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Sonntag, 20.08.2023: Rum-SUPen

Dienstag, August 29, 2023

Nach der anstrengenden Samstagstour brauchten wir wieder Erholung und landeten am See. Den hinteren Strand mit dem langen Zustieg haben inzwischen noch mehr SUPer entdeckt und weil wir nicht sehr früh losgekommen waren, war da schon ganz schön viel los.

Der See lag wunderbar wie ein Spiegel in seinem Bett, kein Lüftchen regte sich. Nach dem Aufpumpen war es fast zu heiß zum SUPen, wir mussten erst mal eine Runde schwimmen. Dann paddelten wir die übliche Runde über den See. Der Wind legte freundlicherweise zu, deswegen waren die Temperaturen (33 Grad!) dann doch gut aushaltbar.

Wir ankerten zwei Mal und schwammen Runden um die SUPs. Der See hatte wieder die perfekte Temperatur zum Schwimmen. Angesichts des Debakels vom letzten Mal ließ ich meinen Hut auch beim Schwimmen auf und zog zum Paddeln später ein Hemd an. Das klappte, kein weiterer Sonnenbrand :-)

Von engel am 29.08.2023 13:47 • outdoor

Samstag, 19.08.2023: Weglos unterwegs

Dienstag, August 29, 2023

Nach der regnerischen Woche sollte es am Wochenende endlich schön und trocken werden. Wir diskutierten ein paar Optionen und nahmen dann eine teilweise weglose Tour in einem Seitental, in dem eh schon nicht viel los ist. Am Grenztunnel war schon in der Früh um 7 Stau (vermutlich Blockabfertigung), deswegen fuhren wir übers Tannheimer Tal und parkten in Kelmen. Da wird man am Parkplatz nett gebeten, bitte 2€ in die Box zu werfen, was wir natürlich taten.

Der Weg fängt direkt am Parkplatz schon hübsch an. Erst geht es quer über eine Wiese und eine Weide (mit Hochlandrindern und Pferden), dann geht es in den Wald. Gleich danach quert man einen Bach und steigt dann weiter im Wald hoch. Dem Bach war deutlich anzusehen, dass es in jüngster Zeit viel geregnet hatte - haufenweise frisches Geröll und Kies lag im Wald herum. Wir balancierten über den Bach (viel Wasser) und stiegen im Wald weiter hoch.

Nach dem Wald öffnet sich das Hochtal etwas und man muss die Talseite wechseln. Der Weg führt dann auf der linken Seite direkt am Bach entlang ... und war teilweise ganz einfach weg. Eine große Schuttreise spült wohl öfter mal den Weg weg und das war auch diesmal so. Auch am Bach selbst und bei einer weiteren Schuttreise fehlten Stücke des Wegs. Aber wo es grundsätzlich lang geht, ist immer klar, deswegen kamen wir mit nur kurzen Umwegen in den Talschluss, wo es in Serpentinen erst auf der einen, dann auf der anderen Seite des Wasserfalls (eher ohne Serpentinen und reichlich steil) ins Kelmer Kar hinauf geht.

Der Weg durch die Latschen zum Hüttchen brauchte ein wenig Suchen. Dort machten wir erst mal eine Pause und schauten uns den steilen Grashang zum Sattel zwischen Kaltem Stein und Engelspitzle an: Das sah anstrengend aus!

War es auch. Anfangs fanden wir einen guten Anstieg, am Ende wurde es dann aber doch sehr steil. Wir kamen aber gut hoch. Wir landeten auf dem halben Weg zum Kalten Stein und mussten erst zurück in den Sattel absteigen. Von dort sah der Anstieg zum Engelspitzle übelst steil aus! Es war dann aber doch nicht ganz so wild, weil es Trittspuren hatte - die allerdings waren im steilsten Teil, wo es nur kleinteiliges Geröll und Kies hatte, von den Unwettern der letzten Zeit weggespült worden. Der Anstieg über diesen Teil war sehr anspruchsvoll.

