann ich nicht sagen, ich mag aber den Geruch sehr :-)


Schwabelsberger Weiher Rundweg


Junges Eichhörnchen


Seerosen


Aussicht mit Schwänen

Von engel am 26.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoorsonst

Jammerknie

Dienstag, Juni 25, 2019

Schon in der Nacht war das Knie unruhig gewesen, beim Aufstehen merkte ich dann deutlich: es ist beleidigt. Das soll nicht heissen, dass es furchtbar geschmerzt hätte, es war einfach nur etwas unwilliger, Last aufzunehmen, etwas langsamer beim Reagieren (und knickte deswegen öfter weg) und es war schwieriger eine Ruhestellung dafür zu finden.

War das Radeln zu viel gewesen? Oder der Weg an den Weiher? Eigentlich glaubte ich beides nicht, denn das Knie war weder besonders warm noch besonders dick. Ich nahm an, dass solche Tage halt zum normalen Auf und Ab der Heilung gehören.

Ich ging in der Früh erst mal standradeln und machte dann die neuen Kraftübungen und die Gleichgewichtsübungen. Beugen und Strecken sparte ich mir, das hätte bloß ungebührlich weh getan (und alle Therapeuten sagten ja wieder und wieder, dass man im Fall des Falles auch mal nachgeben oder auslassen solle). Dann fuhr ich (mit dem Auto) ins Stadtbad zum Schwimmen. Da war es etwa 10 und das war schon fast zu spät, denn das Schwimmerbecken war schon ganz schön voll.

Auf der Schnellschwimmerbahn (das ist eine soooo großartige Idee, Danke Cambomare!) waren mit mir allerdings nur 4 Leute und das ist schon ganz schön viel Platz für die Einzelnen, vor allem wenn alle etwa gleich schnell sind. Die 1000 Meter waren schnell und problemlos vorbei.

Auf dem Heimweg ging ich noch zum Einkaufen und kaufte haufenweise Obst :-)

Daheim gab es erst mal eine Runde Kühlung aufs Knie, Lesestoff und kalten Kabakaffee. Am sehr frühen Nachmittag machte ich mich bike-fertig und radelte zum Therapie-Termin. Es war brütend heiss auf der Hauptstrasse durch die Stadt und das Knie mochte das Radeln nicht sehr. Ich kam einfach nicht ins leicht-lockere Kurbeln. Dafür schwitzte ich.

Ich war natürlich wieder viel zu früh in der Praxis, aber das war ganz gut, beim Warten konnte ich etwas abkühlen. “Du läufst heute aber nicht rund.”, sagte der S., als ich ins Therapie-Zimmer ging. Ich meinte, dem Bein sie heute nicht so wohl und nachdem wir drüber geredet hatten, was ich am Vortag gemacht hatte, meinte der S. auch, solche Tage gäbe es halt. Und er machte im Wesentlichen Lymphdrainage.

Danach ging ich noch zum T-Punkt im Forum und organisierte eine Nano-SIM für das neue Handy (also mein altes) des besten Allgäuers (der Vertrag läuft auf mich). Da wurde mir ein Kombi-Vertrag mit allem empfohlen und eigentlich wäre das auch sinnvoll. Aber da hätte ich mal besser recherchiert, bevor ich meinen Handy-Vertrag verlängert hatte. Ich muss mal Kombiverträge mit Allem recherchieren. Angeblich kann die Telekom neuerdings tatsächlich 100Mbit bis zu uns liefern. Das erweitert die Menge der Anbieter doch erheblich :-)

Den restlichen Nachmittag verbrachte ich erst mit Coolpack und Decke auf dem Sofa drinnen (aktuell ist das Haus noch relativ kühl), dann mit Lesestoff draussen im Schatten auf der Liege.

Der beste Allgäuer von Allen kam ungewöhnlich früh. Wir sassen erst noch gemeinsam mit Frappé und kalten Kabakaffee draussen und fuhren dann gemeinsam mit dem Auto zum Eschacher Weiher. Er hatte sich einfach nicht aufraffen können, in der Bullenhitze da hinauf zu radeln. Das war sehr nett, da gemeinsam in der Sonne zu liegen und sich gelegentlich zu wässern.

Nachtrag:
Abends machte ich mit wieder einen Retterspitzumschlag. Diesmal besser gewickelt, also nicht so ein Gewurschtel, und zuzätzlich mit Coolpack oben drauf. Das tat sehr gut. Ins Bett nahm ich das Ding trotzdem nicht mit.