Vom Engelspitzle bis zum Seelakopf sieht es unheimlich weit aus, aber das täuscht ein bisserl, weil das Seelakopf-Kreuz recht klein ist. Die Engelspitze selber hat kein Kreuz und weil nicht offensichtlich ist, welche der vielen Graterhebungen der eigentliche Gipfel ist, gingen wir erst mal an allen vorbei bis zum Seelakopf. Der Weg über den Grat ist einfach, wird im steilen Schlussanstieg noch mal kurz anstrengend und bietet ganz am Ende noch ein ganz kurzes Kletterstück. Das war dann der dritte neue Gipfel des Urlaubs :-)

Wir schauten uns lang um (und machten Fotos, ehklar), ließen die Pause dann aber wegen der Flugameisen-Invasion da oben ausfallen. Auf dem Rückweg zum Engelspitzle nahmen wir dann doch noch die Engelspitze mit (identifiziert übers Navi) und machten dann dort Pause in der grasigen Gipfelmulde. Wunderbar allein :-) Insgesamt hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt 4 Leute gesehen und 2 getroffen.

Wir hatten kurz überlegt, ob wir auf dem Weg nach Namlos absteigen sollten, um den steilen, weglosen Abstieg ins Kelmer Kar zu vermeiden (vor allem den steilen Geröllbuckel), aber Aussicht, am Ende eine gute halbe Stunde oder länger nach Kelmen zurückhatschen zu müssen, hatte dann den Ausschlag gegeben: Lieber der Steilabstieg ins Kar.

Der Abstieg war dann auch genauso unangenehm wie erwartet. Wir gingen mit aller gebührenden Vor- und Umsicht und kamen heil im Sattel an. Für den Abstieg ins Kar fanden wir einen besseren Weg. Der war zwar genauso steil oben, aber nicht ganz so grasig und hielt besser. An der Hütte machten wir noch mal Pause.

Für den Abstieg zurück nach Kelmen nahmen wir Trittspuren direkt vom Hüttchen bis zum Wasserfall, um nicht wieder durch die Latschen zu müssen, aber das war eine eher so mittelgute Idee, weil steil und rutschig. Im Gesamtbild der Tour mit den vielen weglosen Passagen spielte das dann aber auch keine Rolle mehr ;-)

Beim Auto angekommen, hatte ich schmerzende Füße, aber das Knie hatte das alles problemlos mitgemacht. Wird :-)

Wir beschossen den schönen Tag ins Stanzach im Jamdo mit Abendessen. Das war ganz OK, aber nicht so gut wie erhofft. Für den Heimweg war das prima, denn der ganze Stau von Fernpass bis zum Grenztunnel hatte sich inzwischen aufgelöst und wir konnten problemlos nach Hause sausen.


Freundlicher Start in Kelmen


Anstieg zum Kelmer Kar


Bach queren beim Wasserfall


Wegloser Gras-Anstieg (unten links die Hütte)


Wegloser Anstige mit Blick zum Engelspitzle


Im steilsten Teil (war noch steiler als es aussieht)


Anstieg zum Engelspitzle


Am Engelspitzle


Auf dem Weg zum Seelakopf


Schlussanstieg


Die letzten Meter


Am Seelakopf


Auf dem Rückweg


An der Engelspitze


Abstieg vom Engelspitzle


Sehr vorsichtige Querung


Abstiege ins Kar


Auf den letzten Metern ins Kar


Abstieg nach Kelmen


Bachquerung


Fast schon beim Auto


Die Hochlandrinder

Von engel am 29.08.2023 13:43 • outdoorberg

Dienstag, 15.08.2023: Gipfelgewitter

Montag, August 28, 2023

Nach einem Tag Haushalt (Wetter eher solala, in den Bergen deutlich schlechter) nahmen wir uns für den letzten Urlaubstag einen anderen ‘neuen’ Gipfel im Lechtal vor, bei dem der Abstieg mit dem Rad verkürzt werden konnte. Wir parkten in Stanzach.

Nachdem wir aus Stanzach rausgefunden hatten (vom Parkplatz aus geradeaus auf den Berg zu ;-)) bogen wir auf eine Forststraße ab, an der unser Ziel bereits angeschrieben war. Die Straße führt in 3 flachen langen Kehren bis zu einer Kehre mit Bank, wo auch der Fußweg von unten ankommt. Die Straße ging dann noch ein gutes Stück weiter den Berg hinauf, aber ich hatte keine Verbindung mehr gefunden. Wir stellten deswegen die Bikes ab und gingen zu Fuß weiter.

Das schmale Steiglein führt in moderater Steigung mit einigen Kehren die Steilwand entlang auf den Rücken oberhalb des Straßenendes. Netterweise war alles im Schatten und entsprechend kühl. Man konnte die Straße nicht sehen, aber von rechts kam in der richtigen Gegend ein noch schmalerer Pfad rein, der mit sehr großer Wahrscheinlichkeit von der Piste kam. Sollten wir noch mal kommen, werden wir das anschauen.