Weiherbild

Von engel am 25.06.2019 23:00 • diaryKnieOP

Elternbesuch

Montag, Juni 24, 2019

Ich fuhr wieder mit dem Auto zur Therapie (davor standradelte ich kurz, um das Knie aktiv zu bekommen). Einerseits weil es früh genug war, um einen Parkplatz zu bekommen und andererseits, weil ich danach noch was vor hatte und ich das Knie ja nicht allzu sehr anstrengen soll.

An diesem Morgen betrieb S. ‘Mobbing’. So nannte er die Mobilisierung des Unterschenkels gegen den Oberschenkel. Danach ging die Beugung tatsächlich besser (vor allem weil das Zwicken an der Knie-Innenseite verschwand), die Streckung eher nicht so.

Die Erklärung für dise Art Mobilisierung war, dass aktuell, vor allem wegen der verschwundenen Muskulatur, der Unterschenkel zu weit vorn steht und so eine saubere Bewegung des Unterschenkels gegen den Oberschenkel erschwert ist. Deswegen sei es so wichtig, den Muskel an der Oberschenkelrückseite zu trainieren, denn der sorgt dafür (zusammen mit dem Quadrizeps vorn ), dass die beiden Beinabschnitte korrekt zueinander stehen.

Die anschliessende Lymphdrainage war dann bei einer anderen Therapeutin. Schade. Nicht weil die schlecht gewesen wäre sondern weil der S. halt so nett und gut ist und wir uns gut unterhalten. Finde ich jedenfalls. Auch diese Therapeutin legte mir Retterspitz-Umschläge nahe, also kaufte ich dann doch welchen.

Danach besuchte ich die frisch aus Südfrankreich zurück gekehrten Eltern. Wir tranken Kaffee mit frischen Brezeln auf dem Balkon und unterhielten uns. Über das Bein natürlich und über den ganzen Rest, der halt so los war.

Schwimmen hatte ich kurz angedacht, liess das dann aber doch bleiben, denn für ein leeres Becken war es inzwischen zu spät, weil das Wetter so großartig war. Ich fuhr stattdessen heim, erledigte ein paar Haushaltsdinge (naja, mehr oder weniger, Tech Support halt) und legte mich dann auf einer Liege in den Schatten zum Lesen. Dazu gab es Kirschen :-)

Am frühen Nachmittag machte ich mich dann auf eine weitere meiner rausgesuchten flachen Radl-Runden. Gleich am Anfang meiner Runde traf ich am Staßenrand auf ein Vögelchen, das vermutlich aus dem Nest gefallen war. Armer kleiner Kerl. Die Handykamera ist allerdings halt eine Handykamera und Zoomen ist genauso katastrophal wie beim alten Handy.

Der Rest der Runde verlief zunächst weitgehend in der Sonne (wo ich den leichten Wind sehr genoss) und dann wie üblich an der Iller zurück nach Hause. Ich bekam ein paar neue Mückenstiche. Das waren insgesamt 18 Kilometer mit wenig Steigung, für die ich etwa 1 1/2 Stunden brauchte. Bis auf eine Stelle, wo es hinter einem Bach kurz steiler hinauf ging, fiel mir alles leicht und ich konnte schön rund radeln. Das müsste also OK gewesen sein.

Als der beste Allgäuer heim kam, tranken wir Eiskaffee im Schatten, dann radelte er zum Eschacher Weiher und ich fuhr wieder mit dem Auto hoch und stakste mit Krücken runter. Ich achtete sehr auf ordentliches Laufen. Das ging besser als beim letzten Mal :-)

Ich ging dann gleich ins Wasser und schwamm. Mehr oder weniger jedenfalls. Im See mag ich nicht kraulen und brustschwimmen geht nur solala. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich mit absichtlichere Schere beim Beinschlag tatsächlich sowas wie Schwimmen hinbekomme, auch wenn ich mich da echt konzentrieren muss.

Am Abend versuchte ich mich dann an einem Retterspitz-Umschlag. In der Apotheke hatte es leider kein Tücherset mit Klettverschluß gegeben, deswegen nahm ich ein Mikrofasertuch für den Retterspitz und ein Geschirrtuch oben drüber und befestigte das Ganze mit Reepschnur. Bei dem Aufbau ist aber noch Luft nach oben, auch wenn das halbwegs gut hielt. Über Nacht, wie die Therapeutin vorgeschlagen hatte, ließ ich das aber nicht dran. Wenn ich einen besseren Aufbau habe vielleicht.