Das Weglein war von einem Witzbold erstellt oder wird wenigstens von einem erhalten. Gleich nach dem Bikeparkplatz kam ein kleiner Brunnen, das ‘Prostata-Bründl’ und ein roter Wegweiser vor einer Schuttreiße verkündete: ‘Ohne Fleiß, keine Pleis!’ :-)

Auf dem Rücken wurde die Gegend geradezu lieblich. Das Steiglein führte in weiterhin moderater Steigung durch lichten Wald, der Wald war grasig und die Sonne schien durch die Bäume. Es gab aber noch genügend Schatten, dass es nicht allzu heiß wurde.

Das änderte sich, als wir eine kleine Jagdhütte passierten. Kurz drauf kamen wir ins Latschengelände und es wurde steiler. Und wärmer. Es war unglaublich schwül, was auch kein Wunder war, denn im hinteren Lechtal baute sich bereits ein Gewitter auf. Wir konnten sehen, dass es da bereits regnete. In der anderen Richtung sah alles noch nach einem netten Sommertag mit Schäfchenwolken aus.

Wir erreichten den Gipfel trocken und hatten eine tolle Aussicht – sowohl auf die Gegend als auch auf das Gewitter, das sich zielstrebig auf uns zu bewegte. Wir konnten noch ausgiebig Fotos machen, aber für die Gipfelpause reichte es dann doch nicht mehr. Kaum hatten wir uns hingesetzt, fing es an zu sprühregnen. Und dann regnete es ‘richtig’.

Wir warfen die Capes über und stiegen ab. Es grummelte beständig irgendwo und es hatte auch gelegentlich Donner, aber das Gewitter war nicht wirklich über uns. Bei der Jagdhütte überlegten wir kurz, uns dort unters Dach zu setzen, aber das war dann doch nicht bequem und wir gingen weiter.

Als wir vom Rücken in die Steilwand abbogen, ließ der Regen nach und konnten bald die Capes wegpacken. Das war auch gut so, denn nun war es noch schwüler geworden. Wir nutzten die Gelegenheit für eine kurze Pause und stiegen dann zu den Rädern ab.

Bei der Abfahrt konnten wir schon sehen, dass aus dem hinteren Lechtal das nächste Gewitter anrückte, aber wir schafften es fast trocken bis zum Auto und konnten die Räder mit noch wenig Regen einladen. Dann aber legte es wieder ordentlich los!

Das war eine sehr nette Tour und ich will unbedingt mal die Forststraße und den weiteren Gipfelgrat erkunden.


Start in Stanzach


Hochradeln mit Blick auf die Klimmspitze


Hochradeln mit Blick auf die Leilachspitze


Radlparkplatz


Zu Fuß im Steilwald


Motivationsschild


Querung einer Schuttrinne


Anstieg im lichten Wald


Auf dem lieblichen Rücken


Im Latschenwald mit Ausblick


Anstieg zwischen Latschen


Auf den letzten Metern, Sommer vor mir ...


Auf den letzten Metern, Gewitter im HIntergrund


Gipfelbild


Gipfelbild mit Gewitter und Regen im Lechtal


Das Gewitter ist da.


Wir steigen schnell ab


Zurück im Steilwald ...


... wieder ohne Regen


Abfahrt


Abfahrt

Von engel am 28.08.2023 18:27 • outdoorbergmtb

Schwül, Brand, krank

Sonntag, August 27, 2023

Die Woche begann so heiß und schwül, wie die letzte aufgehört hatte. Morgens beim Radeln war es noch angenehm (beim Rollenlassen den Härtnagel-Hügel runter sogar fast kalt), aber schon beim Öffnen der Bürotür erschlug einen die warme Luft (wenn keiner mehr da ist, sind die Fenster natürlich zu und - Rollläden hin oder her - da heizt sich der westseitige Raum einfach auf).

Ich tat mein Bestes, mit allen Ventilatoren die morgendliche Restkühle reinzubringen und am Vormittag war es auch ganz OK. Ab Mittag war es dann aber wieder zu heiß. Daheim war es nicht viel anders. Wir machten nachts alles auf und morgens alles samt Rollläden zu, aber es wurde jeden Tag wärmer.