Irgendwo im einsamen Hinterland

Von engel am 24.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoormtb

Radrunde

Sonntag, Juni 23, 2019

Nach einem langen Frühstück (draussen regnete es) vermachte ich mein altes Handy dem besten Allgäuer von Allen, der damit den Vormittag verbrachte. Ich standradelte unterdessen eine Runde und machte den wichtigsten Teil meiner Übungen (Stecken, Beugen, die neuen Kraft-Übungen).

Draussen wurde es unterdessen erst trocken, dann sogar schön (wenn auch arg schwül). Wir machten gemütlich Pfannkuchen (mit Alkoholika, ehklar) und hingen danach noch eine Weile auf der Terrasse rum. Unter dem Sonnenschirm, anders wäre das nicht auszuhalten gewesen.

Dann ging ich auf meine nächst-längere Reha-Radl-Runde und der beste Allgäuer zum Laufen. Meine Radlrunde war sehr nett. Ich hatte einen Haufen neuer Wege in der OSM entdeckt und die verschiedentlich mit dem Illerradweg kombiniert. Auf dieser Runde entdeckte ich einsame Wege und Gehöfte hinter dem Industriegebiet, die ich da nie und nimmer vermutet hatte. Das war sehr schön und sehr vergnüglich :-)

Da wo ich von der geplanten Runde abwich, landete ich prompt in Gestrüpp und Gebüsch. Die gute Nachricht dabei: das Bike auf schmalen Wegen durch Gestrüpp schieben geht inzwischen echt gut. Keine Schmerzen, kaum Humpeln und vermutlich keine Nachwirkungen. Die schlechte: Mücken. Gna! :-(


Pferde am Hof unter der Autobahn


Ungewohnter Weitblick von der anderen Seite der Iller


Tja, spontanes Abweichen vom Plan geht nicht immer gut

Von engel am 23.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoormtb

Knieweh links

Samstag, Juni 22, 2019

Als ich in der Früh aufstand, tat mir das linke Knie weh. Ein Stechen unter der Kniescheibe beim Auftreten. Links! Vom Schlafen?! Echt jetzt, wer braucht denn so einen Schmarrn?

Dafür wird aber die Belastung des rechten Knies täglich besser. Jeden Tag nur ein klitzekleines Bisserl, aber im Vergleich ist seit Freitag vor einer Woche, dem Heimkommtag, schon wieder einiges nachgegangen. Natürlich humple ich noch deutlich, vor allem direkt nach dem Aufwachen oder nach längerem Sitzen mit gebeugtem Bein, aber nach kurzem ‘Einlaufen’ fühlt es sich schon fast normal an.

Nach dem Frühstück ging ich standradeln und meine Übungen machen und sah von oben wie der Postbote mit einem kleinen Päckchen kam. Ich nahm an, das sei der neue Kopfhörer, auf den der beste Allgäuer wartet, aber es war für mich. Mein neues Handy!

Wegen dem habe ich fast ein schlechtes Gewissen, denn das alte funktioniert noch einwandfrei, aber bei den Optionen zur Vertragsverlängerung bei meinem Mobilfunk-Anbieter war ein neuer Vertrag mit einem neuen Handy deutlich günstiger als den alten weiter zu führen. Dann halt so. Mit dem neuen Handy verbrachte ich dann einen vergnüglichen Nachmittag.

Am späten Nachmittag ging ich nochmal standradeln und machte den zweiten Teil der Übungen. Einen Teil davon, denn da brauche ich einen stabilen Tisch (also den Küchentisch), machte ich parallel zum Kochen. Da sag noch wer, Multitasking sei nicht möglich ;-)


Terrasse und Clio von neuen Handy

Von engel am 22.06.2019 23:00 • diaryKnieOP

Toller Therapeut :-)

Freitag, Juni 21, 2019

Der beste Allgäuer hatte an diesem Brückentag frei. Ich warf ihn trotzdem (wie ausgemacht) um 7 aus dem Bett, damit wir gemütlich gemeinsam frühstücken konnten. Um 20 nach 8 hatte ich nämlich eine Therapie-Session.