Am Dienstag kam dann noch dazu, dass in Kottern eine Fabrikhalle abgebrannt war. Ich merkte den Rauchgeruch schon beim Losradeln, dachte da aber eher an Restgestank einer Party mit Lagerfeuer. Nicht lang allerdings, denn je weiter ich nach Süden kam, umso mehr Rauchgeruch war in der Luft. Irgendwann kam eine NINA-Warnung und die Anweisung, dass alle Fenster geschlossen gehalten werden müssen. Der beste Allgäuer hat noch Urlaubstage, die er loswerden muss und nutzte den Dienstag zu einer Mountainbikerunde. Er fotografierte den Brand, ohne zu wissen, was es war – und wenn man genau hinschaut (was in der Auflösung natürlich schwierig ist) kann man nicht nur den Rauch sehen, sondern auch die Feuerwehr, die Wasser in den Brandherd spritzt.

Wir hatten jedenfalls beide am Abend keine Lust dazu rauszugehen, sondern verbarrikadierten uns im halbwegs kühlen Wohnzimmer. Der SAN-Site tat das gut :/ Unter anderem fand ich endlich die Lösung für ein Problem der EE, an der ich mir lang die Zähne ausgebissen hatte. Danke EE-Forum!

Der beste Allgäuer hatte auch am Mittwoch frei und sauste über Rubihorn, Gaisalphorn und Gamsfuss. Da wäre ich niemals nie nicht mitgekommen! Er war irre schnell unterwegs und das wären mir auch zu viele Höhenmeter Abstieg am Stück gewesen (wegen Knie, obwohl das gerade wieder stabiler wird, Trainingssache vermutlich).

Am Freitag durften Kollege S. und ich vor dem Chef (Firmenboss) präsentieren, warum wir meinen, dass für manche Projekte (seine und meine im Wesentlichen) Git so viel besser ist als SVN. Ich redete mir den Mund fusselig, aber ob alle meine Argumente so angekommen sind wie erhofft, da bin ich nicht sicher. Aus Sicht der Geschäftsleitung ist aber auch nicht leicht verständlich, warum man noch mal eine Codeverwaltung einführen sollte, wenn wir doch schon eine haben. Aber es gibt gute Gründe, schaumermal ob wir das rüber bringen konnten.

Danach ging ich noch Einkaufen und das Wochenende konnte beginnen. Und das war so ziemlich exakt der Zeitpunkt, an dem ich zusammenbrach. Achtung, jetzt kommt Jammercontent.

Von engel am 27.08.2023 23:00 • diary

Sonntag, 13.08.2023: Allein und heiß

Sonntag, August 27, 2023

Für den Sonntag, an dem den Bergen Gewitter vorhergesagt waren, hatten wir uns eine ‘Kurztour’ ausgesucht, an der üblicherweise nicht viel los ist. So richtig kurz ist sie mit Bike-Zufahrt natürlich nicht, einsam aber schon.

Wir parkten an der Brücke vor Oberstdorf und luden die Räder aus. Obwohl es früh war und einigermaßen kühl an der Breitach, war es schon fürchterlich schwül. Wir schwitzten beim Ausladen der Räder. Als wir danach auf dem Radweg an der Straße zur Breitachklamm entlang radelten, war es dann so kühl, dass es fast schon kalt war. Wetter halt ;-)

Ich hatte uns einen neuen Weg ausgesucht. Statt wie bisher nach Tiefenbach zu radeln und vor dort nach Rohrmoos, fuhren wir ein Stück weiter und bogen auf die kleine Straße zur Sesselalpe ab. Unten war es schön kühl und schattig im Wald, aber dann ging es steil bergauf und es wurde immer sonniger und heißer. Vor dem eigentlichen Abzweig zur Sesselalpe stand eine kleine Bank, an der wir Pause machten. Für so eine kleine Anlieger-Straße fuhren ganz schön viele Autos an uns vorbei. Und E-Biker natürlich.

Wir radelten den steilen Berg zur Sesselalpe hinauf und dann weiter ins Rohrmoostal. Bis ins Rohrmoos ist auch diese Straße vollständig geteert, was ein bisserl schade ist, denn die Strecke ist eigentlich sehr nett. An einer kleinen Bank in der Nähe des höchsten Punktes machten wir Pause. Da kamen dann aus dem Rohrmoostal andauernd Läufer vorbei, die teilweise schon sehr kaputt aussahen. Auf einer Streckenmarkierung entdeckten wir dann, dass das der Allgäu-Ultratrail war (70km, >3000Hm, mindestens 7h). Die, die bei uns vorbei kamen, waren bereits seit 6:00h unterwegs (es war etwa 11:00h). Meine Güte, da wäre ich auch kaputt!

Nach der Bank ging es in leichten Auf und Ab nach Rohrmoos und am Ende ganz schön weit runter. Der beste Allgäuer beschwerte sich über den Höhenmeterverlust, aber ich fand die Strecke eigentlich insgesamt ganz hübsch. Es war halt nur sehr heiß und schwül. Bis zum Abzweig der Piste ging es noch ein ganzes Stück weiter ins Tal hinein und dann auf der Piste unerwartet lang noch (Erinnerung ist eine Bitch) bis zum Abzweig des Pfads.

Wir stellten die Räder in den Wald und stiegen den schmalen Pfad hinauf. Der war unten wie erwartet sehr zugewachsen und so steil wie eh und je. Am ‘Querbaum’ tranken wir etwas und stiegen dann zum Sattel hinauf und querten auf Trittspuren rüber zum Einstieg.

Die kleine Kletterei ist nicht wirklich schwer, aber steil und grasig, da hat man nicht immer das Gefühl, sicher zu stehen :/ Oben waren es dann nur noch wenige Meter bis zum Kreuz, wo es leider nur wenig kühlenden Wind hatte, aber ganz und gar keine Leute :-)

Wir legten uns eine Weile ins Gras, aber es war zu warm ohne Wind, deswegen brachen wir die Pause bald ab. Die kleine Kletterei ist im Abstieg mit dem vielen Gras noch ein bisserl unangenehmer, aber nicht schwieriger. Wir stiegen schwitzend zu den Rädern ab und fuhren dann nach Rohrmoos. Endlich Wind und Kühlung!

Statt in Rohrmoos einzukehren (was die Beinahe-Schwägerin gefreut hätte), gingen wir wieder zur kleinen Alpe Schattwald, wo es Okayen Kaffee für mich, ein Bier für den besten Allgäuer und Kuchen für uns beide gab. Das war sehr nett. Am Ende kauften wir auch noch ein Stück des preisgekrönten Bergkäses der Alpe (schmeckt super!).

Der Rückweg zum Auto war dann sehr angenehm – ohne Treten bis nach Tiefenbach und dann gemütlich an der Breitach zurück zur Brücke. Wir kamen angenehm temperiert beim Auto an. Bis wir dann aber in der Sonne die Räder verladen hatten, war die ganz schöne Abkühlung schon wieder weg ...


Radeln entlang der Breitach


Im Wald hinauf zur Sesselalpe


Pause vor der Sesselalpe


Auf dem Weg ins Rohrmoostal


Aufstieg im Kraut


Oben hat es wüste Felsen


Das Ziel im Blick :-)


Gipfelkraxelei


Der beste Allgäuer im Anstieg


Gipfelbild


Weitblick mit den Unteren Gottesackerwänden


Abstieg


Abstieg


Abstieg


Auf den letzten Metern


Rollen lassen!


Schmandkuchen an der Alpe Schattwald


Immer noch rollen lassen :-)

Von engel am 27.08.2023 11:44 • outdoorbergmtb

Samstag, 12.08.2023: Erholungstag

Sonntag, August 27, 2023

Nach der langen und anstrengenden Tour brauchten wir Erholung. In letzter Zeit bedeutet das ja immer, mit dem SUP an den Rottachspeicher zu gehen :-)

Ich schaffte nur die ‘Hinfahrt’ (den Weg zur Staumauer) im Stehen und musste dann wegen Füße-weh zum Paddeln übergehen. Das war gar nicht so schlecht, denn es hatte sehr viel Wind und der Weg zurück war entsprechend anstrengend (und war im Sitzen natürlich leichter).

Wir ‘ankerten’ 2 Mal und trieben jeweils trotz des Treibankers erstaunlich schnell ab. Andere trieben aber deutlich schneller ab, also brachte der Anker durchaus etwas. Der Wind führte zusammen mit dem klaren Tag dazu, dass mein Gesicht arg viel Sonne abbekam. Es war kein ‘richtiger’ Sonnenbrand (keine weißen Striemen beim Drüberfahren), aber ich war abends so rot, dass es selbst den Neffen beim Abendessen bei den besten Eltern auffiel (nicht gut :-(). Aber das war insgesamt natürlich sehr schön und sehr erholsam.

Von engel am 27.08.2023 11:32 • outdoor

Freitag, 11.08.2023: Kraxelberg

Mittwoch, August 23, 2023

Der Freitag sollte einzige Resturlaubstag ohne Gewitter werden, das war die Gelegenheit für etwas ‘Kraxliges’.