Die fiel länger als erwartet aus, weil mein Therapeut S., mit dem ich, glaube ich, einen echten Glückstreffer gelandet habe, hatte nach mir eine Lücke und die nahm ich natürlich sofort. Es war ja eh schwierig, alle Termine für Therapie und Lymphdrainage so kurzfristig in den 3 Wochen unter zu bringen. Momentan liegen noch 3 in der Zeit danach.

Ich bekam erst mal eine wirklich ausgiebige Lymphdrainage und er versuchte, das noch immer verklebte und geschwolle Gewebe über dem Knie zu lösen und zu entwässern, dann bekam ich noch 2 Übungen gezeigt, die ganz speziell die Muskeln rechts und links des Knies und den Innenkopf des Quadrizeps über dem Knie trainieren sollen. Vor allem Letzteres sei schwierig, weil ganz schnell der mittlere und der linke Kopf die Arbeit übernehmen, wenn man nicht aufpasst. Aber man braucht halt alle für ein stabiles Knie.

Wir unterhielten uns auch über die Propriozeptoren, diese Sensoren, die dem Hirn sagen, welche Körperteile gerade wo und wie stehen und angesprochen werden müssen. Von denen fehlen mir nun einige, denn da wo die waren, ist nun Metall (es wurden ja auch beide Kreuzbänder entfernt und die sind für die Stellungsanalyse scheints auch sehr wichtig).

Das erklärt - glaube ich - auch, warum ich noch immer Probleme habe, den Unterschenkel moderiert zu bewegen. Das geht beispielsweise beim Treppensteigen noch immer recht stakkato-mäßig, erst zu viel Ausschlag und dann muss ich schnell mit dem Bein wieder zurück. Mir knickt auch immer noch gelegentlich das Bein weg, was, so S., daran liegt, dass der innere Quadrizepskopf noch nicht arbeitet und auch daran, dass das Hirn noch nicht gelernt hat, mit dem Ausfall der Sensoren direkt im Knie zurecht zu kommen. Er beruhigte mich aber: das kommt.

Sonst unterhielten wir uns über Skitouren, Berge und Allgäu- und Lechtal-Bilder, von denen viele in den Therapieräumen hängen, alle vom S. Ich sag ja, ein Glückstreffer.

Nach der Therapie-Session ging ich direkt ins Stadtbad, weil ich schwimmen wollte. Ich war da schon ewig nicht mehr und wenn man davon absieht, dass inzwischen der Haupteingang oben beim Cambomare ist, sieht alles noch ziemlich genauso aus wie vor knapp 50 Jahren (meine Güte, das klingt besorgniserregend). Wie im Hallenbad hat es im Schwimmerbecken 2 abgesperrte Schwimmerbahnen und ich hatte die eine fast komplett für mich. Auf der 50-Meter-Bahn 1000 Meter abspulen ging viel schneller als ich erwartet hatte :-)

Daheim wartete des beste Allgäuer auf mich, denn er hatte versehentlich nach dem Joggen am Vortag seinen Hausschlüssel an meinen Schlüsselbund geclippt (ich dachte schon, dass der Bund recht schwer sei, führte das aber darauf zurück, dass da jetzt die Ersatz-Fahrradschloss-Schlüssel dran hängen) und deswegen nicht wie geplant zu seinem Sport gegangen. Tja, ungewohntes Zusammenleben hat halt auch ungewohnte Probleme.

Am späteren Vormittag ging ich Einkaufen (ein Fest: Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Kiwi ... hach!) und nach einem kleinen Mittagssnack eine kleine Runde Reha-Radeln. 11 Kilometer und nur 50 Höhenmeter, ich soll ja nicht übertreiben. Hier nur wenige Höhenmeter zu machen ist eh anspruchsvoll. Das ging aber nur so mittelgut, ich kam nur selten dazu, ohne Nachdenken treten zu können.

Abends fiel mir auf, wie effektiv die Lymphdrainage gewesen war: das Knie war deutlich dünner! Die neuen Übungen verlachlässigte ich allerdings leider. Als mir einfiel, dass ich die noch machen wollte, hatte ich gerade frischen Kaffee neben mir und dann reichte die Zeit vor der Abendessen-Einladung beim Schwiegervater und seiner Freundin nicht mehr.
Ganz schlecht, Andrea, üben ist wichtig!


Stadtbadschwimmerbecken

Von engel am 21.06.2019 23:00 • diaryKnieOP
Page 1 of 3 pages
 1 2 3 >

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare

Blogroll


Have fun!