Wir stellten den Kangoo am Parkplatz der Musauer Alm ab und luden die Räder aus. Es war noch nicht viel los und das Ausladen ist nicht sehr laut. Vielleicht deswegen übersahen uns 2 Rehe, die Vollgas aus dem Wald gesaust kamen und vermutlich den Parkplatz queren wollten. Dann sahen sie uns, schlugen einen Haken und sausen zurück in den Wald. Das Ganze dauerte vielleicht 2 Sekunden, war aber sehr beeindruckend.

Wir radelten die Forststraße hinauf bis zum Wasserfall (es war wenig los, nur ein paar Wanderer, keine E-Biker), aber da war die Aussichtsbank besetzt, deswegen radelten wir über die Brücke und setzten uns an der sonnigen Kurve ins Gras. Der Weg zur Musauer Alm war danach genauso überraschend lang wie immer und eröffnete dann den so großartigen Blick auf die beeindruckenden Nordwände der Tannheimer Berge :-) Wir radelten zum Bach und stellten die Räder am Wasserhäuschen ab.

Der beste Allgäuer zog die Schuhe aus (mal wieder eine Barfußtour), dann stiegen wir auf dem netten kleinen Weg ins Hochtal der Sabahütte auf. Im Wald war es angenehm kühl, der beste Allgäuer jammerte allerdings ein bisserl, wie kalt der Boden sei. Als wir in der Ebene in die Sonne kamen, zeigte er sich sehr erleichtert ;-)

Der Aufstieg zum Gehrenjoch war dann (wie üblich) recht anstrengend und zog sich (auch wie üblich). Wir machten am Joch eine kurze Pause und stiegen dann weiter zur Gehrenspitze auf. Am Joch nahm auch der beste Allgäuer Schuhe.

Als wir an die Rinne kamen, stiegen gerade ein paar Leute ab. Wir warteten, bis alle die Rinne verlassen hatten und stiegen dann schön allein auf. Ich bin ja nie schnell, aber dass uns am oberen Ende Rinne eine sehr schnelle Dame einholte, die ich unten noch überhaupt nicht gesehen, überraschte mich dann doch. Wie ließen sie vorbei und stiegen in unserem Tempo zum Gipfel auf. Im Schatten war der Fels feucht und stellenweise etwas rutschig und die beiden Schlüsselstellen sind inzwischen natürlich glatt poliert, aber sonst war das wunderbares Kraxeln :-)

Die einzelne Dame stieg direkt wieder ab, zwei Leute kurz drauf und danach hatten wir den Gipfel komplett für uns allein. Erst als wir gehen wollten, tauchte ein einzelner Mann auf. Wir begannen den Abstieg und ließen den Mann dann ziemlich bald an uns vorbei. Ich stieg wie üblich sehr bedacht (also langsam) ab, weil ich dem Knie auf keinen Fall einen Ausrutscher zumuten will. Wir kamen ohne Probleme am Ausstieg der Rinne an und stiegen zum Gehrenjoch ab. Auf dem Weg kam uns noch ein junges Pärchen entgegen, die angesichts der vielen Felsen sehr aufgeregt schienen.

Am Gehrenjoch machten wir noch mal Pause. Es war schon relativ spät (halb vier etwa), deswegen waren wir schön allein da oben. Dann stiegen wir ins Hochtal und weiter zu den Rädern ab. Nahezu den gesamten Abstieg über kreiste ein Hubschrauber über und um die Gehrenspitze, das war bestimmt kein gutes Zeichen (nachträglich ließ sich dazu nichts finden).

Wir kehrten auf der Musauer Alm ein und tranken ein wunderbares kaltes Bier. Der Käsekuchen war auch prima, allerdings ist die Alm ganz schön teuer. Die Abfahrt zum Auto danach war super – 2 kurze Anstiege, sonst konnten wir es einfach nur rollen lassen (mit ordentlich Bremsen dazwischen natürlich).


Start zur Musauer Alm


Pause


Auf dem Weg ins Reintal


Unter der Köllenspitze


Wir stellen die Räder ab


Anstieg im Wald


Anstieg zum Gehrenjoch


Das Ziel im Blick


In der Rinne


In der Gipfelkletterei


Aufstieg zum Gipfel


Am Nebengipfel


Am Hauptgipfel


Abklettern


Abklettern


Rückblickk


Misstrauische Gemse


Wegversperrende Kühe (wir gingen außen herum)


Kurz vor den Rädern


B&K der Musauer Alm


Abfahrt

Von engel am 23.08.2023 18:24 • outdoorbergmtb

Donnerstag, 10.08.2023: Neu, steil, einsam

Dienstag, August 22, 2023

Nach dem trüben Mittwoch sollte der Donnerstag wieder halbwegs schön werden. Beim Frühstück war davon aber noch nichts zu sehen. Es war bedeckt und entschieden kühl.

Wir hatten aber eh schon am Vortag auf eine kleinere Tour umgestellt und ließen uns erst mal Zeit. Dann fuhren wir ins Lechtal Richtung Namlos und parkten nach nur kurzer Suche an einer kleinen Ausbuchtung neben einem Forstweg.

Wir marschierten den Forstweg bis nach der ersten Kehre hinauf und trafen dort auf den Abzweig zu unserem Steig. Ab da wurde es anstrengend, weil steil.

Das Steiglein zwar schmal und steil, aber sonst nicht weiter schwierig. Wir stiegen unten durch lichten Mischwald, durchwachsen mit Gras und oben durch eine Latschengasse immer auf dem direkten Weg bis zum nigelnagelneuen Gipfelkreuz (Edelstahl, vielleicht wars auch gar nicht sooo neu). Das war ausgesprochen nett da hoch.

Das Wetter blieb bedeckt, aber die Wolken waren hoch genug für gute Aussicht. Der Lech war braun und voll. Hinter dem Steinmandl geht der Rücken, später Grat weiter zur Mittagspitze und dann zum Elmer Muttekopf. Zur Mittagsspitze sah es machbar aus (Recherche später: brüchig, IIer Stellen), aber für den ersten der schöneren Urlaubstage war das Steinmandl erst mal genug.

Wir machten eine lange Pause (keine Sonne, aber auch kein Wind und moderat warm) und stiegen dann wieder zum Auto ab. Auf dem gesamten Weg hatten wir niemanden getroffen, das war sehr nett :-)


Start an der Straße nach Namlos


Es geht in den Wald


Der Anstieg ist steil


Die letzten Meter durch eine Latschengasse


Am Gipfel


Vor dem weiterführenden Grat


Abstieg


Auch runter ist es steil


Die letzten Meter mit fast Sonne

Von engel am 22.08.2023 06:08 • outdoorberg

Zwangsurlaub, Recherche, heiß

Sonntag, August 20, 2023

Wegen des Feiertags am Dienstag hatte ich Montag Zwangsurlaub, der sich ganz prima an den Urlaub in der Vorwoche anfügte :-)

Die kurze Arbeitswoche begann morgens jeweils mit angenehmen Temperaturen und war tatsächlich durchgehend trocken. Nachmittags war es dann allerdings nicht mehr sehr angenehm, da war es jeden Tag heiß und schwül. Am Mittwoch kam dann wie vorhergesagt Abends ein Gewitter.

Im Urlaub hatte ich meine Radl-Regenklamotten gesucht, aber nicht gefunden. Die letzte Hoffnung war gewesen, sie im Büro zu finden und da hingen sie dann auch. Wunderbar, speziell um die Simony wäre es echt schade gewesen.

In der Arbeit war ich so schnell wieder drin, als hätte ich gar keinen Urlaub gehabt – interessanterweise fühlte sich aber das Wochenende (Grillen, Bergtour, See) so an, als sei es noch immer Teil des Urlaubs, trotz der 3 Tage Arbeiten. Ich konnte nahezu nahtlos mit der Recherche weiter machen, die ich vor dem Urlaub begonnen hatte und fand endlich den Einsprung, den ich lang gesucht hatte. Es war sehr ruhig, weil viele die zweite halbe Woche auch Urlaub genommen hatten, deswegen bekam ich wirklich viel gebacken.

Ich radelte auch am Freitag, noch immer wegen der Baustelle am Berliner Platz. Das macht aber Einkaufen anstrengend. Vielleicht konnte ich mich deswegen am Freitag zu nichts mehr aufraffen. Das Wochenende fing deswegen sehr gemütlich an. Wir grillten, stiegen am Samstag nordseitig im Schatten in einem Tal auf und weglos (Puh! Anstrengend!) weiter zu zwei bekannten und dann einem neuen Gipfel :-) Den Weiterweg traute ich mir aber nicht zu. Weglos, lauf Führer mit Stellen II und sehr brüchig. Da müssen wir noch mal kommen. Sonntag verbrachten wir auf dem See, da war es trotz 35 Grad oder so gut aushaltbar.

Von engel am 20.08.2023 23:00 • diary

Dienstag, 08.08.2023: Mitten drin

Freitag, August 18, 2023

Der Dienstag sollte mindestens trocken, wenn auch eher kühl und nicht ganz sonnig werden. Da es zudem noch immer ziemlich windig war, entschieden wir uns für den Hausberg, an dem man lang windgeschützt südseitig radeln kann.

Am Parkplatz in Rauth (erstes und einziges Auto!) hatte es noch reichlich frischen Wind, aber als wir im lichten Wald bei Sonne die südseitige Piste hinauf radelten, war es angenehm warm. Um dem Wind nicht allzu sehr ausgesetzt zu sein, nahmen wir den langen Weg um den Berg herum zur Nesselwängler Edenalpe. Das klappte nur so mittel, denn auf der Querung hatte es natürlich Wind. Dafür war es aber nicht so anstrengend wie unter dem Lift hoch.

Im Almgelände hatte es überall Kühe, die meisten mit Schellen, sodass wir mit nettem bergsommerlichem Gebimmel radeln konnten. Die Kühe waren auf verschiedene Weiden verteilt, die mit Gattern abgeteilt waren. Zwischen der Edenalpe und dem Sattel stand ein Teil einer großen Herde auf der Straße herum. Wir näherten uns langsam und die ersten Kühe gingen auch brav aus dem Weg.

Danach kamen aber ein paar, die zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren, um uns zu bemerken. Eine Kuh beschnüffelte intensiv das Hinterteil einer anderen und die fand das gar nicht lustig. Sie drehte sich um und knuffte die erste Kuh erst mal unfreundlich mit dem Kopf, als das aber nichts brachte, rammte sie der ersten Kuh die Hörner in die Seite. Die lief weg und die zweite Kuh rannte hinterher und rammte ihr noch ein paar Mal die Hörner in die Seite. Die andren Kühe standen unruhig herum und keine schien so wirklich mehr auf uns zu achten. Das war unangenehm, zumal wir auf den Rädern auch nicht so einfach umdrehen oder von der Piste wegkonnten.

Wir rollten langsam weiter und alle Kühe bis auf die beiden Streiterinnen gingen brav aus dem Weg. Die beiden standen aber netterweise etwas an der Seite, deswegen kamen wir da auch vorbei. Hui, spannend!

Wir parkten die Bikes an der Gräner Ödenalpe und gingen zu Fuß weiter. Die Sonne hatte sich inzwischen schon einigermaßen verzogen, aber es hatte auf der Querung bis zur Rinne nicht viel Wind, deswegen war es nicht allzu kühl. Von rechts bimmelte es immer wieder aus den Felsen, aber wir sahen niemanden. Wir vermuteten die grauweißen Ziegen gut getarnt da irgendwo zwischen den Latschen.

Am Gipfel war nicht viel los (2 Leute), aber es war windig, deswegen stiegen wir direkt wieder ab und suchten uns einen Platz im Gras vor den Latschen, wo wir wenig Wind abbekamen. Aus den Felsen bimmelte es weiter.

Und dann wurde das Gebimmel lauter und ein Ziegenkopf schaute aus der steilen Nordrinne über die Kante. Alle Ziegen stiegen dann schön nacheinander auf schmalen Leisten und steile Schrofen die nahezu senkrechte Wand ab und sammelten sich auf dem Wanderweg. Hui, das war aber beeindruckend! Von gelegentlich den Weg entlang kommenden Wanderern ließen sie sich nicht im Geringsten stören. Als wir dann vorbei kamen, waren die Ziegen schon ein Stück weiter ins Kar abgestiegen.

Wir kehrten an der Gräner Ödenalpe auf K&K (im Fall des besten Allgäuers war es B&K) ein und radelten dann zum Auto zurück. Es hatte wieder mehr aufgeklart, deswegen war die Abfahrt vor den Tannheimern so beeindruckend wie immer :-)


Start bei Sonne


Schnee an der Leilachspitze


Auf dem Pfad an der Nordseite


Kühe mit Kälbern an der Edenalpe


Weitblick mit Schnee


Anstieg


Gipfelkraxelei


Oben


Abstieg


Die Kletterziegen


K&K


Start zur Abfahrt


Auf den letzten Metern

Von engel am 18.08.2023 06:05 • outdoorbergmtb
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